Zurück im Altag

Heute morgen hat die Schule wieder begonnen. 7 Wochen Ferien sind zwar toll – aber Kinder brauchen Beschäftigung. Drum war es auch super, das Sohnemann die letzten 2 Wochen mit Freunden nach Split (Kroatien) gehen konnte. Er hatte eine tolle Zeit. Das Einzige, was nicht so klappte wie es sollte, war die Rückreise. Eigentlich hätten sie um 18h35 ankommen sollen… gelandet ist das Flugzeug um 23h45 … über 5 Stunden Verspätung. Aber immerhin sind sie noch vor Mitternacht angekommen 🙂

Und sonst so? Es ist viel passiert die letzten 2 Wochen. Töchterchen hat sich zum 2. Mal von ihrem Freund getrennt – respektive er ist gegangen. Sie sagt, es sei nicht schlimm, sie fühle sich gut – aber das glaub ich ihr nicht. Niemals ! Sie hat in den letzten Jahren eine grosse Mauer um sich gebaut und lässt ihre wirklichen Emotionen und Gedanken nur selten bis nie durch diese Mauer. Ihr bester Freund, Sebastian, hat es mir gestern auch gesagt. Es geht ihr nicht wirklich gut, aber sie lässt niemanden an sich ran. Wenn man versucht, sie in dieser Hinsicht etwas zu fragen oder erfahren, blockt sie ab, wird agressif und gibt natürlich die ganze Schuld ihrem Ex-Freund. Derjenige wiederum hat mir geschrieben, dass ihm die ganze Situation leid tue und er das niemals gewollt habe. Er hat mir auch dafür gedankt, dass ich immer bedingungslos da war und vieles für ihn getan habe. Meine Antwort war, dass es mir auch leid tut, ich aber davon überzeugt bin, dass alles im Leben einen Sinn hat. Und man kann nie wissen, was uns die Zukunft bringt. Vielleicht ist ihr gemeinsamer Weg momentan unterbrochen und sie finden sich zu einem späteren Zeitpunkt wieder. Jedenfalls sei ich immer da, wenn er reden wolle.

Irgendwie habe ich auch das Gefühl, dass Töchterchen aus Eifersucht und/oder Rache Sachen erfindet. z.B. hat sie mir erzählt, dass sie anscheinend mit Sebastian was gehabt hätte (eine Nacht). Allerdings sagt Sebastian, dass nie etwas zwischen ihnen gewesen sei. Dass sie das zwar wolle, er aber das nicht ausnützen will, denn sie sei seine beste Freundin, aber mehr werde da nie sein. Wer lügt jetzt?

A propos Sebastian : er hatte letzten Donnerstag einen Motorradunfall. Ein Auto hat ihm den Vortritt genommen und seine Vollbremsung reichte leider nicht aus, um den Unfall zu verhindern. So schleuderte er über den Hinterteil des Autos, zerbrach mit seinem Helm dabei die Heckscheibe, schlitterte weiter auf den Glasscherben und hatte schlussendlich ein enormes Glück, dass er sich nichts gebrochen hat. Allerdings wurde seine linke Hand eingegipst und er hat viele Schürfungen und blaue Flecken. Das Motorrad hat Totalschaden. Natürlich hat er vom Schock und dem Aufschlag auch Schmerzen und ist bis Ende Woche krank geschrieben. Der Arme – ich habe mich sehr erschrocken, als er mich informierte. Was ich einerseits komisch und andererseits süss fand: ich war schon auf dem Laufenden als Töchterchen mich anrief um mir zu sagen, dass sie zu ihm ins Krankenhaus fahre. Ich holte dann die beiden in der Notaufnahme abends gegen 20h30 ab (Sebastians Mutter war nicht da). Was mich etwas verletzte war, dass die beiden und ein 3. gemeinsamer Kumpel gemeinsam etwas essen gingen und ich eigentlich nur als Taxi „benutzt“ wurde. Ich habe es auch beiden gesagt. Also es ist jetzt nicht ein Drama, aber ich fand es nicht sehr nett, dass sie mich nicht gefragt haben, ob ich mitkommen will. Aber egal.

