16. Dezember – Aufschauen und aufbrechen

Aufschauen in die unendliche Weite und im Dunkel unsere Nacht den Stern entdecken

Achten auf den zarten Glanz, den sein Licht über alles legt : die Würde eines jeden Menschen und die Kostbarkeit der kleinen Anfänge

Miteinander aufbrechen ins Ungewisse der Zukunft, zu abenteurlichen Lebenswegen geborgen im Segen Gottes

Mitgebrachte Gaben wetschätzen, sie teilen, loslassen, weitergeben und so zu reich Beschenkten werden.

Bernhard Kraus

15. Dezember – Wie wär’s ?

Wie wär’s, wenn wir wie Weihnachten im Alltag noch von Frieden singen, die leisen Töne jederzeit durch unsre groben Worte dröngen,

wenn wir nicht alles immer nur so ausnahmslos von uns aus dächten und nach dem Motto „Freu’dich, Welt!“ die Welt noch mehr zum Lachen brächten,

wenn wir beherzt mit wachem Blick und, ohne stets auf uns zu schielen, vorbehaltlos offenherzig alle Menschen wohlgefielen ?

Jörn Heller

12. Dezember – Licht

Das Licht ist da. Du musst ihm nur die Tür weit öffnen, dass es in dich fällt und deinen kleinen Raum erhellt –

Das Licht ist stumm. Doch wird in dir, wenn du nur wegräumst was sich vor dich stellt, erblühen, was sein Strahl durdringt –

Auch wenn dein Mund noch dort und hier das alte Lied der Sehnsucht sing.

Wilma Klevinghaus

11. Dezember – Advent

Und wenn es wahr wäre, dass irgendwann ein wundervolles Licht alle Dunkelheit vertreibt, dass irgendwann alle Schmerzen schwinden, dass irgendwann Trauer zur Freude wird ?

Wenn es wirklich wahr ist und die Verheissungen sich eines Tages erfüllen – dann kann ich heute schon der Dunkelheit, den Schmerzen, der Trauer, zum Trotz die Freude in meinem Herzen entfachen … lichtfunkelnleicht

Anna Tomczyk

10. Dezember – Kerze für Kerze

Die erste Kerze bahnt den Weg aus dem Dunkel

Die zweite macht Mut: Du bist nicht allein

Die dritte weckt Hoffnung: Etwas kommt in Bewegung

Die vierte hilft glauben: Neues wächst heran.

Vier Kerzen, die uns erinnern inmitten aller Ängste, Zweifel und Schatten, das Licht wahrzunehmen, zu feiern, zu teilen.

Katja Süss

8. Dezember – Sternsucher

Vielleicht muss man noch weiter gehen, bis alle Lichter verblassen nach und nach und weiter, bis die Nacht das letzte Wort hat, das grosse samtene, das alles andere verschluckt.

Vielleicht mus man noch weiter gehen, damit einem irgendwo dann ein kleines Stücken Weihnachten ins Herz fallen kann.

Isabella Schneider

7. Dezember – Das Licht finden

Wenn das Jahr sich neigt, wenn schweres Grau die Sonne verhüllt und kaltes Weiss die Wiesen und Wege, dann das Licht finden, das in einem Fenster leuchtet, das durch eine offene Tür fällt, das uns in eine glitzernde Strausse baut – durch Kälte und Dunkelheit nach Hause – das Licht, das vom Himmel herabfällt wie ein Stern, um uns zu besuchen, wenn wir es am meisten brauchen

Inge Müller