Archiv

Wie schön ist es…

… wenn man morgens erwacht und gleich 4 Nachrichten auf dem Handy hat.

Frank, Just W., Läggerli und HP (von dem hab ich noch nie erzählt) hatten mir wärend ich schlief geschrieben.

Mit Frank hatte ich gestern am Nachmittag, am frühen Abend und vorallem dann ab Mitternacht bis 3h morgens hin und her geschrieben. Seine Nachricht heute morgen kam um kurz nach 4h. Die Gespräche mit ihm sind immer sehr interessant !

Just W. hat mir gestern irgendwann gesagt, dass er sich manchmal sehr alleine fühlt. Also allgemein. Er ist zwar verheiratet, aber scheinbar ist diese Ehe nur noch Mittel zum Zweck. Werd mal bei Gelegenheit etwas nachfragen.

Läggerli hab ich um kurz vor 23h eine „Gute-Nacht“ Nachricht geschickt. Heute morgen schrieb er mir um 6h15 : … und ich wünsche dir einen guten Start in den Mittwoch. Heute Abend finde ich hoffentlich Zeit, um zu schreiben. Mal sehen, wann und ob da was kommt. Ich hab ja Chorprobe…

Und HP… also HP hab ich noch nie persönlich gesehen. Wir „kennen“ uns via FaceBook, weil wir durch das Spiel Farmville vor über 10 Jahren mal „Freunde“ wurden. Er ist 6 Jahre jünger als ich (gleicher Jahrgang wie mein Bruder – irgendwie komisch). Auch er ist unglücklich verheiratet, hat eine 8-jährige Tochter und bleibt nur ihretwegen… aber er will mich unbedingt besuchen kommen. Leider wohnt auch er weit weg (ca 200km) und kann nicht mal einfach so spontan vorbei kommen. Er hat mir kurz vor 4h morgens geschrieben, als er von der Arbeit nach Hause kam.

Na ja, jedenfalls hab ich mich ausserordentlich darüber gefreut, von diesen 4 heute morgen eine Nachricht bekommen zu haben.

Nun wünsch ich Euch allen einen schönen Tag und … to be continued…

Läggerli

oder „Läckerli“… aber Baseldeutsch sagt man halt Läggerli … so nannte (und nenn ich immer noch) meine 1. grosse Liebe.

Letztes Jahr im August hat mich ja Läggerli überraschenderweise auf Linkedin zu seinen „Freunden“ hinzugefügt. Ich habe ihm dann auch eine Nachricht via dieser Platform geschickt – aber nie eine Antwort bekommen (das ist auch so was : oft bekomme ich von Leuten – die mir in irgend einer Weise wichtig sind – keine oder sehr selten Antwort. Das zieh ich irgendwie auch an).

Vor 2 Tagen habe ich oft an ihn denken müssen. Da wir einen gemeinsamen Bekannten haben, habe ich diesen gefragt, ob es wohl möglich wäre, mir die Telefon-Nummer von Läggerli zu geben. Nach etwas mehr als 2 Stunden schickte er sie mir (er hat wohl erst mit Läggerli Rücksprache gehalten, ob es ok ist).

Nun gut, ich habe dann also Läggerli eine Nachricht geschickt :

Es kam keine 5 Minuten später eine Antwort :

Ich war ehrlich gesagt sehr positiv über diese Antwort überrascht. Habe dann zurück geschrieben, wie toll ich es finde und wir vielleicht später noch schreiben, denn ich hatte noch einen Termin. Als ich zurück kam, war allerdings schon 23h vorbei und es kam dann auch keine Antwort mehr.

Ich dachte dann : „Na ja, typisch ! Wieder jemand, der nur sporadisch antwortet“

Ich war irgendwie etwas baff – hätte wirklich nicht damit gerechnet. Ich anwortete dann folgendes :

NB: Falls Ihr denkt, dass ich was von ihm will : NEIN ! Das ist absolut nicht mein Ziel.

Zufall ?

In den letzten paar Tagen ist mir aufgefallen, dass Männer – welche mich in irgendeiner Form anziehen oder angezogen haben – alle im März Geburtstag haben. Ist das jetzt einfach Zufall ?

Diese ganze Geschicht mit Pierre (28. März), dann z.B. auch meine 1. Grosse Liebe (1. März) – der mich übrigens gestern abend überraschenderweise auf LinkedIn zu seinem Freundeskreis hinzugefügt hat – und dann gibt’s da noch andere, von denen ich aber hier im Blog nicht berichtet habe.

