Zwischen Kontostand und Uhrwerk

Manchmal beneide ich Menschen, die sich sicher sind.
Diese leise, unerschütterliche Sicherheit, die offenbar keinen täglichen Zweifel braucht.

Da ist der eine : mit dem Blick auf Zahlen und das Morgen. Finanzen als Fundament, Absicherung als Pflicht. Ich bewundere diesen Weitblick – und merke zugleich, wie schwer er mir manchmal fällt. Ich lebe gern im Hier und Jetzt. Und wünschte mir doch manchmal, ich hätte öfter diesen Blick auf morgen.

Und dann ist da der andere : jeden Tag dieselbe Routine. Die gleiche Uhrzeit, derselbe Ablauf, dieselben Wege. Verlässlichkeit wie ein Uhrwerk. Für manche ein Halt – für mich oft eher Enge. Zu viel Gleiches fühlt sich für mich schnell nach Stillstand an.

Zwischen diesen beiden Polen bewege ich mich :
– Zwischen Absicherung und Gegenwart.
– Zwischen Struktur und dem Wunsch nach Bewegung.

Sicherheit beruhigt – Das Jetzt lebt.

Vielleicht braucht es beides. Nur nicht immer im gleichen Mass.


Und du?
Lebst du eher mit dem Blick nach vorn oder im Moment?
Gibt dir Routine Halt – oder raubt sie dir eher Lebendigkeit?

Migros Comedy Club

Gestern Abend war ich eingeladen zur Show des Migros Comedy Club’s – die MERCI Tour der Migros zum 100. Jubiläum.

Die Stand-Up Comedians waren witzig und vorallem war es auch musikalisch interessant : Beatboxing & E-Gitarre – die zwei waren super !

Ich hatte wirklich einen tollen Abend. Eingeladen wurde ich von einer Arbeitskollegin die noch Tickets übrig hatte. Zusammen mit einem weiteren ehemaligen Arbeitskollegen, der seit 5 Jahren in Rente ist, haben wir vor der Show Bratwürste und Pommes gegessen und nach der Show noch was zusammen getrunken.

Gegen Mitternacht war ich dann zu hause und fiel ziemlich müde ins Bett – was nicht sehr verwunderlich ist, wenn man bedenkt, dass ich morgens schon um 4h wach gewesen war…

Überleben mit Kaffee und Birchermüesli

Heute Nacht hat mein Körper wohl beschlossen, dass kurz vor vier Uhr eine wunderbare Zeit zum Aufwachen sei. Mein Kopf war anderer Meinung – aber leider hat der Körper gewonnen. Nach ein paar tapferen Versuchen, den Schlaf zurückzulocken (er hat mich komplett ignoriert), bin ich aufgestanden und habe mir einen Kaffee gemacht. Wenn man schon so früh wach ist, kann man es ja wenigstens stilvoll machen und ihn mit Koffein beginnen.

Meine beiden Babys, Saké und Wasabi, haben derweil ganz lieb gewartet, bis ich meinen ersten Kaffee in Ruhe austrinken konnte. Sie sassen da wie zwei kleine Zen-Meister der Geduld – zumindest, bis der letzte Schluck weg war. Dann war klar: Jetzt bitte Frühstück! Also habe ich ihnen ihre Mahlzeit serviert, und sie haben sie mit einer Zufriedenheit verputzt, die ich um diese Uhrzeit gern selbst hätte.

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Danach räumte ich den Geschirrspüler aus, bereitete mein Birchermüesli fürs Mittagessen vor und machte mich schliesslich auf den Weg ins Büro. Kurz vor acht sass ich an meinem Schreibtisch – offiziell „arbeitsbereit“, innerlich aber noch im Halbschlaf-Modus.

Jetzt sitze ich hier. Mein Körper hätte nichts dagegen, sich einmal quer über die Tastatur zu legen, und mein Gehirn versucht tapfer, die Augen aufzuhalten. Das Problem: Es gibt heute praktisch nichts zu tun. Wirklich gar nichts, das einen wachhält oder wenigstens beschäftigt. Ich starre also der Zeit beim Vorbeikriechen zu – und sie gibt sich heute richtig Mühe, langsam zu sein.

