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Perspektivwechsel

Advent heisst Warten
Nein, die Wahrheit ist
Dass der Advent nur laut und schrill ist
Ich glaube nicht
Dass ich in diesen Wochen zur Ruhe kommen kann
Dass ich den Weg nach innen finde
Dass ich mich ausrichten kann auf das, was kommt
Es ist doch so
Dass die Zeit rast
Ich weigere mich zu glauben
Dass etwas grösseres in meine Welt hineinscheint
Dass ich mit anderen Augen sehen kann
Es ist doch ganz klar
Dass Gott fehlt
Ich kann unmöglich glauben
Nichts wird sich verändern
Es wäre gelogen, würde ich sagen:
Gott kommt auf die Erde !

Und nun lest den den Text von unten nach oben !

gefunden im Netz

Das Risiko zu lieben

Wenn du lachst, riskierst du als verrückt zu gelten

Wenn du weinst, riskierst du schwach zu wirken

Wenn du auf jemanden zugehst, riskierst du dich zu binden

Wenn du deine Gefühle zeigst, riskierst du dein tiefstes „ich“ zu zeigen

Wenn du deine Ideen vorstellst, deine Träume erzählst, riskierst du sie zu verlieren

Wenn du liebst, riskierst du nicht zurück geliebt zu werden

Wenn du lebst, riskierst du zu sterben

Wenn du hoffst, riskierst du hoffnungslos zu werden

Wenn du versuchst, riskierst du zu scheitern.

 

Aber, man muss Risiken eigehen, denn die grösste Gefahr im Leben ist es, nichts zu riskieren.

Jener, der nichts riskiert, tut nichts, hat nichts, ist nichts.

Man kann so Leiden vermeiden, jedoch lernt man nichts und fühlt man nichts, kann sich nicht ändern oder weiter entwickeln, kann weder lieben noch leben.

 

Angekettet an die Sicherheit und Gewissheit, wird man sein eigener Sklave, verrät seine Freiheit.

Nur jene, die das Risiko zu lieben eingehen, sind frei.

Gefunden im Netz und frei vom französisch ins deutsch übersetzt.

Gelesene Worte – Denkanstoss

Mach Dir keine Sorgen. Am Schluss gwöhnt man sich dran.

Und wann ist „am Schluss“?

Nun ja…, wenn Du daran gewöhnt bist…

Alles was wir tun müssen, ist in unserem Inneren aufzuräumen…

… dann wird das Äussere von allein in Ordnung gebracht.

Brief einer alten Mutter an ihre Tochter

Meine Tochter,

An dem Tag, an dem du findest, dass ich alt geworden bin, hab Geduld mit mir und versuche vorallem zu verstehen, was ich durch mache; verstehe mich.
Wenn wir reden und ich das Selbe zehn Mal wiederhole, unterbrich mich nicht um mir zu sagen : « Du hast das Selbe vor einer Minute gesagt ». Höre mir bitte zu.

Erinnere Dich als Du klein warst, Du wolltest, dass ich dir die gleiche Geschichte jeden Abend vorlese, Abend für Abend, bis Du eingeschlafen bist.
Wenn ich kein Bad nehmen will, ärgere Dich nicht und bringe mich nicht in Verlegenheit indem Du sagst, es sei eine Scham.
Erinnere Dich, wie viele Gründe ich erfinden musste, um Dich zu baden, als Du klein warst.
Wenn Du meine Ignoranz gegenüber von neuen Technologien siehst, mache Dich nicht über mich lustig, gib mir eher die Zeit, dies alles zu verstehen.
Ich habe dich soviel gelehrt: wie man am Tisch sitzt, sich anziehen, sich kämmen, die Herausforderungen des Lebens verstehen…
An jenem Tag, an dem Du findest, ich sei alt geworden, habe Geduld mit mir und versuche vorallem zu verstehen, was ich durchmache; verstehe mich.

Wenn es mir ab und zu passiert, dass ich etwas vergesse oder dass ich bei einem Gespräch nicht mitkomme, gib mir die nötige Zeit mich zu erinnern, und wenn ich es nicht schaffe, sei nicht irritiert, ungeduldig oder herablassend: das Wichtigste für mich ist, mit Dir zusammen zu sein, diese Momente mit Dir zu teilen.

Wenn meine Beine es mir nicht mehr erlauben wie früher umherzugehen, gib mir Deine Hand, so wie ich sie Dir gab, als Du Deine ersten Schritte machtest.

Wenn diese Tage näher rücken, sei nicht traurig. Sei einfach bei mir und verstehe mich, wenn ich mich dem Lebensende nähere, mit Liebe und Dankbarkeit.

Ich schätze Dich und danke Dir für die gemeinsamen Momente und die empfundene Freude.
Mit einem Lächeln und all meiner Liebe die ich für Dich empfinde, will ich Dir nur eines sagen, meine Tochter : Ich liebe Dich.

Im Netz gefunden – Autor unbekannt

Ausbrechen

Manchmal möchte ich ausbrechen. Einfach weit weg fahren – allein sein mit meinen Gedanken. Keine Verpflichtungen mehr haben, keine Sorgen um meine Kinder, keine Sehnsucht mehr nach Nähe, keine finanzielle Dämpfer – einfach nur SEIN.

