Seit dem 26.02.2024 kommuniziere ich ziemlich viel mit jemandem den ich „Jemand“ nenne und ich mag seine Art. Er kommt aus Österreich und wir sind so ziemlich auf der gleiche Wellenlänge.
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Natürlich bleibt Frank mein absoluter Lieblings Chat-Partner – wird er wohl auch immer bleiben. Frank hat eine Art, die mir gut tut. Wir können über alles reden, er wird nie wütend, er ist immer zuvorkommend. Auch wenn er manchmal etwas sehr rational ist, und ich teils finde, er sollte seine aufgebaute Mauer etwas abtragen und wieder ein wenig Gefühl rein lassen (er sagt immer, er habe keine Gefühle – aber das glaub ich nicht. Er will einfach keine an sich heran lassen – wohl weil er zu oft verletzt wurde. Eine Reaktion, die nachvollziebar ist.), ist und bleibt er einer meiner Lieblingsmenschen.
„Jemand“ kommt Frank sehr nahe… Nahe im Sinn von : ich mag ihn echt gern. Wie wir miteinander reden und uns austauschen. Ansichten die er hat. Auch sein Allgemeinwissen ist – wie bei Frank – doch sehr ausgeprägt. Manchmal staune ich nicht schlecht. Wir haben auch schon telefoniert und es war wirklich sehr angenehm. Und ich liebe den österreichischen Akzent 🙂 .
Ich bin dankbar, dass ich diese 2 tollen Menschen kennen lernen darf/durfte und ich hoffe, dass der Kontakt zu beiden lange bestehen bleibt !
Trotz der tollen Fasnacht letzte Woche, hatte ich weiterhin Kontakt mit verschiedenen … na ja, wie soll ich sie nennen ? Chat-Partner? Potentielle Liebhaber ? Affären ? Keine Ahnung.
Ich muss mal ne Liste mache, sonst verlier ich noch den Überblick 😛
Frank – mein absoluter Lieblings Chat-Partner
Just W. – zur Zeit jener, der mich am meisten reizt
Otto – er kommt am 20.3.24 her…
HP – die Kommunikation hat etwas nachgelassen, aber er will mich wieder treffen
Pierre – reden wir nicht von ihm… er hat sich wieder gemeldet…, aber ich bleib so gut wie möglich nüchtern und neutral
Läggerli – meine 1. grosse Liebe. Ab und zu mal ne Nachricht – ist ok
Marcello – mein 1. Freund (als ich 14 war) ist wieder aufgetaucht und will was von mir… ich aber nicht von ihm !!
Daniel – von dem hab ich noch nie geschrieben. Ich kenn ihn auch erst seit ca 2 Wochen. Haben anfangs auf X miteinander ein bisschen geredet. Inzwischen haben wir via Whatsapp Kontakt. Er ist, wie soll ich sagen, ziemlich BDSM … aber es amüsiert mich irgendwie. Muss ich mich jetzt schämen?
Jemand – ebenfalls noch nie von ihm berichtet, was allerdings logisch ist, denn Kontakt via X haben wir erst seit 2 Tagen. Ein – bis jetzt – netter Mensch, mit welchem wir einfach ein bisschen hin und her schreiben.
Ja, das sind immerhin 9 Personen… eigentlich sollte mir nicht langweilig werden, und doch gibt es Momente, da langweile ich mich zu tode und hab viel zu viele Gedanken im Kopf, die ich irgendwie nicht richtig ordnen und organisieren kann.
Aber alles in allem gefällt mir mein momentaner Lebensstil ganz gut
Ja! Wenn ich mir aussuchen kann, wo ich – wenn es dann mal soweit ist – sterbe, dann wäre das inmitten einer Clique an der Basler Fasnacht.
Es war einfach ein Traum, die scheenste drei Dääg des Jahres in Basel verbracht zu haben. Und ich weiss jetzt auch, dass Petrus unwiderruflich ein Basler ist !