Früher Feierabend wäre heute ein Traum – aber meine Minusstunden erinnern mich daran, dass dies nicht möglich ist. Also sitze ich hier, halte mich mit Kaffee aufrecht und hoffe, dass sich die Uhr irgendwann erbarmt und ein kleines bisschen schneller läuft.

Zum Glück wartet in der Mittagspause mein Birchermüesli auf mich. Ich sehe es heute als eine Art heimlichen Verbündeten – der treue Begleiter, der mich davor bewahrt, auf der Tastatur einzuschlafen.

Vielleicht wird der Tag ja doch noch besser – auch wenn ich am Ende sicher müde sein werde – dann womöglich dank der treuen Unterstützung meines Birchermüeslis.

Wo Vergangenheit atmet

Heute tauchten drei Bilder in mir auf.

Ein Hauch von Mittelalter – Holz, Feuer, Stimmen im Halbdunkel.
Menschen, die wussten, dass Zeit langsam vergeht,
und dass Stille manchmal Antwort genug ist.

Dann ich –
mit dem Blick aufs Handy,
wartend auf eine Nachricht,
als könnte ein Satz aus leuchtenden Buchstaben
eine Lücke füllen, die Worte nicht erreichen.

Und schliesslich das Bedürfnis zu schlafen.
Nicht aus Müdigkeit,
sondern weil der Kopf zu viel trägt
und das Herz nach Pause ruft.

Vielleicht zeigen diese drei Bilder,
dass ich zwischen Zeiten lebe –
mit einer Sehnsucht nach der Ruhe von früher,
mit den Reizen der Gegenwart in der Hand,
und dem Wunsch, einfach kurz still zu sein.

Vom Leben zwischen den Zeiten –
zwischen dem Langsamen und dem Sofortigen,
zwischen der Ruhe von „früher“ und der Reizflut von „jetzt“.

Es ist kein Widerspruch.
Es ist mein Jetzt.

Ein Vierteljahrhundert Liebe

Heute ist ein besonderer Tag.
Meine Tochter wird 25.

Als sie geboren wurde, war ich genau so alt wie sie heute.
Ich erinnere mich noch gut daran, wie ich sie zum ersten Mal gehalten habe.

Nach dem Kaiserschnitt in Vollnarkose waren etwa drei Stunden vergangen.
Ich erwachte und hörte nur die Stimme der Hebamme:

„Die Mutter erwacht – schnell, das Baby!“

Und im nächsten Moment lag dieses kleine Bündel Mensch auf meiner Brust.

Ich war unsicher, müde und gleichzeitig voller Liebe für dieses kleine Mädchen –
ein absolutes Wunschkind.
Ich wusste nicht, wohin unser Weg führen würde.
Ich habe einfach angefangen, Mutter zu sein, Schritt für Schritt.
Und ich bereue nicht eine Sekunde, dass ich in so jungen Jahren diese Form von Liebe erleben durfte.

Die Jahre sind schnell vergangen.
Zu schnell.
Schneller, als ich damals dachte.

Manchmal glaube ich, ich hätte gern manches länger festgehalten.
Aber so ist Zeit:
Sie geht vorwärts, nicht zurück.

Heute sehe ich sie – eine erwachsene Frau –
mit eigenen Entscheidungen, eigenem Mut und eigenem Weg.
Und doch erkenne ich hier und da Spuren von mir in ihr.
Nicht als Abdruck – sondern als etwas, das sie angenommen und zu ihrem eigenen gemacht hat.

Es ist kein Tag für grosse Worte.
Und doch möchte ich sagen:

Ich bin stolz auf Dich.
Ich bin froh, dass du DU bist.
Ich bin dankbar, dass du da bist.

