Betriebsausflug


Also ich weiss ja nicht, ob man das so nennen kann, wenn die Administration der kantonalen reformierten Kirche einen Ausflug macht. Ich sehe mich eigentlich nicht in einem „Betrieb“ .. aber gut, das ist ein Detail.

Wir hatten um 7h45 Rendez-Vous in der Bahnhofshalle in Lausanne und tuckerten mit dem Zug bis nach Romainmôtier-Croy. Von da ging es ein paar Schritte zum nächstgelegenen Café, wo uns Kaffee und Croissants erwarteten.

Dann ging’s zu Fuss bis zur Abtei Romainmôtier. Der Spaziergang wäre wunderbar gewesen, hätte mich mein Ischias nicht geplagt. Die letzten 200m waren echt schmerzhaft… Wir wurden herzlich vom dortigen Pfarrer empfangen und nach einer kurzen Andacht musikalisch von Taizé-Liedern 😍 begleitet, wurde uns ein 17-minutiger Film über das Kloster und die verschiedenen Epochen ab dem 5. Jahrhundert gezeigt. Es war wirklich sehr interessant !

Danach wurden wir in 3 Gruppen aufgeteilt (die wir vorab ausgesucht haben). Eine Gruppe bekam die Führung durch die Klosterkirche, die 2. Gruppe die Führung durch das Haus des Priors (es gibt noch einen dort) und die letzte Gruppe durch ein historisches Nebengebäude das zur Abtei gehört und in welchem einer der Synodalräte wohnt.

Ich war in Gruppe 2 – Das Haus des Priors. Ich liebe Führungen mit echten Menschen und ohne Audio-Guide. Es ist einfach ganz anders, lebendiger; man kann Fragen stellen, hat soziale Interaktion, und vorallem bewundere ich Menschen, die sich so viele geschichtliche Zahlen und Details merken können.

Kurz vor Mittag war die Führung zu Ende und wir begaben uns in den danebenliegenden Garten zum köstlichen Apéro. Es gab ein paar Ansprachen und Danksagungen und danach wurden wir im ehemaligen Rittersaal zu Tisch gebeten. Es gab ein geschmacklich wunderbares Essen, auch wenn es ein wenig Nouvelle cuisine war, was ich eigentlich nicht so mag. Leider habe ich verpasst, das Entrée zu fotografieren…

Gegen halb drei brachen wir auf und ein paar „wanderten“ noch bis La Sarraz – ein gut 1-stündiger Fussmarsch. Hätte ich nicht solche unmöglichen Ischias-Schmerzen, wär ich sehr gerne mitgegangen. Aber es war besser, dass ich es nicht getan habe.

Mama hat mich dann in Romainmôtier mit dem Auto abgeholt und wir waren noch gemeinsam in einem Tea-Room und haben bei dem wunderbaren Wetter ein Panaché genossen und spontan mit den 2 netten Herren am Nebentisch ein interessantes, sympatisches und anregendes Gespräch geführt 😀 .

Hier nun noch ein paar Eindrücke von gestern :

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