 

Und dann denke ich wieder, dass es so viele (junge) Menschen gibt, denen ich helfen möchte. Man kann nicht alle retten, das ist mir klar. Aber die Jungen, welche momentan sehr oft bei uns sind, geben mir zu denken.

2 der 3 Jungs aus der Jugendgruppe sind Brüder. Einer 18 der andere 17. Seit letzem Freitag schlafen sie bei uns weil ihre Mutter sie rausgeworfen hat… Sie geben sich sehr Mühe, räumen auf, helfen beim Haushalt mit, gehen einkaufen (so junge Burschen essen viel 🙂 ) und sind sehr darauf bedacht, mich nicht zu stören. Wichtig scheint für sie auch, das wir gemeinsam abends essen. Momentan leben wir irgendwie WG-mässig – so wie ich das mit 15 mal wollte 🙂

Der 3. junge Mann arbeitet 40% in einem Tankstellenshop. Gestern hatte er frei und hat sich total lieb um Sohnemann gekümmert. Ist mit ihm angeln gegangen, hat ihn mittags ins McDonalds eingeladen und brachte ihn pünktlich – wie vereinbart – um 21h nach hause.

Alle 3 nennen mich „Mama 2“ 🙂 – es schmeichelt mir irgendwie, und ich habe nicht das Gefühl, dass sie mich ausnutzen wollen, sondern das toll finden.

Und dann gibt es Momente, da frage ich mich, wie es sein wird, wenn alle weg sind (inklusive meiner beiden Kinder). Irgendwann (soweit weg ist dieser Zeitpunkt nicht) werde ich alleine abends essen – wohl vor dem Fernseher. Und irgendwie macht mir das Angst. Nicht weil ich Angst vor dem Alleinsein habe, sondern Angst, dass mir all die Jungen fehlen werden und sie nur noch eine Erinnerung sind…

Dazu kommt dann noch, dass ich wohl keinen Partner mehr haben werde – Pierre meldet sich ja seit Neujahr nicht mehr. Und wir werden sowieso nie zusammen kommen. Das ist alles nur ein Wunschdenken – eine geträumte Illusion. Ich bin traurig und verstehe nicht, wie man (egal ob das jetzt die Mutter der beiden Brüder oder aber Pierre ist) so stur sein kann. So egoistisch.

Gestern habe ich den Abschiedsbrief von Läggerli gefunden. 6 Seiten – handgeschrieben. Unter anderem schrieb er damals, man müsse einen gewissen Egoismus haben, um nicht unter zu gehen, und „The show must go on“. Ja… muss sie wohl – aber momentan scheint mir alles sehr entmutigend…

 

Seit ein paar Tagen kann ich auch nicht mehr gut einschlafen und träume dann so komische Sachen und körperliche Nähe vermisse ich grad sehr …

 

 

Manche Tage…

Manche Tage wiegen schwerer als andere. Manchmal passiert wochenlang nichts und plötzlich, als ob das Schicksal oder ein schelmischer Gott Deine Grenzen testen wollten, kommt alles zusammen wie ein Schlag ins Gesicht. Ich bin mir nicht sicher, ob der Kopf das empfindlichste Ziel bei mir ist; das Herz allerdings …

gefunden im Netz und frei vom Französisch  ins Deutsch übersetzt

Fantasie… ?

Ich möchte Dich erhaschen,

Dich vernaschen,

In trauter Zweisamkeit,

Gäb’s die Möglichkeit ?

(c) boelleli

Faszinazion Mozart

Was gäb ich drum, eine Zeitreise zu machen, und Mozart zu treffen. Ich habe soeben eine hochinteressante Doku (französisch) gesehen. Dieser Mann fasziniert mich so. Ich bin ganz kribbelig 🙂 . Wenn das stimmt, was in verschiedenen Dokus über ihn erzählt wird, dann bin ich überzeugt, dass er ein hochsensibler und extrem tiefdenkender Mensch war. Seine Musik ist einfach unglaublich. Seine Musik berührt die Seele. Man spürt förmlich, was er zum Zeitpunkt der Komposition fühlte…

Töchterchen hat einen Slam gemacht (auf französisch) welcher ihre Beziehung, Wahrnehmung, Erinnerung und Empfindung in Bezug auf Mozart – also seine Musik – beschreibt. Ein Slam ist eine Art langsamer Rap untermalt mit Musik. Ihr Slam hat also verschiedene mozartische Werke als Hintergrundmusik. Es hat mich zu Tränen gerührt. Ihr Text und Mozart’s Musik – unglaublich, welche Emotion es in mir ausgelöst hat.

Das Singen des Requiem gab mir enorm viel. Ich fühlte mich mit ihm verbunden. Ich kann’s nicht erklären und ihr denkt jetzt vielleicht, ich fantasiere oder übertreibe … aber so empfinde ich es.

Beethoven erricht in manchen seiner Werke den Himmel,

aber Mozart, der kommt von dort !

Joseph Krips