Dann habe ich letztes Wochenende meine Freundin gesehen, welche Anfang Juli geheiratet hat. Sie kam mit ihrem Mann und wir assen zuhause gemeinsam Mittag. Den Nachmittag verbrachten wir bei schönstem Wetter am See.

Und dann habe ich noch die Traurige Nachricht erhalten, dass der Hund meiner Freundin gestorben ist, respektive sie hat ihn gehen lassen müssen. Es tut mir so leid für sie und ich weiss gar nicht recht, was ich machen soll… 

Zurück

Seit einer Woche hat mich die Arbeitswelt wieder. Allerdings bin ich noch sehr im Ferien-Modus.

Tallinn in Estland war toll – abgesehen davon, dass es gleiche Temperaturen wie hier hatte, sprich 33-35 Grad. Das ist in den dortigen Breitengraden nicht üblich. Eigentlich hatte ich mir vorgestellt, angenehme 22/23 Grad zu haben (da ich die Hitze ja nicht sonderlich ertrage)… aber da hat sich mein Körper leider damit abfinden müssen und geschwitzt was das Zeug hält.

Wärend unseren Konzerten tropfte der Schweiss nur so runter, die Haare waren klatschnass, der Chorchef hatte sein Hemd durchnässt als hätte man es mit Wasser übergossen… es war wirklich sehr heiss. Und da man das dort nicht gewohnt ist, gibt’s auch in den Läden keine Klimaanlagen. Teils hatte es regelrecht Kondenswasser in den Kühlschränken und mir war bei gewissen Produkten nicht wohl, sie zu kaufen… Immerhin war das Hotelzimmer klimatisiert und wir konnten relativ angenehme Nächte verbringen.

Auch das baltische Meer hat in Tallinn einen schönen Strand – allerdings war das Wasser nur etwa 17 Grad warm (kalt). Sohnemann störte das überhaupt nicht – ich allerdings war nicht im Wasser (trotz grosser Hitze)…

Unser Singatelier war toll und am letzten Abend haben wir das gelernte aufgeführt. Te Deum von Arvo Pärt. Und das beste daran, Arvo Pärt selbst war anwesend… Sohnemann hat sogar eine Selfie mit ihm gemacht 😀

HIER könnt ihr eines unserer Konzerte in Tallinn anschauen – allerdings ist das nicht der vollzählige Chor, denn es kamen nicht alle Mitglieder mit.

Und nun noch ein paar Eindrücke :

Klare Verhältnisse

Gestern abend habe ich also Otto getroffen. Wir haben direkt beim Hotel in welchem er übernachtete (und welches ich ihm vorgeschlagen habe) abgemacht und ich fuhr nach der Arbeit hin.

Dort angekommen, kam eine Whatsapp-Nachricht von ihm. Er sei soeben eingtroffen und das Zimmer sei toll. Als ich ausstieg, rief er mich vom Balkon her und kam dann runter.

Er zeigte mir das Zimmer: es war wirklich schön. Schlicht aber mit super Aussicht auf den Genfersee und das gegenüberliegende Frankreich. Er hatte Prosecco besorgt und ein bisschen Knabberzeugs – für den Apéro – meinte er 🙂 . Ich fand das irgendwie süss. Er sei extra noch in einen Laden gegangen. Auch richtige Champagner-Gläser und Musik hatte er vorbereitet.

Wir machten es uns gemütlich und von belanglosen Berührungen ging es über zu leidenschaftlichen Küssen und mehr…

Eine gute Stunde später beschlossen wir, etwas essen zu gehen. Wir haben ein idylisches Bistrot in Cully gefunden und genossen ein ausgezeichnetes Tartar. Es versteht sich von selbst, dass er mich eingeladen hat.

Cully ist ein herziges Städtchen, direkt am See. Es ist sehr verträumt und mich erinnert es an Ende 19. Jarhundert. Ich kann mir direkt vorstellen,  wie Sissi mit ihren schönen Kleidern hier herum spaziert 🙂

Wir sind dann noch ein wenig die Seepromenade hinab geschlendert und setzten uns einen Moment auf eine Bank. Ich habe erfahren, dass er in einer offenen Beziehung lebt. Ok, kann damit leben. Wie schon im vorherigen Post beschrieben, hat diese Beziehung nichts mit Gefühlen zu tun – sie ist rein sexuel.

