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Nacht im Hotel

Ich hab gar nicht von meiner Nacht im Hotel mit Otto erzählt.

Es ist mit ihm immer sehr angenehm, denn er gibt sich immer sehr viel Mühe : Kerzen, Wein oder Champagner, Trauben, Knabberzeugs, Musik, angenehmes und romantisches Ambiente.

Er verhält sich auch immer sehr süss, fast wie wenn man richtig zusammen wäre.

Ich kam also 3 Minuten nach ihm im Hotel an und er kam mich in der Hotelhalle holen. Im Zimmer, welches einen traumhaften Ausblick auf den Lac Léman hatte, haben wir zuerst mit einem Glas Wein angestossen. Wir genossen die Aussicht und das schöne Wetter auf dem kleinen Balkon und es gab auch erste physische Kontakte 🙂 … Ich werde jetzt hier keine Details erzählen.

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Wir hatten einen sehr schönen Abend/Nacht und wir kamen beide auf unsere Kosten… Am nächsten Morgen musste Otto um 7h los, da er einen Kundentermin um 8h hatte. Wir tranken noch gemeinsam einen Kaffee und ich frühstückte dann allein (er hat darauf bestanden). Ich kam mir zwar etwas doof vor, so allein im Frühstückssaal, aber ich fand es süss von ihm, dass er das Zimmer mit Frühstück für eine Person gebucht hatte.

Um 8h war ich dann im Büro und war zurück in der Realität. Der Sex ist eine Sache, aber das ganze Drumherum ist eigentlich das, was mir in den letzten Wochen je längs je mehr fehlt…

Quelle nuit !

Am Montag war es also so weit – ich hab Otto getroffen.

Der Tag im Büro schien mir unendlich lang, doch als ich um 17h dann endlich gehen konnte, bereitete ich mich mental darauf vor, Otto nach 5 Jahren wieder zu sehen.

Als ich nach knapp 2 Stunden und einer sehr „nassen“ Fahrt (es regnete den ganzen Weg in Strömen) beim Restaurant ankam, fuhr Otto 3 Minuten später vor und wir begrüssten uns, als hätten wir uns erst gestern das letzte Mal gesehen.

Wir stellten dann erstaunt fest, dass das Restaurant geschlossen hatte und so stieg ich in Otto’s Auto und wir fuhren zu einer anderen Gaststätte. Es war eine Dorf-Beiz (ich weiss, dass ist ein CH-Ausdruck 😀 ) mit guter Hausmannskost. Wir bestellten was zu essen, tranken Rotwein und redeten sehr angenehm.

Wie es sich gehört, hat Otto dann bezahlt, wir holten mein Auto und fuhren zu ihm heim. Seine Wohnung kannte ich ja noch nicht und er zeigte mir alle Zimmer… doch im Wohnzimmer konnten wir uns dann nicht mehr beherrschen…

Es folgte eine heisse, wilde Nacht… er hat nichts von seinem „Können“ verlernt 😅. Vom Wohnzimmer über Küche, Dusche und schlussendlich Schlafzimmer … ich kenne nun die ganze Wohnung… 😋😋

Gegen 1h30 morgens schliefen wir ein… doch schon um halb fünf war Otto wieder „munter“ … Nach diesem „Frühstück“ meinte er, ich soll mich doch nochmal umdrehen und etwas schlafen, er werde jetzt aufstehen, denn er hatte HomeOffice und musste arbeiten. Ich schrieb meiner Cheffin, dass ich Migräne hätte und zu hause bleibe (ja, ich hab sozusagen „blau“ gemacht – aber das ist eine äusserste Ausnahme, so bin ich eigentlich nicht – doch den Umständen entsprechend „musste“ das sein 😅).

Gegen halb zehn brachte er mir Kaffee ans Bett und ich bekam noch eine „Extra“ dazu… 😋… Schlussendlich stand ich dann ebenfalls auf und ging unter die Dusche, wärend Otto sich wieder der Arbeit widmete.

Gegen Mittag bereitete ich etwas zum Essen vor und wir assen gemütlich bei ihm zu hause.

Bevor ich dann Anfang Nachmittag ging, schenkte er mir noch etwas :

Ich fand das wirklich sehr aufmerksam und süss von ihm.

