Tag-Archiv | Kinder

Ist es als Frau schwieriger…

… das zu tun, was man wirklich möchte ?

Herr Mim hat eine Frage gestellt, auf welche ich im Kommentarfeld antwortete.

Kurze Zusammenfassung : Macht man heute, was man ursprünglich (beruflich) machen wollte ?

Ich mache heute nicht, was ich urspünglich machen wollte, nämlich die Werbeagentur meines Vater übernehmen. Leider gibt es die Werbeagentur nicht mehr, und dieser Traum ist „geplatzt“, als ich so um die 20 war.

Ich hab eine kaufmännische Ausbildung gemacht und kurz danach mit 22 geheiratet, mit 25 und 30 Kinder bekommen, später geschieden und gezwungenermassen einen Job in meinem gelernten Beruf gesucht.

Ich denke, als Frau ist es vielleicht schwieriger, wirklich das zu tun, was man eigentlich möchte…? Hätte ich keine Kinder, hätt ich vielleicht nach der Scheidung eine Weiterbildung gemacht, oder wäre auf Reisen gegangen. Aber die Verantwortung gegenüber meinen Kindern trieb mich gezwungenermassen dazu, einen Job zu suchen, um uns alle drei durchzubringen. Ja, der Kindsvater hat sich nie gekümmert und auch nie Alimente bezahlt. Geschweige denn, die Kinder am Wochenende mal genommen…

Für einen Mann ist das – in der Regel – doch schon einfacher, nicht ? Nach der Scheidung hat der Mann – im Normalfall und wenn er ein Minimum an Verantwortung hat – die Kinder so jedes 2. Wochenende, vielleicht noch die Hälfte der Schulferien. Aber die restliche Zeit sind die Kinder meist bei der Mutter, die alles immer so organisiert, dass es für die Kinder ok ist – und er kann tun und lassen, was er will…

Wie seht Ihr das?

Hass-Liebe

Ich habe eine interssante Seite dazu gefunden:hass-liebe

Hassliebe ist eine intensive Beziehung zu jemandem, die wechselt zwischen Liebe und Hass, zwischen Zuneigung und Abneigung. … … … . Hassliebe ist eigentlich eine intensive Form der Liebe, die Erwartungen an den anderen hat, die nicht erfüllt werden. Im weiteren Sinn ist Hassliebe auch die Faszination an einer Sache, die man mal liebt, dann hasst.

… weiterlesen auf Yogawiki

Wieso ich dies auf dem Netz gesucht habe, fragt Ihr Euch? Nun, meine beiden Kinder verhalten sich so. Also vorallem Töchterchen. Sie sagt sogar manchmal, dass sie ihren Bruder nicht ausstehen kann. Aber nicht nur im Moment, sondern immer.

Mich verletzt es sehr, wenn sie so spricht. Heute z.B. habe ich sie gebeten, nach der Schule um 15h30 nach hause zu kommen und mit Sohnemann Hausaufgaben zu machen. Normalerweise geht er zu jemandem nach der Schule, um Aufgaben zu machen. Leider war diese Person heute verhindert. Sie kam also genervt nach hause – mit einer Freundin. Ich war damit nicht einverstanden, denn wenn ihre Freundin da ist, kann sich Sohnemann nicht richtig konzentrieren. Ausserdem ist dann auch Töchterchen gestresst, da sie ja lieber mit der Freundin reden oder etwas unternehmen will. Als ich sie dann fragte (am Telefon) was sie denn jetzt nach den Aufgaben macht, meinte sie, sie hätte noch mit Freunden abgemacht. Auf meine Bedenken, dass Sohnemann dann allein zu hause ist, meinte sie nur „Das ist nicht mein Problem!“ Natürlich nicht! und ich frage sie auch wirklich selten, sich um ihren Bruder zu kümmern. Heute ist eine Ausnahme. Umsomehr verletzt es mich…

Ich denke, dass ihrerseits eine Art Hass-Liebe besteht. Wenn Sohnemann nach der Schule manchmal nach hause kommt und erzählt, dass er irgendwelche Probleme in der Schule (mit jemandem) hatte, dann fragt sie immer wer und warum. Und sie käme sofort in die Schule und regle dass. Aber meistens regt sie sich über ihren Bruder auf. Die beiden streiten TÄGLICH mehrer Male – und nicht immer im normalen Rahmen. Es ist sehr ermüdend!