Gegen 21h waren wir zurück im Hotel und – ich werde jetzt nicht ins Detail gehen, schliesslich soll das hier ja kein P*o*r*n*o*-B*l*o*g werden – verbrachten noch ein paar heisse Stunden bis kurz nach Mitternacht. Er hatte sogar noch Kerzen aufgestellt 🙂

Wir verabschiedeten uns, ohne zu wissen, wann und ob wir uns wieder sehen. Aber es ist gut so.

 

Neues von Otto

Gestern bekam ich eine Nachricht von Otto:

Guten Abend Boelleli hoffe es geht dir gut👍👍
Du hast ja heute Abend Chor Probe.
Wollte zuerst im Wallis übernachten, nun doch irgendwo am See. Nächsten Di könnten jedoch wie wir besprochen haben besser sein.
Its Up to You. So oder so wünsche ich dir einen schönen 🌅Abend. GLG 😘

Ich schrieb ihm erst knapp eine Stunde später zurück :

Ja hallo 🤗 ja es geht mir soweit gut, danke – und selbst?
Ja heute abend habe ich Probe. Wo übernachtest du denn jetzt?
Nächsten Dienstag lässt sich einrichten. Wann und wo?

(Es stimmt nicht, dass ich Chorprobe habe – momentan sind Ferien. Aber ich habe das extra gesagt)

Danke Danke geht auch gut. Bin soeben in Montreux eingefahren. Ist gerade mal 31 km nach L. und 45 km nach M.😇😃
Nächsten Di muss ich noch schauen. Ev hast du noch ein Tipp. Denke Zentrum M. ist nicht optimal…..?
Gut Sing heute Abend.
Gehe nun mal unter die Dusche und montiere kurze Hosen….😃👍🌅

Dann schickte er mir 2 Fotos vom Hotel und meinte, es sei das selbe Problem hier wie an der Hochzeit. 2 Betten, sprich 2 Matrazzen und nicht eine grosse… Ich schickte ihm :

und er meinte, dass es für ihn allein ja gehe – aber dass ich schon fehle… :-D. Dann schickte er mir noch ein paar Bilder von seinem Abendspaziergang:

Um viertel vor elf fragte er mich, ob ich schon zu Hause bin. War ich, aber ich schrieb: Nein – wir sind noch was am trinken. Machen immer nach Probe noch Apero

Darauf meinte er, dass wir das sicher verdient hätten und dass er froh sei, dass die Probe nicht am Dienstag statt finde… Dann wünschte er mir eine gute Nacht und ich tat ihm gleich.

Am nächsten Morgen fragte ich ihn, ob er gut geschlafen hätte – was er bejahte:

Guten Morgen 😃
Oh ja habe geschlafen wie ein Stein. War gestern ganz hinten am See , war herrlich zum laufen.
Was meinst du wegen nächsten Dienstag.
Montreux ist ev zu weit für dich und M. wohl eher ungünstig…
Schöns Tägli. 😘😘

Ich schrieb ihm etwas später zurück, dass Montreux ca eine halbe Stunde weit weg sei und das ok ist.

Nun freut er sich, dass ich gleich nach der Arbeit hin fahre. Die Dusche im Hotelzimmer sei gross genug… 😀

Tja, ich glaub ich hab mir da einen Liebhaber angeschafft 😛 . Momentan fühlt es sich richtig an. Gefühle sind keine im Spiel, und das ist auch gut so.

Geburtstagsparty mit Folgen

Am Samstag Nachmittag war ich zu einem Geburtstag in Neuenburg eingeladen. Das ist eine knappe Stunde von mir entfernt. Man konnte ab 12h30 eintreffen und ich war etwa eine Stunde später dort.

Einige bekannte Gesichter waren da – es war der Geburtstag unseres ehemaligen Pfarrers. Demzufolge hatte es auch Leute da, welche einen Bezug zur Kirche haben.

Es gab ein libanesisches Buffet und die Stimmung war gut. Gegen 15h kam Pierre’s Mutter herein. Als sie mich sah, umarmte sie mich herzlich und freute sich sehr, mich zu sehen. Sie fragte mich mehrere Male, wann ich wieder mal komme und meinte, am 25. August hätten sie in ihrer Kirchgemeinde Kermesse.

