
Das Schönste, was es gibt: das Schnurren einer dösenden Katze auf der Fensterbank. Die kindliche, mit glänzenden Augen vorgebrachte Aufforderung « Noch mal! ». Ein spannendes Buch, von dem erst die Hälfte ausgelesen ist. Gelbe Tulpen in der Vase. Der erste Kühle Schluck und ein Gartenstuhl nach langer Wanderung (den Stuhl bitte möchlichst mit Kissen). Kopfschmerzen, wenn sie wieder aufhören. ein Live-Konzert mit unseren Liedern von damals. Starker Sturm und wir sind im Haus. Die Stille nach dem Sturm. Stundenlang zu telefonieren. Dass das Farrad schon lange keinen Platten mehr hatte (und der Computer funktionniert auch noch). Um Rat gefragt zu werden. Wenn der Ratschlag geholfen hat. Das Gefühl, so richtig, richtig viel gearbeitet zu haben. Eure Frage, wie’s geht. Das Schlappsein nach dem Schwimmen. Eine Wattwanderung. Wenn wir uns verstehen. Autofahren ohne Stau und rasende Idioten. Der Staffelsee im Frühling. E-mail von dir. Mein Bild im Spiegel heute Morgen. Nicht heucheln zu müssen. Grund haben, danke zu sagen.
Dankbarkeit ist das Gedächtnis des Herzens.
Jean-Baptiste Massillon
Ein schöner text boelleli