Als wir aus dem Haus gingen, begegneten uns 2 seiner Nachbarinnen – er meinte, das sei ja schon komisch, er träfe sonst nie jemanden im Treppenhaus an 😀 … nun denn, wir verabschiedeten uns mit einem leidenschaftlichen Kuss und ich stieg ins Auto. Bevor ich los fuhr, meinte Otto : „Wir warten jetzt aber nicht wieder Jahre bis zum nächsten Mal !?“ … Nein, das werden wir mit Sicherheit nicht ! Ich habe ihm auch gesagt, dass er sich jederzeit melden können und ich eigentlich – ausser mittwochs – meistens Zeit habe, falls er in meiner Gegend ist.

Auf der Heimfahrt war ich irgendwie glücklich und traurig zugleich. Es war eine wunderbare Zeit, ich konnte mich richtig fallen lassen, an nichts anderes denken und einfach geniessen. Das hab ich wirklich gebraucht. Ich fühlte mich als Frau begehrt und verstanden. Die Tatsache, dass Otto auch das ganze „Drumherum“ sehr ernst nimmt, mich zum Essen einlädt, Kerzen aufstellt, mir Kaffee ans Bett bringt, mich am Gesicht streichelt oder um die Hüften hält, wenn ich neben seinem Büro stehe, mir das Gefühl gibt, sich über mein Dasein zu freuen – und zwar nicht nur für sein Vergnügen, sondern allgemein – ist etwas sehr schönes.
Und doch war/bin ich etwas traurig, denn er wohnt halt schon weit weg und es wird schwierig, so spontan mal schnell vorbei zu gehen. Aber ich will mich nicht beklagen – es war ein absolut gelungenes Treffen und ich freue mich jetzt schon aufs nächste Mal !

Was meinst du?

Heute morgen hab ich es nicht mehr ausgehalten. Seit 1 Woche nichts mehr von Pierre gehört und eigentlich ist ja abgemacht, dass wir uns Samstag treffen. Also hab ich heute morgen folgende Nachricht geschickt :


Knapp eine Stunde später (WOW !) bekam ich folgende Antwort:

Also ich weiss nicht, was ich darauf antworten soll. Ja, Ihr werdet sagen, dass er sowieso nur mit mir ins Bett will… und rational gesehen, ist dies zum jetzigen Zeitpunkt auch die primäre Sache (für ihn) – auch wenn ich glaube zu wissen, dass da mehr ist.

Einerseits versteh ich seine Begründung und es stimmt ja auch irgendwie, andererseits möchte ich ihn aber sehen, damit ich mit ihm von Angesicht zu Angesicht reden kann.

Was soll ich antworten ? Was würdet Ihr tun ?

Normal?

Ich habe soeben auf einen Kommentar meines letzten Posts eine Antwort gegeben. Dabei kam in mir die Frage auf, ob ich vielleicht zu altmodisch bin?

Mich nervt es gewaltig, dass heute immer alles nur um das Eine geht. Ich habe das Gefühl, die ganze Gesellschaft in der wir leben, denkt immer und überall nur an Sex. Wieviele Werbungen gibt es, die solche Anspielungen machen? Wieviele Sätze werden gesagt, die zweideutig sind? Nicht dass ich nicht gerne Sex hätte – aber es gibt doch so viele andere interessante Dinge, die man gemeinsam machen kann?

Vielleicht bin ich zu wählerisch? Sorry, aber ich kann jetzt einfach nichts mit einem Mann anfangen, der 1 mal pro Monat einen Gesellschaftsspieleabend organisiert, und dazu den Nachmittag in der Küche verbringt, um für den Spieleabend einen Kuchen zu backen… Ich kann auch nichts mit einem Mann

anfangen, der nicht ein Minimum an Interesse für Kultur, Politik, Religion, Kunst, Philosophie, etc übrig hat. Wie langweilig ist das denn? Nur TV, Sport, Essen und Sex … das ist doch kein Leben ??

Vielleicht bin ich zu kompliziert? Ich seh mich zwar als total unkompliziert und spontan, aber vielleicht täusche ich mich? Manchmal habe ich das Gefühl, ich sei die Einzige, die „normal“ tickt. Aber vielleicht ist es genau umgekehrt? Vielleicht bin ich nicht ganz normal?