Gegen Schluss waren wir zu fünft und hatten es total lustig. Als wir gingen, kam eine junge Frau auf mich zu, gabe mir links und rechts einen Kuss um sich zu verabschieden und meinte „Kommst Du am 25. an die Kermesse? Es gibt auch Musik 😉 “ . Diese junge Frau kenne ich vom sehen, habe aber nie wirklich mit ihr geredet. Ich war irgendwie etwas verwundert, denn sie insistierte, dass ich doch kommen soll. Also erst die Mutter, dann diese Frau… irgendwie fand und finde ich es immer noch etwas komisch. Gerne würd ich hin gehen, aber ich bin mir fast sicher, dass dann Pierre auch da ist. Und ehrlich gesagt, weiss ich jetzt schon, dass es keine gute Idee ist.

Als wir uns verabschiedet haben, schlenderten Simon, Patrick, Christoph und ich bis zur Bushaltestelle. Patrick und Christoph sind ein Paar. Bei Simon bin ich mir nicht sicher, ob er homosexuell ist oder nicht. Aber das ist auch nicht relevant. Wir hatten es wirklich sehr lustig. Ausserdem arbeitet Simon in der kantonalen reformierten Kirche des Kanton Bern. Wir hatten also auch diesbezüglich interessanten Gesprächsstoff und ich dachte mir, dass seine email Adresse im Büro sicher gleich zusammen gestellt ist wie meine, und dass ich ihm am Montag eine Mail schicke.

Also ich dann gegen 22h daheim war habe ich auf FB nach Simon gesucht und gefunden 🙂 Nachdem ich ihm eine Freundschaftsanfrage geschickt habe, kam kurz darauf ein „hallo“ via Messenger und wir plauderten noch ein wenig.

Genau in diesem Strassencafé waren wir 🙂

Am Sonntag musste ich nach Bern. Sohnemann ist bis am Mittwoch bei meinem Bruder in Zürich und wir hatten auf der Autobahnraststätte abgemacht, damit ich nicht 3 Stunden (ein Weg) fahren muss. „Wenn ich schon nach Bern fahre“ – dachte ich – „Frage ich doch mal, ob jemande Zeit und Lust hat, mit mir einen Kaffee trinken zu gehen„. Also schrieb ich das so auf FB und kurz darauf schrieb mir Simon, dass er Zeit hätte. Wir haben uns getroffen und hatten wirklich ein tolles Gespräch mitten in der Stadt Bern in einem Strassencafé.

Abends, als ich wieder zu Hause war, haben wir dann noch ein wenig via Whatsapp geredet. Es ist alles unverbindlich und ich habe auch keine Hintergedanken. Es ist eine interessante Begegnung gewesen (sowohl am Samstag wie auch am Sonntag) und ich hoffe, dass wir weiterhin in Kontakt bleiben.

Fondue morgens um 3h ?

In der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag haben Sebastian und ich bis morgens um vier geredet. Wir haben dabei auch Radio gehört und irgendwann kamen wir auf einen Sender mit schweizer Volksmusik. Handorgel, Jodel – irgendwie 1. August-Stimmung (1. August = Schweizer Nationalfeiertag). Ich sagte dann spontan „Jetzt fehlt nur noch ein Fondue“ und wir mussten grinsen.

Am Donnerstag arbeitete er bis spät in die Nacht. Gegen 23h schickte er mir eine Nachricht : „Soll ich ein Fondue mitbringen?“ – „:-) Wieso nicht, aber bitte auch Brot, habe nämlich fast keins mehr„. Gegen halb eins war er da und wir tranken erst mal einen Kaffee. Ja – ich trinke auch spät nachts noch Kaffee… 😉 Plötzlich um kurz vor 3h meinte er, ob wir jetzt das Fondue machen wollen? Gesagt – getan. Es war wirklich lustig und um halb fünf sagte ich ihm, dass ich mich jetzt noch einen Moment hinlege, denn um 6h klingelt schon wieder der Wecker. Ich stand dann auch problemlos auf und der Morgen im Büro war voller Motivation (ob das wohl am Fondue lag?).

