Tag-Archiv | Gefühl

Man fällt doch immer wieder aus den Wolken

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Heute habe ich etwas erfahren, dass mich schon etwas vom Hocker gerissen hat. Trotz der Distanz die ich inzwischen zu gewissen Dingen und/oder Menschen habe, gibt es Sachen, die mich noch verletzen können – so wie heute – und ich stelle mir bewusst die Fragen: Was habe ich falsch gemacht? Wieso hatte ich all die Jahre ein Brett vor dem Kopf?

Nachtrag, 21.12.2013 : Man(n) hat sich entschuldigt…

Gefühl im Magen

Ach langsam hab ich’s satt. Ich habe seit gestern wieder so ein komische kribbeln im Magen. Wenn es wenigstens ein Gefühl der Freude wär ! Aber dem ist nicht so! Eher im Gegenteil. Es ist irgendwie wie wenn ich eine Prüfung machen müsste und aufgeregt bin.

Ich mag dieses Gefühl in diesem Zusammenhang nicht.

Na ja, es wird – hoffentlich – bald wieder vorüber gehen…

Kribbeln im Bauch

028712414374Ja, das hab ich grad. Warum? Keine Ahnung.

Es ist, wie wenn demnächst jemand kommen würde und ich ganz aufgeregt bin – aber es kommt ja niemand…

Komisch, oder?

01h26…

Somewhere_Over_the_Rainbow_Wallpaper_zud4f… und ich kann nicht schlafen. Wie so oft, denke ich immer wieder über das gleiche nach. Ich kapier es einfach nicht.

Wieso verletzen sich Menschen eigentlich selbst? Ich meine, wieso tut man etwas, das man eigentlich tief innen gar nicht will? Nur um das direkte (und indirekte) Umfeld nicht aus dem Gleichgewicht zu bringen? Weil man keine Wahl hat? Weil man „muss“ ? Nein, ausser sterben muss man nichts ! Und doch gibt es so viele Menschen, die nicht tun, was sie eigentlich wollen.

Vor meinem inneren Auge spielen sich immer wieder die gleichen Szenen ab. Ich will sie verbannen – aber sie kommen einfach immer wieder. Und das nervt mich so.

Ich WILL nicht mehr immer daran denken.

Ich WILL nicht mehr immer „hören“ was gesagt wurde.

Ich WILL nicht mehr – kaum schliesse ich die Augen – das Gefühl haben, umarmt zu werden.

Alles nur Illusion. Die kurz Wirklichkeit von damals ist präsent, als wär’s eben grad passiert, doch mein Verstand sagt mir ganz klar, das es nicht mehr sein wird… ich hätte mich NIEMALS darauf einlassen dürfen, hätte niemals schwach werden dürfen, hätte – wie all die Jahre – nur davon träumen sollen, ohne zu wissen, wie schön es sein kann.

Es ist eine Qual und manchmal frag ich mich, wie lange es noch geht, bis es endlich vorbei ist. Ich komme mir vor, als wär ich in einem schlechten Film… Wo ist das Happy End ??

Eine schöne Zeit…

Der See von AvalachHeute im Auto lief dieses Lied . Es erinnerte mich augenblicklich an M.  und in mir zog sich irgendwie etwas zusammen. Das Gefühl war eigenartig.  Eigenartig, weil ich nicht erwartet hätte, dass es mich so trifft, wenn ich es höre… Ja! Es tat weh!

Wenn ich darüber nachdenke, dass – nachdem er den Schlussstrich gezogen hatte – wirklich eine totale Funkstille herrscht, finde ich dieses Verhalten doch sehr komisch, vorallem aber auch traurig. Ich hätte nicht – niemals – gedacht, dass er so ist. Blokiert auf FB, sein Blog gelöscht… ich frage mich, was wirklich passiert ist…

Ich hoffe, es geht ihm gut – ich bin ihm nicht böse, dass er unsere Beziehung beendet hat. Im Endeffekt war es wohl das Beste. Ich nehme mal an, das M. das hier liest und ich möchte ihm einfach sagen, dass es eine schöne Zeit war und ich ihn nie vergessen werde…

Zuviel des Guten

Die Menschen neigen immer mehr dazu,

über ihre Gefühle nachzudenken,

anstatt zu fühlen.