Es ist passiert…

Es war Schicksal, anders ist das nicht zu erklären!

Als ich gestern um halb fünf in der Kirche wartete, dass das Konzert anfängt, sehe ich plötzlich Pierre eintreten. Mir stand der Atem für einen kurzen Moment still. Er hat mich nicht gesehen und ging an mir vorbei. Da sagte ich: Ja guten Abend Herr Dupont! Pierre drehte sich um und war ziemlich überrascht – freute sich aber ersichtlich und fragte, ob der Platz neben  mir noch frei sei. Natürlich war er das (es sass niemand sonst in dieser Reihe) und Pierre setzte sich.

Das Konzert fing pünktlich um 17h an und wir haben beide- teils mit geschlossenen Augen – die Musik genossen. Bei einem Gesang haben wir sogar beide mitgesummt. Er Bass und ich Alto Stimme. Ich fühlte mich sehr wohl, hatte nicht mal weiche Knie oder nasse Hände. Es war einfach total entspannt und cool. Wir berührten uns ab und zu „zufällig“ am Bein oder Arm – aber alles sehr diskret.

Nach einer Stunde war das Konzert fertig und ich erfuhr, dass seine Mutter in diesem Ensemble mitgesungen hatte (ich habe sie vor Jahren ein einziges Mal gesehen und hatte sie nicht wieder erkannt). Pierre stellte sich dann mit einem Körbchen für die Kollekte zur Tür und als ich rausging meinte er hastig Es gibt noch einen Apéro nebenan! Ich lächelte, nickte und ging raus.

Nach gut 10 Minuten kam seine Mutter zu mir und fragte „Sie kennen meinen Sohn??“ Es kam fast etwas agressiv rüber und ich antwortete „ja, wir kennen uns schon seit gut 15 Jahren. Wir haben mehrere Lager gemeinsam gemacht“. Ihr Gesicht erhellte sich und sie schien „beruhigt“. Ich folgte ihr in den Saal und ergatterte ein Glas Wasser. Ich setzte mich an den Tisch und wartete. Plötzlich kam sie zu mir und meinte „Pierre kommt sicher gleich“. Ich fragte mich, wieso sie mir das so sagt, aber gut.

Pierre kam dann weitere 10 Minuten später und steuerte direkt auf mich zu. Willst du ein Glas Wein?Nein danke, ich muss noch fahrenich auch, komm schon, ein Glas!na gut, aber nur ein halbes.

Wir plauderten dann gemeinsam mit dem Pfarrer. Ab und zu kam mal eine Bemerkung welche nur er oder ich verstand und nach knapp einer Stunde gingen dann die ersten Leute nach Hause und verabschiedeten sich.

Auch ich machte mich bereit aufzubrechen und so verliessen wir gemeinsam den Saal. Als wir draussen standen fragt er wo hast du dein Auto?da vornah ok, ich gleich hier. Fahr mir doch kurz nachok…

Als ich im Auto sass, fragte ich  mich, wo er mich jetzt hinführt. Irgendwo in den Wald, in einen dunklen Winkel? Wir fuhren keine 10 Minuten und kamen bei einem Stadt-Reienhaus an. Als wir beide ausgestiegen waren, schritten wir vielleicht 50m zu einer Tür und er meinte, das sei das Haus seiner Urgrossmutter. Er kramte den Schlüssel hervor und wir traten ein. Er erklärte mir dann, dass die untere Wohnung dieses alten Stadthauses eigentlich seiner Mutter gehöre, sie aber nicht hier wohne und dies nur dazu diene, wenn er oder sein Bruder kämen und hier übernachten. Aha. Also ich wusste schon, dass seine Mutter in dieser Stadt wohnte, das allerdings hätte ich nicht erwartet.

