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15. Dezember – Der Stern in der Dämmerung

💫

Zephira hebt den Blick.
Die Dämmerung liegt weich über dem Wald,
und hoch oben brennt ein einzelner Stern.

Nicht laut.
Nicht strahlend.
Nur da.

Sie steht still,
und etwas in ihr richtet sich auf —
nicht nach außen,
sondern nach innen.

Manchmal genügt ein einziges Licht,
um uns wieder an unseren Weg zu erinnern.

💫


Achtsamkeitsmoment

Schau heute bewusst in den Himmel.
Egal ob du einen Stern siehst
oder nur die Weite.

Nimm einen Moment lang wahr,
dass du Teil davon bist.


„Ein einziger Stern kann genügen.“🕯️


14. Dezember – Die Spur zweier Schritte

💫

Liora geht weiter –
und plötzlich sieht sie es:

Zwei Spuren im Schnee.
Nicht ihre eigenen.
Und doch so nah,
so selbstverständlich neben ihren,
als wären sie schon lange gemeinsam unterwegs.

Sie bleibt stehen.
Etwas in ihr wird warm.

Manchmal teilt sich ein Weg,
ohne dass man darum bittet.
Manchmal findet sich Nähe
in der Spur eines anderen.

Und manchmal spüren wir:
Ich gehe nicht allein.

💫


Achtsamkeitsmoment

Denke heute an jemanden,
der mit dir geht —
sichtbar oder unsichtbar,
nah oder fern.

Erlaube dir,
diese Verbundenheit zu fühlen.


„Nicht alles, was leer ist, „Vielleicht sind wir nie so allein, wie wir glauben.“🕯️


13. Dezember – Der leere Platz

💫

Zephira tritt auf eine Lichtung.
Nichts dort.
Nur Schnee.
Und Weite.
Ein Platz, an dem die Welt
still geworden ist.

Sie bleibt stehen.
Und merkt:
In der Leere liegt keine Kälte.
Sondern Raum.

Raum für das,
was kommen darf.
Und Raum für das,
was nicht mehr mitgehen muss.

Leere ist kein Verlust.
Leere ist Einladung.

💫


Achtsamkeitsmoment

Wenn heute etwas „fehlt“
— ein Wort, ein Mensch, ein Plan —
atme nicht dagegen an.

Lass Raum.
Vielleicht ist genau dort
Platz geworden für dich.


„Nicht alles, was leer ist, ist Verlust. Manches ist Beginn.“ 🕯️


12. Dezember – Die Hand an der Rinde

💫

Liora lehnt sich an einen alten Baum.
Die Rinde ist rau.
Der Stamm warm von innen.
Als hätte er alles schon gesehen:
Wachstum, Fallen, Werden, Vergehen.
Und wieder Werden.

Sie legt ihre Stirn daran.
Und plötzlich wird ihr Atem langsamer.
Weiter.
Runder.

Manchmal müssen wir uns nicht stark halten.
Manchmal dürfen wir uns halten lassen.

💫


Achtsamkeitsmoment

Lehne dich heute innerlich oder äusserlich an etwas an:
einen Stuhl,
eine Wand,
einen Atemzug,
ein vertrautes Wort.

Du musst nicht alles selbst tragen.


„Manchmal muss man sich nur anlehnen, um getragen zu werden.“ 🕯️


11. Dezember – Die Wintersonne

💫

Zephira tritt aus dem Schatten des Waldes heraus.
Und plötzlich liegt das Licht auf ihr.
Warm.
Unerwartet.
Wie eine Hand, die niemand gelegt hat
und die doch da ist.

Sie bleibt stehen.
Nicht, um etwas zu denken.
Sondern um das Licht auf ihrer Haut zu spüren.

Manchmal öffnet sich Wärme
genau dort,
wo wir aufgehört haben, sie zu erwarten.

💫


Achtsamkeitsmoment

Wenn heute Licht fällt —
auf deine Hände,
dein Gesicht,
den Boden vor dir —

bleib einen Atemzug stehen.
Nicht, um nachzudenken.
Nur, um zu fühlen.