Auf die nächsten 25 Jahre. 🤍

Wenn Motivation leise erwacht

Es ist Morgen.
Die Wohnung ist noch ruhig, und ich sitze mit einem Kaffee am Tisch. Kein grosser Moment, einfach ein ganz normaler Start in den Tag. Und trotzdem ist da etwas, das ich in letzter Zeit oft vermisst habe: Ich fühle mich motiviert. Nicht überdreht oder euphorisch. Einfach klar. Wach. Bereit.

Ich habe neue Medikamente für meine Schmerzen bekommen. Und heute tut fast nichts weh. Das ist ungewohnt. Entlastend. Als wäre in mir ein Raum frei geworden, der sonst vom Schmerz besetzt war.

Vielleicht braucht Motivation manchmal genau das: Platz.

Ich habe heute einiges vor.
Wäsche waschen. Einkaufen gehen. Mein Zimmer aufräumen, oder zumindest damit anfangen. Dinge sortieren, entscheiden, was bleiben darf und was gehen muss. Auf die Déchetterie (Werkhof) werde ich heute wohl nicht kommen, aber das ist okay. Ich stelle alles, was weg muss, erst mal auf die Terrasse. Am Mittwoch Nachmittag kann ich es dann zum Werkhof bringen. Das ist realistisch.

Vielleicht kann ich auch ein paar Dinge verkaufen, die noch gut sind.
Vielleicht fühlt sich die Wohnung danach ein Stück leichter an. Ich auch.

Und das Bad muss geputzt werden. Wirklich. Es ist einfach nötig.

Ich habe mehr oder weniger das ganze Wochenende Zeit für all das. Ich muss nicht alles auf einmal schaffen. Schritt für Schritt reicht.

Und trotzdem:
Heute fühlt es sich machbar an.
Und das allein ist ein kleines Geschenk.

Wir sprechen oft von Motivation, als wäre sie eine Frage von Disziplin oder Willenskraft. Als müsste man sich nur genug zusammennehmen. Aber vielleicht hängt sie viel öfter einfach davon ab, wie es uns geht. Ob wir Schmerzen haben. Ob wir müde sind. Ob wir Raum haben zum Atmen.

Heute kann ich atmen.
Und das reicht, um anzufangen.

In meinem Auto, in der Pause

Es war nur ein kurzer Hinweis, ein Gespräch, das wahrscheinlich als Kleinigkeit gemeint war. Ich habe ein paar Mal vergessen zu stempeln. Ein Fehler, ja. Nichts, was ich abstreiten würde. Und doch hat mich die Art, wie man es mir sagte, tief getroffen.

Nicht, weil ich Kritik nicht ertragen könnte.
Nicht, weil ich fehlerlos sein will.

Sondern weil es sich so falsch angefühlt hat.
So ungesehen.

Ich bin jeden Tag da. Trotz Schmerzen, die mich seit Monaten begleiten. Schmerzen, die ich nicht thematisiere, weil ich nicht zur Last fallen möchte. Weil ich funktionieren will. Weil ich Verantwortung fühle.

Ich tue mein Bestes, oft mehr, als ich eigentlich habe. Und ich tue es leise, ohne zu klagen.

Und genau das bleibt unsichtbar.

Als ich diesen Hinweis bekam, war es, als hätte man all das ausgeblendet. Als zählte nur die eine kleine Bewegung am Terminal. Dieses Stempeln. Dieses Symbol dafür, dass man „korrekt“ funktioniert.

Da war auf einmal dieses Gefühl in meiner Brust.
Keine Wut.
Sondern etwas viel Stilleres: Traurigkeit.

So eine, die sich wie Gewicht anfühlt.
Die drückt.
Die kaum Worte hat.

Ein leiser Schmerz darüber, dass das, was ich gebe, nicht gesehen wird.
Dass Loyalität selbstverständlich wirkt, solange man sie einfach still mitträgt.
Dass meine Mühe – mein Durchhalten trotz Schmerzen – einfach verschwindet im Hintergrundrauschen.

Und dann gibt es da andere. Menschen, die wenig Verantwortung tragen, wenig beitragen, die seit Jahren bleiben dürfen, ohne dass man etwas hinterfragt. Sie bleiben unberührt. Man sieht sie – obwohl sie wenig bringen.

