Vergessen was war… ja, das wär gut, denn 2018 war – vorallemn ab August – nicht mehr wirklich toll:
Töchterchen hat nach 3 Wochen Gymnasium aufgegeben und blieb zu Hause. Dann trennte sie sich von ihrem Freund. Sie gibt zwar Nachmittags Tanzstunden, aber ansonsten sitzt, respektive liegt sie meist in ihrem Zimmer und tut nichts…
Sohnemann hat seit Schulbeginn Ende August nie Lust zur Schule zu gehen, wurde von der Polizei erwischt, wie er mit einem Scooter herumkurvte, hatte einen Schulverweis, will abends nie zu Bett, hat mir vor etwa 1 Monat eröffnet, dass er raucht, will Profi-Gamer werden und „frei sein“.
Bruderherz hat seit Ende September den Kontakt zu Mama und mir aus unerklärlichen Gründen „bis auf weiteres“ abgebrochen. Wir müssten uns entschuldigen – leider wissen wir nicht wofür… dadurch ist Mama in einem desolaten Zustande (mit Hoch und Tiefs), leidet Sohnemann ebenfalls sehr darunter. Auch Töchterchen leidet – auch wenn sie es nicht zeigt – aber ich weiss und spür das ganz genau !
Sebastian lebt nun schon seit gut 2 Monaten bei uns, hat keine Arbeit, ist seit dem 11. Dezember offiziell Töchterchens neuer Freund und mein 3. Sorgenkind. Er und Töchterchen haben „la belle vie“ : schlafen am Morgen bis mittag oder länger, dann irgendwann mal aufstehen, was essen und abends entweder ein Film schauen oder ausgehen (mit welchem Geld… frag ich mich…). Töchterchen gibt – wenn keine Ferien sind – immerhin täglich, ausser Montag und am Wochenende Tanzstunden und verdient dabei etwas. Aber Sebastian hat kein Einkommen, NULL. Sie bezahlt ihm seine Zigaretten oder wenn sie ausgehen und hier isst und schläft er gratis… steuert aber nicht unbedingt etwas bei, indem er sich wenigstens Mühe gibt, und z.B. den Haushalt schmeisst oder so…
Am 24.12. waren wir bei Papa in Frankreich. Es war keine schöne Weihnacht. Nicht das es Streit gegeben hätte oder so, aber es war einfach keine „richtige“ Weihnacht. Ich habe Papa gebenten, die Weihnachtsgeschichte aus der Bibel zu lesen (wie wir es immer gemacht haben); meine beiden Halbbrüder wollten Monopoly spielen… Die Weihanchtsgeschichte wurde zwar gelesen, aber das Wichtigste war die Geschenke zu verteilen, dann zu essen und danach zu spielen. Nein, es war wirklich keine Weihnacht nach meinem Geschmack.
Am 25. fuhren wir wieder nach Hause. Von Bruderherz haben wir nichts gehört. Ich habe ihm ja noch 2 Tage vorher eine Karte geschickt, in welcher ich betonte, dass er ab sofort über mich mit Sohnemann abmachen müsse und dass ich Sohnemann versichert habe, dass er sein Geschenk zu einem späteren Zeitpunkt bekomme. Seit da hat er auch Sohnemann nicht mehr geschrieben.
Ja, ich bin froh, dass 2018 endlich vorüber ist !
Meinen 3 Sorgenkindern hier habe ich zu verstehen gegeben, dass ab Januar ein anderer Wind weht. Dass ich das so nicht mehr akzeptiere. Wir leben hier wie in einer WG, also gibt es auch WG-Regeln: jeder hat Dinge zu erledingen und im Haushalt mitzuhelfen. Die beiden Jungen werde ich zwingen, Arbeit zu suchen und etwas finanziell beizusteuern (zusätzlich zu den Sachen wie Abfallsäcke und Pet-Flaschen zu entsorgen, oder das Bad zu putzen). Ich habe ihnen klar gemacht, dass ich so nicht weiter existieren kann und will. Ich werde ihnen ein Ultimatum bis Ende Januar geben, um ihr Verhalten zu ändern – andernfalls können sie gehen.
Ich habe diesen Post am 1. Januar geschrieben, bin allerdings nicht eher dazu gekommen, ihn hochzuladen :-D. Inzwischen ist also der 4. Januar und Sohnemann hat heute Geburtstag… habe soeben den Kuchen in den Ofen geschoben und werde jetzt etwas Haushalt machen, damit wir heute abend auch angemessen feiern können 😉