Wir (Mama und ich) kamen Sonntag gegen 18h im Hotel an und haben auch gleich meinen ehemaligen Arbeitskollegen und seine Frau angetroffen. Er hatte mich letzten August gefragt, ob sie beide wohl mit mir an die Fasnacht kommen dürfen, da sie gerne von einer Kennerin durch das melancholische Fasnachtstreiben in Basel geführt werden möchten. Eigentlich geh ich nicht gern mit Auswärtigen an die Fasnacht… ich kann es dann einfach weniger geniessen. Aber ich konnte ihm die Bitte nicht abschlagen und muss sagen, dass es super mit ihnen war !
Montagmorgen : Fast hätte ich verschlafen, denn ich habe meinen Wecker um 2h30 nicht gehört… Eigentlich hatten wir um 3h15 in der Hotelhalle abgemacht um gemeinsam an den Morgestraich zu gehen… als es um 3h30 an meiner Zimmertür klopfte, war ich ruck-zuck aus dem Bett und innert 5 Minuten draussen 😀 .
Der Morgestraich beginnt um 4h und wir waren 10 Minuten vorher am vorgesehenen Platz angekommen. Es war einfach – wie immer – mystisch, unglaublich und ein unbeschreibliches, sehr emotionales Gefühl für mich.
Wir haben es genossen und gegen halb sieben morgens kehrten wir in einer Beiz ein und assen Mehlsuppe und Ziibelewaie – die 2 traditionnellen Morgestraich-Gerichte. Danach schlenderten wir zurück zum Hotel und legten uns noch ein paar Stunden hin.
Um 13h hatten wir uns wieder in der Hotelhalle verabredet und waren schnell am Barfüsserplatz um den Cortège zu sehen. Das Wetter war herrlich und meine beiden Begleiter waren entzückt von der Vielfalt der Cliquen, Guggenmusik und Waggis-Wagen.
Wir verbrachten den Nachmittag draussen und gegen 19h30 wollten die beiden zurück ins Hotel. Ich blieb noch ein wenig und wollte eigentlich eine alte Bekannte treffen, die aktiv Fasnacht macht. Termin hatten wir um 21h45, aber meine Füsse schmerzten und es fing ein kleines bisschen an zu regen. Also war ich gegen 22h ebenfalls zurück zum Hotel und informierte meine Bekannte, dass wir uns morgen sehen.
Dienstagmorgen erwachte ich gegen halb neun und wir begaben uns in den Frühstückssaal. Dort traf wir meinen Arbeitskollegen mit seiner Frau und frühstückten gemeinsam. Das Frühstücksbuffet war ausgesprochen gut und wir genossen es.
Ab 13h waren wir wieder uf dr Gass und schlenderten in der ganzen Stadt umher. Am Dienstag ist immer Kinderfasnacht. Da gibt’s kein Cortège und auch die Cliquen haben nicht ihr Sujet-Kostüm an, sondern eines aus früheren Zeiten. Es gibt auch verschiedene Formationen, zusammengewürfelt aus Freunden, die miteinander Fasnacht machen. Man nennt diese Schissdräggzügli :-D.
Mama war auch dabei, allerdings blieb sie nicht immer und ging ab und zu zurück ins Hotel um sich auszuruhen. Meine beiden Begleiter kehrten ebenfalls kurz vor 20h zurück ins Hotel und ich blieb noch draussen. Ich traf mich dann mit meiner guten Bekannten, welche ich am Vortag ja schlussendlich nicht gesehen hatte und gässlete etwa 2 Stunden mit ihr.
