Archiv

8. Dezember – Sternsucher

Vielleicht muss man noch weiter gehen, bis alle Lichter verblassen nach und nach und weiter, bis die Nacht das letzte Wort hat, das grosse samtene, das alles andere verschluckt.

Vielleicht mus man noch weiter gehen, damit einem irgendwo dann ein kleines Stücken Weihnachten ins Herz fallen kann.

Isabella Schneider

7. Dezember – Das Licht finden

Wenn das Jahr sich neigt, wenn schweres Grau die Sonne verhüllt und kaltes Weiss die Wiesen und Wege, dann das Licht finden, das in einem Fenster leuchtet, das durch eine offene Tür fällt, das uns in eine glitzernde Strausse baut – durch Kälte und Dunkelheit nach Hause – das Licht, das vom Himmel herabfällt wie ein Stern, um uns zu besuchen, wenn wir es am meisten brauchen

Inge Müller

5. Dezember – Auf dem Weg

Diesen Schritt gehen als sei er es, auf den alles ankommt, als sei er es, der dich schon bringe ans Ziel

Wer weiss schon, ob Sterne verlsslich sind. Und wer könnte sagen, ob die Kräfte reichen ?

Um diesen einen Schritt nur weisst du, dür den der Fluss die Luft schon betreten hat, um gleich den Boden erneut zu berühren.

Tina Willms

4. Dezember – Leuchten lernen

Zwischen mir und dem Licht noch so viel Last die Schatten wirft – Freudenfunken verdunkeln.

Ruhig werden – an adventlichen Tagen aufräume das Herz – abwerfen Last und Ballast – frei machen die Seelenaugen für das Flackern der Keren und von ihnen das Leutchen lernen.

Maria Sassin

3. Dezember – Unterwegs zur Krippe

Den Stern wahrnehmen in mir und ausserhalb – aufbrechen – immer wieder das Vertraute hinter mir lassen.

Einsamkeit und Zweifel aushalten als unumgängliche Begleitung – vetrauensvoll – Schritte tun ins Ungewisse.

Getrieben von der Sehnucht nach Verwandlung der Angst – in Liebe – getragen von der Hoffnung auf Sinn und Erfüllung.

Beate Schlummberger

1. Dezember – Meine Sehnsucht lässt mich suchen

Meine Sehnsucht ist der Schlüssel, durch den sich mir Weihnachten erschliesst.

Meine Sehnsucht, die mich suchen lässt und mich vor Selbstgenügsamkeit bewahrt.

Die mich immer wieder aufbrechen lässt und das Ziel nicht aus dem Blick verliert.

Dir mir die Augen öffnet für das, was wirklich leben heisst.

Die das Echte und das Wahre aufspürt und sich nicht mit halben Wahrheiten zurfrieden gibt.

Dir mir den Mut gibt, meinen eigenen Weg zu gehen.

Die beides verbindet.

Die Liebe nach aussen und zu mir selbst, die mich empfäglich macht für die Not der anderen.

Die mich frei macht von Erwartungen und Zwängen.

Die zur Ruhe kommt wenn ich mich dem Kind öffne, das Leben heisst.

Beate Schlumberger