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Lichtvoller Tag

Die allermeisten Kirchen sind nach den Himmelsrichtungen ausgerichtet. Ist dir das schon einmal aufgefallen? Fast immer zeigt der Chorraum aber nach Osten – und das aus gutem Grund. Denn im Osten geht die Sonne auf. Von da kommt das Licht und beginnt jeder neue Tag. Das Licht vertreibt ja nicht einfach nur die Nacht. Es vertreibt auch die schlechten Gedanken, die mich manchmal plagen können. Wenn ein neuer Tag anbricht, dann ist das manchmal wie eine Erlösung.


Morgen beginnt die Karwoche, also die Woche, die an die letzten Tage im Leben von Jesus vor fast 2000 Jahren erinnert. Es waren finstere Tage – für Jesus selbst und genauso für seine Freunde. Für die Männer und Frauen die ihn nach Jerusalem begleitet hatten. Sie haben miterlebt, wie Jesus angefeindet wurde. Wie sich die Stimmung immer weiter aufgeheizt hat und es immer gefährlicher wurde für sie. Eine Zeit wie ein Albtraum in der Nacht. Und der einfach nicht enden wollte. Am Ende ist Jesus tot. Und seine Freunde? Verlassen und verloren, wie in einem Albtraum und wie gefangen in einer Nacht, die einfach nicht enden will.
Aber dann ist doch ein neuer Morgen angebrochen, an Ostern, drei Tage später. Und er hat die Männer und Frauen um Jesus herum erlöst aus dem Albtraum der Nacht. Sie konnten aufatmen, den Kopf heben und sich aufmachen in einen neuen Tag und eine neue Zeit.

Und davon erzählen die Gotteshäuser bis heute. Jedes Mal, wenn ein neuer Tag sie, von Osten her, zum Leuchten bringt. Möge es heute für euch alle ein licht-voller Tag werden!

Beachtung

Guter Gott,
die Pflanzen und Bäume
brauchen Wärme und Licht.
Sie wenden sich der Sonne zu.
Auch die Menschen brauchen
immer wieder Beachtung.
Wenn ich gesehen, gegrüßt
und beim Namen genannt werde,
wenn man mir zulächelt,
dann geht bei mir die Sonne auf,
und ich bin tagelang glücklich.
Wenn ein Mensch freundlich ist
und seine Güte von Herzen kommt,
dann wird die Welt glücklicher.
Um solche Menschen bitte ich
für mich und für die anderen.
Amen.

Aus Afrika