
Gestern ging es mir nicht so gut. Ich hatte alte Konversationen mit M. gelesen und verstand irgendwie noch weniger, weshalb er damals so gehandelt hat. Wir hatten so eine Vertrautheit und dann – von heut auf morgen – Funkstille.
Ich habe ihm dann geschrieben und ihm gesagt, wie ich mich fühle. Und – wie sollte es anders sein – hat er darauf kurz mit einem „ok“ und „trotzdem einen guten Mittag“ reagiert. Ich hab mich bedankt und wir verabschiedeten uns mit „bis später“.
Als ich abends dann zu hause angekommen bin, fragte ich ihn, ob er auch zu hause sei. Er bejahte und fragte, welche Erkenntnissen das Lesen der alten Nachrichten gebracht hätten. Meine Antwort war :
Dass ich dich sehr geliebt habe…
… oder vielleicht sogar noch tue…
Sorry, aber ich will ehrlich sein...
und wenn du lieber später schreiben willst, ist das ok… oder vielleicht willst du gar nicht mehr schreiben jetzt?
Entschuldige, ich bin ziemlich aufgewühlt…
Nein wir können schreiben und auch gelegentlich sprechen. Aber es gefällt mir nicht, dass du jetzt wieder leiden tust .
Es tut mir leid
Schön das du ehrlich bist . Aber ich kann dir nicht mehr als meine Freundschaft anbieten .
Ich mach das nicht extra… es wird schon wieder besser werden… und ich werd mir Mühe geben und mich zusammen nehmen…
Ich weiß. Ich möchte nicht wieder als verschließen müssen . 🥴
Nein, bitte nicht – das würd ich nicht nochmal verkraften
Ja ,das möchte ich ja auch nicht .
Ich werd dich mit deiner Freundin schreiben lassen.
Werd ein bisschen raus gehen an die frische Luft
Ok. Ich bin da, wenn dir danach ist.
Danach ist mir schon… aber deine Freundin findet das sicher nicht so toll… und ich will dir nicht den Abend vermiesen
Ich werde nachher auch für dich da sein.
Und dann war ich etwa eine Stunde damit beschäftigt, mich zu fassen. Und Frank war nicht da. Er ist sowieso die letzten Tage sehr abwesend und er fehlt mir sehr. Irgend etwas ist nicht gut.
Plötzlich schrieb M. „Ich bin da“ . Innerlich war ich ziemlich aufgewühlt und dann fragte er, ob wir telefonieren wollen. Mein Herz ist fast stehen geblieben. 1. telefoniere ich eigentlich nicht wirklich gern und 2. war ich mir nicht sicher, ob das wirklich eine gute Idee ist. Schlussendlich hab ich aber dann eingewilligt und was soll ich sagen ? Wir haben fast eineinhalb Stunden telefoniert. Es war das Beste, was passieren konnte.
Anfänglich war ich etwas gehemmt, musste auch 2, 3 Mal meine Tränen unterdrücken, aber dann… es war wie damals. Einfach reden. Es war alles so vertraut. Seine Stimme so angenehm.
Irgendwann im Gespräch meinte er, dass er glaube, es sei ein Fehler gewesen, sich wieder bei mir zu melden. Ich hingegen bin davon überzeugt, dass alles einen Sinn hat. Wir wissen vielleicht jetzt nicht, wieso, aber kosmische Gründe wird es dafür geben.
Gottes Wege sind unergründlich…