Ich arbeite in der Kommunikation.
Und doch ist das mehr als nur ein Beruf.

Mein Vater hatte eine Werbeagentur, die ich mir lange als meinen späteren beruflichen Ort vorgestellt hatte. Durch Fehlentscheidungen kam es zum Konkurs, und dieser Weg schloss sich.
Auch wenn vieles vergangen ist: Die Nähe zur Kommunikation, zur Werbung und zur Wirkung von Sprache ist geblieben.
Vielleicht ist dies der Grund, dass mich Themen wie Sprache, Vermittlung und Verbindung bis heute begleiten. Dass ich sensibel reagiere, wenn Kommunikation nicht nur informieren, sondern Brücken schlagen kann.
Vor kurzem habe ich dem Kommunikationsverantwortlichen der Christkatholische Kirche nachträglich frohe Weihnachten gewünscht – verbunden mit einer Rückmeldung zum Newsletter. Wertschätzend, ehrlich, mit zwei kleinen Beobachtungen. Und mit einem Gedanken, der mir schon lange wichtig ist:
dass die Verbindung zwischen der Romandie und der Deutschschweiz nicht nur organisatorisch besteht, sondern auch spürbar gelebt wird. Gemeinsam ist man stark !
Was darauf folgte, hat mich ehrlich gefreut.

In meiner Rückmeldung hatte ich angeregt, deutsch- und französischsprachige Beiträge gemeinsam im Newsletter sichtbar zu machen – als Zeichen der Verbundenheit. In der Antwort wurde mir erklärt, dass der Newsletter als französische Ausgabe separat geplant ist.
Vor allem aber entstand aus diesem Austausch ein Dialog. Eine Einladung. Die Möglichkeit, gemeinsam über Kommunikation, Sprache und Verbindung nachzudenken.
Es hat mich positiv überrascht, was das in mir ausgelöst hat. Dass aus ein paar Zeilen ein echtes Gespräch wurde.
Es fühlt sich vertraut an. Nicht wie ein Zurückgehen, sondern wie ein Wiederaufnehmen eines Fadens, der nie ganz verschwunden war.
Noch ist nichts entschieden. Und das ist in Ordnung. Ich freue mich über den offenen Raum, der sich gerade zeigt – und darüber, dass meine Erfahrung darin Platz haben darf und man mich „dabei haben will“ 🙂
Im Moment bin ich vor allem dankbar und neugierig, wie sich das Ganze entwickeln wird.
❤️❤️👍🏻👍🏻❤️❤️