 

Freitag nachmittag spürte ich dann allerdings die Müdigkeit schon – bin ja schliesslich keine 20 mehr. Und da abends niemand zu hause war, nickte ich um kurz vor 21h auf dem Sofa ein und schlief bis morgens um halb sechs durch 😀

Das Wochenende war auch toll – aber das erzähl ich in einem anderen Post 😉

 

 

Eine heisse Nacht…

Ich war letztes Wochenende in der Deutschschweiz zu einer Hochzeit eingeladen. Samstag morgen um 10h fuhr ich los, damit ich rechtzeitg ankam und mich noch umziehen konnte. Ich war – wie meistens – eine der 1. Gäste und trudelte kurz vor 13h auf Schloss Böttstein ein.

Nachdem ich die „Tätschmeister“ (keine Ahnung, wie das auf Hochdeutsch heisst) begrüsst habe, holte ich mir den Zimmerschlüssel und konnte mich gemütlich umziehen.

Nun wartete ich mit ein paar anderen im Schlossgarten, denn die Zeremonie und das Fest fanden am selben Ort statt. Das war praktisch, da sich das Hotel ebenfalls da befand. Plötzlich kam ein Herr mittleren alters auf mich zu und fragte mich, ob ich nicht Boelleli sei. Ich bejahte, konnte mich aber an das Gesicht nicht erinnern. Es stellte sich heraus, dass ich Otto vor etwa 5 oder 6 Jahre einmal gesehen habe – zusammen mit meiner Freundin, die heiratete.

Um 14h ging’s dann los. Die Standesbeamtin begrüsste die Hochzeitsgesellschaft und die beiden Eheleute gaben sich ihr Eheversprechen (by the way: die beiden haben mich mit ihren Reden sehr berührt – ich hätte fast geweint).

Knapp eine Stunde später fanden wir uns im Schlossgarten wieder und es gab was zu trinken und zu knabbern. Ein DJ machte mit seiner Stimme, seinem Saxophon und ab und zu auch mit dem Computer etwas Stimmung. Es war angenehm und wunderbares Wetter.

Tauben wurden losgelassen, Herzballone in den Himmel geschickt und ein paar Spiele gemacht. Was ich toll fand: es war keine riesige Hochzeitsgesellschaft mit 140 Leuten (wie bei meinem Bruder :-O). Wir waren insgesamt vielleicht 40 und man hatte somit die Gelegenheit, mit allen mal ins Gespräch zu kommen.

Gegen halb sieben wurden wir dann in den Festsaal gebeten und das Vorspeise-Buffet wurde eröffnet. Witzigerweise sass ich als eine der einzigen Singelfrauen zwischen 2 Singelmännern… das hat meine Freundin sicher bewusst gemacht! Otto sass rechts von mir und Rami links. Beide sind ehemalige Arbeitskollegen meiner Freundin.

Der Abend war toll, das Essen gut, die Tischnachbarn beide sehr aufmerksam. Wir lachten, tanzten, gingen ab und zu raus an die frische Luft und amüsierten uns wirklich gut.

Gegen 3h morgens spielte der DJ seinen letzten Song und die verbleibenden Gäste (vielleicht so 15 Leute) haben dann draussen noch weiter geplaudert. Ich durfte eine Tischdeko mit nach Hause nehmen (siehe 1. Foto oben) und Otto fragte mich, ob er sie mir ins Zimmer rauf tragen solle? So schwer war sie jetzt nicht, aber ich wollte ihm seine Gentleman-like-Geste nicht verwehren.

Also gingen wir nach oben. Im Zimmer stellte er das Gesteck auf den Tisch und meinte dann, dass die Dusche ja schon gut für 2 reichen würde… Ich bejahte und sagte „aber ich nehme meine Dusche allein“ – „Bist du sicher?“ meinte er, bevor er mich küsste… 

Es war ziemlich intensiv und irgendwann waren wir beide nur noch halb angezogen. Ich erwähnte, dass ich „nichts dabei“ hätte. Da meinte er „ich schon! Ich hol’s in meinem Zimmer. Lauf nicht weg!“ und schon war er verschwunden. In den 3 Minuten, die ich allein war, dachte ich „was machst du da?“ – viel mehr studieren konnte ich nicht, denn er war schon wieder zurück und wir konnten kaum genug voneinander kriegen…

Nun, ich werde jetzt nicht ins Detail gehen, aber ich sage Euch: so eine heisse Nacht wie diese hatte ich schon lange nicht mehr. Und abgesehen davon darf man nicht vergessen, dass mein letztes Mal knapp 2.5 Jahre her ist… ich war wohl auf Entzug… 🙂

Am nächsten Morgen trafen wir uns mit den anderen (jenen, die auch im Hotel übernachtet haben) zum Frühstück. Wir liessen uns nichts anmerken und keiner kam wohl auf den Gedanken, dass da was gelaufen ist.