Als ich mich nach dem gässle von Lea verabschiedet hatte, setzte ich mich auf einen breiten Fenstersims inmitten der Altstadt und genoss das Treiben. Plötzlich kommt ein ca 60-jähriger, kostümierter, allerdings ohne Larve (Maske) auf mich zu und fragte, ob er und sein Sohn sich neben mich setzen dürfen. Ich rückte etwas zur Seite und wir begannen zu plaudern. Er war so ein richtiger Basler. Typisch wie sie halt sind. Immer wieder ein Spruch und aber sehr angenehm und mit Respekt. Plötzlich meinte er, ob ich in den Keller mitkommen wolle. Es kämen noch Schnitzelbänke (das sind ironische und satirische Verse über Politik oder andere regionale, nationale oder internationale Themen, die von kostümierten Fasnächtlern vorgetragen werden). Ok, wieso nicht !? Ich ging mit ihm mit und er fragte mich, was ich trinken wolle. Etwas alkoholfreies sagte ich, worauf er entgegnete nicht mal einen Gin Tonic ? Na gut, ein Gin Tonic ist ok. (Man muss wissen : an der Basler Fasnacht geht es in erster Linie nicht um saufen !!). Der Gin Tonic wurde mir serviert und als ein paar Leute den Keller verlassen hatten, setzten wir uns etwas weiter nach vorn. Es kam ein Schnitzelbänkler und wir haben wirklich gelacht. Dann meinte Eddi (ja, inwischen hatten wir uns gegenseitig vorgestellt), ob ich gern Mandeln hätte. Na ja, kommt darauf an – wieso ? Er bestellte mir einen Kaffee Saifibleederli (Seifenblasen)… das ist ein Kaffee mit Amaretto und Schlagsahne. Ich bin jetzt kein grosser Fan von Amaretto… aber ok, er wollte mir unbedingt noch was spendieren, also hab ich es angenommen und – wenn auch etwas ungern – getrunken.
So eine Begegnung wie an diesem Dienstagabend ist mir bis jetzt noch nie and der Fasnacht passiert. Aber ich fand’s richtig toll ! Ob wohl meine Entscheidung anfang Jahres damit was zu tun hat ? Komm ich vielleicht offener rüber ? Na ja, egal – jedenfall hat es mir gut getan. Ich habe dann Eddi gegen halb ein Uhr morgens verlassen. Wir umarmten uns und ich meinte noch zu ihm also dann, schöne Fasnacht noch und vielleicht bis nächstes Jahr. Darauf entgegnete er ja, immer gerne, ich werde hier sein ! Man muss dazu noch sagen, dass dieser Keller von Generation zu Generation in seiner Familie ist. Schon sein Urgrossvater hätte den Keller gehabt…
Glücklich und etwas erschöpft war ich kurz vor 2h zurück im Hotel.
Am Mittwoch habe wir wieder alle gemeinsam gefrühstückt und waren um halb zwei an der Wettsteinbrücke. Dort kam auch der Cortège wieder vorbei und wir blieben da sicher 2 Stunden. Gegen 16h hatten wir mit einem Bekannten meines ehemaligen Arbeitskollegen abgemacht. Aber wir haben uns nicht gesehen. Meine Begleitung machte sich dann etwa 3 Stunden allein auf den Weg durch die Stadt und ich hab mit Mama einen guten Kaffee und Faschtewaie (ebenfalls eine Basler Spezialität) genossen.
Um 19h haben wir uns wieder getroffen und begaben uns dann in die Freie Strasse. Am Mittwoch kommen dort alle grossen Cliquen durch. Da sind dann Binggis (die ganz Kleinen), Junge, Stamm und die Alte gemeinsam unterwegs. Es ist absolut beindruckend, wenn soviele gemeinsam pfeiffen und trommeln.
Da wir alle sehr müde waren, machten wir uns gegen 22h auf zurück zum Hotel. Und siehe da, wir trafen zufällig den Bekannten meines ehemaligen Arbeitskollegen. Er ist mit einem Schissdräggzügli unterwegs. Das war ein wirklich schöner Abschluss. Adie Fasnacht !
