Wie die Erde das zarte Gras hervorbringt, wie ein Garten die Samen wachsen lässt, Der Herr wird wachsen lassen die Gerechtigkeit und das Lob. in allen Ländern.
Wie die Erde bringt das zarte Gras hervor, So möchte ich dein Kommen vorbereiten, Herr. Jesaja 61, 11
Gott, du bist mein Gott Und ich suche dich vom Morgengrauen an. Meine Seele dürstet nach dir. Ich bin wie ein ausgetrocknetes Land, Ohne Wasser, ein durstiges Land.
Weihnachten bedeutet, dass Gott zu uns nach Hause kommt. Früher, vor langer, langer Zeit, haben viele Gläubige auf Gott gewartet. Sie warteten wirklich auf ihn, mit viel Geduld und Freude, Sie warteten auf ihn wie auf einen König, Sie sagten dies in Gedichten…
Der Anfang Weihnachten ist wie ein schöner Morgen, der den kommenden Tag verspricht. Wir haben auf ihn gewartet. Er ist da mit seinen Geheimnissen, und etwas beginnt. In der Frische dieses Anfangs ist man voller Hoffnung und Zuversicht.
Herr, an Weihnachten beginnst du in meinem Leben zu zählen.
Weihnachten ist wie ein schönes großes Feuer, das die Erde und alle ihre Bewohner wärmt. Weihnachten ist wie eine sanfte Wärme, die Kälte, Böses, Angst und alles, was in den Herzen der Menschen hart ist, auf unerklärliche Weise abschwellen lässt.
Weihnachten ist eine einzigartige Zeit, in der Gott kommt. Dann läuten die Glocken in den Kirchtürmen und die Herzen schlagen höher. Weihnachten erklingt und eine Nacht lang scheinen alle Menschen zueinander zu finden.
Ich finde es sehr schade, dass in unsere heutigen Zeit – eigentlich schon seit mehreren Jahren – viel Menschen Weihnachten nur feiern, weil man es halt macht.
Den eigentlichen Grund verstehen und leben die meisten nicht mehr wirklich… genau so wenig wie an Ostern, Pfingsten oder St. Nikolaus… irgendwie macht mich das traurig.
Jedes Jahr habe ich meine Kindheitserinnerungen die hoch kommen.
Dr Santiglaus und dr Schmutzli kamen vorbei, las in seinem Buch was er über uns das ganze Jahr notiert hatte vor, sprich tadelte und lobte uns, und wir hõrten ehrfürchtig zu.
Wir Kinder hatten danach ein Gedicht oder etwas auf dem Klavier vorgetragen und dann wurde der Sack ausgeleert und Nüsse, Mandarinen, Schokolade, Lebkuchen und Geléefrüchte purtzelten auf den Boden.
Als die beiden dann wieder gegangen waren, gab’s Kakao und dazu die feinen Sachen die Sankt Niklaus uns gebracht hatte.
Schade, dass es hier in der Romandie diese Tradition so nicht gibt. Ich hätte sie gern an meine Kinder weiter gegeben, damit auch sie später diese schönen Erinnerungen hervorrufen können.
Die Adventszeit ist auch eine Zeit, in welcher man oft kleine kulinarische Geschenke macht.
Heute bringe ich meinen Arbeitskollegen die schon lang erwünschten Weihnachts-Gutzeli mit in Büro :
Inzwischen ist es fast sowas wie eine Tradition geworden. Jedes Jahr ab so Mitte November werde ich gefragt, wann ich sie denn bringe. Meistens am 6. Dezember zu St. Nikolaus. Aber dieses Jahr fällt das auf morgen, und freitags sind die meisten im HomeOffice… drum bekommen sie es heute schon 🤗