Und mich sieht man nicht – obwohl ich viel bringe.

Das ist es, was weh tut.
Wirklich weh.
Nicht im Kopf, sondern mitten in der Brust.

Manchmal wird das, was innen schwer ist, aussen nicht gesehen.
Und trotzdem ist es da.

Heute hat es weh getan.
So sehr, dass ich in der Mittagspause nicht mit den anderen sein wollte.
Ich sass in meinem Auto, nur da, mit mir.
Kein Appell, keine Erklärung, kein Trost.
Nur Stille und dieses Ziehen in der Brust.

Vielleicht tut es morgen ein wenig weniger weh.
Aber heute tut es einfach weh.

Zwei Wege – eine Welt

Heute hatte ich wieder eine Diskussion mit Frank über WhatsApp. Es ging um Finanzen und um meine Kinder. Und wie so oft standen wir uns gegenüber wie zwei unterschiedliche Welten.

Frank ist rational.
Theoretiker.
In der Theorie ist alles logisch und klar.
Er ist berechnend, kalkulativ, immer auf Sicherheit bedacht.
Er plant voraus, vermeidet Risiken, zieht Statistiken heran, wann immer möglich.

Schon früh hat er für sich entschieden: keine Ehe, keine Kinder.
Zu teuer, zu kräfteraubend, zu unsicher.
Und weil laut Statistik eine Ehe meist nur rund vierzehn Jahre hält, erscheint es ihm logisch, dieses Kapitel gar nicht erst zu öffnen.

Ich sage ihm oft, dass all das in der Theorie vielleicht stimmt –
aber dass das Leben nicht nur aus Theorie besteht.
In der Praxis ist es voller Umwege, Gefühle, Entscheidungen, die nicht auf Papier passen.
Und oft passieren Dinge, die man nicht voraussehen kann.

Ich hingegen bin eine andere Art Mensch.
Ich entscheide vieles aus dem Gefühl heraus – mit Verantwortungsgefühl, ja, aber nicht rechnerisch.
Wenn sich etwas jetzt richtig anfühlt, dann gehe ich diesen Weg.
Und wenn er später schwierig wird, finde ich Lösungen.
Ich kenne das Leben nicht als Absicherung, sondern als Bewegung.

Und manchmal frage ich mich:
Warum gibt es solche und solche Menschen?

Ich verstehe Franks Ansatz. Ich sehe seine Struktur.
Aber oft habe ich das Gefühl, dass mein Blick – der aus Verbundenheit, Hingabe und „ich trage, was kommt“ entsteht – bei ihm nicht wirklich landet.

Vielleicht hat das mit Ursprungsträumen zu tun.
Frank wollte nie die Verantwortung einer Familie.
Ich dagegen hatte schon als Zwölfjährige das Bild eines Zuhauses vor Augen:
Ein gemeinsames Leben. Ein gemeinsamer Alltag. Ein Wir.

Und ja – die Welt hat sich verändert.
Ich habe mich verändert.
Aber dieses Grundgefühl in mir ist geblieben.

Ich bin heute froh, nicht mehr mit meinem Ex-Mann verheiratet zu sein.
Rückblickend war diese Entscheidung richtig.
Aber es war nie mein Wunsch, alles alleine machen zu müssen – weder in der Ehe noch danach.
Und doch war es genau das, was am Ende passiert ist.
Fünfundzwanzig Jahre lang.
Die Hälfte während der Ehe, die andere Hälfte danach.

Vielleicht mache ich deshalb heute gewisse Dinge anders – oder auch falsch.
Vor allem, wenn es um meine Finanzen geht.
Ich habe gelernt, zu tragen, zu halten, zu geben.
Und auch wenn meine Kinder inzwischen erwachsen sind, spüre ich dieses Bedürfnis noch immer: für sie da sein zu wollen. Ihnen diese Sicherheit zu geben.
Auch dann, wenn es mich finanziell belastet, schwächt, fast ruiniert.

Wie man auf Französisch sagt:
c’est plus fort que moi.
Es ist stärker als ich.