Erich Fromm
 

Nun, ich bin damit eigentlich ziemlich einverstanden, denn ich mach das ja selbst auch. Ich frage mich oft, warum fühle ich so für diesen Menschen? Eigentlich ist er doch ein Idiot und würde mir warscheinlich sowieso nur weh tun…

In die gleiche Richtung geht auch folgendes:

084Ich habe schon darüber nachgedacht, wieso heute soviele junge Leute sexuelle Probleme haben? Also in meinem direkten Umfeld kenne ich einige. Liegt es vielleicht daran, dass man heute in der Theorie alles genau lernt? (Sexualkunde mit 5 bei uns in den Schulen ist normal. Wie soll ein Kind einen normalen Bezug dazu bekommen, wenn es mit 5 schon darüber aufgeklärt wird? Man muss sich dann nicht fragen, weshalb fünfjährige Genitalien anstatt Blumen und Schmetterlinge zeichnen…).

Ich meine: es wird einem alles erklärt (letzhin habe ich sogar ein Spam bekommen, welche auf eine Seite führt, um einen Blow-Job richtig zu machen… hallo ???) Schlussendlich hat man dann in der Praxis doch  Angst, alles richtig zu machen… und genau das führt  im Endeffekt dazu, dass es eben nicht klappt. Man ist verkrampft, unsicher und lässt sich nicht einfach gehen… . Man hat ja nichts mehr „zu erkunden“… es wurde einem ja schon alles gesagt und gezeigt.

Die Aufklärung und Befreiung in den 60er/70er war ja schon gut… aber zuviel des Guten ist dann – meines Erachtens – nicht mehr gut…

Aus den Augen – aus dem Sinn?

Augen23Viele werden denken, dass ich den Froschkönig (M.) sehr schnell abgehakt habe.

Nun, die Umstände (Pierre) haben dazu beigetragen, dass ich im Moment gefühlsmässig sehr verwirrt bin (war) und ich mich ablenken liess. Aber es ist nicht so, dass ich M. vergessen habe – im Gegenteil.

Jetzt, nach der „Ernüchterung“ (?) mit Pierre, bekomme ich langsam wieder einen klaren Kopf. Ich habe mich gefasst, heute (endlich!) meine Zahlungen gemacht, Wäsche versorgt, etc. Die letzten Tage kam das alles ein bisschen zu kurz… Na ja, es ist wie jedes Mal wenn ich Pierre gesehen habe… seine Funkstille trägt dazu bei, dass ich wieder „normal“ werde und denken kann.

Und ich muss eingestehen: die täglichen Whatsapp mit M., die Kommunikation zwischen uns fehlt mir schon. Er wird sicher von mir denken, dass ich mich schnell mit Pierre geströstet habe – das ist aber falsch. Auch wenn’s diesen Anschein gibt, habe ich M. nicht vergessen. Ich hatte sogar fast ein schlechtes Gewissen ihm gegenüber – obwohl ich ja in besagtem Moment „frei“ war (und es immer noch bin).

Aber dass er denkt, die richtige Entscheidung getroffen zu haben, kann ich ihm natürlich nicht übel nehmen – ich würde wohl das Selbe denken, wenn ich gelesen hätte, was zwischen mir und Pierre passiert ist. Ich hoffe einfach, dass er trotzdem weiss, dass ich ihn nicht vergessen habe und auch nicht vergessen werde. Die Zeit mit ihm war sehr schön und ich hoffe, dass seine beruflichen und privaten Erwartungen sich so entwickeln, wie er sich das wünscht !

Taizé Gebete

Heute morgen war ich beim Taizé Gebet.

Das gibt’s bei uns hier einmal pro Woche, jeweils am Mittwoch morgen um 9h. Normalerweise kann ich da nicht hingehen, weil ich eine zwei-jährige hüte. Doch heute ist sie ausnahmsweise nicht gekommen. Also habe ich spontan entschieden, hinzugehen. Es hat mir gut getan.

Diese Taizé Gebete dauern jeweils 1/2 Stunde. Besinnung – ja fast eine Art Meditation. Kurze Gebete, Fürbitten, eine Lesung und singen.

Es hilft mir, in mich zu gehen, ruhig zu werden und gleichzeitig Energie zu tanken. Die Taizé-Lieder sind wunderschön (siehe z.B. hier). Heute morgen haben wir unter anderem DAS gesungen. Wenn man das immer wiederholt, kommt man (ich zumindest) in eine Art Trance  (Meditation). Es ist einfach unbeschreiblich, dieses Gefühl. Und wie die Taizé Gemeinde auf ihrer Internet schreibt:

Mit Gesängen beten ist eine wesentliche Form der Suche nach Gott. Kurze, stets wiederholte Gesänge schaffen eine Atmosphäre, in der man gesammelt beten kann. Der oftmals wiederholte, aus wenigen Wörtern bestehende und schnell erfaßte Grundgedanke prägt sich allmählich tief ein. Meditatives Singen ohne jede Ablenkung macht bereit, auf Gott zu hören. Alle können im gemeinsamen Gebet in solche Gesänge einstimmen und zusammen ohne engeren zeitlichen Rahmen der Erwartung Gottes Raum geben.
Wo es Vertrauen auf Gott zu wecken gilt, sind Stimmen von Menschen, die sich im Gesang vereinen, unersetzlich. Ihre Schönheit läßt – wie die Christen in der Ostkirche sagen – etwas von der „Freude des Himmels auf der Erde“ spüren. Inneres Leben kann sich entfalten.
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Pierre XVIII – Widersprüchlich

Gestern morgen folgende sms geschickt

Schlimme Nacht hinter mir… Happy und traurig gleichzeitig… Versteh es nicht… In solchen Momenten frag ich mich, was Gott uns damit sagen will… Ich möchte begreifen, warum?… Ich kann Dich nicht vergessen… Konnte es all die Jahre nie… Das wird sich wohl auch nicht ändern…. Und keine Antwort von Dir zu bekommen, nicht zu wissen wie’s Dir geht… ist hart und schmerzlich… Wieso nur? Wieso? Du bist in meinem Herzen verankert und wirst es immer bleiben. Sorry, wenn ich Dir schreibe, aber ich kann nicht anders…

Keine Antwort bekommen – war irgendwie logisch309945_527978330573048_1437552662_n

Heute morgen folgendes geschickt:

Oh Mann Pierre, ich bekomm Dich nicht mehr aus dem Kopf. Ich muss/will Dich sehen.

Ich könnte morgen abend nach B. kommen… müsste aber sicher sein, dass Du da bist.

Du hast mir an der Synode gesagt, dass Du mir nicht weh machen willst… aber indem Du mir nicht antwortest, tust Du das… Wieso machst Du es uns so schwer? Wenn Du mich lieber anrufen willst, dann kannst Du das bis 1h morgens bedenkenlos. Aber bitte lass mich nicht einfach so ohne News… das halte ich nicht aus… Wir wollen das doch beide… bitte – Du bist mein Seelenverwandter, meine grosse Liebe seit 15 Jahren…

Es kam wieder nichts zurück.

Bis gerade eben:

Bin eben erst nach Hause gekommen. … Ich weiss, dass es schwierig werden wird, aber ich bin verheiratet und ich kann nicht mit dir zusammen sein 😦 . Dann treffen wir uns, finden es schön und es kann keine Fortsetzung geben. Das gibt echte Verletzungen. Wir müssen vernünftig sein. Ich werde mich weiterhin melden und dich nicht vergessen. Mein Verhalten würde auch Dir zugute kommen, wenn ich mit dir zusammen wäre. Ich wünsche Dir eine gute Nacht, versuch zu schlafen. Ich geh gleich ins Bett, morgen muss ich um 5h auf!

Ok… ich schrieb ihm darauf gleich zurückt: kann ich Dich anrufen? Nur 5 Minuten? – No answer. Ich versuchte also zu telefonieren… er nimmt nicht ab. Ich denke, ich spinne… und da klingelt das Telefon…

Wir haben dann ca 1/2 Stunde telefoniert – allerdings fand ich ihn etwas komisch. Dann meinte er plötzlich, er hätte eben schon eine Schlaftablette genommen, weil er sonst nicht schlafen könnte. Ich merkte, dass er nicht mehr richtig registrierte, was ich sagte und auf meine Frage, wie’s mit morgen abend aussehe, meinte er: ich bin morgen abend  aber nicht da…Ich fahr nach Hause zu meiner Frau. Gut. Ich sagte dann, dass wir jetzt auflegen werden, denn er sei ja schon fast am schlafen. Wir legten auf.

297009_2531229240104_1234681744_33158351_1775384286_nIch musste das Gespräch (wenn man das so nenne kann, da er total vom Schlafmittel zugedröhnt war) setzen lassen. Nach etwa 15 Minuten schrieb ich ihm noch eine sms:

Du schläfst jetzt sicher… es bricht mir fast das Herz, dass ich nicht da sein kann – jetzt grad im Moment… Und morgen… na ja, es wäre die einzige Gelegenheit für mich gewesen, weil ich ausnahmsweise keine Kinder zum hüten habe… Du hast geschrieben, Du wollest mehr… Ich bin davon überzeugt, dass wir zusammen gehören… Lass uns einfach die Zeit geniessen, in welcher wir uns sehen können. Es könnte ja auch was dazwischen kommen, dass Du nicht nach Hause kannst. Lass es Dir bitte nochmal durch den Kopf gehen.

