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Ein Duzend + 1

Heute hatte ich nicht so viel zu tun und habe mir mal meinen Blog rückwirkend angeschaut. Ich staune doch, dass ich über mehr als ein Duzend Männer in meinem Blog schreibe, respektive geschrieben habe (die Links verweisen jeweils auf die Kategorie. Falls Ihr die Post lesen wollt, solltet Ihr nach unten scrollen, damit Ihr am Anfang der Geschicht anfängt 😀 :

Dudelsack – ein schräger Typ eigentlich. Habe nie wieder etwas von ihm gehört und auch nie die CHF 400.- bekommen

Herzig – na ja, was soll ich sagen… im Nachhinein wirklich nicht mein Fall

J.D. – wir haben heute noch via Messenger FB ab und zu Kontakt. Auf Whatsapp habe ich ihn nie wieder entsperrt

Läggerli – meine 1. grosse Liebe. Ich habe über ihn an der letzte Synode mit einem seiner Freunde geredet. Eigentlich würde ich ihn gern wieder einmal sehen

M. – war ein toller Mann, aber die Mutter seiner Kinder hat ihn zurück geholt

Marcello – mein 1. Freund. Er schreibt mir ab und zu auf Messenger FB… aber ich gebe keine Antwort mehr, denn er will – immer noch – nur das eine und jede seiner Nachrichten fängt mit „Hallo 1. Freundin“ an…

Mirko – letzte Whatsappnachricht am 28.05.22. Aber schon sehr lange nicht mehr gesehen

Otto – letzte Whatsappnachricht am 07.04.20, kurz nach Coronabeginn. Und da schrieb er mir unter anderem, dass er sich gerade an die Hochzeitsnacht von damals erinnere… 😀

P. – mein Ex-Mann und Vater meiner Kinder. Er ist immer noch der selbe…

Pierre – hach Pierre… wohl meine grosse (unglückliche) Liebe, welche unerreicht bleiben wird

Pierre II – ist seit etwa 6 Monaten mit einer Frau aus meinem Chor zusammen. Ausgerechnet jene, die ich jetzt wirklich nicht sonderlich mag. Und ich finde, sie passen überhaupt nicht zusammen, sowohl optisch wie auch charakterlich. Aber Liebe macht bekanntlich blind

Scorpio – ich habe nie wieder etwas von ihm gehört.

T. – mein Schulschatz in der Primar… letzte Whatsappnachricht am 16.01.22

Na ja, als ich all die Sachen wieder gelesen habe, wurde mir bewusst, dass ich doch vieles vergessen habe. Als ich es las, dacht ich ah ja? das weiss ich gar nicht mehr … 😅 ich werde wohl langsam alt…

Kurz & intensiv

Am letzten Freitag bin ich nach der Arbeit nach Reinfelden gefahren. Ich hatte mit Otto abgemacht… 🙂

Wir trafen gleichzeitig am vereinbarten Ort ein und checkten im Hotel ein. Es handelt sich dabei um ein Hotel, in welchem sowohl er wie auch ich schon übernachtet haben – allerdings nicht gemeinsam und auch nicht zur gleichen Zeit… Er hat es gebucht (und dann auch bezahlt) und wir haben es uns gleich im Zimmer gemütlich gemacht.

Morgens schickte er mir eine Nachricht, ob wir es um eine Woche verschieben könnten. Ich war etwas überrascht und erklärte, dass mich das überhaupt nicht arrangiert, denn am nächsten Samstag habe ich einen Termin um 10h in Genf. Schlussendlich meinte er : „also gut, ziehen wir es durch“. Ich fragte dann noch, was denn los sei und er meinte nur, er würde es mir abends erklären.

