Schöne Gewohnheit


Morgens die Nachrichten hören, dazu die Tasse Kaffee und zwei Toast. Der Kuss zum Abschied. Im Büro: Zuerst den Computer anstellen – als Bildschirmhintergrund erscheint meine KAtze bei ihrer Lieblingsbeschäftigung: Dösen. Dann ist erst mal nur die Arbeit dran. Zwischendurch ein Blick in die Zeitung.

Mittags geht’s ins kleine Café um die Ecke. Geplauder übers nächste Wochenende und die Pläne dafür. Der Nachmittag fliegt mit Arbeit vorbei.

Abends dann die Tasse heisser Tee, Füsse hoch und erst mal lesen. Und vor dem Schlafengehen der kurze Spaziergang zu zweit: Wie war’s bei dir heute?

Rituale des Alltags. Nichts Spektakuläres. Gestern, heute und morgen immer gleich. Ich glaube, wären diese Gewohnheiten nicht, wir würden sie sofort erfinden.

Beobachten Sie mal: Welches sind Ihre Rituale? Und verfolgen Sie deren Spuren durch den Verlauf Ihres Lebens. Viele bleiben sich ber die Jahre hinweg gleich oder tauchen irgendwann in neuem Gewand auf, Die Teesorte wechselt, die Lektüre auch. Das Ritual bleibt.

Von wegen langweilig! Wir brauchen das Wiedererkennen in den kleinen Dingen. Ohne die Rituale würde uns etwas fehlen. Schön, dass es sie gibt, gerade weil sie immer gleich sind. Sie stärken das Vertrauen in die Beständigkeit des Lebens. Dass es weitergeht und dass Verlass ist auf die Zukunft.

Wäre ich Narr genug, noch an das Glück zu glauben, so würde ich es in der Gewohnheit suchen.

François-René de Chateaubriand

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