Kindheit


Meine Kindheit war ganz toll.

1241635939csZBhWMeine Mama war immer für meinen Bruder und mich da. Wir bekamen viel Liebe, genossen eine gute Erziehung und durften einfach Kind sein.

Mein Papa war (ist) ein Workoholic… das war auch der Hauptgrund, dass meine Mama damals – nach 18 Jahren Ehe – die Scheidung wollte. Sie war einfach immer nur allein. Aber ich konnte und kann auch heute noch auf ihn zählen, wenn’s hart auf hart kommt. Es ist kein Problem, ihn morgens um 3h anzurufen oder vorbei zu gehen, wenn ich Sorgen habe. *

Und auch als meine Eltern geschieden waren (ich war damals 12 und mein Bruder 6), durften wir weiterhin ein unbeschwertes Leben geniessen. Meine Eltern haben keinen Rosenkrieg geführt, gingen normal miteinander um. Wenn wir bei Papa waren, wurde nicht schlecht über Mama geredet, und umgekehrt sowieso nicht. Wenn wir Kinder mal keine Lust hatten, das Wochenende bei Dad zu verbringen, machte niemand Terror. Meine Eltern gingen auf uns ein und zwangen uns zu nichts.

Ich schä(t)ze es sehr, dass meine Eltern das so hingekriegt haben. Sogar als mein Dad wieder heiratete… Die zweite Frau wurde eine Freundin von Mama… Wir waren auch schon alle gemeinsam in den Ferien: Mein Dad, mit Frau und Kindern (meine Halbbrüder), meine Mama, mein Bruder, meine Kinder und ich… Meine Eltern haben auch heute noch ein gutes Verhältnis. Sie waren einfach nicht gemacht dafür, als Mann und Frau zu leben, sondern halt eher wie Bruder und Schwester. Dazu muss ich noch sagen, dass auch viel der 2. Frau meines Dad’s zu verdanken ist: Sie hat nie Stress gemacht – auch als Papa damals einmal pro Woche bei Mama (berufsbedingt) übernachtete. Sie hat sehr wohl gesehen und gefühlt, dass zwischen den beiden nichts ist und auch nie mehr sein wird.

*

Meiner Meinung nach,  hängt das ganze weitere Leben von der erlebten Kindheit ab. Soziales Verhalten, Zufriedenheit und vieles mehr.15028542-illustration-of-a-kids-on-a-train-on-white-background*

Manchmal frage ich mich, war für Erwachsene die heutigen Kinder geben werden. Wie oft sehe ich verwöhnte Gören, unanstämdige und/oder vulgär sprechende, zickige und unzufriedene, agressive und gestresste Kinder. Ich finde es erschrekend und traurig, dass die heutige Gesellschaft nicht einsieht, dass diese anti-autoritäre und lasche Erziehung nur negatif auf das bevorstehende Leben auswirkt.*

Ein Kind sollte viel Liebe bekommen und gleichzeitig Regeln haben. Bitte und Danke sagen, grüssen, nicht vorlaut und frech sein, aber trotzdem ernst genommen werden.*

Viele Kinder sind heute auf sich allein gestellte. Beide Eltern arbeiten, die Kinder werden von Krippe, über Tagesmütter zu Nachbarn “abgeschoben”… Die Frau will heute arbeiten. Muss manchmal wohl auch arbeiten, aber manchmal denke ich, dass es einfach übertrieben wird.

*

14814106-kids-on-slideAls ich mit Töchterchen schwanger war, besuchte ich einen Kurs über Geburtsvorbereitung. Wir waren 12 Frauen und davon waren zwei (eine andere Frau und ich), die nach dem Mutterschaftsurlaub NICHT wieder arbeiten gingen. Einige hatten schon Krippenplätze für das noch ungeborene Kind reserviert… Ich sagte damals in die Runde, dass ich das nicht gut fände und dass ich – wenn ich ein Kind habe – für mein Kind da sein wolle und nicht jemand anders mein Kind erziehen soll. Persönlich denke ich, dass man sich zwischen Kind und Arbeit entscheiden muss. Die meisten der Frauen im Kurs waren irgendwie völlig erstaunt, dass man in der heutigen Zeit noch so denken kann…. aber das war und ist mir egal ! Ich werde für meine Kinder da (also zuhause) sein – mindestens bis sie 15/16 sind…

Ich habe es jedenfalls sehr geschätzt, dass meine Mama zu Hause war und ich hoffe, dass auch meine beiden dadurch später fröhliche, offene, charakterstarke, soziale und sich gerne an die Kindheit erinnernde Erwachsene werden, so wie ich…

2 Kommentare zu “Kindheit

  1. Es ist schwer zu wissen, was am Besten ist…aber ich bin auch viel für meine Kinder dagewesen, bin es immer noch (sie sind 16 Jahre alt) und das einzige, was ich mit Gewissheit sagen kann, ist, das es für MICH jedenfalls eine riesige Bereicherung war und ist…ich hoffe, auch für sie…
    liebe Grüsse,
    Jan

  2. Ja, es ist immer schwer zu wissen, was am besten ist. Und alle Handeln (meist) nach bestem Wissen und Gewissen – aber jeder ist halt individuel.
    Aber ich glaube schon, dass es Kinder schätzen, wenn zumindest ein Elternteil zu hause ist, wenn sie von der Schule kommen…
    LG
    boelleli

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