Zurück ins Zimmer : Otto hat Eve-Bier und Chips mitgebracht. Wir haben geredet und sind dann schnell „zur Sache“ gekommen. Da hab ich dann begriffen, weshalb er unser Treffen verschieben wollte : er war am morgen zu einer Untersuchung beim Arzt. Sein bestes Stück hatte ein Pflaster… erst hab ich mich etwas darüber gewundert, aber schlussendlich hat er es dann entfernen können. Er erklärte mir, dass er seit mehreren Tagen eine Irritation habe und der Arzt heute morgen eine mini-Gewebeprobe entnommen habe. Es tue nicht weh, aber sei halt etwas unangenehm. Aber schlussendlich ging alles wunderbar … 😀

Wir waren so auf einander konzentriert, dass wir nicht gesehen haben, wie schnell die Zeit verging. Schlussendlich haben wir nicht mal zu abend gegessen. Die Nacht war kurz aber intensiv… und am morgen stürzten wir uns aufs Frühstücksbuffet.

Da Otto am Mittag mit seinem Vater abgemacht hatte, haben wir uns um 11h voneinander verabschiedet.

Ich habe dann noch meine Freundin kontaktiert. Jene, welche im Juli geheiratet hat (und Otto und ich schlussendlich die Nacht miteinander verbracht hatten). Spontan ging ich dann zum Kaffee vorbei und blieb etwa 2 Stunden dort. Über Otto haben wir nicht geredet. Otto und ich haben vereinbart, dass sie das nicht erfährt…

Samstag abend um ca 18h30 war ich dann wieder zu hause und freute mich, dass ich Sonntag ausschlafen konnte … 🙂

Klare Verhältnisse

Gestern abend habe ich also Otto getroffen. Wir haben direkt beim Hotel in welchem er übernachtete (und welches ich ihm vorgeschlagen habe) abgemacht und ich fuhr nach der Arbeit hin.

Dort angekommen, kam eine Whatsapp-Nachricht von ihm. Er sei soeben eingtroffen und das Zimmer sei toll. Als ich ausstieg, rief er mich vom Balkon her und kam dann runter.

Er zeigte mir das Zimmer: es war wirklich schön. Schlicht aber mit super Aussicht auf den Genfersee und das gegenüberliegende Frankreich. Er hatte Prosecco besorgt und ein bisschen Knabberzeugs – für den Apéro – meinte er 🙂 . Ich fand das irgendwie süss. Er sei extra noch in einen Laden gegangen. Auch richtige Champagner-Gläser und Musik hatte er vorbereitet.

Wir machten es uns gemütlich und von belanglosen Berührungen ging es über zu leidenschaftlichen Küssen und mehr…

Eine gute Stunde später beschlossen wir, etwas essen zu gehen. Wir haben ein idylisches Bistrot in Cully gefunden und genossen ein ausgezeichnetes Tartar. Es versteht sich von selbst, dass er mich eingeladen hat.

Cully ist ein herziges Städtchen, direkt am See. Es ist sehr verträumt und mich erinnert es an Ende 19. Jarhundert. Ich kann mir direkt vorstellen,  wie Sissi mit ihren schönen Kleidern hier herum spaziert 🙂

Wir sind dann noch ein wenig die Seepromenade hinab geschlendert und setzten uns einen Moment auf eine Bank. Ich habe erfahren, dass er in einer offenen Beziehung lebt. Ok, kann damit leben. Wie schon im vorherigen Post beschrieben, hat diese Beziehung nichts mit Gefühlen zu tun – sie ist rein sexuel.

Gegen 21h waren wir zurück im Hotel und – ich werde jetzt nicht ins Detail gehen, schliesslich soll das hier ja kein P*o*r*n*o*-B*l*o*g werden – verbrachten noch ein paar heisse Stunden bis kurz nach Mitternacht. Er hatte sogar noch Kerzen aufgestellt 🙂

Wir verabschiedeten uns, ohne zu wissen, wann und ob wir uns wieder sehen. Aber es ist gut so.

