Ostern – zwischen Intensität, Begegnung und einem stillen Sofa


Kapelle Lausanne

Ich hoffe, Ihr hattet schöne und vielleicht auch ein wenig ruhige Ostertage 🌿🐰💕

Meine waren dieses Jahr… intensiv.
Schön. Voll. Und am Ende auch ein bisschen erschöpfend.

Der Karfreitag begann für mich früher als für die meisten. Bereits um 12h30 war ich in der Kapelle, um alles vorzubereiten. Die Bilder für den Kreuzgang hatte ich im Vorfeld erstellt – mit ein bisschen Unterstützung 😉 – auf A3 ausgedruckt und laminiert.
Um 15h war es dann soweit.
Der Gottesdienst begann. Und ich hatte das Gefühl: es hat sich gelohnt. Die Rückmeldungen waren durchwegs sehr positiv – viele fanden den Kreuzgang besonders stimmig und schön gestaltet.


Apérol Spritz bei Papa

Der Karsamstag führte mich dann nach Frankreich, gemeinsam mit meinem Sohn.
Ein kleines Familientreffen bei meinem Vater: zwei meiner drei Brüder mit Partnerinnen, drei Cousins und Cousinen mit ihren Partnern, meine Lieblingstante, mein Papa, mein Sohn, ich – und mittendrin meine zwei Monate alte Nichte.
Hin- und Rückfahrt am selben Tag, je knapp drei Stunden… ja, das war ein bisschen happig.
Aber es hat sich gelohnt.
Allein schon für das Gigot d’Agneau, langsam gegart und einfach nur délicieux. Und die Apfeltorte.
Ein intensiver, voller, schöner – und ja, auch anstrengender Tag.


Der Ostersonntag begann früh. Sehr früh.
Um 8h ging es los zur Taufe meines Neffen – erneut in Frankreich, diesmal „nur“ eine Stunde entfernt, nahe Genf.
Wir mussten rechtzeitig los, denn dort ist jeden Sonntag Markt. Parkplätze? Fehlanzeige rund um die Kirche. Also lieber etwas früher da sein, um nicht in Stress zu geraten.

Kirche Cruseilles

Die Ostermesse mit drei Taufen war wunderschön.
Die Kirche bis auf den letzten Platz gefüllt – wie so oft an Ostern und Weihnachten.
Mit meiner Mama habe ich danach schmunzelnd beschlossen, dass wir irgendwann einmal an einem „ganz normalen“ Sonntag hingehen sollten. Einfach, um zu sehen, wie viele tatsächlich regelmässig kommen 😊

Nach der Taufe gab es einen einfachen Brunch in einem kleinen Café gleich neben der Kirche.
Ein kurzer Moment zum Durchatmen – bevor es weiterging.

Um 14h45 sind wir aufgebrochen – zurück Richtung Lausanne.
Denn um 17h war unsere eigene Ostermesse.
Und da ich so etwas wie die Sakristanin unserer Kirche bin (ja, das mache ich auch noch 😄), musste ich natürlich früh genug vor Ort sein.

Kurz nach 16h war ich da. Genug Zeit, alles in Ruhe vorzubereiten.

Die neue Osterkerze

Die Messe selbst war dann… besonders.
Ich durfte „À toi la Gloire“ gemeinsam mit einer Kirchgängerin singen, begleitet von einer weiteren Kirchgängerin aus unserer Gemeinde an der Querflöte sowie vom Harmonium.
Ein Moment, getragen von unserer eigenen Gemeinschaft – leise, schön und irgendwie ganz bei sich.

Nach dem Gottesdienst – wie so oft – ein Apéro riche.
Begegnungen, Gespräche, Lachen.

Und irgendwann, als alles vorbei war, alle gegangen waren, alles aufgeräumt war…
war ich um 21h30 endlich zuhause.

Und: k.o.


Der Ostermontag war dann das genaue Gegenteil.
Nichts.
Einfach nichts.

Ich sass auf meinem Sofa und habe mich ausgeruht.
Durchgeatmet.

Erst am Abend ging es noch kurz zu meiner Mama, zusammen mit meinem Sohn – zum Abendessen mit meinem Bruder und meinem Neffen.
Ein ruhiger Abschluss.

Und heute?

Heute bin ich wieder im Büro.
Viele sind noch in den Ferien, es ist ruhig, nicht allzu viel zu tun.

Und ganz ehrlich?

Das tut gerade richtig gut 😊

Vielleicht genau das, was nach solchen intensiven Tagen auch ein bisschen dazugehört.

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