Gegen Mittag verabschiedeten wir uns ganz normal und jeder fuhr nach Hause. Otto und ich hatten die Nummern ausgetauscht und prompt kam gestern mittag (also einen Tag später) eine Nachricht von ihm:

 

Knapp 10 Minuten später:

Tja… was soll ich da noch sagen… ? Wir werden sehen – ich erwarte nichts. Wenn es ein weiteres Mal gibt, ist gut, wenn nicht, ist auch gut. Jedenfalls war es ein tolles Wochenende 🙂

Eine Überraschung für Dich !

Ich habe eine Überraschung für Dich ! … hat Sebastian mir am Mittwoch geschrieben.

Ah ja?

Ja

🙂

😉

An diesem Nachmittag war ich mit Sohnemann in Genf und wir haben sein Weihnachtsgeschenk eingelöst: Eine kurze Fahrt mit einem Lamborgini. Sohnemann hatte total Freude daran und wir haben auch Fotos gemacht:

Ich habe auch ein kleine Video gemacht, welches ich Sebastian schickte. Er freute sich darüber und ich sagte ihm, dass wir soeben wieder zuhause angekommen waren. Da meinte er:

Und Ihr seid nicht mal vorbei gekommen, um Hallo zu sagen (er arbeitet ja im Tankstellenshop auf der Autobahn)

Ich zögerte…. aber wir wollten nicht nicht stören

Hättest aber sollen

🙂

Abends kam er dann noch vorbei und brachte mir einen neue Handy-Hülle. Er hatte mitbekommen, dass meine ziemlich kaputt ist… das war echt süss.

Wir haben dann noch bis 4h morgens geredet. Ich weiss nicht wieso, aber irgendwie sind wir auf das Thema „Altersunterschied eines Paares gekommen“. Und genau dann wurde am Radio von Emmnuel Macron gesprochen und zwar der Satz „... und mit 16 hat Emmanuel seiner jetzigen Frau eröffnet, dass er in sie verliebt sei“ . Also irgendwie war das komisch, dass ausgerechnet zur gleichen Zeit davon im Radio geredet wurde 🙂

Eindrücklich

Die Messe mit dem Papst letzten Donnerstag war eindrücklich. Da wir VIP-Einladungen hatten, konnten wir an allen anderen vorbei und hatten relatif gute Plätze. Ich habe verschiedene Leute gesehen, die ich kenne. Eigentlich war ich erstaunt, dass ich bei knapp 40’000 Menschen Bekannte Gesichter finde 🙂 . Irgendwie spürte man auch die Zusammengehörigkeit der Christen. Egal ob römischkatholisch, reformiert, evangelisch, orthodox, etc… grundsätzlich glauben alles das gleiche, nur sind die Institutionen Kirche verschieden. Hier ein paar Fotos:

 

Die Zelebration ging etwa eine Stunde. Danach wollten wir mit dem Zug von Palexpo (das ist beim Genfer Flughafen) zurück nach Lausanne. Doch leider waren alle Züge zwischen Genf und Lausanne bis auf weiteres annulliert – auf der Strecke war ein Selbstmord verübt worden :-O .

Trotz langer Wartezeit waren alle Leute im Zug guter Laune und man fing an, mit anderen zu reden. Auf meinem Whatsapp Status schrieb ich „Blockiert in Genf. Alles Züge von Genf nach Lausanne bis auf weiteres annulliert“. Knapp 15 Minuten später rief Sebastian mich an: Soll ich dich holen kommen?

Oh das ist wirklich lieb. Aber bis nach Genf? Ist ja nicht grad um die Ecke. 

Kein Problem, ich komm dich holen

Warte, wir haben grad die Information erhalten, dass ein Zug zumindest bis nach Nyon (zwischen Genf und Lausanne) fährt. Eventuel kannst Du bis Nyon kommen?

