
Eine Woche Ferien.
Eine Woche ohne Wecker, ohne wichtige Termine im Kalender, ohne funktionieren müssen. Einfach Zeit. Und ein paar Vorhaben im Kopf.
Morgen früh um vier beginnt in Basel der Morgenstraich. Während dort die Lichter ausgehen und dieses magische, leicht melancholische Gefühl sich mit den leuchtenden Laternen vermischt, werde ich noch hier sein – vermutlich am Schlafen. Oder vielleicht auch vor dem Fernseher, um wenigstens ein bisschen dieses Gefühl und die ersten Piccolos durch den Bildschirm zu erleben.

Wären die Menschen, bei denen es eine Schlafmöglichkeit gab, noch da, wäre ich womöglich heute schon dort. Aber die Zeiten ändern sich leise: Die, die einmal in Basel wohnten, leben heute verstreut. Und ein Hotel für drei Nächte Fasnacht liegt finanziell einfach nicht drin.
Also gehe ich dieses Jahr nur am Mittwoch. Ein einziger Tag Fasnacht statt drei – einer mit Vorfreude. Auch wenn drei Tage natürlich besser wären als einer: Ganz ohne geht nicht. Sonst sitze ich heulend vor dem Fernseher.
Ansonsten habe ich diese Woche nur noch ein Projekt: Sohnemann und sein Zimmer. Ich trage seit Tagen die Idee mit mir herum, dass ein Umstellen guttun würde. Frischer Blick, neue Ordnung, vielleicht sogar ein neues Bett – nicht neu gekauft, sondern von jemandem, der seines loswerden will. Noch weiss Sohnemann nichts davon. Aber ich werde es mit ihm besprechen, mit vorsichtigen Vorschlägen statt grossen Plänen. Das fruchtet meist mehr.

Überhaupt stehen wir gerade an einer kleinen Schwelle: Am 3. März beginnt für ihn etwas Neues. Und bevor es losgeht, gibt es noch dies und das vorzubereiten, zu ordnen, zu klären. Nichts Dramatisches – aber Dinge, die getan werden müssen, bevor es losgeht. Ich freue mich und habe grosse Hoffnung, dass Sohnemann jetzt endlich etwas weiterkommt und seine Zukunft klarer sieht.
Und zwischen all dem hoffe ich auf freundliches Wetter. Nicht unbedingt sonnendurchflutet und warm – einfach hell genug, um hinauszugehen, durchzuatmen, vielleicht irgendwo einen Kaffee zu trinken oder ein Stück Weg ohne Ziel zu gehen. Ferien brauchen gar nicht viel. Ein wenig Licht, etwas Zeit, ein paar Vorhaben, die nicht drängen.
„Es sind die stillen Tage, in denen sich das Leben neu ordnet.“










