Archiv | Juli 2016

Manchmal ist es nicht leicht…

… Mama zu sein.

Meine Tochter wird im November 16. Sie ist ein Teenie, und eigentlich kann ich mich im Grossen und Ganzen nicht beklagen. Wie schnelle die Zeit vergeht… erst habe ich sie in die 1. Klasse gebracht und Ende August kommt sie ins Gymnasium….

Natürlich ist sie jetzt in dem Alter, dass sie sich oft mit Freunden trifft. Sie hat ihre Clique und die Jungs und Mädchen da sind eigentlich alle ganz in Ordnung.

Sie durfte dieses Jahr auch zum 1. Mal für 2 Wochen „allein“ in die Ferien. Also natürlich nicht ganz allein. Sie durfte mit den Eltern ihrer besten k9293041Freundin (und mit der Freundin natürlich) nach Südfrankreich. Irgendwie war das ja schon komisch, dass sie ganze 2 Wochen weg war – aber ich habe es ihr gegönnt.

Jetzt wärend den Ferien darf sie auch unter der Woche abends in den Ausgang. Wir wohnen in einer kleinen Stadt mit knapp 20’000 Einwohnern. Sie kommt immer pünktlich nach Hause und darf ab und zu auch bei einer Freundin übernachten. Gestern z.B. hat sie bei der Freundin mit welcher sie in den Ferien war übernachtet. Sie kam dann heute gegen 14h nach Hause und ist heute abend wieder mit der Clique unterwegs. Und eben hat sie mich gefragt, ob sie nochmal bei der Freundin übernachten dürfe. Und morgen auch (morgen ist 1. August – Nationalfeiertag der Schweiz). Irgendwie ist mir das jetzt ein bisschen zu viel. Ich kann es einerseits verstehen, andererseits möchte ich sie aber auch ab und zu mal sehen… findet Ihr das übertrieben? Das eine oder andere?

Hinzu kommt noch, dass ich immer etwas unruhig bin, wenn sie nach dem Ausgang nicht nach Hause kommt, sondern bei der Freundin übernachtet. Ich vertraue ihr zwar, aber ein bisschen Misstrauen ist immer irgendwo tief in mir…

Es ist irgendwie schwer, zuzusehen wie schnell sie erwachsen wird … es ist schwer, loszulassen… es ist wirklich nicht einfach, Mama zu sein… und der Satz von Gerhard Kocher trifft es (in meinem Fall) sehr:

Frei wie die Väter waren die Mütter nie.

© Dr. rer. pol. Gerhard Kocher
(*1939), Schweizer Politologe und Gesundheitsökonom

Chaplin’s World

Es war einfach nur GRANDIOS! Das Chaplin’s World Museum ist absolut ein Besuch wert !

Er war ein Genie – seiner Zeit voraus – aktueller denn je! Ich war total fasziniert.

Die Umsetzung von seinem Wohnhaus ob Vevey am Genfersee ist einfach nur genial. Nebenan hat es ein angebautes „Studio“, in welchem man aktiv sein kann. Hier ein paar Eindrücke:

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Legende zum 1. Bild:

Mitten in solch einem Glück, setze ich mich manchmal wärend des Sonnenuntergangs auf unserer Terrasse und bewundere die Weite der grünen Wiese und von weitem den See und darüber hinaus die geborgene Präsenz der Berge. Und ich bleibe hier, denke an nichts und geniesse die wunderbare Ruhe.

Hinter jeder Tür…

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Ich bin von Natur aus ein positiver Mensch. Ich versuche immer, das Gute zu sehen, vorwärts zu gehen und mich der jeweiligen Situation anzupassen. Es ist nicht immer einfach, aber meiner Erfahrung nach geht es einem mit dieser Einstellung einfach besser.

Natürlich hat jeder Mal eine schlechte Phase – auch ich, aber ich bin mit wenig zufrieden und freue mich über kleine Dinge.

Ich kann Menschen, die immer nur negativ denken einfach nicht verstehen. Mein Ex-Mann z.B. : oft schlecht gelaunt, immer nur das Negative sehen, selten zufrieden. Ich bin ja momentan dabei, auszumisten. Ich habe viele alte „Liebeszettelchen“ gefunden. Aber praktisch alle (nicht vergessen: ich kenn ihn seit 20 Jahren!) fangen mit dem gleichen Satz an: „Es tut mir leid, dass ich dir eine Kriese gemacht habe, aber verstehst Du, ich habe dieses Leben satt. blablabla….“ . Ja! Seit ich ihn kenne, hat er finanzielle und vorallem Beziehungsprobleme – also nicht nur Mann/Frau sondern allgemein. Er hatte wärenddem wir verheiratet waren, 2 sehr gute Jobs. Beide hat er nach knapp 1.5 Jahren verloren. Der Grund? 1. sind für ihn alle Leute doof und wissen sowieso nichts (nur er hat die Weisheit mit dem Löffel gefressen) und 2. hat er Tendez zum Schürzenjäger… .