????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????Nachdem er mir die kleine 3-Zimmer-Wohnung gezeigt hatte und wir im Korridor standen, packte er mich plötzlich und drückte mich gegen die Wand. Wir küssten uns leidenschaftlich und es war einfach nur magisch – fast wie im Film. er flüsterte mir ins Ohr ich hätte dich damals in Adelboden oder damals auf der Bettmeralp fragen sollen, ob du mit mir schläfst (da war er solo und ich verheiratet) aber ich traute mich nicht, da du verheiratet warst. – Ja, hättest du…

Wir küssten uns weiter und plötzlich drückt er mich weg und meint ich darf dir das nicht antun! Ich kann dir niemals geben was du verdienst! Ich schaute ihn nur an und küsste ihn. Nach einigen weiteren Küssen trat er einen Schritt zurück, schaute mir fest in die Augen und meinte wenn wir miteinander schlafen, dann missbrauche ich dich. ich will dich nicht verletzen.Wenn ich es auch will, ist das kein Missbrauch. Ich weiss ja wie die Lage ist.Ich will aber nicht, dass du leidestdas tu ich sowieso seit 15 Jahren schon, kommt nicht mehr darauf an. Weisst Du, ich liebe dich. Er küsste mich und zog mir meinen Mantel aus. Dann stiess er mich sanft den Gang entlang ins hintere Zimmer. Ich zog ihm sein Hemd aus und als wir beide nur noch in der Unterwäsche auf dem Bett lagen, stand er plötzlich auf und meinte wir dürfen das nicht. Ich bin zu egoistisch zu chaotisch, ich werde dich nur verletzen! Es ist Missbrauch. Ich zog ihn zu mir heran, küsste ihn und flüsterte Es ist Schicksal… ich will es, also ist es kein Missbrauch. – Bist du sicher? Ich nickte.

Als er in mich eindrang, schaute er mir in die Augen und wollte wissen, ob ich Kinder bekommen könne. Ich verneinte und der Akt war zwar sehr kurz aber um so intensiver. Kurz darauf stand er auf, schüttelte den Kopf und hielt ihn mit beiden Händen. Ich umarmte ihn, gab ihm einen Kuss auf die Wange und sagte mach dir keinen Kopf. Es musste sein.

Wir zogen uns an und setzten uns aufs Bett. Sein Blick war auf den Boden gerichtet und er meinte weisst du, wir könnten uns schon ab und zu treffen, aber ich will nicht nur Sex mit dir. Ich wär sonst schon längst zu Dir gefahren. Aber ich kann dir nicht mehr geben. Wir (seine Frau und er) sind eben erst umgezogen und ich fühle mich innerlich nicht bereit, zu gehen. Ja, wenn sie geht oder stirbt, aber so…!?ich weiss, mach dich nicht verrückt du darfst nicht auf mich warten! was soll ich denn tun? Ich hatte einen Freund und dachte doch nur die ganze Zeit an dich! Ich habe schon so viele Jahre gewartet, da kommt es nicht mehr drauf an. Er küsst mich.

Ich verlangte ihm dann noch ein Glas Wasser und er begleitete mich hinaus. Er müsse noch ein paar Dinge ins Auto packen und seine Gedanken ordnen. Ich nickte, küsste ihn und ging.

Als ich im Auto sass und heimwärts fuhr, fühlte ich mich gut. Nicht traurig, nicht hoffend, einfach nur gut.

Zu hause angekommen, schrieb ich ihm :

… so mein Lieber. Ich habe meine Kids eingesammelt und bin gut zuhause angekommen.

Es war wohl Schicksal heute… wunderschön wenn auch kurz…

Mach Dir keine Vorwürfe – es musste sein, davon bin ich überzeugt!

Schlaf gut und denk ein bisschen an mich 😉

Je t’aime – kann nichts dafür… küsschen :-* ❤

Ich erwartete keine Antwort und legte das Handy beiseite. Ich schlief dann auch relativ rasch ein. Als ich heute morgen erwachte, hatte ich eine Nachricht : … eine ganz gute Nacht!

Ich habe darauf nicht geantwortet und werde auch nicht darauf reagieren. Nächsten Samstag hat er Geburtstag, da wird er eine sms bekommen…

Mirko

Ich kenne Mirko seit ich 15 bin – sprich, seit knapp 25 Jahren.

Mirko ist Serbe. Er wollte eigentlich Theologie studieren, doch seine Mutter hatte nicht genug Geld, um ihm das Studium zu finanzieren. Wie er dann genau in die Schweiz gekommen ist, weiss ich nicht mehr, jedenfalls kamen wir igendwie ins Gespräch, als wir damals (ich wohnte noch zu hause) mit meiner Mutter ins Restaurant gingen, in welchem er als Kellner arbeitete.