Was haben die März-Männer besonderes an sich, dass ich mich von ihnen angezogen fühle ? Die selben Sternzeichen haben sie nicht, denn vom 20.02. bis 20.03. sind es Fische und ab 21.03. Widder. Woran könnte es liegen ? Fragen über Fragen… ja, keine existentiellen, aber trotzdem …

Habt Ihr eine Idee ?

Ein Duzend + 1

Heute hatte ich nicht so viel zu tun und habe mir mal meinen Blog rückwirkend angeschaut. Ich staune doch, dass ich über mehr als ein Duzend Männer in meinem Blog schreibe, respektive geschrieben habe (die Links verweisen jeweils auf die Kategorie. Falls Ihr die Post lesen wollt, solltet Ihr nach unten scrollen, damit Ihr am Anfang der Geschicht anfängt 😀 :

Dudelsack – ein schräger Typ eigentlich. Habe nie wieder etwas von ihm gehört und auch nie die CHF 400.- bekommen

Herzig – na ja, was soll ich sagen… im Nachhinein wirklich nicht mein Fall

J.D. – wir haben heute noch via Messenger FB ab und zu Kontakt. Auf Whatsapp habe ich ihn nie wieder entsperrt

Läggerli – meine 1. grosse Liebe. Ich habe über ihn an der letzte Synode mit einem seiner Freunde geredet. Eigentlich würde ich ihn gern wieder einmal sehen

M. – war ein toller Mann, aber die Mutter seiner Kinder hat ihn zurück geholt

Marcello – mein 1. Freund. Er schreibt mir ab und zu auf Messenger FB… aber ich gebe keine Antwort mehr, denn er will – immer noch – nur das eine und jede seiner Nachrichten fängt mit „Hallo 1. Freundin“ an…

Mirko – letzte Whatsappnachricht am 28.05.22. Aber schon sehr lange nicht mehr gesehen

Otto – letzte Whatsappnachricht am 07.04.20, kurz nach Coronabeginn. Und da schrieb er mir unter anderem, dass er sich gerade an die Hochzeitsnacht von damals erinnere… 😀

P. – mein Ex-Mann und Vater meiner Kinder. Er ist immer noch der selbe…

Pierre – hach Pierre… wohl meine grosse (unglückliche) Liebe, welche unerreicht bleiben wird

Pierre II – ist seit etwa 6 Monaten mit einer Frau aus meinem Chor zusammen. Ausgerechnet jene, die ich jetzt wirklich nicht sonderlich mag. Und ich finde, sie passen überhaupt nicht zusammen, sowohl optisch wie auch charakterlich. Aber Liebe macht bekanntlich blind

Scorpio – ich habe nie wieder etwas von ihm gehört.

T. – mein Schulschatz in der Primar… letzte Whatsappnachricht am 16.01.22

Na ja, als ich all die Sachen wieder gelesen habe, wurde mir bewusst, dass ich doch vieles vergessen habe. Als ich es las, dacht ich ah ja? das weiss ich gar nicht mehr … 😅 ich werde wohl langsam alt…

Ausbrechen

Manchmal möchte ich ausbrechen. Einfach weit weg fahren – allein sein mit meinen Gedanken. Keine Verpflichtungen mehr haben, keine Sorgen um meine Kinder, keine Sehnsucht mehr nach Nähe, keine finanzielle Dämpfer – einfach nur SEIN.

 

Und dann denke ich wieder, dass es so viele (junge) Menschen gibt, denen ich helfen möchte. Man kann nicht alle retten, das ist mir klar. Aber die Jungen, welche momentan sehr oft bei uns sind, geben mir zu denken.

2 der 3 Jungs aus der Jugendgruppe sind Brüder. Einer 18 der andere 17. Seit letzem Freitag schlafen sie bei uns weil ihre Mutter sie rausgeworfen hat… Sie geben sich sehr Mühe, räumen auf, helfen beim Haushalt mit, gehen einkaufen (so junge Burschen essen viel 🙂 ) und sind sehr darauf bedacht, mich nicht zu stören. Wichtig scheint für sie auch, das wir gemeinsam abends essen. Momentan leben wir irgendwie WG-mässig – so wie ich das mit 15 mal wollte 🙂

Der 3. junge Mann arbeitet 40% in einem Tankstellenshop. Gestern hatte er frei und hat sich total lieb um Sohnemann gekümmert. Ist mit ihm angeln gegangen, hat ihn mittags ins McDonalds eingeladen und brachte ihn pünktlich – wie vereinbart – um 21h nach hause.