Gut, schlussendlich hat er mich ja vor 5 Jahren für eine andere verlassen (nur so nebenbei: er war 2 Monate mit ihr zusammen und dann war Schluss). Im Moment hat mich das natürlich sehr getroffen, vorallem auch dass er am 31.12.2010 um 23h aus dem Haus ging und erst am 01.01.2011 um 15h nach Hause kam, um dann um 17H wieder abzuhauen. Das dauerte etwa 1 Woche bis ich dann sagte „JETZT REICHTS!“. Aber heute bin ich so froh darüber! Eigentlich bin ich ihm dankbar dafür, denn es hat mein Leben so verändert, dass ich mich wieder wohl fühle. Es wurde mir letzhin bewusst, dass ich mich in diesen 5 Jahren enorm weiter entwickelt habe – er jedoch immer noch gleich wie vor 20 Jahren tickt!

Seine jetzige Frau (ja er hat inzwischen wieder geheiratet und ein Kind das im August 1 Jahr alt wird) tut mir leid. Wir kennen uns und kommen gut miteinander aus. Aber er ist immer noch derselbe… Auch wenn wir inzwischen ein gutes Verhältnis haben: Ich möchte ihn um keinen Preis zurück!

Mir geht es gut: ich habe Arbeit, verdiene jetzt allmählich genug, um nicht mehr vom Sozialamt abhängig zu sein und sehe nach vorn. Ich hatte die Hoffnung nie aufgegeben und das Rad ist nun dabei, sich zu meinen Gunsten zu drehen. Ich hatte genug Selbstvertrauen, Hoffnung und Glaube mich weiter zu entwickeln – und ich bin stolz darauf!

Mein Ex-Mann ist übrigens nicht der einzige in meinem Umfeld der so tickt! Meine Tante z.B. – sie ist 62 – verhält sich immer noch als wär sie 20. Ist oft betrübt und immer ist alles schlecht. Ich versteh’s nicht, aber manche lernen es einfach nie…

Humor ist wenn man trotzdem lacht

feeIm Wallis trifft ein Asylant au eine Fee💫… Sie gwährt ihm aus Mitleid 3 Wünsche…🔮
Als erstes wünscht er sich viel Geld💶 für sich und seine Familie👩‍👩‍👧‍👧… Die Fee💫prüft das im schweizer🇨🇭Asylgsetzbuch📘 und meint:“Kein Problem, das passt!“👍
Als zweites wünscht🔮 er sich ein grosses Haus🏡 für sich und seine Familie, und zwar so gross, dass er auch noch seine Familie aus seinem Heimatland nachholen kann👩‍👩‍👧‍👧… Die Fee💫 schlägt das wieder im Gesetzbuch📘 nach und findet:“🆗, können wir machen👍!“
Jetzt hat der Flüchtling schon viel Geld💶💷 und ein grosses Haus🏡 und überlegt sich was er sonst noch möchte…
Er sagt zur Fee💫 dass er und seine Familie👩‍👩‍👧‍👧 gern den Schweizerpass🇨🇭 hätten… Da gibt’s plötzlich einen enormen💣 Knall💥 und das Geld💶 💷und das Haus🏡 sind weg🌀😳
Völlig empört fragt er die Fee💫 was der Scheiss💩 soll Sie meint nur trocken: „Hal’s Maul, du bist jetzt ein Schweizer🇨🇭… Geh arbeiten 💪 und schau selbst wie du zurecht kommst… !

2 Monate

loslassen2Seit über 2 Monaten – bald 3! –  habe ich nun Pierre nicht mehr geschrieben und auch nichts von ihm gehört. Das letzte Mal gesehen haben wir uns am 5. Mai.

Ich weiss nicht, aber irgendwie fällt es mir überhaupt nicht schwer, nicht zu schreiben und nicht die ganze Zeit daran (an ihn) zu denken. Ob ich geheilt bin? Befreit bin? Endlich wirklich loslassen konnte? Ich hoffe es einerseits sehr, denn dieser Zustand war ziemlich mühsam.

Ferien

Seit letzten Montag habe ich Ferien. Meine beiden und der Vierbeiner sind zurück und ich geniesse es… allerdings schwitzend, denn 1. ist es ziemlich heiss (nicht dass ich mich beklagen will, immerhin haben wir ziemlich lang auf den Sommer warten müssen!) und 2. bin ich am ausmisten.

Schon 2 Mal war ich auf dem Werkhof und habe ein gefülltes Auto entsorgt (also den Inhalt, nicht das ganze Auto 😀 )

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Am Dienstag waren wir in Bern und haben eine sehr interessante Führung durch das Bundeshaus gemacht. Auch den Kids hat’s gefallen – es ist wirklich sehr empfehlenswert und sollte (meiner Meinung nach) als Pflichtprogramm der Oberstufen ins Schulsystem aufgenommen werden!