„Licht findet seinen Weg, auch durch Winterzweige.“ 🕯️


10. Dezember – Die federleichte Spur

💫

Liora entdeckt eine Spur im frischen Schnee.
Kaum sichtbar.
So leicht, dass sie mit dem nächsten Wind vergehen könnte.

Und doch:
Sie ist da.

Manchmal sind es die allerkleinsten Zeichen,
die uns zuflüstern:
Es geht weiter.
Auch wenn wir es kaum spüren.

Nicht alles, was bleibt, ist gross.
Manches ist sanft.
Und gerade darin liegt seine Wahrheit.

💫


Achtsamkeitsmoment

Sei heute dort sanft,
wo du hart sein könntest.

In einer Reaktion.
In einem Gedanken.
In einem Wort zu dir selbst.

Sanftheit ist kein Schwachsein.
Sie ist ein inneres Wissen.


„Manche Grüsse kommen federleicht und bleiben doch.“ 🕯️


9. Dezember – Der Bach

💫

Zephira hört das Wasser,
bevor sie es sieht.

Ein leises Murmeln,
wie ein Gespräch, das die Welt mit sich selbst führt.

Der Bach fliesst,
ohne zu eilen,
ohne zu halten,
ohne zu wissen, was kommt.

Er erinnert daran,
dass Zeit nicht drängt.
Sie strömt.

Und wir dürfen mit ihr fliessen.

💫


Achtsamkeitsmoment

Setz dich heute für einen Moment hin.
Tu nichts.
Halte nichts fest.
Lass nichts werden.

Nur atmen.
Und Zeit fliessen lassen.


„Alles fliesst. Auch, was wir festhalten wollten.“ 🕯️


8. Dezember – Der Pfad teilt sich

💫

Liora bleibt stehen.
Vor ihr teilt sich der Pfad.
Kein Schild.
Keine Richtung.
Kein Hinweis darauf, was „richtig“ wäre.

Sie schaut eine Weile einfach nur.
Nicht mit den Augen,
sondern mit dem Herzen.

Dann wählt sie den Weg,
der leiser wirkt.

Nicht weil sie sicher ist.
Sondern weil sie vertraut.

💫


Achtsamkeitsmoment

Wenn du heute vor einer Entscheidung stehst
— gross oder klein —
halte kurz inne.

Nicht fragen:
„Was sollte ich tun?“

Sondern:
„Welcher Weg fühlt sich leiser an?“

Dort entsteht Frieden.


„Nicht jeder Weg ruft laut. Manche flüstern nur – und doch sind sie wahr.“ 🕯️


7. Dezember – Tannenduft

💫

Zephira bleibt stehen.

Ein Duft steigt ihr in die Nase —
klar, harzig, vertraut.
Er erinnert sie an etwas Weiches in ihrer Kindheit,
an Hände, die Kerzen anzündeten,
an Räume voller Wärme und Atem.

Manchmal trägt uns ein Duft zurück
an einen Ort, den wir längst nicht mehr betreten können.
Und dennoch ist er in uns.

Heimat ist manchmal
nur ein Hauch.

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Achtsamkeitsmoment

Atme heute bewusst durch die Nase.
Suche keinen bestimmten Geruch.
Lass ihn finden.

Erkenne, was in dir anklingt —
ohne es festzuhalten.


„Heimat kann ein Duft sein, der uns heimruft.“ 🕯️


6. Dezember – Die warme Tasse

💫

Liora sitzt in einer kleinen Küche am Weg.
Der Raum ist schlicht, der Tisch aus hellem Holz.
Vor ihr steht eine Tasse Tee.
Der Dampf steigt langsam auf
und legt sich wie ein warmer Atem auf ihre Hände.

Es ist kein grosses Innehalten.
Nur ein Moment.
Doch in diesem Moment wird etwas weich.

Vielleicht braucht es manchmal nicht mehr
als Wärme, die wir uns erlauben.

💫


Achtsamkeitsmoment

Nimm heute einen Moment,
in dem du nichts leistest.

Nicht denken.
Nicht planen.
Nicht funktionieren.

Nur halten.
Und gehalten werden.


„Wärme ist nicht die Temperatur – sie ist ein Einverständnis mit sich selbst.“ 🕯️