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Konzert

Gestern Abend hatten ich mein 1. Konzert mit dem Chor. Es fand in einer alten romanischen Kirche statt, gleich am Ufer des Genfersees. Die Ambiance war umwerfend, die Akkustik wunderbar und das Konzert ein voller Erfolg. Wir hatten zwei Zugaben und danach nur positives Echo vom Publikum. Auch meiner algerische Freundin hat es sehr gefallen. Sie fragte mich nach dem Konzert, was ich fühle, wenn ich singe. Irgendwie war diese Frage schwierig zu beantworten. Es ist ein Gefühl von Freude und Erleichterung. Es tut meiner Seele gut – ich fühle mich immer sehr frisch und glücklich nach dem Singen.

Heute Abend um 17h gibt’s nochmal ein Konzert. Diesmal in Genf, in der Eglise St Joséph. Ebenfalls eine sehr schöne Kirche, viel grösser als die von gestern. Ich freue mich darauf und hoffe inständig, dass eine gewisse Person zum Konzert kommt…

Nachtrag 26.05.2013, 22h54 –> Das heutige Konzert war noch besser als gestern ! Etwa 140 Zuhörer… die Akkustik noch besser… Was besagte „gewisse Person“ betrifft: sie war nicht da… aber ich geb die Hoffnung nicht auf… 😉

Eines meiner Lieblingslieder, das wir singen, ist „An die Sonne„:

 (das ist nicht mein Chor 😉 )

An die Sonne

10563257-sonnige-herbst-laub[O Sonne, Königin der Welt,
Die unser dunkles Leben erhellt;]
O Sonne, Königin der Welt,
Die unser dunkles Rund erhellt
In lichter Majestät;
Erhab’nes Wunder einer Hand,
Die jene Himmel ausgespannt
Und Sterne hingesät!

Noch heute seh‘ ich deinen Glanz,
Mir lacht in ihrem Blumenkranz
Noch heute die Natur.
Der Vögel buntgefiedert Heer
Singt morgen mir vielleicht nicht mehr
Im Wald und auf der Flur.

Ich fühle, daß ich sterblich bin,
Mein Leben welkt wie Gras dahin,
Wie ein verschmachtend Laub.
Wer weiß, wie unerwartet bald
Des Höchsten Wort an mich erschallt:
Komm wieder in den Staub!

O Sonne, Königin der Welt,
Die unser dunkles Leben erhellt;
O Sonne, Königin der Welt,
Die unser dunkles Rund erhellt
In lichter Majestät;
Erhab’nes Wunder einer Hand,
Die jene Himmel ausgespannt
Und Sterne hingesät.

 

(c) Johann Peter Uz   —>  Musikalisch von Franz Schubert

***

Das fettgedruckte finde ich extrem aussagestark. Einerseits sehr poetisch und doch so real. Wunderbar, wie dies in Worte gefasst wurde.

Manchmal denke ich darüber nach, wofür wir gewisse Dinge tun wenn wir ja sowieso sterben. Man rackert sich ab, gibt sich Mühe, hat Träume und Wünsche … aber schlussendlich muss man ja sowieso eines Tages gehen…

Bin irgendwie grad sehr melancholisch drauf… gibt mehrere Gründe dafür:

Das Warten: Ich habe das Gefühl, ich sei immer nur am Warten… auf ein Wiedersehen, auf bessere Zeiten, auf einen Job, auf schönes Wetter…

Die Sehnsucht: Ja, habe ich, extrem…

Meine Mama: es geht ihr nicht besonders gut. Ich glaube, sie hat ein wenig Depressionen, bedingt durch Stress, vorallem im Job und mit ihrer Schwester. Ich mag es nicht, wenn meine Mam schlecht drauf ist. Als ich noch Kind war, ging’s ihr immer gut (respektive, sie zeigte es nicht, wenn’s ihr schlecht ging). Seit ich erwachsen bin, hat sich das geändert. Sie sieht mich halt – Gott sei Dank einerseits – nicht mehr als Kind, vor welchem man immer gut drauf sein muss. Also bekomme ich all ihre Stimmungen mit. Aber sie ist immer noch meine Mam… und meiner Mam muss es einfach gut gehen…

Gewicht: ja, ja, das liebe Gewicht. Hmmmm…. teilweise ist es mir total egal, aber momentan nervt es mich grad enorm…

Ich versuche natürlich, Dinge mit Humor zu nehmen, mich positiv zu motivieren… aber es gelingt mir halt nicht immer. Heute eben nicht so…

 

Spätherbst

Wald-Natur-Nebel

Der graue Nebel tropft so still

Herab auf Feld und Wald und Heide,

Als ob der Himmel weinen will

In übergroßem Leide.

Die Blumen wollen nicht mehr blühn,

Die Vöglein schweigen in den Hainen,

Es starb sogar das letzte Grün,

Da mag er auch wohl weinen.

(c) Hermann Allmers   —>   HIER noch musikalisch von Brahms (das singen wir z.Z.)

***

Dieser Text passt irgendwie zum momentanen Wetter und meiner Stimmung. Man könnte meinen, es sei Herbst. Ab und zu mal einen schönen Tag (wie gestern) und dann wieder, grau, nass, kalt… langsam aber sicher schlägt’s aufs Gemüt… aber die Musik… also ich finde die Harmonien wunderschön. Melancholisch, in Moll… einfach wunderbar.

 

Romantik

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Die Romantik ist eine kulturgeschichtliche Epoche, die vom Ende des 18. Jahrhunderts bis weit in das 19. Jahrhundert hinein dauerte und sich insbesondere auf den Gebieten der bildenden Kunst, der Literatur und der Musik äußerte. In der Literatur der Romantik (ca. 1795–1848) unterscheidet man Frühromantik (bis 1804), Hochromantik (bis 1815) und Spätromantik (bis 1848). In der Malerei dauert die Spätromantik bis Ende des 19. Jahrhunderts, in der Musik bis Anfang des 20. Jahrhunderts (Gustav Mahler, Richard Strauss).

(Quelle: Wikipedia)

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Wir singen ja Lieder der deutschen Romantik. Anfangs gefiel es mir eigentlich nicht sonderlich, doch je mehr (länger ) ich die Lieder singe, desto besser gefallen sie mir 🙂

Dieses Lied von Schuhmann gefällt mir z.B. sehr. Oder dieses Lied von Schubert ist auch sehr schön.