Kurz vor elf waren wir im Hotel. Ich war glücklich, aber ich schlief nicht sofort ein. Das letzte Mal, dass ich auf die Uhr geschaut habe, war so gegen halb zwei Uhr morgens.
Am Donnerstag trafen wir uns zum letzten Mal zum gemeinsamen Frühstrück und verliessen dann das Hotel gegen 11h30.
Meinem ehemaligen Arbeitskollegen und seiner Frau haben die 3 Tage total gefallen und sie haben mir mehrere Male dafür gedankt, dass sie mit mir mitkommen durften.
Es war eine tolle Fasnacht und ich habe Basel mit einem lachenden und einem weinende Auge verlassen. Wie sagt man ? : Nach der Fasnacht ist vor der Fasnacht – ich freu mich jetzt schon auf die nächste im 2025 !
Bitter ist das erwachen nach den schönen Stunden Zurück katapultiert in die Realität des Lebens Hinterlassen Gedanken daran auch Wunden Eine emotionale Erinnerung des Bebens
Kann’s kaum erwarten, dich wieder zu seh’n Mich hinzugeben bis zur Extase Es werden wohl ein paar Wochen vergeh’n Bis wir wieder sind in dieser Oase
Bis dahin werd ich meine Gedanken kontrollieren Nicht zu viel denken, hoffen und träumen Mich bestmöglichst auf das altägliche Leben konzentrieren Um nicht irgendwelche Zeichen zu versäumen.
Denn was wir haben ist nur eine Affäre das ist mir bewusst und akzeptiere ich voll und ganz Eine wunderbare Traumwelt, eine Sphäre Doch sollte ich ziehen eine Bilanz?
Nein! Zur Zeit will ich es einfach geniessen Meiner Fantasie freien Lauf lassen Ich lasse es einfach fliessen bis wir es eines Tages dabei belassen…
Seit den letzten Nachrichten mit Läggerli vom letzten Sonntag habe ich nichts mehr von ihm gehört. Wie Ihr inzwischen wisst, macht mich keine Antwort etwas ungelduldig. Also hab ich am Dienstag abend folgendes geschickt :
[21:13, 13.02.2024] boelleli 🐘: … ich hoffe, ich habe Dich mit gewissen Aussagen nicht irgendwie brüskiert… Wünsche eine gute Nacht ✨☺️
[22:38, 13.02.2024] Läggerli: Nein, überhaupt nicht. Ich schreibe einfach sehr selten; 3 Nachrichten pro Woche, meine Freundschaften müssen manchmal laaaang warten. Schlaf Du auch gut 😊
[22:42, 13.02.2024] boelleli 🐘: dann bin ich beruhigt – merci. Ich gebe zu, bin manchmal ein wenig ungeduldig – aber wenn ich das jetzt weiss, dann werde ich versuchen, dich nicht zu viel zu stören in Zukunft. Ich schreibe halt eben gern ( und wie du gemerkt hast viel 😅). Also denn, schlaf auch gut ✨🙌🏻😘
Am nächsten Morgen :
[08:50, 14.02.2024] boelleli 🐘: Nur noch eine Frage : stört es Dich, wenn ich Dir villeicht manchmal ein bisschen viel schreibe? Ich erwarte nicht unbedingt Antwort (auch wenn ich das natürlich toll finde), aber ich habe eben oft das Bedürfnis, zu schreiben… und ich will Dich aber nicht nerven. Ja, einfach dass du das weisst und mir auch sagen kannst, wenn (oder dass) es allenfalls zu viel ist 😇 Wünsch dir einen ganz schönen Tag und eine gute Woche 🙌🏻☀️
[09:20, 14.02.2024] Läggerli: Guete Morge boelleli. Nein, das stört mich überhaupt nicht – im Gegenteil, ich finde es bereichernd mitzubekommen, wie es Dir geht, wie Du mit den Herausforderungen des eigenen Leben und dem der Kinder jonglierst. Aus meiner Sicht ist ein kurzes „mir geht’s gut, da & dort holperts“ unpersönlich, inhaltsarm, die Zeit des Schreibens und Lesens nicht wert. Wir wollen uns ja als suchende und empfindende Menschen austauschen. Ich habe also einen hohen Anspruch, für den ich die Zeit zum Reflektieren und Formulieren benötige. Und diesen Freiraum gönne ich mir und meinem Umfeld nur selten. Darüber bin ich häufiger unglücklich, muss es wieder und wieder akzeptieren; dass bin einfach ich. Wünsche Dir einen super Tag.
