Schulfreundin


Gestern war ich bei einer alten Schulfreundin in der Deutschschweiz. Wir kennen uns, seit wir 12 sind. Das sind jetzt also 36 Jahre… wie doch die Zeit vergeht. Geht es Euch auch so : wenn mir jemand sagt, das war vor 20 Jahren, dann kommt bei mir direkt 1980 vors innere Auge ?

Um halb zehn fuhr ich los und war kurz vor Mittag bei ihr. Ihr (2.) Mann war auch da – wie immer. Ich mag ihn sehr gut. Sie sind jetzt seit 5 Jahren verheiratet… das war die Hochzeit, an welcher ich mit Otto eine heisse Nacht verbracht habe… 😏

Aber zurück zu gestern. Meine ehemalige Schulfreundin kocht und probiert gerne Neues aus. Es gab erst mal ein Gnocchi-Auflauf der wirklich köstlich war. Zum Dessert servierte sie ein Apfel-Tiramisu :

Es war einfach göttlich – ich bin eigentlich nicht so Tiramisu-Fan, aber das war wirklich ausgesprochen umwerfend.

Etwas später kam ihre Mutter zum Kaffee – meine Mama war auch dabei und wir hatten einen gemütlichen Nachmittag.

Gegen späteren Nachmittag/frühen Abend – ihre Mutter war inzwischen wieder gegangen – hatte meine Schulfreundin eine wunderbare Kürbis-Wähe aus dem Ofen gezaubert (leider hab ich kein Foto gemacht). Wirklich ein Gaumenschmaus – muss ich auch mal ausprobieren. Mal was anderes, als die „traditionnelle“ Kürbissuppe.

Wir haben viel geredet und gelacht und sind schlussendlich erst gegen 21h von dort gegangen.

Zuhause war ich kurz vor Mitternacht. Ich kam in die Wohnung… die Küche sah aus wie Sau…

Wieso kann man (Sohnemann) eigentlich nicht aufräumen, wenn man die Küche benutzt hat ??

Immerhin waren Wasabi und Saké gleich unter dem Bett hervorgekommen und haben mich – zwar noch etwas scheu – begrüsst. Ich hab dann noch ein wenig mit ihnen gespielt, bevor ich zu Bett ging.

Und dann fing’s wieder an… ich konnte nicht schlafen… Frank war das letzte Mal auf Whatsapp um 18h34 … inzwischen schlief er wohl. Aussedem hab ich sowieso das Gefühl, dass ich ihm manchmal zu viel schreibe – also hab ich es gelassen und mich auf TikTok und Instagram etwas umgesehen…

Und dann kamen da wieder diese Gedanken über Pierre. Ich möchte ihn eigenlich zum Mond schiessen… aber es gelingt mir irgendwie nicht. Am Freitag abend habe ich ihm folgende Nachricht geschickt : Hast Du mich nicht mehr gern? … oder bedeute ich Dir sowenig, dass es nicht so wichtig ist, Dich mal zu melden…? Aber auch darauf kam – bis jetzt – keine Reaktion. Ich habe dieses Spiel wirklich langsam satt.

Irgendwann bin ich dann eingeschlafen… und heute morgen um halb acht war ich wieder wach. Ich habe Wasabi und Saké gefüttert, mir einen Kaffee und eine Kopfschmerztablette eingeschmissen und mit einer meiner besten Freundinnen ein paar Sprachnachricht hin-und her geschickt.

Wäsche zusammen gelegt, Küche aufgeräumt, andere Blogs gelesen… und jetzt diesen Artikel hier geschrieben.

Es ist jetzt halb elf und Sonntag. Wasabi und Saké spielen zusammen im Wohnzimmer, der Wecker von Sohnemann klingelt ins Leere und ich warte, was der Tag noch bring…

In diesem Sinne – allen einen schönen Sonntag !

6 Kommentare zu “Schulfreundin

  1. Depression omnipresent, und wohin man schaut !
    Ich glaube, dich hat’s auch erwischt ! Ich wünsche dir, dass du aus diesem Tief wieder raufkommst, indem du aufhörst – z.B. Pierre zu … und Frank ebenfalls und indem du wieder zu dir selbst findest. Ich glaube, dann wirst du wieder ruhiger werden und du wirst wieder ein bisschen mehr Freude haben. Konzentriere dich auf das Wichtige und beginne aufzubauen. Auf jeden Fall hoffe ich das für dich !

    • Bis ich in eine Depression komme brauchts glaub schon etwas mehr.
      Ich glaube nicht, dass man gleich in einer Depression ist, weil man ein paar Tage oder Wochen ein Tief hat…. Manchmal sind es einfach viele Dinge zur gleichen Zeit, und dann sind halt die Batterien etwas unten, hat etwas weniger Energie und ist schneller gereizt.
      Vielleicht auch viel (zuviele) Gedanken im Kopf – zwischen Pierre, Frank, Sohnemann, (am Rande meine Tochter, aber da mach ich mir nicht all zu grosse Sorgen), Bruderherz, Mama, die finanzielle Lage, das Gewicht, die Gesellschaft allgemein,, etc – ist grad ein bisschen viel aufs Mal; aber eine Depression ist das meiner Ansicht nach nicht.
      Ausserdem bin ich ein positiver Mensch, und ich lehne es ab, mir selbst zu suggerieren, dass ich eventuell in einer Depression bin, oder in eine Rutsche. NIEMALS werd ich das zulassen – da zieh ich vorher die Notbremse, suche Lösungen und es geht wieder Berg aufwärts.

  2. Ach – das wollte ich auch noch sagen : Super, dass du so einen schönen Tag bei deiner langjährigen Freundin in der Deutschschweiz hattest, mit allem drum und dran und mit viel Lachen ! Das hat dir sicher gut getan

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