Ich habe auch einen Bruder, und als Kinder haben wir auch mal gestritteten – wie alle Geschwister. Auch heute kann ich mich manchmal über ihn aufregen – aber niemals in solchem Mass.

Diese Situation macht mich wirklich traurig.

 

Gespräch

Vor 2 Tagen hatte ich mit Töchterchen und Mama ein anregendes Gespräch über Politik. Da in den USA ja bald Wahlen sind, wollte Töchterchen etwas mehr über Donald Trump wissen. Ich fand usa-wahl_de0es sehr interessant und spannend, mit ihr darüber zu reden.

Plötzlich meinte Sie:

Trump ist nicht blöd – so wie er zu seinem Geld gekommen ist. Mein Kumpel Louis ist auch so. Er bekommt vom Arzt verschriebene Schlafmittel, will sie aber nicht nehmen. Also verkauft er sie weiter.

Bitte was?? Du weisst schon, dass das Drogen dealen bedeutet !?

Mama und ich waren etwas geschockt und haben ihr dann des langen und breiten erklärt, dass Tablettenhandel nicht mit Immobilienhandel verglichen werden kann. Ausserdem: da sie darüber  informiert ist, kann das auch für sie Folgen haben.

Ich versteh nicht, warum junge Leute solche Sachen machen. Und ich bin jetzt wirklich jemand, der meinen Kindern alles erklärt, jede Frage beantwortet, ihnen davon abrät, sich mit Leuten abzugeben, die Drogen nehmen, übermässig trinken, oder sonstige krumme Geschäfter machen – aber man seine Kinder NIE 100% schützen. Doch ich bin davon überzeugt, dass reden und erklären viel dazu beiträgt, aus ihnen veranwortungsbewusste Erwachsene zu machen – hoffe ich zumindest…

Jedenfalls habe ich sie dann noch gefragt, wie sie mich oder Mama im Vergleich zu meinem Bruder oder ihrem Vater sieht. Sie meinte:

Ihr seid positiv, schaut nach vorn

Ja, das stimmt. Und dann sagte ich ihr noch folgendes:

MaennchenAls ich so alt war wie Du (also 15) habe ich oft Zeit mit meiner Mama oder anderen Erwachsenen verbracht. Das heisst nicht dass ich keine Freunde hatte, in den Ausgang ging, laut Musik hörte – natürlich ist das in diesem Alter auch wichtig. Aber mein Bruder war mit 15 immer nur mit Kumpels unterwegs, interessierte sich kaum dafür, was zuhause lief. Und heute? Er ist bald 35 und verhält sich teils noch wie wenn er 15 wäre. Und so ist das auch mit meiner Tante oder Papa (meinem Ex-Mann).

Ich will mich ja nicht auf ein Podest stellen, aber ich glaube, dass junge Menschen, die manchmal etwas Zeit mit Erwachsenen verbringen, später besser im Leben stehen. Wenn ich mir meinen Familien- und Freundeskreis anschauen, trifft das auf alle zu: Jene, die als Teenager nicht nur mit der Clique oder dem Kumpel rumhingen, sind heute Erwachsene, die mit beiden Beinen fest im Leben stehen. Das heisst nicht, dass sie finanzielle besser dastehen, aber menschlich auf jeden Fall ! Es sind alles Menschen, die nach vorn schauen, positiv sind – Steh-auf-Männchen. Die anderen sind meist negativ eingestellt, reden ständig von der Vergagenheit und sind oft mürrisch; irgendwie haben sie keine Entwicklung durchgemacht…

