Tag-Archiv | Stress

Unorganisiert – Umorganisiert

Heute morgen um halb sieben bekomme ich von unserer Chorleiterin folgende Whatsapp-Nachricht :

Hallo, ich hoffe, es geht dir gut.
Sag mal, wegen des Wochenendes am 13. und 14. April, ich habe die Reservationsinfos für die Proben mit Orchester nicht richtig verfolgt…
Entschuldige bitte meinen frühen Stress.
Sind die beide am Morgen in der Kirche St. Jakob richtig?
Einen schönen Tag noch! ☀️

Ich bekam leicht Panik (das braucht viel bei mir, bis ich panisch werde). Ich habe unserem Präsidenten geschrieben und erklärte, dass ich jetzt ziemlich verunsichert sei, denn bis jetzt ist immer vom 14.4. am Nachmittag die Rede gewesen (das hatte ich vor knapp einem Jahr reserviert) und jetzt plötzlich ist es am 13. und 14. April, jeweils morgens… Er meinte darauf, er werde Nachschauen und mir bescheid geben, sobald er im Büro sei.

Inzwischen hab ich versucht, das Sekretariat zu erreichen, um zu fragen, ob eine zusätzliche Reservation am Samstag möglich sei (so kurzfristig, fast unmöglich). Leider konnte ich niemanden erreichen… bis kurz vor 12h. Uff, was für ein Wunder, der Saal und die Kirche sind am Samstag 13.4. noch verfügbar. Nun habe ich also provisorisch reserviert.

Knapp eine Stunde später bekomme ich die Info, dass die Probe vom Samstag nicht in Lausanne sondern in Neuenburg statt finden soll. Das sei so organisiert… und jetzt ist ein riesen Durcheinander… Einige haben Neunburg eingetragen, andere Lausanne… Es muss jetzt abgeklärt werden.

Wie kam es dazu ? Nun, unser nächstes Projekt mit 3 Konzerten in Genf, Lausanne und Neuenburg ist ein gemeinsames Projekt mit einem Chor aus Genf. Diesbezüglich gibt es ein „Sous-Comité“ welches Mitglieder beider Chöre hat. Das Problem : Das Sous-Comité macht und entscheidet Dinge, welche dann an das jeweilige Comité weitergegeben wird (zumindes sollte es das) … hat irgendwie nicht geklappt…

Nun denn, ich warte zur Zeit auf weitere Anweisungen…

Neuer Job

Am Mittwoch unterschreibe ich meinen neuen Arbeitsvertrag. Somit habe ich dann 3 verschiedene Jobs :

  • 1 x 15% Kirchgemeinde-Sekretärin
  • 1 x 20 % Sekretärin für Erwachsenenbildung bei der Kirche
  • 1 x 50% Assistentin in einer Firme, welche medizinische Geräte an Krankenhäuser, Physiotherapeuten, etc verkauft.

Man kann wohl nicht behaupten, dass ich nicht alles versuche, um aus meiner Lage heraus zu kommen – also muss es jetzt auch mit einer Wohnung klappen.

Wenn ich eine gefunden habe, kann ich endlich etwas zu Ruhe kommen. Diese stetige Ungewissheit treibt mich manchmal zum Wahnsinn !

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Stress lass nach

Heute und morgen bin ich ohne Auto. Das ist Stress pur – denn ich bin sehr oft mit dem Auto unterwegs…stress

Gerade heute musste ich morgens erst mein Auto in die Werkstatt bringen, meine Mama kam mit, denn es konnt mir kein Leihwagen gegeben werden. Als wir zurück waren hatten wir grad knapp Zeit, einen Kaffee zu trinken bevor mein 1. Pflegekind kam. Dann fuhr ich um 11h Sohnemann holen um ihn in die Logopädie zu bringen. Um halb zwölf nahm ich das 2. Pflegekind in Empfang und eilte nach Hause. Um 12h15 kamen meine beide aus der Schule und wir assen gemeinsam. Normalerweise muss ich um 12h05 Töchterchen holen, aber das übernahm heute Mama.

Um 14h waren meine zwei wieder in der Schule und ich bemerkte, dass Sohnemann – irgendwo mit den Gedanken in den Wolken – seine Schultasche vergessen hatte. Also raste ich schnell hin, brachte sie ihm und kam zurück, denn um 15h30 musste ich schon wieder los und Töchterchen holen.

