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Der Advent ist still geworden.
Nicht weil er vorbei ist,
sondern weil er seinen Platz gefunden hat.
Zephira und Liora sitzen noch immer in der Kapelle,
umgeben vom warmen Atem einer einzigen Flamme.
Sie müssen nichts mehr suchen.
Nichts mehr erreichen.
Nichts mehr verstehen.
Ankunft ist kein Moment.
Sie ist ein Zustand.
Und manchmal beginnt dieser Zustand
erst dann,
wenn alle Türen offen sind.
Auch die inneren.
Vielleicht nimmst du heute
einen leisen Nachhall mit —
einen Atemzug,
eine Spur Wärme,
ein Licht,
das dich nicht verlässt,
weil es dein eigenes geworden ist.
Für diesen Advent danke ich dir.
Fürs Mitgehen.
Fürs Mitfühlen.
Fürs Leisewerden.
Möge das Licht,
das dich in diesen Tagen begleitet hat,
auch morgen
und übermorgen
und an jedem gewöhnlichen Tag
ein kleines Stück weiterklingen.
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Zephira und Liora stehen vor der Tür der Kapelle.
Ein alter Griff aus Eisen,
kalt und doch vertraut,
als hätten unzählige Hände ihn berührt,
ohne ihn zu verändern.
Sie atmen ein.
Atmen aus.
Der Moment liegt dicht zwischen ihnen —
nicht schwer,
sondern bedeutungsvoll,
wie eine leise Verheißung.
Es gibt Schwellen,
die wir nicht einfach überschreiten.
Schwellen, die uns innerlich sammeln,
bevor wir eintreten.
Manchmal ist die Schwelle selbst
ein heiliger Ort.
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Bevor du heute irgendwo eintrittst —
in einen Raum,
in ein Gespräch,
in einen Gedanken —
halte einen Atemzug inne.
Spüre die Schwelle.
Sie verändert,
wer wir sind,
wenn wir hinübergehen.
„Die Schwelle ist ein heiliger Ort.“🕯️
💫

Zwischen den Stämmen taucht sie auf:
die Kapelle.
Nicht groß.
Nicht hell.
Ein Bau aus Stein,
verwittert, bemoost,
als stünde sie schon seit Jahrhunderten hier
und wüsste mehr über Stille
als jeder Mensch, der sie betritt.
Zephira und Liora bleiben stehen.
Nicht aus Ehrfurcht,
sondern weil etwas in ihnen
in diesem Augenblick zu Ruhe kommt.
Manche Orte warten.
Geduldig.
Jahr um Jahr.
Nicht auf Besucher —
sondern auf die,
die bereit sind zu hören.
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Gehe heute einen Moment bewusst
durch eine „innere Tür“:
vom Außen ins Innen,
vom Denken ins Spüren,
vom Müssen ins Sein.
Lass den Übergang wirken.
Er ist Teil der Ankunft.
„Manche Orte warten. Geduldig. Jahr um Jahr.“🕯️
💫

Zephira und Liora setzen sich auf einen umgestürzten Baumstamm.
Kein Wort.
Kein Tun.
Nur das gemeinsame Sitzen im weichen Licht,
als würde die Welt für einen Augenblick
den Atem anhalten.
Sie schauen nicht einander an.
Sie müssen es nicht.
Das Einverstandensein geschieht zwischen ihnen,
wie ein stiller Raum,
der sich öffnet,
weil beide bereit sind,
nichts zu müssen.
Manchmal ist Nähe
kein Schritt, keine Bewegung, keine Berührung.
Manchmal ist Nähe einfach
Dasein. Nebeneinander. Jetzt.
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Nimm heute einen Moment wahr,
in dem du einfach da bist —
ohne Rolle,
ohne Aufgabe,
ohne Erwartungen.
Nur du.
Und der Augenblick.
Mehr braucht es nicht.
„Hände müssen sich nicht berühren, wenn Herzen sich erkennen.“🕯️
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Sie gehen los.
Nicht als zwei Wege nebeneinander,
sondern als ein gemeinsamer Rhythmus.
Keine Eile.
Keine Erklärung.
Nur Schritt für Schritt —
wie zwei Takte eines Liedes,
das sie beide kennen,
ohne es je gelernt zu haben.
Es braucht keine Worte,
wenn Herzen im selben Tempo gehen.
Und oft ist genau das:
Ankommen.
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Geh heute ein Stück bewusst:
langsam, spürend, gegenwärtig.
Versuche nicht, irgendwohin zu gelangen.
Geh einfach nur.
Und schau, wie es sich anfühlt,
wenn dein Körper den Weg kennt.
„Zwei Schritte. Ein Atem. Ein Weg.“🕯️
💫

Sie biegen gleichzeitig
auf denselben Pfad ein.
Kein Erschrecken.
Kein Staunen.
Nur dieses tiefe, ruhige Gefühl von:
Natürlich bist du hier.
Zephira und Liora stehen sich gegenüber,
und für einen Moment
wird die Welt ganz still.
Nicht, weil etwas Großes geschieht,
sondern weil etwas Wahres geschieht.
Manchmal ist Heimkommen
nicht ein Ort.
Sondern eine Begegnung.
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Erinnere dich heute an jemanden,
bei dem du innerlich weich wirst.
Du musst ihn nicht kontaktieren.
Nur das Gefühl wahrnehmen.
Verbundenheit wirkt auch im Stillen.
„Manchmal ist Heimkehr eine Begegnung.“🕯️
💫

Liora bleibt mitten auf dem Weg stehen.
In der Ferne erklingt ein leises Läuten —
zu zart, um zu rufen,
zu klar, um Zufall zu sein.
Es ist kein Ruf.
Es ist ein Hinweis.
Ein Klang, der nicht Richtung gibt,
sondern Vertrauen.
Sie lauscht.
Nicht mit den Ohren,
sondern mit dem Herzen.
Und der Weg wird ein Stück weicher..
💫
Achte heute auf das Sanfte:
klirrendes Geschirr,
ein Lachen in der Ferne,
dein eigener Atem.
Manchmal sind es die leisesten Klänge,
die uns am tiefsten berühren.
„Das Leben läutet leise, wenn es uns ruft.“🕯️
💫

Zephira geht weiter,
und plötzlich bleibt sie stehen.
Kein Geräusch.
Keine Bewegung.
Nur dieses leise Wissen im Körper,
das man nicht erklären kann:
Ich bin nicht allein.
Etwas in ihr weitet sich,
als hätte der Wald selbst
einen Atemzug getan.
Nähe braucht keine Worte.
Sie zeigt sich
im Stillwerden.
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Nimm heute einen Moment wahr,
in dem du verbunden bist –
mit einem Menschen,
mit einem Ort,
mit dir selbst.
Nicht greifen.
Nur fühlen.
„Es gibt ein Wissen, das ohne Worte kommt.“🕯️
💫

Liora findet eine kleine Hütte am Rand des Waldes.
Verwittertes Holz, ein Dach, das den Schnee leise trägt,
und ein Fenster, in dem eine einzelne Kerze brennt.
Sie tritt näher,
und für einen Moment liegt Wärme auf ihrem Gesicht —
nicht, weil sie eintritt,
sondern weil das Licht hinausreicht.
Es gibt Orte, die uns erinnern,
dass wir nicht alles alleine tragen müssen.
Orte, die still sagen:
Du darfst ankommen.
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Zünde heute ein Licht an —
für dich.
Ohne Anlass.
Ohne Zweck.
Nur, weil du Wärme brauchst.
Und sie dir schenken darfst.
„Ein Raum wird warm, wenn das Herz sich öffnet.“🕯️