Er war sehr sympatisch und man merkte sofort, dass er ein gewisses Niveau hat. Wir assen ab und zu im Restaurant und es begann eine gewisse Freundschaft zwischen uns. Wir gingen ein paar Mal zusammen Kaffee trinken, einmal lud ich ihn zu uns nach Hause ein. Ich habe immer gemerkt, dass ich ihm irgendwie gefiel.

Als ich dann meinen Mann kennen lernte, waren wir immer noch Gäste im Restaurant und als ich später mit meinem Mann zusammenzog und heiratete, hat auch Mirko geheiratet.

Wir haben uns all die Jahre immer mal wieder zufällig getroffen und uns an Geburtag (er ist am selben Tag wie ich geboren) und an Neujahr mal eine Glückwunsch-sms geschickt.

Vor 2 Jahren hat er mir mal geschrieben (er wusste, dass ich getrennt war – er war inzwischen geschieden) und wir trafen uns (mit den Kindern) zu einem Kaffee. Letztes Jahr haben wir uns dann mal gemeinsam mit meiner Mutter und den Kids verabredet.

Unsere Treffen waren immer unverbindlich und freundschaftlich – auch wenn ich manchmal etwas irritiert über seine Blicke war…

Nun denn, vor 2 Wochen schrieb er mir eine sms:

Hallo, wie geht’s?sms0002

Hey, an Dich habe ich vor ein paar Tagen gedacht und mich gefragt, wie’s Dir geht 🙂 Gut, gut und Dir?

Auch gut, danke. Können wir mal einen Kaffee trinken gehen?

Ja sicher, können wir 😉

Dann kam nichts mehr zurück.

Ich habe ihm dann 3 Tage später geschrieben:

Hallo…?

Hallo. Wie geht’s?

Gut, danke und Dir?

Auch gut.

Wieso hast Du letztes Mal nicht mehr geantwortet?

In Bezug auf welche Frage?

Dann habe ich ihm ein ScreenShoot von unserer kurzen Konversation geschickt und er meinte:

Ah ja

😀

Ich bin hier

Wo hier?

Wir reden doch jetzt

Ja stimmt

Konversation mit Dir. Bist Du zu Hause?

Ja. Und was machst Du? Ich schaue mit den Kids fern

Auch zu Hause. Mit meinem Sohn

🙂 Wir sind verantwortungsvolle Eltern – wir können stolz auf uns sein 😉  (es war ja Freitagabend… Ausgang und so 🙂 )

Das hast Du gut gesagt

Danke

Aber wir können uns trotzdem treffen

🙂 ja – wir können  mal was trinken gehen

Wir sind schon lange Freunde

Oh ja. Mein Gott, seit über 20 Jahren kennen wir uns… stell Dir mal vor. Wir werden alt 😛

haha. Du bist ein nettes Mädchen

🙂 generell schon – jedenfall versuch ich es

Jedenfalls mit mir

Mit alten Freunden ist das normal

Wir sehen uns selten – schade

Ja… mit der Arbeit und den Kindern ist es nicht immer einfach… Ausserdem suche ich gerade eine Wohnung und einen Job… es ist nicht leicht.

Hast Du einen Freund?

🙂 nein – seit dem 30. Juli nicht mehr

Soll vorkommen

Ja 🙂 Und du? Hast Du jemanden?

Nein

Dann haben wir noch ein wenig geredet über die Kinder und so und schlussendlich haben wir dann auf FB eine Freundschaftsanfrage geschickt und dort weiter geredet.

Gestern habe ich um 8h40 auf FB Messenger geschrieben:

Coucou. Schönen Sonntag

Er hat es gesehen, aber nicht geantwortet.

40 Minuten später hab ich geschrieben:

😀 😀 😀 Hast Du kurz mit einem Auge geschaut, wer geschrieben hat und bist dann wieder eingeschlafen? Na ja, es ist Sonntag und ein bisschen früh 😛

15 Minuten später:

😀 😀 😀 ist es wirklich zu früh?

