Ich habe vor ein paar Tagen geschrieben, wie schwierig es ist, loszulassen. Es ist aber auch nicht leicht für den anderen: Man hat zwar seinen Partner verlassen, möchte ihm aber gleichzeitig nicht weh tun tun. Wenn man gegangen ist, wurde man entweder selbst sehr verletzt, erfuhr keine Kommunikation mehr oder man hat sich einfach auseinander
gelebt.
Wenn man aber 10 oder 15 Jahre zusammen war, entwickelt sich doch eine gewisse Vertrautheit. Und wenn man sich mal geliebt hat, dann ist es – auch wenn inzwischen viel passiert ist – der Wunsch da, mit dem anderen ein „normales“ und „zivilisiertes“ Umgehen zu haben. Manchmal jedoch, fühlt man sich überfordert. Man ist ratlos, wenn plötzlich jemand neues in unser Leben tritt: Wie wird der andere es aufnehmen? Ist er (sie) immer noch verletzt und traurig? Wird er (sie) es hinnehmen? Wird er (sie) mit der neuen Situation fertig?
Man möchte eigentlich am liebsten in die Welt hinausschreien : Seht, wie glücklich ich bin ! Aber man tut’s nicht, aus Respekt für den Ex-Partner, Man erzählt also wenig bis nichts, hat fast ein schlechtes Gewissen, so nach dem Motto: Ich bin glücklich, Du nicht – sorry! und traut sich kaum, gewisse Dinge in seinem Blog zu berichten (der/die Ex liest ja vielleicht mit).
Keine einfache Situation. Weder für den einen noch für den anderen. Aber: Zeit heilt Wunden und auch hier weiss man schlussendlich: es musste so kommen und es ist gut so…