Week-end


Auch wenn ich ein relativ stressiges Week-end hatte, war es doch voller positiver Energie.

Am Samstag hatten wir abends ein Konzert. Die Kirche war zwar nicht voll, aber die Akustik war grandios und das Publikum hatte uns einen grossen Applaus beschert. Obwohl wir – also die Männer, vorallem die Tenor-Stimmen – bei einem Stück am Anfang total versagten, konnten wir es noch retten und brachten es schlussendlich gut zu Ende. Was mich sehr gefreut hat, war dass 4 meiner Arbeitskollegen/-innen gekommen sind. Eine hatte noch ihre Mama dabei und nach dem Konzert meinte jene, sie sei jetzt unser Fan-Club 🙂 Das war echt süss.

Mein absolutes Lieblingslied dieses Abends war dieses:

Gegen 23h war ich zu hause und Sohnemann hat schon geschlafen als ich nach Hause kam – was mich arrangierte. Also ging ich zu Bett und schlief auch ziemlich schnell ein. Um 1h20 weckte mich eine Whatsapp-Nachricht (mein Handy ist mein Wecker…) : mein Sohn schrieb mir von seinem Zimmer aus, das ich ihn hätte wecken sollen als ich nach Hause kam und dass er gerne Kuscheln wollte. Nun ja, gegen Kuscheln hab ich ja nichts, aber er hat mich geweckt und ich war etwas sauer. Schliesslich musste ich am nächsten Tag um 7h aufstehen. Nach einem kurzen Hin und Her habe ich dann schlussendlich gegen 2h morgens wieder einschlafen können.

Als um 7h der Wecker los ging, erwachte ich mit Kopfschmerzen und mir war schlecht. Oh nein ! – dachte ich – bitte keine Migräne. Nicht heute! Ich holte mir ein Schmerzmittel und legte mich nochmals für eine Stunde hin. Danach ging’s mir Gott sei Dank besser. Auch wenn die Kopfschmerzen noch nicht ganz weg waren, machte ich mich parat und fuhr zum Traiteur. Der Chor, respektive das Comité (bei welchem ich dabei bin) hatte einen Brunch organisiert und wir erwarteten ca 30 Gäste.

Ich war also um halb neun mit allem im Auto vor dem Eingang des Gewölbekellers, welchen wir gemietet haben und wartete auf die anderen, um den Saal vorzubereiten.

Der erste, welcher sich zu mir gesellte war Pierre. Ja, der heisst auch Pierre. Und ja, der würde mir auch gefallen… 🙂 Nach und nach kamen auch die anderen und wir bereiteten alles vor. Viele Choristen haben selbstgemachte Speisen mitgebracht und unser Buffet war sehr reich.

Um 11h erwarteten wir die ersten Gäste und es war wirklich ein gelungenes Beisammmensein. Unser Chorleiter hat zusammen mit den Gästen und uns gesungen. Die Leute hatten Spass und als wir um 16h den Boden fertig gewischt und nass aufgezogen hatten, waren wir alle sehr mit dem Resultat zufrieden.

Nachdem alle gegangen waren, kam ich gegen 18h30 nach Hause. Ich war zwar erschöpft, aber sehr zufrieden. Ich liess mir nochmal folgende Szene vom Nachmittag durch den Kopf gehen:

Pierre – also der vom Chor – und ich hatten viel gelacht. Als er ein Dessert nahm, sagte er: die Frau, die das gemacht hat, heirate ich ! Ich schmunzelte und meinte: dann musst du den Traiteur heiraten 😀 . Also kochen und backen kann ich schon ziemlich gut, aber so professionnel nun auch wieder nicht…

Wir kommen wirklich gut aus und eigentlich halte ich mich bewusst zurück. Denn irgendwie will ich keine Signale aussenden mit dem Risiko, dass es vielleicht nicht erwidert wird oder aber, dass etwas daraus entsteht und es dann in die Brüche geht. Wir singen im selben Chor. Wir lieben beide den Chor. Was würde das für eine komische und vielleicht unangenehme Situation geben, wenn es dann plötzlich doch nicht hält? Und doch habe ich ihm abends eine sms geschickt:

Ich hoffe, Du bist gut nach hause gekommen!? Ich bin soeben damit fertig geworden, alles bei mir wegzuräumen. Danke nochmals dass Du um 9h gekommen bist! Schönen Abend und bis Mittwoch :-*

Gern geschehen! Sonst habe ich fast nichts gemacht ;-). Gute Woche. Pierre

Wow – hätte nicht gedacht, dass er antwortet. Ja, er ist auch keine Handy-Fanatiker… muss wohl am Vornamen liegen 🙂

Ja doch – deine Präsenz ist schon viel wert 😉

Präsenz und Appetit 😉

🙂 Genau und viel lachen (und natürlich eine gute Bass-Stimme!) Gute Nacht 😉

Danke, gleichfalls

 

Nun hirne ich irgendwie an ihm rum. Gut? Nicht gut? Weiss nicht. Am Mittwoch sehen wir uns. Mal sehen. Aber eigentlich will ich nicht – oder doch? Pfff….

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