 

Neues von Otto

Gestern bekam ich eine Nachricht von Otto:

Guten Abend Boelleli hoffe es geht dir gut👍👍
Du hast ja heute Abend Chor Probe.
Wollte zuerst im Wallis übernachten, nun doch irgendwo am See. Nächsten Di könnten jedoch wie wir besprochen haben besser sein.
Its Up to You. So oder so wünsche ich dir einen schönen 🌅Abend. GLG 😘

Ich schrieb ihm erst knapp eine Stunde später zurück :

Ja hallo 🤗 ja es geht mir soweit gut, danke – und selbst?
Ja heute abend habe ich Probe. Wo übernachtest du denn jetzt?
Nächsten Dienstag lässt sich einrichten. Wann und wo?

(Es stimmt nicht, dass ich Chorprobe habe – momentan sind Ferien. Aber ich habe das extra gesagt)

Danke Danke geht auch gut. Bin soeben in Montreux eingefahren. Ist gerade mal 31 km nach L. und 45 km nach M.😇😃
Nächsten Di muss ich noch schauen. Ev hast du noch ein Tipp. Denke Zentrum M. ist nicht optimal…..?
Gut Sing heute Abend.
Gehe nun mal unter die Dusche und montiere kurze Hosen….😃👍🌅

Dann schickte er mir 2 Fotos vom Hotel und meinte, es sei das selbe Problem hier wie an der Hochzeit. 2 Betten, sprich 2 Matrazzen und nicht eine grosse… Ich schickte ihm :

und er meinte, dass es für ihn allein ja gehe – aber dass ich schon fehle… :-D. Dann schickte er mir noch ein paar Bilder von seinem Abendspaziergang:

Um viertel vor elf fragte er mich, ob ich schon zu Hause bin. War ich, aber ich schrieb: Nein – wir sind noch was am trinken. Machen immer nach Probe noch Apero

Darauf meinte er, dass wir das sicher verdient hätten und dass er froh sei, dass die Probe nicht am Dienstag statt finde… Dann wünschte er mir eine gute Nacht und ich tat ihm gleich.

Am nächsten Morgen fragte ich ihn, ob er gut geschlafen hätte – was er bejahte:

Guten Morgen 😃
Oh ja habe geschlafen wie ein Stein. War gestern ganz hinten am See , war herrlich zum laufen.
Was meinst du wegen nächsten Dienstag.
Montreux ist ev zu weit für dich und M. wohl eher ungünstig…
Schöns Tägli. 😘😘

Ich schrieb ihm etwas später zurück, dass Montreux ca eine halbe Stunde weit weg sei und das ok ist.

Nun freut er sich, dass ich gleich nach der Arbeit hin fahre. Die Dusche im Hotelzimmer sei gross genug… 😀

Tja, ich glaub ich hab mir da einen Liebhaber angeschafft 😛 . Momentan fühlt es sich richtig an. Gefühle sind keine im Spiel, und das ist auch gut so.

Eine heisse Nacht…

Ich war letztes Wochenende in der Deutschschweiz zu einer Hochzeit eingeladen. Samstag morgen um 10h fuhr ich los, damit ich rechtzeitg ankam und mich noch umziehen konnte. Ich war – wie meistens – eine der 1. Gäste und trudelte kurz vor 13h auf Schloss Böttstein ein.

Nachdem ich die „Tätschmeister“ (keine Ahnung, wie das auf Hochdeutsch heisst) begrüsst habe, holte ich mir den Zimmerschlüssel und konnte mich gemütlich umziehen.

Nun wartete ich mit ein paar anderen im Schlossgarten, denn die Zeremonie und das Fest fanden am selben Ort statt. Das war praktisch, da sich das Hotel ebenfalls da befand. Plötzlich kam ein Herr mittleren alters auf mich zu und fragte mich, ob ich nicht Boelleli sei. Ich bejahte, konnte mich aber an das Gesicht nicht erinnern. Es stellte sich heraus, dass ich Otto vor etwa 5 oder 6 Jahre einmal gesehen habe – zusammen mit meiner Freundin, die heiratete.