Heute Abend habe ich noch einen obligaten Kurs der Tagesmütter… ironiemodusan*freu*ironimodusaus …

Da werde ich  nicht vor 22h30 zu hause sein… Kids werden inzwischen von Mama – die mehr oder weniger den ganzen Tag hier war und ihr Auto zur Verfügung stellte – „bemuttert“ …

Tja, so ist das meistens dienstags…allerdings ohne Mama …  ich hasse den Dienstag! Stress pur !

Was für eine Woche…

… und es ist noch nicht vorbei…

Letzten Mittwoch habe ich den Brunsliteig gemacht. Mein Vater hat – wie jedes Jahr – eine Bestllung für seine Arbeitskollegen gemacht.

Dann am Donnerstag ist meine Kindsfreundin (ich kenne sie, seit ich 2 Jahre alt bin) gegen 14h am Bahnhof angekommen. Ich holte sie dort mit meinen beiden Pflegekindern (1,5 und 3,5 Jahre alt) ab und es ging gleich los:

Erst mussten wir einkaufen, dann – zuhause – machten wir einen Zitronencake und 24 Muffins für Mama. Sie hatte mich darum gebeten, da sie in der Kirche einen Weihnachtsbasar hatten.

Als meine Pflegekinder gegen halb sechs abgeholt wurden, stiegen wir ins Auto und holten Töchterchens Freund auf der Arbeit ab. Wir begleiteten ihn an ein Unihockey-Spiel ca 40km von hier. Seine Mannschaft hat gewonnen und gegen 21h waren wir wieder daheim. Meine Freundin und ich haben dann noch bis halb zwei Uhr morgens gequatscht…

Freitag morgen haben wir Brunsli ausgestochen und zum trocknen hingelegt. Auch kam Mama noch vorbei, um die Muffins und den Cake abzuholen. Wir haben noch gemeinsam Mittag gegessen. Nachmittags habe ich das Gepäck für Sohnemann vorbereitet – er fährt am 1. Dezember für eine Woche mit der Schule in ein Lager. Dann brachten wir Sohnemann in die Tanzstunde und danach musste ich zu Hauptprobe. Von 18h-23h war ich also abwesend und meine Freundin kümmerte sich um die Kinder, das Nachtessen und meine Mama kam dann auch noch vorbei (das war so abgesprochen 😉 ). Auch heute redeten wir bis spät in die Nacht….

Samstag morgen war es einigermassen gemütlich. Ich fuhr um 16h los und meine Familie kam später mitsamt Töchterchens Freund auf 20h ans Konzert. Es war super! Wir haben wirklich gut gesungen und die Kirche war voll !

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Nach dem Konzert mussten noch die Kirche aufgeräumt werden und gegen halb elf beschlossen wir noch in einer Hotelbar einzukehren. Mama, Kinder, Freundin und ich hatten es wirklich lustig. Im Hotel fand irgend eine Travestie-Party oder so statt – hatte schon ein paar eigenartige Gestalten :D. Als wir um 00h30 nach Hause fuhren (Mama zu sich, alle anderen mit mir) merkten wir – als wir ankamen – dass Mama mein Hausschlüssel hat. Na toll! Also gut, wir mussten den Schlüssel holen und wir haben Mama in der Mitte des Weges getroffen… Schlussendlich war es kurz nach 1h, bis wir daheim waren. Geschlafen haben wir allerdings nicht vor 2h30…

Am Sonntag morgen brachte ich meine Freundin gegen 10h auf den Bahnhof. Um 13h fuhr ich nach Genf – das 2. Konzert war um 17h und ein voller Erfolg. Wir hatten sogar Standing Ovations… Danach gab’s noch ein Apéro und als ich um 21h zuhause ankam wollte Mama mit den Kids ins Mc Donalds. Ok, gesagt – getan. Wir waren kurz vor halb elf wieder zurück und ich steckte die Kinder ins Bett.

