
Nicht schauen auf das, was unmöglich ist, nicht bauen auf andere und warten, sondern aufstehen und losgehen.
Fuss vor Fuss den Weg wagen im Vertrauen auf Ihn.
Claudia Binzberger

Nicht schauen auf das, was unmöglich ist, nicht bauen auf andere und warten, sondern aufstehen und losgehen.
Fuss vor Fuss den Weg wagen im Vertrauen auf Ihn.
Claudia Binzberger

Diesen Schritt gehen als sei er es, auf den alles ankommt, als sei er es, der dich schon bringe ans Ziel
Wer weiss schon, ob Sterne verlsslich sind. Und wer könnte sagen, ob die Kräfte reichen ?
Um diesen einen Schritt nur weisst du, dür den der Fluss die Luft schon betreten hat, um gleich den Boden erneut zu berühren.
Tina Willms

Zwischen mir und dem Licht noch so viel Last die Schatten wirft – Freudenfunken verdunkeln.
Ruhig werden – an adventlichen Tagen aufräume das Herz – abwerfen Last und Ballast – frei machen die Seelenaugen für das Flackern der Keren und von ihnen das Leutchen lernen.
Maria Sassin

Den Stern wahrnehmen in mir und ausserhalb – aufbrechen – immer wieder das Vertraute hinter mir lassen.
Einsamkeit und Zweifel aushalten als unumgängliche Begleitung – vetrauensvoll – Schritte tun ins Ungewisse.
Getrieben von der Sehnucht nach Verwandlung der Angst – in Liebe – getragen von der Hoffnung auf Sinn und Erfüllung.
Beate Schlummberger

Weihnachten kann werden. Wenn ich meiner Sehnsucht traue und den Weg einschlage den sie mir weist.
Wenn ich mich nicht abbringen lasse von all den anderen Stimmen die mir etwas versprechen, das nach Erfüllung und Freud aussieht und doch nicht ist.
Beate Schlumberger

Meine Sehnsucht ist der Schlüssel, durch den sich mir Weihnachten erschliesst.
Meine Sehnsucht, die mich suchen lässt und mich vor Selbstgenügsamkeit bewahrt.
Die mich immer wieder aufbrechen lässt und das Ziel nicht aus dem Blick verliert.
Dir mir die Augen öffnet für das, was wirklich leben heisst.
Die das Echte und das Wahre aufspürt und sich nicht mit halben Wahrheiten zurfrieden gibt.
Dir mir den Mut gibt, meinen eigenen Weg zu gehen.
Die beides verbindet.
Die Liebe nach aussen und zu mir selbst, die mich empfäglich macht für die Not der anderen.
Die mich frei macht von Erwartungen und Zwängen.
Die zur Ruhe kommt wenn ich mich dem Kind öffne, das Leben heisst.
Beate Schlumberger
Letzten Freitag bin ich nachts zur Toilette gegangen und fiel – wärenddem ich auf dem stillen Örtchen war – in Ohnmacht. Keine Ahnung weshalb. Das passiert mir so all 5 – 7 Jahre einmal. Ich war auch schon 2 mal verschieden Tests machen. Man hat aber nie irgendwas gefunden. Wohl einfach einen Blutdruck-Sturz.
Allerdings bin ich noch nie so blöd gefallen wie dieses Mal. Gut, bin ich nicht in einer Partnerschaft – mir würde sonst wohl niemand glauben, dass ich in Ohnmacht gefallen bin :


Jede Blüte will zur Frucht,
Jeder Morgen Abend werden,
Ewiges ist nicht auf Erden
Als der Wandel, als die Flucht.
Auch der schönste Sommer will
Einmal Herbst und Welke spüren.
Halte, Blatt, geduldig still,
Wenn der Wind dich will entführen.
Spiel dein Spiel und wehr dich nicht,
Laß es still geschehen.
Laß vom Winde, der dich bricht,
Dich nach Hause wehen.
Hermann Hesse
Bild: Pinterest
Neulich traf ich Gott am Flaschencontainer, er wohnt hier im Viertel, aber wir hatten uns lange nicht gesehen. Der müde Zug um seine Augen war noch müder geworden, seine weißen Haare hätten einen Schnitt vertragen und er trug wieder den alten grauen Wollmantel, auch Lederhandschuhe; es ist nun kalt geworden und er scheint empfindlich zu sein.

Wir gingen einen Kaffee trinken.
Ob es ihn nicht jucke, frage ich: mal dreinzuhauen, den Mordgestalten zu zeigen, wo der Hammer hänge, Stichwort Sintflut, Stichworte Sodom, Gomorra.
Ja, aber wo fange man an, höre man auf?
Tag für Tag sei das Übel in der Welt, überall, da hätte er viel zu tun.
Er habe das Böse geschaffen, weil er gedacht habe: Wie solle man das Gute erkennen, wenn es das Böse nicht gebe? Wie könne man den Tag begrüßen, wenn man die Nacht nicht habe? Wie sei es möglich, das Leben zu schätzen, wenn es keinen Tod gebe?
Nicht falsch, oder?
Aber es quäle ihn, er sehe, was er angerichtet habe, bis zum Urknall zurück reue es ihn.
Was solle er tun?
Er sei Schöpfer, Rückbau sei seine Sache nicht, er wisse gar nicht, wie das gehe.
Was er überhaupt hier mache, im Viertel, frage ich.
Das sei eben die andere Seite, sagte er.
Das großartige Leben, das wir hier geschaffen hätten, die Zivilisation, die Toleranz, die Kultur.
Die kühlen Getränke.
Er habe es nicht mehr ausgehalten draußen, er sei quasi hierher geflüchtet, rief er, nun lauter, und warf mit rudernden Armen beinahe seine Tasse um.
Er sei Universumsflüchtling.
Das Alleinsein.
Die Ewigkeit.
Die Weite.
Dieses haltlose Herumschweben.
Das könne sich kein Mensch vorstellen.
Ob ich wisse, wie langweilig die Unendlichkeit sei?
Und deshalb sei er hier, weil er endlich einmal etwas haben wolle von dem, was er selbst geschöpft habe, ja, so drückte er sich aus, „geschöpft“ sagte er und fügte hinzu:
Endlich sei er hier!
„Blöder Zeitpunkt“, sagte ich.
„Kannst du laut sagen“, sagte er.
(Immer duzt er mich und ich sieze ihn, so ist das.)
„Macht mich fertig, ehrlich gesagt, nicht, weil es mich in meinem Lebensgenuss stört, versteh das nicht falsch. Aber erstens bin ich schuld an allem, letztlich, zweitens kann ich euch nicht helfen.
Echt nicht.
Ihr müsst euch selbst helfen.
Könnt ihr auch.
Werdet ihr.“
(c) Axel Hacke
Heute habe ich eine Kürbiswähe gemacht. Einfach Handgelenk x Pii … ohne Rezept. Mal schauen, wie sie schmeckt. Optisch finde ich sie jedenfalls sehr appetittlich 🙂