Alle 3 nennen mich „Mama 2“ 🙂 – es schmeichelt mir irgendwie, und ich habe nicht das Gefühl, dass sie mich ausnutzen wollen, sondern das toll finden.

Und dann gibt es Momente, da frage ich mich, wie es sein wird, wenn alle weg sind (inklusive meiner beiden Kinder). Irgendwann (soweit weg ist dieser Zeitpunkt nicht) werde ich alleine abends essen – wohl vor dem Fernseher. Und irgendwie macht mir das Angst. Nicht weil ich Angst vor dem Alleinsein habe, sondern Angst, dass mir all die Jungen fehlen werden und sie nur noch eine Erinnerung sind…

Dazu kommt dann noch, dass ich wohl keinen Partner mehr haben werde – Pierre meldet sich ja seit Neujahr nicht mehr. Und wir werden sowieso nie zusammen kommen. Das ist alles nur ein Wunschdenken – eine geträumte Illusion. Ich bin traurig und verstehe nicht, wie man (egal ob das jetzt die Mutter der beiden Brüder oder aber Pierre ist) so stur sein kann. So egoistisch.

Gestern habe ich den Abschiedsbrief von Läggerli gefunden. 6 Seiten – handgeschrieben. Unter anderem schrieb er damals, man müsse einen gewissen Egoismus haben, um nicht unter zu gehen, und „The show must go on“. Ja… muss sie wohl – aber momentan scheint mir alles sehr entmutigend…

 

Seit ein paar Tagen kann ich auch nicht mehr gut einschlafen und träume dann so komische Sachen und körperliche Nähe vermisse ich grad sehr …

 

 

Die Welt ist klein

Manchmal ist die Welt schon klein. Ich habe gestern zufällig gesehen, dass ein Bekannter von mir mit einem gewissen Läggerli auf FB befreundet ist.

Nun habe ich meinem Bekannten geschrieben und gefragt, ob es sich wirklich um DIESES LÄGGERLI handelt. Soeben hat mir der Bekannte geantwortet: Ja, das ist ein Mitarbeiter von mir !

Ich habe mich über diese Nachricht sehr gefreut – denn Läggerli habe ich das letzte Mal im 1995 gesehen… Ich habe jetzt Läggerli eine Nachricht via FB geschickt und meinen Bekannten gebeten, ihm doch zu sagen, dass ich mich sehr freuen würde, wieder mal was von ihm zu hören…

Es ist ja irgendwie schon witzig, denn gestern Abend schaute ich eine VHS Video Kassette von meinem 20. Geburtstag – und da war Läggerli auch dabei. Da dachte ich: wär schon schön, wieder mal was von ihm zu hören/lesen…

Ausserdem: Leckerlis sind sowas von gut …. 😀 😀 😀

leckerli balois

 

Schöne Erinnerungen

Erinnerung001Ich habe mir mal überlegt, welches die schönsten Erinnerungen mit meinen Freunden (also männliche) war:

Mit Läggerli war es eindeutig der Spaziergang über die Stadtmauer von St Malo. Er zeigte mir damals den „grossen Wagen“ und wir küssten uns zum 1. Mal

Mit meinem Ex-Mann war der schönste Moment, als wir einmal morgens um 4h von Paris (da wohnten wir damals) spontan nach Ault im Norden von Frankreich fuhren und dann barfuss morgens um 6h den Strand entlang schlenderten. Wir hatten dort sogar eine Wohnung besichtigt – aber schlussendlich sind wir dann doch nicht dorthin gezogen.

Die schönste Erinnerung mit Dudelsack war, als wir uns einmal nach einem Weiterbildungskurs von mir trafen. Ich wartete auf ihn an der Bushaltestelle und er „schlich“ sich von hinten an und umarmte mich. Das war ein sehr schöner Augenblick.

Mit T. war es am tollsten, als wir uns beim durch die Grossstadt spazieren plötzlich die Hand gaben.

Mit M. war der schönste Augenblick als wir uns zum 1. Mal getroffen haben. Die schönste Erinnerung dieses Treffens war der Ausflug auf die Meersburg.