Töchterchen schien beeindruckt und ich hoffe, dass es ihr einen Denkanstoss gegeben hat. Wir werden sehen…

 

 

Noch eine Woche…

… und dann bin ich meinen Job als Tagesmutter los. Irgendwie komisch. Ich freue mich zwar total, dass ich jetzt einen Job gefunden habe, der meinen Erwartungen entspricht, und doch ist es irgendwie seltsam, die Kinder dann nicht mehr zu haben.

Na ja, ich werde Ende nächste Woche die beiden Kinderhochstühle entsorgen, sowie die Spielsachen (welche in meinem Wohnzimmer sind!) in den Keller verfrachten.

Und in 2 Wochen geht’s dann nach Ungarn mit meinem Chor – da freu ich mich total darauf. Obwohl: laut gesammelten Infos soll es dort im Sommer zwischen 30 und 35 Grad und viele Mücken haben, ausserdem sei die Luft sehr trocken… hoffentlich funktionniert die Dusche im Hotel 😛

 

Halloween gut Überstanden

Ich habe gestern mit Sohnemann Halloween „gefeiert“. Also eigentlich war es eine Pyjama-Halloween-Party, die gleichzeitig ein (sehr) verspätetes Geburtstagsfest war (immerhin hatte er am 4. Januar Geburtstag…).

Eigentlich hasse ich Halloween… dieser Brauch (ursprünglich ja aus Irland, aber bei uns eher bekannt als Brauch aus Amerika) sagt mir einfach nichts… aber man kann es den Kids ja nicht gut verbieten, wenn alle Halloween feiern. Nun denn, Sohnemann durfte 3 Kinder einladen. Wir waren 1h30 im Quartier auf Süssigkeitenjagd :D. Die Beute war ziemlich gross – als Zombie schien Sohnemann angst zu machen :

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Als wir gegen 20h wieder zu hause waren, gab es selbstgemachte Kürbissuppe. Danach durften die Kinder die „Hülle“ der verarbeiteten Kürbisse schnitzen. Das Resultat kann sich sehen lassen, oder?

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Um 10h wurden 2 der Kinder abgeholt und der 3. durfte bei uns übernachten. Die beiden Jungs waren wirklich ruhig und schliefen ca um Mitternacht ein. Heute morgen standen sie gegen 8h auf – also relatif gnädig 🙂

Ich bin froh, dass der Abend so gut verlaufen ist und freue mich jetzt auf ein ruhiges Wochenende.

Allen ein schönes Week-End !!!

Arme Kinder !

Mein Nachbar von oben hatte einen heftigen Streit mit seiner Freundin vorgestern abend. Es war kurz vor 21h und ich hörte Gerangel und Schreie im Treppenhaus. Nach gefühlten 10 Minuten (reell wohl nur etwa 2) ging ich raus, und fragte, ob was los sei und ob sie Hilfe brauchen – JA ! Ich ging hoch und er meinte: Kannst Du dich bitte um die Kleine kümmern (seine Freundin sass derweilen am Boden zusammengekauert und schrie, er hielt sie fest). Ich ging dann in die Wohnung, und fand die Kleine (4 !) weinend und sitzend in ihrem Bett mit ihren beiden Plüschtieren im Arm … „Papa! Papa!“ . Ich konnte sie aber relativ schnell beruhigen und wartete mit ihr im Zimmer.

Nach etwa 10 Minuten kam er dann – total erschöpft – und kümmerte sich um seine Tochter. Seine Freundin war gegangen. Ich sagte ihm, falls irgendwas sei, könne er streitjederzeit kommen oder anrufen und ging wieder runter.

