12. Dezember – Licht

Das Licht ist da. Du musst ihm nur die Tür weit öffnen, dass es in dich fällt und deinen kleinen Raum erhellt –

Das Licht ist stumm. Doch wird in dir, wenn du nur wegräumst was sich vor dich stellt, erblühen, was sein Strahl durdringt –

Auch wenn dein Mund noch dort und hier das alte Lied der Sehnsucht sing.

Wilma Klevinghaus

11. Dezember – Advent

Und wenn es wahr wäre, dass irgendwann ein wundervolles Licht alle Dunkelheit vertreibt, dass irgendwann alle Schmerzen schwinden, dass irgendwann Trauer zur Freude wird ?

Wenn es wirklich wahr ist und die Verheissungen sich eines Tages erfüllen – dann kann ich heute schon der Dunkelheit, den Schmerzen, der Trauer, zum Trotz die Freude in meinem Herzen entfachen … lichtfunkelnleicht

Anna Tomczyk

10. Dezember – Kerze für Kerze

Die erste Kerze bahnt den Weg aus dem Dunkel

Die zweite macht Mut: Du bist nicht allein

Die dritte weckt Hoffnung: Etwas kommt in Bewegung

Die vierte hilft glauben: Neues wächst heran.

Vier Kerzen, die uns erinnern inmitten aller Ängste, Zweifel und Schatten, das Licht wahrzunehmen, zu feiern, zu teilen.

Katja Süss

8. Dezember – Sternsucher

Vielleicht muss man noch weiter gehen, bis alle Lichter verblassen nach und nach und weiter, bis die Nacht das letzte Wort hat, das grosse samtene, das alles andere verschluckt.

Vielleicht mus man noch weiter gehen, damit einem irgendwo dann ein kleines Stücken Weihnachten ins Herz fallen kann.

Isabella Schneider

7. Dezember – Das Licht finden

Wenn das Jahr sich neigt, wenn schweres Grau die Sonne verhüllt und kaltes Weiss die Wiesen und Wege, dann das Licht finden, das in einem Fenster leuchtet, das durch eine offene Tür fällt, das uns in eine glitzernde Strausse baut – durch Kälte und Dunkelheit nach Hause – das Licht, das vom Himmel herabfällt wie ein Stern, um uns zu besuchen, wenn wir es am meisten brauchen

Inge Müller

5. Dezember – Auf dem Weg

Diesen Schritt gehen als sei er es, auf den alles ankommt, als sei er es, der dich schon bringe ans Ziel

Wer weiss schon, ob Sterne verlsslich sind. Und wer könnte sagen, ob die Kräfte reichen ?

Um diesen einen Schritt nur weisst du, dür den der Fluss die Luft schon betreten hat, um gleich den Boden erneut zu berühren.

Tina Willms

4. Dezember – Leuchten lernen

Zwischen mir und dem Licht noch so viel Last die Schatten wirft – Freudenfunken verdunkeln.

Ruhig werden – an adventlichen Tagen aufräume das Herz – abwerfen Last und Ballast – frei machen die Seelenaugen für das Flackern der Keren und von ihnen das Leutchen lernen.

Maria Sassin

3. Dezember – Unterwegs zur Krippe

Den Stern wahrnehmen in mir und ausserhalb – aufbrechen – immer wieder das Vertraute hinter mir lassen.

Einsamkeit und Zweifel aushalten als unumgängliche Begleitung – vetrauensvoll – Schritte tun ins Ungewisse.

Getrieben von der Sehnucht nach Verwandlung der Angst – in Liebe – getragen von der Hoffnung auf Sinn und Erfüllung.

Beate Schlummberger