[11:28, 14.02.2024] boelleli 🐘: Oh danke vielmal – es wird mir grad warm ums Herz das zu lesen. Ich seh das eigentlich genau so wie Du. Sich austauschen und sich vielleicht auch über kleine Dinge des anderen Gedanken machen, etwas (Mitgefühl) empfinden. Ein „hallo, wie geht’s?“ kann ein Anfang einer Konversation sein – aber nur das finde ich ebenfalls nicht sehr bereichernd. Gerne würde ich von Dir ebenfalls mehr erfahren, Eventuel auch (wenn Du das willst!) Antworten/Stellungnahme auf meine einigen obigen Fragen, resp. Aussagen…
Sei nicht unglücklich darüber – jeder ist wie er ist, und es scheint ja, dass Du an Dir arbeitest, es zu akzeptieren versuchst. Das ist doch toll ! Ich hätte noch eine kleine Bitte (aber natürlich nur, wenn es für dich ok ist) : hast Du ein aktuelle Bild von dir? Das auf FB ist 10 Jahre alt … und ja, es würde mich halt interessieren, wie Du heute aussiehst 😌
Und dann kam 12 Stunden später – also um 23h38 um genau zu sein – ein aktuelles Foto mit einem Satz „That’s me ✌️“. Nun, was soll ich sagen – ich erkenne ihn noch gut. So wie ich ihn +/- in Erinnerung habe. Ich habe von ihm nur 2 Fotos von früher. Eines, da repariert er etwas an meinem Fahrrad und man sieht ihn gar nicht richtig, und das 2. ist ein schwarz/weisses Passfoto (wie das halt ende 1980, anfang 1990 „in“ war) …
Seit 13 Jahren war ich zum 1. Mal nicht allein am Valentinstag 😀
Na ja, so wichtig ist dieser Tag eigenlich nicht für mich, aber es ist halt trotzdem nicht so toll, wenn man überall rundherum Herzchen sieht und selbst allein zu hause sitzt…
Aber diese Jahr hat der Tag mit einer süssen Nachricht von Otto begonnen:
Guten Morgen ☕️🍀boelleli 🙋♀️ Happy Valentin für dich. Schöns Tägli😘😘😘
Dazu die 2 Bilder :
Ich muss sagen, ich hätte es nie erwartet und freute mich darum um so mehr.
Und am Nachmittag kam HP vorbei. Immerhin hat er 200km Weg auf sich genommen, um mich zu besuchen. Kurz nach 14h war er da (ich arbeite am Mittwoch nur morgens) und wir tranken erst mal einen Kaffee. Wir hatten uns ja noch nie gesehen, aber irgendwie war alles sehr vertraut, so als hätten wir uns schon tausend Mal getroffen. Wir hatten wirklich einen gemütlichen, etwas romantischen und „heissen“ Nachmittag 😋
Haben dann noch gemeinsam was gegessen und er ist – etwas müde 😅 – danach gegangen. Jedenfalls hat ihm mein Risotto milanese geschmeckt… 3 x hat er davon genommen.
Und um halb zwölf kam von Läggerli eine Nachricht… darüber berichte ich in einem anderen Post.