Montag morgen habe ich Sohnemann dann zum Bus gebracht und ich war kurz nach halb neun wieder daheim. Ich war ziemlich k.o. Habe mich von 9h15 – 10h15 nochmals ein wenig hingelegt… Mittags kam ein Pflegekind zum Essen und um halb zwei fuhr ich zu meiner neuen Arbeit. Das war schön chaotisch. Abgemacht war, dass die Schlüssel im Briefkasten sind – den Briefkastenschlüssel hatte ich bekommen. Ich öffne den Kasten… keine Schlüssel da. Na gut… ich ruf mal den Pfarrer an. Er war erstaunt darüber, kam aber sofort vorbei, damit ich ins Büro konnte. Als ich den PC startete, wurde ein Passwort verlangt. Ich habe verschiedene (aufgeschriebene) Passwörter ausprobiert…. aber keines hat funktionniert. Also hing sich der Pfarrer an die Strippe und telefonierte 3 verschiedenen Leuten, um das Passwort heraus zu finden (die ehemalige Sekretärin war schon nach Chile weggeflogen und nicht mehr erreichbar). Schlussendlich hat es dann geklappt. Alles in allem war der 1. Arbeitstag ganz gut 🙂 . Abends habe ich noch die Brunsli eingepackt, um sie heute morgen weg zu schicken. Geschlafen habe ich kurz nach Mitternacht…

Heute morgen, nachdem ich auf der Post war, musste ich noch aufs Arbeitsamt und um 10h kam mein 1. Pflegekind und mein Bruder. Er hatte mich heute morgen via whatsapp gefragt, ob er vorbei kommen könne – er bräuchte meine Hilfe bei der Buchhaltung seines Baseballclubs… Dann hat mich um halb elf Töchterchen angerufen: sie hätte ganz vergessen, dass sie heute in der Schule mittag isst… Kannst Du mir um 11h30 etwas bringen? Gut, also fuhr ich in den Laden, brachte ihr das Pic-Nic und holte dann mein 2. Pflegekind. Wieder nach Hause, mittag essen kochen… Mama kam vorbei und wir assen alle gemeinsam.

Heute Nachmittag war es endlich etwas ruhiger. Die Pflegekids spielten ganz toll miteinander, Bruderherz ging gegen 14h und mit Mama haben wir in der Küche Kaffee getrunken und gequatscht.

Wie ihr seht – es war mir nicht langweilig seit einer Woche… aber immerhin vergess‘ ich so andere Dinge, an welche ich sonst zu oft denke….

Keine Lust

Ich weiss, ich weiss, es ist schon eine Weile her seit meinerm letzten Post. Aber in letzter Zeit habe ich irgendwie so gar keine Lust, an den PC zu sitzen. Es ist soviel los seit ein paar Wochen, ziemlich viel Stress, und ich bin abends nur noch froh, wenn alle im Bett sind und ich mich aufs Sofa fallen lassen kann…

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Meine Mutter hat immer noch den Gips an der Hand und kann nicht autofahren –> Organisation zwischen meinem Bruder und mir, damit Mama zu ihren verschiedenen Terminen kommt.

Meiner Freundin die Selbstmord begehen wollte, geht es den Umständen entsprechend besser. Obwohl ich mich manchmal frage, wieso eine Schweizerin im eigenen Land wie Dreck behandelt wird (von Behörden und so) und ein „Gangster“ wie Carlos alles bekommt… Siehe hier, da und dort.

Mit J.D. läuft alles wunderbar. Er ist wirklich ein Schatz. Zum Valentinstag habe ich eine A4-Blatt bekommen, auf welchem „für unsere gemeinsame Zukunft“ stand und 3 Türchen hatte. In Türchen 1 war der Schlüssel zu seiner Garage, in Türchen 2 der Schlüssel zu seiner Wohnung und in Türchen 3 ein Anhänger in Form eines Schlüssels – der Schlüssel zu seinem Herzen. Ich muss sagen, Pierre ist sogut wie aus meinem Kopf verschwunden – und das ist gut so! Ich bin glücklich!

Gestern hatte ich noch Probleme mit meinem Auto. Die hintere Tür lässt sich nicht mehr schliessen. Jetzt muss ich den TCS rufen (wie ADAC) und dann werden die mir provisorisch die Tür „versiegeln“ und ich darf dann in die Werkstatt… Juhuu… das gibt sicher eine Rechnung von Frs 400.- bis Frs 500.- …

So, das wär’s – update gemacht 😀

Ich wünsche Euch allen ein schönes Wochenende. Ich habe am Sonntag noch eine Konzert mit dem Chor (Juhuu!!) und muss noch ein wenig üben 😉

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Alles Liebe und bis bald!

Etwas viel…

… war letzte Woche los.