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Nach der Führung habe wir sehr gut neben dem Rathaus in Bern gegessen und sind dann anschliessend noch in die christkatholisch Kirche St Peter und Paul.

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Es war ein toller Tag!

Nächste Woche werden wir noch einen Ausflug ins neue Charlie Chaplin Museum machen – werde darüber berichten.

Bis dahin wünsche ich Euch allen schöne Sommertage !

 

Trösten

Ich habe soeben mal wieder meine Mailbox durchstöbert und alte Mails gelöscht. Da bin ich auf den Newsletter von „Stunde des Höchsten“ gestossen – ich hatte ihn seit Januar nicht gelesen…

Ein Ausschnitt daraus finde ich sehr interessant und ansprechend:

Dietrich Bonhoeffer sagte in einer Predigt 1933 folgendes:

Gott schämt sich der Niedrigkeit des Menschen nicht. Er geht mitten hinein, erwählt einen Menschen zu seinem Werkzeug und tut seine Wunder dort, wo man sie am wenigsten erwartet. Gott (…) liebt das Verlorene, das Unbeachtete, Unansehnliche, das Ausgestoßene, das Schwache und Zerbrochene. Wo die Menschen sagen »verloren«, da sagt er »gefunden«.

Wo die Menschen sagen »gerichtet«, da sagt er »gerettet«. Wo die Menschen sagen: »Nein!«, da sagt er: »Ja!« Wo die Menschen ihren Blick gleichgültig oder hochmütig weg wenden, da ist sein Blick von einer Glut der Liebe wie nirgends sonst. Wo die Menschen sagen: »verächtlich«, da ruft Gott: »selig«. Wo wir an einen Punkt in unserem Leben geraten sind , dass wir uns nur noch vor uns selbst und vor Gott schämen; wo wir meinen, Gott selbst müsse sich jetzt unserer schämen; wo wir uns Gott so fern fühlen wie irgend je im Leben, da gerade ist Gott uns so nah wie nie zuvor. Da will er in unser Leben einbrechen. Da lässt er uns sein Herannahen fühlbar spüren, damit wir das Wunder seiner Liebe, seiner Nähe, seiner Gnade begreifen sollen.

Jahreslosung+2016+4Mit diesem Gott haben wir es auch im neuen Jahr täglich zu tun! Gott kommt zu uns, in unsere Niedrigkeit. Und er schämt sich nicht! Und mitten in unseren Alltag kommt er als tröstender Gott. So, wie es in der Jahreslosung für 2016 heißt: »Ich will euch trösten, wie eine Mutter tröstet!« (Jesaja 66, 13)

Das hebräische Wort für trösten (nicham) heißt soviel wie »aufatmen lassen«. Trost lässt wieder atmen, wo uns vieles die Kehle abschnürt und wir um Atem ringen. Vieles kennen wir, was das Leben schwer macht, eng macht, trostlos: die ungewisse Zukunft, die Frage, wie es weitergehen soll. Der fehlende Überblick und Durchblick. Die verheerenden Katastrophen im Kleinen wie im Großen. Die mangelnden Perspektiven. Hoffnungslosigkeit. Wie tröstlich, wenn Gott uns in seinem mütterlichen Trost wieder neue Luft zum Atmen schenkt: zum Durchatmen. Zum Aufatmen. Luft holen beinhaltet auch: zur Ruhe kommen, abschalten, loslassen. Zu mir selber finden und innerlich auf einen hohen Felsen steigen: das weite Land sehen, Perspektive gewinnen, Übersicht haben, einen festen Standort. Und so getrost und ermutigt weiter gehen!

… und so getrost und ermutigt weiter gehen!

Genau das tue ich!

Allein

Seit Sonntag Mittag bin ich allein: Töchterchen ist in St Tropez, Sohnemann bei meinem Papa in Frankreich zusammen mit unserem Vierbeiner.

Einerseits ist es schön, mal ganz allein zu sein, tun und lassen zu können was ich will, wann und wo, wielang und mit wem ich etwas unterneheme – und doch wird mir bewusst, wie viel es mir bedeutet meine Familie um mich zu haben.

Nicht dass ich die ewigen Streitereien meiner beiden vermisse, oder den gewöhnungsbedürftigen typisch Teenie-artigen Antworten standhalten muss, aber irgendwie ist es komisch so ganz allein. Ja sogar dass mich unser Quadroped manchmal nervt, weil er mir sprichwörtlich wie ein kleiner Hund immer und überall hinterher läuft und ich auch mal über ihn stolpere fehlt irgendwie.

Hach, ich bin froh, wenn am Samstag abend alle wieder daheim sind !

asx  wsx

gino