Es ist zu früh …. haha

😛 LOL Dann lass ich dich. Erwach erst mal

Müde

Man muss halt am Samstag nicht ausgehen und festen 😉

Hahaha….. bist Du allein?

Nein mit den Kids – und Du?

Ja, allein

🙂 drum bist du auch noch im Bett. Ich kann nicht mehr so lang schlafen, ob mit oder ohne Kids.

Ich kann

Soll ich dich schlafen lassen?

Kommst Du vorbei?

Wo?

Zu mir nach Hause

Und meine Kinder?

Können auch kommen

Muss mal schauen. Meine Tochter schläft noch. Wo wohnst Du?

Da und da

Aha – auf der anderen Seite der Stadt. Können wir uns nicht irgendwo treffen? (ehrlich gesagt, war mir ein wenig unwohl, zu ihm nach hause zu gehen…)

4231203-paar-kaffee-trinkenWir haben dann in einem Café abgemacht und ich bin allein gegangen. Töchterchen schlief noch und Sohnemann hatte keine Lust mitzukommen.

Wir trafen uns um 11h und nach 2 Kaffees und einem Spaziergang im Wald, landeten wir schliesslich doch bei ihm zu Hause. Er hat dann eine Pizza gemacht und wir haben geredet. Er hat mir von seiner Frau und den nachfolgenden Freundinnen erzählt – ich auch. Dann plötzlich (es war inzwischen fast 15h) meinte er:

Denkst Du dass man Freundschaft und Sex verbinden kann? Ohne eine Beziehung einzugehen?

Ich fand die Frage etwas komisch und antwortete: ich denke, dass wenn Freunde miteinander ins Bett gehen, ist das Risiko gross, dass die Freundschaft dann nicht mehr die selbe ist…

Ja, das denke ich eben auch. Ich hätte Dich sonst schon längst verführt…

Ich wurde etwas verlegen und meinte: ich glaube, es ist besser, wenn ich jetzt gehe.

Er lachte und meinte, es sei wohl besser.

Dann ging ich.

Ich weiss nicht recht, was ich davon halten soll. Irgendwie zieht er mich an, aber ich habe Angst davor, enttäuscht zu sein. Vorallem weil er ja eigentlich mehr von einem FF und nicht von einer Beziehung sprach. Ich weiss gar nicht, ob ich das überhaupt will? Jedenfalls gibt er mir zu denken. Und immerhin komme ich so etwas von den Gedanken an Pierre weg….

 

 

 

 

 

 

 

Zuviel des Guten

Die Menschen neigen immer mehr dazu,

über ihre Gefühle nachzudenken,

anstatt zu fühlen.

Erich Fromm
 

Nun, ich bin damit eigentlich ziemlich einverstanden, denn ich mach das ja selbst auch. Ich frage mich oft, warum fühle ich so für diesen Menschen? Eigentlich ist er doch ein Idiot und würde mir warscheinlich sowieso nur weh tun…

In die gleiche Richtung geht auch folgendes:

084Ich habe schon darüber nachgedacht, wieso heute soviele junge Leute sexuelle Probleme haben? Also in meinem direkten Umfeld kenne ich einige. Liegt es vielleicht daran, dass man heute in der Theorie alles genau lernt? (Sexualkunde mit 5 bei uns in den Schulen ist normal. Wie soll ein Kind einen normalen Bezug dazu bekommen, wenn es mit 5 schon darüber aufgeklärt wird? Man muss sich dann nicht fragen, weshalb fünfjährige Genitalien anstatt Blumen und Schmetterlinge zeichnen…).

Ich meine: es wird einem alles erklärt (letzhin habe ich sogar ein Spam bekommen, welche auf eine Seite führt, um einen Blow-Job richtig zu machen… hallo ???) Schlussendlich hat man dann in der Praxis doch  Angst, alles richtig zu machen… und genau das führt  im Endeffekt dazu, dass es eben nicht klappt. Man ist verkrampft, unsicher und lässt sich nicht einfach gehen… . Man hat ja nichts mehr „zu erkunden“… es wurde einem ja schon alles gesagt und gezeigt.

Die Aufklärung und Befreiung in den 60er/70er war ja schon gut… aber zuviel des Guten ist dann – meines Erachtens – nicht mehr gut…