Und doch hat mich genau das geprägt.
Heute kann ich mir kaum noch vorstellen, mit jemandem zusammen zu leben.
Nicht aus Ablehnung, nicht aus Verbitterung.
Sondern weil sich in mir eine eigene Art von Zuhause gebildet hat.
Eines, das unabhängig geworden ist.
Vielleicht aus Liebe.
Vielleicht aus Notwendigkeit.
Vielleicht aus beidem.

Vielleicht geht es nicht darum, den anderen zu ändern, sondern zu sehen, dass wir beide auf unsere Art versuchen, das Leben zu meistern – aber man sollte sich manchmal vielleicht mehr in den anderen hineinversetzen, um ihn zu verstehen.

Aber vielleicht ist gerade dieser Gegensatz die Essenz unserer Freundschaf…

Wenn Musik Erinnerungen weckt

Gestern war kein guter Tag. Ich hatte den ganzen Tag über starke Schmerzen und war ungewöhnlich still. Sogar mein Lieblings-Arbeitskollege fragte mich: „Was ist los mit dir? Du bist so ruhig heute.“
Wenigstens war meine Chefin nicht da – das gab mir etwas Raum, den Tag in einem langsameren Tempo zu bewältigen.

Am Abend war ich mit meiner Mutter verabredet. Mein Bruder und mein Neffe waren ebenfalls dort. Wir spielten UNO, assen zusammen, lachten viel – und irgendwie war alles für einen Moment wieder leicht. Erst um Mitternacht machte ich mich auf den Heimweg.

Im Auto lief – wie so oft – Musik.
Am Nachmittag hatte ich Läggerli einen YouTube-Link geschickt, ein Lied, das mich jedes Mal an ihn erinnert. An „damals“. Ich war schon den ganzen Tag über ein wenig nostalgisch gewesen… und als ich das Lied dann im Auto auf der Heimfahrt noch einmal hörte, brach etwas in mir auf.
Ich sass da und Tränen liefen mir über die Wangen, als würde das Herz die Worte übernehmen, die der Mund nicht mehr sprechen kann.

Es wurde mir bewusst, wie stark Musik unser Gemüt beeinflussen kann. Wie sehr wir Lieder mit Menschen oder Zeiten verbinden. Man sagt nicht umsonst: „Das ist unser Lied.“

Wenn ich zurückblicke, habe ich einige solcher Lieder die mich mit „meinen“ Männern verbinden :

Aber es sind nicht nur Menschen, die mit Musik verknüpft sind – es sind auch Situationen.

Während meiner Trennung war es die Instrumental-Version von Shape of My Heart (feat. Dominic Miller), die mich begleitete.
Wenn ich das Requiem von Mozart höre, denke ich sofort an meine Grossmamme. Es war eines ihrer Lieblingswerke – und ich bin manchmal traurig darüber, dass sie nicht mehr da war, als mein Chor es aufführte.

Und Boogie-Woogie?
Sofort sehe ich meinen Vater am Flügel sitzen, wie er einfach drauflos spielte, voller Leichtigkeit und Lebensfreude. Heute tut er das nur noch selten. Doch wenn ich solche Stücke höre, sehe ich ihn ganz klar vor mir – und es wird warm in mir.

Oder wenn ich Rachmaninov – Prelude in C Sharp Minor höre, dann kommt mir augenblicklich meine Lieblingstante in den Sinn. Ich war mit 15/16 jedes Wochenende bei ihr. Und ich habe ganz viele und tolle Erinnerungen an diese Zeit.

Music was my first love, and it will be my last“ von John Miles singt.
Dieser Satz trifft mich tief. Musik verbindet. Musik tröstet. Musik bewahrt Momente, die längst vergangen sind – und schenkt uns die Möglichkeit, sie noch einmal zu fühlen.

Man kann die Zeit nicht zurückdrehen.
Aber mit Musik kann man sich – für einen Herzschlag lang – wieder dorthin träumen.


„Musik ist die Sprache der Erinnerung.
Sie spricht zu dem, was wir nie ganz loslassen.“