Am Montag ist meine Mama im Büro von der Treppe gestürzt. Sie hat am Handgelenk einen Radiusbruch erlitten und wurde Donnerstag operiert. Seit Freitag ist sie bei mir, denn mit nur einer Hand ist sie relatif eingeschränkt… Somit habe ich auch die Koordination zwischen ihr und dem Büro in der Hand und bin ständig via Mail mit den Leuten dort in Kontakt. Ich war auch schon zweimal im Büro um Sachen zu holen und dann wieder bringen.

Definition-of-Stress_1Am Mittwoch hat meine beste Freundin einen Selbstmordversuch gemacht. Gott sei Dank ist aber alles gut ausgegangen – doch auch mit ihr bin ich seitdem ständig via whatsapp und Telefon am Draht.

Mittwoch hatte auch Sohnemann Halsweh und Fieber und blieb bis Ende Woche daheim. Nebenbei habe ich natürlich noch das Baby und das kleine Mädchen (2.5 Jahre) die ich hüte. Ich konnte aber Abends trotzdem singen gehen – wenigstens das 😉

Dann musste ich ja auch noch für J.D. ab und zu mal telefonisch oder whatsappisch 🙂 „zu verfügung stehen“.

Nicht zu vergessen: Einkaufen, mit dem Hund Gassi gehen, kochen, etc…

Töchterchen hatte gestern, Sonntag, eine Migräne. Sie hatte sich mit einer Freundin verabredet und verliess das Haus gegen 10h. Um 11h kam eine Nachricht „Ich hab extrem Kopfschmerzen und mir ist schlecht – kannst Du mich holen kommen?“ … Natürlich. Bei uns in der Strasse hat’s zur Zeit Bauarbeiten und das Auto muss anderswo parkiert werden. Also trottete ich zum Auto (gute 5 Gehminuten) und holte sie ab. Zuhause dann hat sie sich hingelegt, musste aber 3 Mal erbrechen. Dann konnte sie schlafen und abends war’s dann vorbei. War wohl auch für sie eine happige Woche…

Na ja, jedenfalls war letzte Woche wirklich etwas stressig und viel los… Ich hoffe, dass diese Woche etwas ruhiger wird 😉

Viel los

stressMeine Lieben,

Leider bin ich diese Woche nicht wirklich zum bloggen gekommen… November und Dezember ist immer ein bisschen stressig…

Am Freitag (08.11.) habe ich einen Geburtstagskuchen für die Mama des Freundes von Sohnemann gemacht. Denn am Tag des Konzertes hatte sie Geburtstag und ich fand, wenn sie schon Sohnemann hütet, muss ich ihr zumindest etwas kleines schenken. Leider fiel der Zitronenkuchen etwas ein, aber ich liess mir etwas originelles einfallen :D. Sie hatte enorm Freude daran und anscheinend hat der Kuchen auch sehr geschmeckt.

Nun, das Konzert am letzten Samstag war einfach nur SUPER ! Wir haben uns selbst übertroffen 🙂 . Das beste daran war, dass spontan entschieden wurde, dass beide Kids bei dem Freund / der Freundin übernachten. Somit konnte ich mit den anderen mit ins Restaurant und musste nicht sofort nach hause rennen. Es war ein toller Abend. Wir haben viel gelacht, gut gegessen und uns einfach amüsiert.

Am Sonntag war es relativ ruhig – gegen Mittag kamen dann Mama und Bruderherz vorbei. Die Kids waren erst ende Nachmittag wieder da.