Ja klar, ich komm

Dann stieg ich also in den Zug bis Nyon ein und er kam zusammen mit Sohnemann, um mich abzuholen. Ich fand das wirklich süss. Schlussendlich haben wir dann einen Abstecher in den McDonalds gemacht und er kam anschliessend noch mit nach Hause.

Nachdem Sohnemann im Bett war, haben wir bis fast halb vier Uhr morgens geredet. Es war toll. Ich fühle mich so gut in seiner Gegenwart.

Am Freitag war das Aufstehen nicht so einfach, aber ich bin natürlich ins Büro gegangen.

Samstags hatte Töchterchen und auch er an einer Veranstaltung der Jungschützen teilgenommen. Töchterchen hat sogar eine Medallie bekommen 🙂 Abends sangen wir mit meinem Chor nochmals das Requiem von Mozart (allerdings ohne Solisten und nicht alles) im Rahmen des jährlich Musikfestes in Genf. Als ich genen 23h nach Hause kam, lag Töchterchen mit einer Migräne und knapp 39 Grad Fieber im Bett. Ich fand das etwas sonderbar und schrieb Sebastian, ob irgendwas vorgefallen sei.

Du warst leider schon weg nach dem Schiessen, eigentlich hätte ich lieber mit dir persönlich geredet. Aber um es kurz zu machen: Herzbube will die Beziehung beenden..

Ah… ich dachte mir schon, dass es so etwas ist. Willst du vorbei kommen?

Ja klar, ich komme

Um 1h war er da und wir redeten bis morgens um halb fünf… Sonntags musste er von 9h-18h arbeiten. Er hatte – logischerweise – etwas Mühe, aber er ging rechtzeitig aus dem Haus. Kurz vor Mittag fragte er mich, ob ich auf einen Kaffee vorbei komme? Wie hätte ich da nein sagen können 🙂 Ich fuhr also gegen 14h hin und er konnte in diesem Moment grad Pause machen. Also verbrachte ich jene mit ihm und ging dann kurz nach 15h. Nachdem ich gegangen war, schrieb ich ihm etwas später: Bald bist du fertig mit arbeiten. Danke nochmals, dass ich vorbei kommen durfte. Ich fühle mich so wohl in deiner Gegenwart, dass ich gern noch länger geblieben wäre. Vielleicht bis später – Vielleicht bis später schrieb er zurück. Sorry, ich will nicht, dass es dir unangenehm ist. Ich bin wohl etwas zu direktNein, es freut mich wenn Leute gern mit mir zusammen sind

Abends hatte ich eine Messe mit anschliessender Generalversammlung. Als ich gegen halb neun heimwärts fuhr, fragte ich Töcherchen wie es gehe und wer zu Hause sei. Besser. Momentan bin ich allein, aber Seb kommt sicher noch vorbei.

Dann kam ich nach Hause. Töchterchen sass auf der Terrasse, sah mich an und meinte trocken : Nur damit du’s weisst, Herzbube will unsere Beziehung beenden.

Ok, ich wusste es ja schon von Sebastian, liess es mir aber natürlich nicht anmerken. Ich schrieb ihm, dass sie es mir gesagt hatte und fragte, ob er noch vorbei komme. Ja, aber nur 5 Minuten 

Ca 1 Stunde später war er da. Nun, wie soll ich sagen. Wir umarmten uns zur Begrüssung und er setzte sich zu uns. Aus den fünf Minuten wurde eine Nacht. Gemeinsam mit Töchterchen unterhielten wir uns und schlussendlich hat er im Wohnzimmer auf dem Sofa übernachtet…

Einladung

Gestern habe ich, als Mitglied unseres Kirchenvorstandes, eine Einladung zur Messe mit dem Papst morgen in Genf bekommen. Ich bin ja christkatholisch (nicht römischkatholisch) und wir anerkennen den Papst als Bischof zu Rom. Da es sich um eine oeukumenische Veranstaltung handelt, wurden die anderen Kirchen eingeladen.

Soeben erhielt ich die Sicherheitshinweise und den Verlauf der Messe zum drucken.

Ich mag den Papst; und auch wenn wir ihn nicht als solchen anerkennen, brauchen wir ihn dringendst. Er ist die einzige visuelle Figur der Christen… !