Und zu guter letzte Pierre. Ja, Pierre… der traumhafteste Augenblick war natürlich, als wir uns im Gartenhäuschen näher kamen. Nach 15 Jahren endlich! (Anmerkung: ich habe nichts mehr von ihm gehört und mich auch nicht mehr bei ihm gemeldet…)

Tja, so ist das mit meinen Erinnerungen – alles schöne Momente die ich nie vergessen werde !

Typ

Wir habe alle einen bestimmten Typ Mann (oder Frau) der uns anzieht. In erster Linie wird man von Äusserlichkeiten angezogen. Man mag lieber den südländischen oder nordischen Typ, lieber gross oder klein, schlank oder knuddelig.

Wenn man jung ist – ich würd sagen, so bis 35 vielleicht – ist die äussere Erscheinung schon ziemlich relevant für einen 1. Kontakt. Je älter man wird, je weniger wichtig wird das.

rosa-herzWas mich betrifft: natürlich habe ich auch einen Typ Mann, der mir gefällt – aber das hat  nicht nur mit Äusserlichkeiten zu tun, hatte es nie. Wenn ich rein aufs Äusserliche achten würde, gefiele mir z.B. Jonas Armstrong, Nicolas Cage oder Peter Thomas (sorry, Foto nicht grad super). Ich mag eigentlich eher so den Künstler-Typ. Ich mag es auch, wenn er ein Knuddelbär ist.

Wenn ich auf den Charakter achte, dann mag ich Männer, die nicht stur und/oder bünzlig (spiessig) sind. Ein Mann muss für mich ein gewisses Niveau haben, viel interessiert sein. Ich möchte mit meinem Partner über Politik, Religion, Musik, Kunst, Film, Kinder, etc reden können. Allerdings darf er nicht zu „Künstler-Typ“ sein, weil die meistens etwas flatterhaft, manchmal chaotisch und egositisch sind. Sie können aber auch sehr sensibel sein. Ein Mann muss für mich schon eine gewisse bodenständigkeit haben.

Meine erste grosse Liebe war ein Künstler-Typ und ziemlich chaotisch. Mein Ex ist auch mehr der Künstler-Typ und ist eigentlich ein guter Mensch. Aber es gab gewisse Dinge, die halt einfach nicht passten. Pierre ist ebenfalls der Künstler-Typ. Eigentlich sehr auf sich bezogen. Aber das ist alles Vergangenheit. Es waren schöne Zeiten (also mit Pierre war ja nie was), die ich gerne in Erinnerung behalte – doch ich schau‘ nach vorn.

Meine Zukunft ist M. !

M. ist ganz anders. Er ist nicht der Künstler-Typ. Er ist ein sehr einfühlsamer Mensch. Er ist weder chaotisch, noch egoistisch oder flatterhaft. Wir haben soviele Gemeisamkeiten, können über sovieles reden. Er ist ein guter Zuhörer, sensibel, hat Niveau, ist viel interessiert. Er weiss eigentlich was er will – auch wenn die Umsetzung vielleicht schwierig ist und Hindernisse mit sich bringt. Und gerade weil er so anders ist als die anderen, bin ich davon überzeugt, dass er der Richtige ist. Ich freue mich auf die Zukunft mit ihm… !

The Show must go on

Herz der HoffnungEs gibt im Leben immer wieder Momente, da mag man nicht mehr. Man wird enttäuscht, hat Angst, ist verzweifelt…. aber: die Welt hört deswegen nicht auf, sich zu drehen, die Sonne geht auch am nächsten Tag wieder auf, das Leben geht weiter… The show must go on.

Als Läggerli damals mit mir Schluss machte, sagte er:

Man muss im leben etwas egoistisch sein um voranzukommen und hey, the show must go on…

Also ich fand diesen Satz natürlich im Moment selbst sehr verletzdend und ich war am Boden zerstört. Ich erinnere mich, dass ich damals in der Küche am Boden sass, gegen die Heizung, und nur noch heulte… dann wollte ich das Auto nehmen und einfach nur fahren…. aber meine Mama hinderte mich daran. Gott sei Dank denke ich heute – denn ich war wirklich nicht in Verfassung dazu.

Aber dann, ein paar Wochen/Monate später habe ich den Satz nochmals immer und immer wieder analysiert. Und ich kam zum Schluss, dass er eigentlich recht hat. Bis heute hat mich dieser Satz immer wieder begleitet und vorwärts gebracht.