Am Montag dann hatte Töchterchen Geburtstag – 13 Jahre wurde sie alt (wie doch die Zeit vergeht!!). Sohnemann und ich haben sie mit einem gesungenen Happy Birthday geweckt… dann mussten die beiden zur Schule. Für mich hiess es dann ab in die Stadt. Ich musst das Geschenk von ihrer Patentante und das Geschenk von Sohnemann besorgen, einkaufen für das Abendessen und den neuen Spiegelschrank aufbauen. Den hat sich Töchterchen schon lange gewünscht und ich habe ihn seit über einem Monat in der Wohnung versteckt gehabt 🙂 . Ich war grad mit allem fertig und musste schon wieder los die Kids in der Schule holen… Am Nachmittag habe ich dann Mailänderli gemacht- Lieblings Weihnachtsgebäck meiner Tochter und immer gewünscht für den Geburtstag, sowie das Fleisch und Gemüse für das Essen abends vorbereitet. Nach knapp 2 Stunden köcherlte das Sweet & Sour vor sich hin und ich flitzte wieder zur Schule. Abends kamen dann Mama und Bruderherz vorbei und wir feierten Geburtstag. Töchterchen war sehr glücklich und freute sich über die Geschenke von Grossmama, Grosspapa, Pate (mein Bruder), Patin, Papa und Sohnemann. Meines (der Spiegelschrank) hat sie schon am Mittag bekommen….ich konnte nicht bis abends warten 🙂 . Ins Bett kam ich erst etwa morgens um halb drei… ja, denn nachdem meine Mama und Bruderherz um 1h15 nach hause gingen hat eine knappe halbe Stunde später das Fix-Telefon geläutet… Wer mich wohl zu so später Stunde angerufen hat? Es war Bruderherz : Hast Du Dein Handy nicht gehört ???Oh sorry, es war auf leise (5 Anrufe in Abwesenheit !) . Er fände seine Hausschlüssel nicht und ich hätte doch einen, ob er ihn holen kommen könne. Ja klar, ich weiss aber nicht, ob er funktionniert, habe ihn noch nie ausprobiert (ist ein nachgemachter Schlüssel, kein Original). Nun gut, er war dann kurz nach 2h wieder bei mir, ich gab ihm den Schlüssel und er fuhr wieder los. 20 Minuten später kommt eine sms: Ich Ochse! Habe meinen Schlüssel gefunden, er lag unter dem Beifahrersitz…PS: Dein Schlüssel funktioniert ! Um halb drei kam ich dann also erst ins Bett…

Dienstag morgen, 6h : Mann war ich müde… die Nacht war ja auch ziemlich kurz…  Nachdem die Kids in der Schule waren, räumte ich das Chaos des Vorabends in der Küche und dem Wohnzimmer auf. Um halb zwölf kam dann die kleine Zoé. Wenigstens musste ich kein Mittagessen kochen – es gab Reste vom Sweet & Sour. Nachmittags war dann noch Nadia da, das ander Mädchen das ich hüte. Beide Kinder wurden gegen 17h abgeholt und ich freute mich auf einen ruhigen Abend zu hause – aber halt, da war doch noch was? Richtig, wir hatten abgemacht für eine Meditation bei Mama um 19h… Bei Mama angekommen, haben wir dann nach der Medidation zusammen Abend gegessen und waren schlussendlich gegen 22h wieder zu hause.

Mittwoch um 9h ging ich ins Taizé-Gebet. Danach fuhr ich zu einer Freundin – ich musste ihr etwas für ihren Sohn bringen und wir profitierten natürlich davon, gemeinsam einen Kaffee zu trinken. Nach dem Mittagessen mit den Kids machten wir Hausaufgaben und fuhren dann gegen halb drei in die Stadt. Ich musste auf die Gemeinde, in den Bio-Laden und den Bahnhof. Gegen 17h waren wir wieder daheim und ich brachte Töchterchen auf 17h45 ins Tanzen. Mama kam um 18h30 und um 19h flitzte ich los ins Singen. Als ich nach der Chorprobe um habl elf wieder daheim ankam, schliefen alle. Ich habe dann Mama nicht geweckt und sie übernachtete hier 🙂

Donnerstag sollte eigentlich Zoé erst um halb zwölf kommen, doch ihre Mama hat mich um 7h30 morgens angesimst, ob sie sie schon um halb neun bringen könne? Unkopliziert und flexibel wie ich bin, sagte ich Kein Problem ! Gemeinsam mit Zoé und Töchterchen fuhr ich dann zu einer Arbeitskollegin (andere Tagesmutter). Töchterchen hatte heute den JOM (Tag der Berufe). Da sie bei der Tanzlehrerin dabei sein wollte, fing ihr Tag aber erst um 16h an – vorher gibt es keine Tanzkurse… Zoé wurde um 16h wieder abgeholt und Sohnemann brachte einen Schulkameraden zum spielen mit nach Hause. Nachdem wir den Jungen dann um m18h15 nach Hause begleiteten und gleichzeitig mit unserem Gino einen Rundgang machten, kamen wir gleichzeitig mit Töchterchen gegen 19h wieder zu hause an.

