Ich fühle mich momentan etwas überfordert.
Töchterchen hat beschlossen, ihre Ausbildung abzubrechen und ein Fernstudium zu beginnen… Grundsätzlich habe ich ja nichts dagegen, aber ich möchte halt, dass sie etwas findet, was ihr wirklich zusagt und sie dann auch zu Ende macht.
Sohnemann… der ist nun seit Ende Juni mit der obligatorischen Schule fertig und macht momentan nichts. Es ist sehr schwierig, ihn zu irgendwas zu bewegen. Er ist in einem Programm, welche jungen Leuten hilft, eine Ausbildung zu finden, doch wir warten immer noch auf den Coach den er zur Unterstützung bekommen soll. Ich habe schon mehrmals angerufen, doch momentan habe ich keine Infos, wie es genau weiter geht. Jetzt hat mein Ex-Mann – auf Eigeninitiative – bei der Berufsberatung angerufen und mir heute Nachmittag mitgeteilt, dass er, Sohnemann und ich nächste Woche dort einen Termin hätten. Also ich finde es ja gut, dass er sich – endlich – mal um etwas bemüht, aber mich vor vollendete Tatsachen zu stellen, finde ich weniger prickelnd. Und natürlich werde ich diejenige sein, die das Sohnemann erzählt – nicht er…
Ich habe als Titel „überfordert“ geschrieben. Das stimmt eigentlich nicht ganz. Ich bin eher übermüdet als überfordert. Ich glaube fest daran, dass meine Kids beide ihren Weg gehen werden, ich habe keine Angst, dass sie nichts tun. Ich unterstütze sie auch so gut ich das kann, doch neben einem 90%-Job und alleinerziehend ist es manchmal schwierig, abends oder am Wochenende dann noch genügen Energie dafür zu haben. Man könnte zwar denken, dass eine fast 20-jährige und ein 15-jähriger nicht mehr wirklich „erzogen“ werden müssen. Aber es ist so : wenn ich ihnen nicht genau sage (oder aufschreibe) was, wer, wann tut, geht gar nichts…