Du redest von Vernunft… Man lebt nur einmal und wir waren 15 Jahre vernünftig… Lass es zu… Bitte Pierre… Ich vermisse Dich schon so lang…

Mal sehen, ob was zurück kommt…

Pierre XVI … Was will mir das Universum damit sagen?

ange-tristeFreitag und Samstag war Synode unserer Kirche. Als ich dort ankam, glaubte ich, mich trifft der Schlag !

Pierre war da… warum jetzt? Warum? Ich hatte ihn schon fast vergessen… er hat mein ganzes Gefühlsleben durcheinander gebracht.

Schon als wir ankamen und wir uns begrüssten, spürte ich diese Verbundenheit. Er hat mich kaum losgelassen und während der ganzen Messe nur geflirtet.

Auch nach dem Gottesdienst suchte Pierre immer meine Nähe und wir sassen auch beim Essen beieinander. Unbemerkte Berührungen unter dem Tisch… Worte die mich berührten und nachdenklich stimmten:

… Man tut im Leben nicht immer was man will

… Ich wollte, ich könnte die Zeit zurück drehen

… Ich kann es dir gegenüber moralisch nicht verantworten, weil ich dich nicht verletzen will, dir keine Hoffnung machen will, kein Arsch sein will und bin

… Als ich dich das erste Mal sah (vor 15 Jahren !), traf es mich wie ein Blitz

… Seit einem Jahr läuft zwischen mir und meiner Frau nichts

… ich hab schon oft von dir geträumt

… ich habe mir gewünscht, Du würdest eines Abends vor meiner Tür stehen (wie bitte? Und deine Frau? … seine Antwort war der nächste Punkt)

… Ich habe in B. eine Wohnung (arbeitsbedingt), da bin ich mehr oder weniger die ganze Woche

… ich habe Dinge getan, die man als Christ nicht unbedingt tun sollte – sogar, als du neben mir schliefst (allerdings in einem Raum nebenan)

Ich meinte da zu ihm, dass ich ja mal vorbei kommen könnte, worauf er sagte: dann garantiere ich für nichts…

 

Als ich nach dem Essen nach draussen ging, um eine zu rauchen, stand er kurz darauf neben mir und setzte sich dann. Wir redeten etwas und plötzlich meinte er:

“ wenn du jetzt da rein gehen würdest (in eine Art Gartenhäuschen, das zum Kirchgemeindehaus gehört), würde ich dir folgen…“ . ich lachte darauf verlegen und er meinte: „oder ich gehe, und du kommst nach – wenn du willst“. Er ging…

 

Ich überlegte kurz … und stand auf um ihm zu folgen. Und dann…. na ja… ich ging auf ihn zu und sagte, dass wir uns wie Teenagers verhalten. Doch die Anziehung war zu stark und wir küssten uns. Ja…. sicher 10 Minuten lang.

Es fühlte sich so gut an. 15 Jahre hatte ich darauf gewartet…. 15 Jahre !!!

Er sagte zwischen den Küssen

… ich wollte das schon so lange

… du küsst so gut

… ich fühle mich dir so vertraut

… ich spüre, dass ich mich bei dir so geben kann, wie ich wirklich bin

… ich weiss, dass ich Dir total vertrauen kann

… ich falle bald in Ohnmacht

… warte nicht auf mich, wenn du jemanden hast

 

Ich hörte meine Mam, wie sie nach mir suchte, und ich sagte ihm, dass ich langsam gehen müsse, damit es nicht auffalle – und ging.

 

Kurz darauf kam auch er nach und wir tranken einen Kaffee.

Es war einerseits ein wahnsinniges Gefühl des Verlangens und gleichzeitig schmerzte es so. So sehr, dass ich am liebsten geheult hätte.

Irgendwann meinte ich zu ihm: Weisst Du, vielleicht werden wir doch irgendwann mal eine Alterwohnung in Basel haben, worauf er entgegnete: Na ich hoffe doch etwas früher…

Da wir in verschiedenen Hotels übernachteten, sahen wir uns dann erst am nächsten Tag (also heute) wieder. Die Synode ging weiter und ausser intensivem Blickkontakt fiel nichts weiteres mehr vor.

Kurz vor Ende der Synode meinte er zu mir, er hätte gedacht, es ergebe sich noch eine Gelegenheit…. doch es ging nicht.

Wir verabschiedeten uns und ich stieg wehmütig ins Auto.

Natürlich versuchte ich es so gut wie möglich zu verbergen, aber es ist so schwierig…. so extrem schwierig.

Ich weiss nicht, was ich davon halten soll. Was will das Universum mir damit sagen? Er ist so gegensätzlich. Einerseits will er und andererseits sagt er „warte nicht auf mich“… ja was denn jetzt??