 

Läggerli

Eben komme ich vom Abendspaziergang mit meinem Hund zurück. Es ist schon nach 23h, die Kids schlafen und es war ein kurzer, aber intensiver Rundgang.

Weshalb intensiv fragt Ihr Euch? Na ja, die Sterne sah man heute besonders gut, und jedesmal wenn ich den grossen Wagen sehe, muss ich an einen ehemaligen Freund von mir denken. Er hatte ihn mir damals in St. Malo gezeigt. Dort, wo wir uns kennen lernten.

Es war 1990 als ich einen Sprachaufenthalt in Frankreich machte und keinesfalls Lust dazu hatte. Aber meine Mama fand, das sei gut für mich, da wir kurze Zeit danach in die französischsprechende Schweiz zogen und ich eine ziemliche Null in Französisch war.

Nun gut, meine Gastfamilie war mehr oder weniger ok, die Leute der Schule auch – nur : französisch lernten wir nicht wirklich, waren wir doch alles Deutschschweizer und immer zusammen…

Läggerli – so wurde der einzige Basler der Clique genannt – fand ich anfangs irgendwie etwas schräg. Leicht rötliche Haare, ziemlich chaotisch und irgendwie anders als alle andern.

Eines abends – wir waren alle am Strand – redeten wir viel zusammen. Beide aus Basel hatten wir einiges gemeisam ;-). Gegen Mitternacht wollte ich nach Hause und er meinte, er begleite mich. Wir schlenderten auf der Stadtmauer und schauten uns den Sternenhimmel an. Den grossen Wagen kannte ich natürlich schon, aber : er stand ganz nah zu mir, legte seinen Arm um mich und zeigte mir den grossen Wagen… und dann… na ja, dann küssten wir uns und waren fortan ein Paar.

Nach diesen Sprachferien sahen wir uns noch 2 oder 3 mal. Als ich vor dem Umzug eine Abschlussparty machte, war er natürlich auch dabei – am Ende der Party machte ich Schluss. Über 200km Distanz – das konnte einfach nicht funktionnieren.

Wir blieben aber trotz allem in Kontakt und als er seine RS (Rekruten Schule – Militär) machte, war er ganz in meiner Nähe stationniert. Das war 1995 im Feburar/März. Eines Abends rief er mich an und wir verabredeten uns für den nächsten Abend. Wir hatten es richtig schön und als ich ihn zurück in die Kaserne fuhr, meinte er beim aussteigen: „Du siehs immer noch sehr hübsch aus!“ . Dann verschwand er in der Nacht.

An jenem Abend hatte ich ihn zu meinem 20. Geburtstag eingeladen. Im April sollte das Fest stattfinden. Aber ich bekam nie eine Zusage…

Die Party war schon voll in Gang als plötzlich Läggerli auftauchte… es war mein schönstes Geburtstagsgeschenk! Und an diesem Abend kamen wir uns auch wieder näher.

Uns trennten immer noch 200km und als ich am Muttertag in seiner Gegend war, traf ich ihn in einem Restaurant – diesmal machte er Schluss (aus gleichem Grund wie ich vor 5 Jahren).

Na ja, ich war traurig und ging ziemlich geknickt nach Hause.

Kurz darauf fand ein Konzert statt. Da er bei solchen grossen Events manchmal als Securitas arbeitet, wollte ich vorbei gehen. Die Wahrscheinlichkeit ihn bei solch einer Menschenmenge zu treffen, war sehr gering… doch kurz nach meiner Ankunft erblickte ich ihn. Er sah mich, kam auf mich zu und küsste mich – ich verstand gar nichts mehr. Er musste dann wieder auf seinen Posten und seitdem hab ich ihn nie wieder gesehen…

Nun schreiben wir 2005 – 10 Jahre sind vergangen; inzwischen war ich verheiratet und hatte eine kleine Tochter. Am 31.12.2005, irgendwann kurz vor Mitternacht, habe ich eine Email von ihm erhalten. Ich war total baff.

Natürlich habe ich am nächsten Tag auf seine Mail geantwortet, doch zurück kam seitdem nichts mehr…

Aber auch heute noch, frage ich mich oft, was wohl aus ihm geworden ist – und wenn ich den grossen Wagen sehe, dann denke ich immer: hoffentlich geht’s ihm gut….