Ich weiss nicht, was momentan gerade los ist. Aber irgendwie kommen alles alte Erinnerungen hoch. Na ja, wenn ich natürlich mit ehemaligen Freunden wieder Kontakt aufnehme, ist das wohl normal… Gespräch zwischen Läggerli und mir dieses Wochenende :
Läggerli: schon wieder spät🙈 Hatte ich Dir von meinen Kindern berichtet? … (das geb ich hier jetzt nicht preis – ist auch nicht wirklich interessant für Euch) Ich wohne inzwischen in A. zusammen mit meiner Freundin C. – wir tun uns sehr gut. Zu Beginn von Corona verliess mich meine damalige, langjährige Freundin, was mich total aus meinem Leben katapultierte. In den Jahren seither habe ich mich verändert und und muss mich selbst neu kennen lernen – nicht einfach, dafür sehr gut. Das Segeln lasse ich im Moment ruhen. Meine letzte Reise war über den Atlantik, 4,5 Wochen und ziemlich verrückt. Das Leben auf dem Schiff hängt noch zu sehr mit meiner Ex zusammen😠 Seit 2 Jahren arbeite ich bei den Friedhöfen B. So seltsam das klingt – es ist wohl der spannendste Job in meiner Vita. Mehr davon ein ander Mal. Schlaf gut und en liebe Gruess, Läggerli
boelleli 🐘: Oh wow, danke für diesen langen und ausführlichen Text. Interessant, dass du 2 Kinder hast… damals hattest du immer gesagt, dass du nie Kinder willst 🙂 . Aber schön, dass du mit ihnen so glücklich bist. Ich habe auch zwei Kinder. Töchterchen, 23 und Sohnemann 19 … Töchterchen ist letzten Sommer zu ihrem Freund gezogen. Ihr Parcours ist etwas chaotisch : Hat erst das Gymnasium nach 1.5. Jahren abgebrochen, dann eine Ausbildung zur Tanzlehrerin angefangen und auch wieder nach 1.5. Jahren aufgehört. Dann hat sie bei XY gearbeitet und vor 1.5. Jahren eine KV-Lehre begonnen… welche sie jetzt ebenfalls wieder abbricht. Jetziger Plan : arbeiten, Geld sparen und dann eine Schule zur Vorbereitung der Aufnahmeprüfung an die Uni zu machen, um Psychologie zu studieren… Ich hoffe, dass sie diesen Plan jetzt zu Ende bring…🙏🏻 Sohnemann hatte schon immer Mühe in der Schule, letztes obligatorische Schuljahr war die Hölle, dann kam Corona. Er hatte ziemlich Respekt davor und ging praktisch nicht mehr aus dem Haus. Ausbildung hat er bis jetzt keine gemacht und seit dem „Drama“ um Corona, ist er jetzt seit gut 3 Jahren zu hause… zwischenzeitlich hat er mal sporadisch als Hilfsgärtner gearbeitet. Ab Mitte März wird er wieder dort zu 50% arbeiten können. Sein Plan ist, das Wirtenpatent zu machen und dann eine Katzen-Bar zu eröffnen… Ambitionen hat er ja – ob’s klappt ? Ich hoffe es…
Ich bin – wie schon erwähnt – seit 2011 getrennt und seit dem 14.2.2014 (tolles Datum, nicht?) geschieden. Habe nie wieder einen Partner gehabt… nur einmal mit jemandem eine Wochenendbeziehung, welche ich aber nach 9 Monaten beendet habe. Seitdem bin ich allein. Ich habe die letzten Jahre ausschliesslich meinen Kindern gewidmet. Heute fühle ich mich manchmal sehr allein. Aber das ist halt jetzt so. Eine Trennung, so wie Du sie erlebt haben musst (nach vielen Jahren des Zusammenseins), ist nicht einfach zu verdauen (ich war 13 Jahre verheiratet, und kenn es… Mein Mann hat mich damals für eine andere verlassen…). Schön, dass Du wieder jemanden gefunden hast.
