Gedanken-Glück


Marcus Aurelius (121–180) soll gesagt haben :

Das Glück deines Lebens hängt von der Beschaffenheit deiner Gedanken ab.

Gedanken haben Macht.
Nicht, weil sie die Realität verändern, sondern weil sie bestimmen, wie wir ihr begegnen. Je mehr wir konstruktive Gedanken pflegen, desto eher entsteht diese Positiv-Spirale, die uns durch den Alltag trägt.

Ich bin grundsätzlich ein positiver Mensch. Es braucht viel, bis ich wirklich ratlos oder am Boden zerstört bin. Und dieses ewige „Wenn ich nur … dann …“ führt ohnehin nur in eine Sackgasse.
Das Leben lässt sich nicht zurückspulen. Es ist, wie es ist – wie wir damit umgehen, ist der springende Punkt !

Momentan habe ich zum Beispiel – wieder einmal – ein Auto-Problem.

Vor zwei Wochen, morgens um 7h. Es regnete in Strömen, es war noch dunkel. Ich stieg ins Auto, startete den Motor und fuhr vorwärts aus dem Parkplatz, weil vor mir kein anderes Auto stand. Normalerweise fahre ich rückwärts hinaus.

Dann dieses Kratzen.

Bis ich realisiert hatte, was los ist, war es schon zu spät.

Als ich anhielt und ausstieg, traf mich der Anblick mit voller Wucht: Die gesamte Fahrerseite zerkratzt, die Tür nur noch halb zu öffnen. Ein klassischer Moment für Ärger, Frust, Selbstvorwürfe.

Ich zeig Euch das mal :

Mein erster Gedanke: So ein Mist. und gleich danach : Aber immerhin kann ich noch fahren.

Natürlich hat mich der Schaden genervt. Aber er hat mich nicht bestimmt. Denn effektiv ist ein Auto für mich ein Mittel, um von A nach B zu kommen. Nicht mehr, nicht weniger. Sein Wert liegt in seiner Funktion, nicht in seiner Optik.

Natürlich hätte ich nichts dagegen, wenn mir jetzt jemand 20K geben würde und ich mir damit dieses Auto kaufen könnte. Bis es aber soweit ist, bleib ich positiv und fahr halt mit diesem rum.

Morgen fahre ich zu einem Bekannten. Vielleicht lässt sich die Tür so richten, dass sie wieder ganz aufgeht. Der Rest?
Bei einem Auto von 2006 investiere ich kein grosses Geld mehr. Gelassenheit ist manchmal die klügere Entscheidung als Perfektion.

Positiv zu bleiben heisst nicht, alles schönzureden. Es heisst auch nicht, keine schlechten Tage zu haben.
Es bedeutet, den Dingen nicht mehr Macht zu geben, als sie verdienen.

Positiv zu bleiben heisst nicht, alles schönzureden. Es heisst auch nicht, nie schlechte Tage zu haben.
Es bedeutet, den Dingen nicht mehr Macht zu geben, als sie verdienen.

Vielleicht liegt genau darin diese alte stoische Weisheit:
Wir kontrollieren nicht die Umstände – aber wir entscheiden, welche Gedanken wir ihnen schenken. Und genau dort entsteht unser innerer Frieden.

Welche Gedanken wählst du, wenn dir das Leben wieder einmal einen Kratzer verpasst?

Hinterlasse einen Kommentar