Um 14h ging’s dann los. Die Standesbeamtin begrüsste die Hochzeitsgesellschaft und die beiden Eheleute gaben sich ihr Eheversprechen (by the way: die beiden haben mich mit ihren Reden sehr berührt – ich hätte fast geweint).

Knapp eine Stunde später fanden wir uns im Schlossgarten wieder und es gab was zu trinken und zu knabbern. Ein DJ machte mit seiner Stimme, seinem Saxophon und ab und zu auch mit dem Computer etwas Stimmung. Es war angenehm und wunderbares Wetter.

Tauben wurden losgelassen, Herzballone in den Himmel geschickt und ein paar Spiele gemacht. Was ich toll fand: es war keine riesige Hochzeitsgesellschaft mit 140 Leuten (wie bei meinem Bruder :-O). Wir waren insgesamt vielleicht 40 und man hatte somit die Gelegenheit, mit allen mal ins Gespräch zu kommen.

Gegen halb sieben wurden wir dann in den Festsaal gebeten und das Vorspeise-Buffet wurde eröffnet. Witzigerweise sass ich als eine der einzigen Singelfrauen zwischen 2 Singelmännern… das hat meine Freundin sicher bewusst gemacht! Otto sass rechts von mir und Rami links. Beide sind ehemalige Arbeitskollegen meiner Freundin.

Der Abend war toll, das Essen gut, die Tischnachbarn beide sehr aufmerksam. Wir lachten, tanzten, gingen ab und zu raus an die frische Luft und amüsierten uns wirklich gut.

Gegen 3h morgens spielte der DJ seinen letzten Song und die verbleibenden Gäste (vielleicht so 15 Leute) haben dann draussen noch weiter geplaudert. Ich durfte eine Tischdeko mit nach Hause nehmen (siehe 1. Foto oben) und Otto fragte mich, ob er sie mir ins Zimmer rauf tragen solle? So schwer war sie jetzt nicht, aber ich wollte ihm seine Gentleman-like-Geste nicht verwehren.

Also gingen wir nach oben. Im Zimmer stellte er das Gesteck auf den Tisch und meinte dann, dass die Dusche ja schon gut für 2 reichen würde… Ich bejahte und sagte „aber ich nehme meine Dusche allein“ – „Bist du sicher?“ meinte er, bevor er mich küsste… 

Es war ziemlich intensiv und irgendwann waren wir beide nur noch halb angezogen. Ich erwähnte, dass ich „nichts dabei“ hätte. Da meinte er „ich schon! Ich hol’s in meinem Zimmer. Lauf nicht weg!“ und schon war er verschwunden. In den 3 Minuten, die ich allein war, dachte ich „was machst du da?“ – viel mehr studieren konnte ich nicht, denn er war schon wieder zurück und wir konnten kaum genug voneinander kriegen…

Nun, ich werde jetzt nicht ins Detail gehen, aber ich sage Euch: so eine heisse Nacht wie diese hatte ich schon lange nicht mehr. Und abgesehen davon darf man nicht vergessen, dass mein letztes Mal knapp 2.5 Jahre her ist… ich war wohl auf Entzug… 🙂

Am nächsten Morgen trafen wir uns mit den anderen (jenen, die auch im Hotel übernachtet haben) zum Frühstück. Wir liessen uns nichts anmerken und keiner kam wohl auf den Gedanken, dass da was gelaufen ist.

Gegen Mittag verabschiedeten wir uns ganz normal und jeder fuhr nach Hause. Otto und ich hatten die Nummern ausgetauscht und prompt kam gestern mittag (also einen Tag später) eine Nachricht von ihm:

 

Knapp 10 Minuten später:

Tja… was soll ich da noch sagen… ? Wir werden sehen – ich erwarte nichts. Wenn es ein weiteres Mal gibt, ist gut, wenn nicht, ist auch gut. Jedenfalls war es ein tolles Wochenende 🙂