Am Freitag habe ich Bruderherz geholfen seinen Keller auf zu räumen. Ich war um knapp halb zehn bei ihm und nach einem Kaffee nahmen wir’s in Angriff. Wir machten nur eine kleine Pipi-Pause von 10 Minuten und arbeiteten bis halb vier nachmittags durch. 2 Autos voll mit Sachen zum entsorgen, 1 Kofferraum voll mit Dingen zum verkaufen. Bruderhert lud mich dann zum „Mittagessen“ um 16h ein und als ich zu hause war, musste ich gleich wieder los die Kids ins Tanzen bringen. Nach dem Abendessen war ich fix und foxi und schlief gegen 22h ein…

Heute Samstag hätte ich eigentlich einen 1. Hilfe Kurs absolvieren sollen – obligatorisch vom Tagesmütterverein. Aber er wurde abgesagt. Die Kursleiterin ist krank. Ehrlich gesagt bin ich echt froh darüber, denn von 9h – 16h (inkl Mittag) ist schon ein wenig lang… und nach dieser Woche freue ich mich auf ein ruhiges Week-End.

Zeit

Haben wir genug Zeit?

In unserer heute hektischen Welt hört man oft: ich hab keine Zeit dazu – mir fehlt die Zeit – das braucht zu viel Zeit

Alles muss immer schnell und noch schneller gehen. Wieso eigentlich? Was haben wir davon, wenn wir alles schnell machen ? Ausser Stress eigentlich nicht viel.

Natürlich ist es toll, wenn man schnell per email etwas fragen kann, wenn man schnell im www eine Information findet, wenn man mit dem Auto noch schnell zur Tankstelle fahren kann, wenn man vergessen hat, Milch zu kaufen (allerdings dann das doppelte oder dreifache dafür zahlt)… Aber ist es wirklich nötig?

Früher brauchte man zwar länger, um etwas zu bekommen, zu erfahren oder zu machen. Aber ich glaube, die Menschen waren glücklicher. Natürlich war das Leben hart. Um essen zu können, musste das Feld bestellt, gepflegt und geerntet werden. Socken wurden gestopft (und nicht weggeschmissen und schnell neue gekauft). Kinder freuten sich über einen lang ersehnten Ausflug oder das Geburtstagsfest, über einen Restaurant-Besuch (als Kind war es für mich ein Ereignis, wenn wir an meinem Geburtstag nach Zürich ins Mc Donalds fuhren !). Die Adventszeit wurde gelebt und genossen – es ging nicht immer nur um Konsum. Heute fangen die Geschäfte schon im Oktober mit Weihnachtsdekoration an…. Zeit ist Geld …

Heute ist auch alles selbstverständlich. Ein Kindergeburtsagsfest muss immer übertrieben organisiert sein, Hochzeiten mit 300 geladenen Gästen sind normal (an meiner Hochzeit waren wir 20 Leute – Pfarrer inbegriffen), einen Ausflug an den XY-See ist langweilig – no action !

Ich bin noch keine 40 und fühle mich heute manchmal schon als wär ich 80. Der Satz „Früher war alles besser“ kommt mir fast täglich in den Sinn… Ich glaube, ich lebe wirklich in der falschen Zeit…

Entschleunigung

Als ich letzhin kurz in den Laden ging, war an der Kasse hinter mir eine ältere Dame.

Es hatte ziemlich viele Leute, einige genervt wartend – schliesslich war schon 17h30 und diejenigen, die nach Büroschluss noch einkaufen gehen, wollen wohl so schnell wie möglich den Feierabend anderswo als im vollgestopften Laden geniessen.

Als ich an der Reihe war, verlangte ich der Kassierin ein Päckchen Zigaretten (die muss sie holen – ist hinter Glas). Die älter Frau hinter mir – sicher kam sie nicht vom Büro; ihrem Aussehen nach, sah sie mehr aus wie eine Rentnerin – meinte dann plötzlich ziemlich zickig Es hat oben einen Kiosk (Tabakladen), da hats keine Leute !Ja und? gab ich zur Antwort. Wenn der Laden hier Zigaretten verkauft, dann kann ich die ja wohl auch hier kaufen. Und woher wissen Sie überhaupt, dass es oben keine Leute hat?

Sie schaute mich beleidigt an, gab aber keinen Ton mehr von sich.Entschleunigen2

Also ehrlich: Wieso sind eigentlich in unserer heutigen Zeit alle so gestresst – sogar die Rentner! Wie soll das weiter gehen? Immer alles noch schneller und noch nervöser. Hallo Leute !!! ENT -SCHLEUNIGEN müssen wir – wir gehen sonst daran zu Grunde. Ich möchte manchmal wirklich ausbrechen aus dieser verrückten Welt !

HIER habe ich ein paar Entschleunigungs-Tipps gefunden… sollten einfach mehr Leute anwenden !