Ich denke in letzter Zeit oft an St Malo… meinen 20. Geburtstag… und unsere letzte Begegnung im Joggeli. Kannst Du dich an diese letzte Begegnung noch erinnern ? Man sollte ja nicht in der Vergangenheit leben – was ich eigentlich auch nicht tue. Aber in letzter Zeit kommen mir viele solche Sachen in den Sinn. Tja, that’s life – und wie Du mir mal geschrieben hast : The show must go on !
Ich würde mich wirklich sehr freueh, mehr von Dir zu lesen, wenn Du Zeit und Lust hast ☺️. Abends bin ich meistens bis mindestens Mitternacht wach. Nun denn, ich wünsche Dir eine gute Nacht (oder einen schönen Tag, wenn du das erst morgen liest) und schicke Dir liebe Grüsse vom Lac Léman 😘 PS: weisst Du noch, damals in Lausanne-Ouchy am Hafen? Du sagstest mir, dass ich Dich an diesen Ort bringen soll, wenn es Dir nicht gut geht…
Als ich meine Antwort am Sonntag nochmal gelesen habe, dacht ich, dass ich jetzt irgendwie zu viel geschrieben habe und schickte ihm eine kurze Nachricht, um mich für den langen Text zu entschuldigen.
Und dann kam gestern Abend, kurz vor 22h, folgende Message :
Läggerli: Hoi. Eine Entschuldigung dafür ist absolut nicht nötig. Eher von mir, dass ich kaum reagiere 🙈 Am Samstag kam meine Stimmung erst gegen 15h in den grünen Bereich. Ich war in den letzten Jahren 2x in St. Malo, das hat viele Erinnerungen verstärkt und geweckt 😊 War eine super Zeit. Schiffe und Wasser sind noch immer Sehnsuchtsort. Ich habe 10 Jahre intensiv gesegelt und vor knapp 4 Jahren ausgesetzt. Dazu ein andermal. Die Schilderung über Deine Kinder und Dein Leben haben mich betroffen gemacht. Auch heute weiß ich noch nicht wie reagieren … und finde die Ruhe nicht dazu. Mein Leben beschäftigt mich heftig. Ich wünsche Dir Ruhe, guten Schlaf und Kraft. En härzlig liebe Gruess, Läggerli
Ich konnte natürlich nicht keine Antwort geben. Also schrieb ich zurück :
boelleli 🐘: 🥰 Danke, dass Du dir Zeit genommen hast, um mir zu antworten. Ehrlich gesagt, hat es mich gerade sehr emotional berührt, dass Dich meine Schilderungen betroffen gemacht haben… das wollte ich nicht… 🥺 Schön, dass Du noch 2 Mal in St Malo warst und dies scheinbar angenehme Erinnerungen hervorgerufen hat ☺️ – ich bin nie mehr dahin zurück gekehrt… aber die Erinnerungen daran werden für alle Ewigkeit bleiben…
Nächste Woche geh ich an die Fasnacht. Ich weiss, Du magst das nicht sonderlich… und doch hast Du mir damals eine VHS Kassette geschenkt, die Du extra für mich geschnitten hast (und die ich noch habe – auch wenn ich keinen Videorekorder mehr besitze).
Du schreibst, Dein Leben beschäftigt Dich heftig – ich hoffe doch, im positiven Sinne 🙌🏻……
Weisst Du – sorry, wenn ich Dir das jetzt so direkt sage, und ich hoffe, es ist ok – Du warst meine 1. grosse Liebe… ich hab Dich nie vergessen… und drum find ich es um so schöner, dass wir jetzt wieder in Kontakt sind (ohne irgendwelche Hintergedanken natürlich !!)
Ich wünsche Dir einen guten Wochenstart und freue mich auf nächste Nachrichten von Dir 😚
Liebi Griessli 😘
Nun denn, mal sehen, was und wann etwas zurück kommt. Und immer noch NEIN, ich will nichts von ihm. Aber ich freue mich sehr darüber, wieder Kontakt zu haben