Ich seh noch die Kleine, wie sie in ihrem Bett sass und total unwissend und ängstlich in ihrem Bett sass. Sie tat mir so leid. Wieso müssen Erwachsene bei einem Streit handgreiflich werden? Anscheinend – so wie mir mein Nachbar am nächsten Tag weinend in meiner Küche erzählte – sei sie ausgetickt (unbegründetet Eifersucht, laut ihm) und hätte ihn geboxt, worauf er ihr eine Ohrfeige gegeben habe… sie habe dann der Kleinen zugeschrien „Dein Papa schlägt mich !“ (sie ist nicht die Mutter).

Ich habe gerade noch diesen Artikel gefunden. Es ist ja sicher richtig, was die Frau Jacob sagt – aber manchmal nicht einfach umzusetzen. Und in diesem Artikel steht, unter anderem :

…Lässt sich der Konflikt vor Kinderohren nicht verbergen, kommt es vor allem auf den Tonfall und die Fähigkeit an, auf Augenhöhe zu kommunizieren. «Kinder sollten lernen, dass beim Streiten eine bestimmte Grenze nicht überschritten wird. Das heißt, dem anderen respektvoll begegnen, ihn ausreden lassen», rät Egert. …

Und wie soll man das bewerkstelligen, wenn der eine das tut, der andere aber nicht…? Es ist immer „einfach“ gute Ratschläge zu geben – sie umzusetzen… das ist ein anderes paar Stiefel…

Wenn Kinder nerven

Geschwister-StreitEben habe ich einen Artikel darüber gelesen. Ich nerv mich manchmal auch ab meinen Kindern. Es gibt vorallem 2 Dinge die mich nerven bei meinen Kindern:

1) Sie streiten sich zu oft, nämlich täglich mindestens 4-5 Mal wenn nicht mehr. Ich kann einfach nicht verstehen, wieso sich Geschwister sooft streiten. Natürlich, es gehört dazu, aber immer? täglich? die ganze Zeit?

Ich meine, ich habe 3 Brüder, mit einem habe ich zusammen gelebt – die anderen waren aus 2. Ehe meines Vaters. Ich bin die älteste und mein „kleiner Bruder“ ist 6 Jahre jünger. Klar haben wir mal gestritten, aber nicht täglich.

Vielleicht liegt es auch am Charakter? Meine Kids haben beide einen sehr starken Charakter, sind beide sehr eifersüchtig aufeinander, wollen immer besser sein als der andere, mich immer mehr haben als der andere. Ich denke, es ist ein echter Konkurrenzkampf zwischen den beiden, was dann halt zu täglichen Streitereien führt… aber manchmal macht mich das fast wahnsinnig…

2) Wenn ich 100 mal das selbe sagen muss, täglich das gleiche. z.B.

  • Häng Deine Jacke auf und stell Deine Stiefel richtig hin.
  • Mach den Hund nicht verrückt
  • Renn nicht in der Wohnung rum
  • Mach das TV leiser
  • Setz Dich korrekt hin um Aufgaben zu machen
  • Red nicht rein, wenn ich mit jemandem spreche
  • Steh auf, es ist schon halb acht (um 7h45 muss Töchterchen aus dem Haus!)
  • Deine Sachen gehören nicht auf den Boden sondern in Dein Zimmer
  • Man spielt nicht mit Zündhölzern, das ist gefährlich
  • Lehn dich nicht aus dem Fenster

Das schlimme daran finde ich, dass sie mir beide immer sagen „Ja, ok, Mama“ und dann aber immer wieder weiter machen. Ich versteh das nicht. Wenn meine Mam mir als Kind sagte, tu das nicht (immer mit Begründung – das tu ich auch!), dann tat ich es auch nicht mehr. Ich habe bei meinen Kids manchmal das Gefühl, ich rede an eine Wand. Hier rein, da raus…

Das sind die 2 Dinge, die mich wirklich nerven bei meinen Kids – aber ich liebe sie trotzdem über alles !!!