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Melancholisch

341Meine Gedanken stimmen mich traurig, denn meine Hoffnung wird immer wieder belebt, und ich kann mich einfach nicht von der Sehnsucht nach Dir lösen.

Wie soll es weiter gehen? Träume sind da, um gelebt zu werden und nicht umgekehrt! Doch Mitleid und Moral hindern Dich daran, Stärke zu zeigen und eine Entscheidung zu treffen.

Du weisst, was Du eigentlich willst, aber Du hast nicht den Mut und die Kraft diesen Schritt zu tun. Auch wenn ich es verstehen kann, stimmt es mich melancholisch.

Mein Glaube und meine Gebete stärken mich, und doch gibt es Momente der Schwäche – so wie jetzt.

Ich glaube daran und bin überzeugt, dass alles so kommen wird wie es kommen muss. Und doch ist es manchmal sehr schwer einfach nur dazusitzen, nichts tun zu können, ausser warten…

Nacht-Gedanken

… So grosse Sehnsuchtangel4

… Erinnerungen, als wär’s gestern gewesen

… Traurig, kann’s nicht vergessen

… Sollte loslassen – schaff es einfach nicht

… Es tut so weh

… Es ist so ungerecht

… Die Situation zerreisst mich innerlich

… Das Herz ist einfach grösser als der Verstand

 

Und trotz deiner Funkstille, bist Du täglich in meinen Gedanken… Versuche mich abzulenken und schweife doch immer wieder zurück.

Man sagt, mal soll im Jetzt leben… aber es ist verdammt schwierig und verletzend…

 

Warum kann ich Dich nicht vergessen?

Warum bist Du so präsent?

Warum hast Du mich seit über 15 Jahren in Deinen Bann gezogen?

Warum??

Ja, es muss Liebe sein – unglückliche Liebe, aber echte Liebe … Sorry 😦 ❤

Dicke Mädchen

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Wer kenn schon
die Not eines überaus dicken Mädchens?

Man sagt:
nun ja – doch sie hatte ein gutes Herz

Stets braucht die Gesellschaft
dicke Mädchen mit guten Herzen
in Heimen, Spitälern, Kantinen
in Fabriken, Geschäften, Büros

Doch manchmal
möchten auch ihre Herzen
verrückt und geliebt
statt immer nur gut sein

Dann träumen sie liebe
in wetterleuchtenden Farben
liebkosen den einsamen Körper
abends im traurigen Bett
mit den fühlsamen Händen
des zärtlich erdachten Freunds

Später verschliessen sie
solche Träume tief in ihre Enttäuschung
und versuchen so tapfer als möglich
gut und gütig zu bleiben
statt böse und bitter zu werden

Doch wer kennt schon
die heimlichen Kämpfe
der überaus dicken Mädchen
die man zur Rolle bestimmt hat
gut und selbstlos zu sein?

Ach wäre ein Gott
ach wäre ein Gott
der Fleisch wird im Fleisch
eines überaus dicken Mädchens

(im www gefunden)

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„In jedem fetten Mensch sitzt ein dünner gefangen,

der mit wilder Zeichensprache darum bittet, herausgelassen zu werden“

(Cyril Connolly)

Pierre XVI … Was will mir das Universum damit sagen?

ange-tristeFreitag und Samstag war Synode unserer Kirche. Als ich dort ankam, glaubte ich, mich trifft der Schlag !

Pierre war da… warum jetzt? Warum? Ich hatte ihn schon fast vergessen… er hat mein ganzes Gefühlsleben durcheinander gebracht.

Schon als wir ankamen und wir uns begrüssten, spürte ich diese Verbundenheit. Er hat mich kaum losgelassen und während der ganzen Messe nur geflirtet.

Auch nach dem Gottesdienst suchte Pierre immer meine Nähe und wir sassen auch beim Essen beieinander. Unbemerkte Berührungen unter dem Tisch… Worte die mich berührten und nachdenklich stimmten:

… Man tut im Leben nicht immer was man will

… Ich wollte, ich könnte die Zeit zurück drehen

… Ich kann es dir gegenüber moralisch nicht verantworten, weil ich dich nicht verletzen will, dir keine Hoffnung machen will, kein Arsch sein will und bin

… Als ich dich das erste Mal sah (vor 15 Jahren !), traf es mich wie ein Blitz

… Seit einem Jahr läuft zwischen mir und meiner Frau nichts

… ich hab schon oft von dir geträumt

… ich habe mir gewünscht, Du würdest eines Abends vor meiner Tür stehen (wie bitte? Und deine Frau? … seine Antwort war der nächste Punkt)

… Ich habe in B. eine Wohnung (arbeitsbedingt), da bin ich mehr oder weniger die ganze Woche

… ich habe Dinge getan, die man als Christ nicht unbedingt tun sollte – sogar, als du neben mir schliefst (allerdings in einem Raum nebenan)

Ich meinte da zu ihm, dass ich ja mal vorbei kommen könnte, worauf er sagte: dann garantiere ich für nichts…

 

Als ich nach dem Essen nach draussen ging, um eine zu rauchen, stand er kurz darauf neben mir und setzte sich dann. Wir redeten etwas und plötzlich meinte er:

“ wenn du jetzt da rein gehen würdest (in eine Art Gartenhäuschen, das zum Kirchgemeindehaus gehört), würde ich dir folgen…“ . ich lachte darauf verlegen und er meinte: „oder ich gehe, und du kommst nach – wenn du willst“. Er ging…

 

Ich überlegte kurz … und stand auf um ihm zu folgen. Und dann…. na ja… ich ging auf ihn zu und sagte, dass wir uns wie Teenagers verhalten. Doch die Anziehung war zu stark und wir küssten uns. Ja…. sicher 10 Minuten lang.

Es fühlte sich so gut an. 15 Jahre hatte ich darauf gewartet…. 15 Jahre !!!

Er sagte zwischen den Küssen

… ich wollte das schon so lange

… du küsst so gut

… ich fühle mich dir so vertraut

… ich spüre, dass ich mich bei dir so geben kann, wie ich wirklich bin

… ich weiss, dass ich Dir total vertrauen kann

… ich falle bald in Ohnmacht

… warte nicht auf mich, wenn du jemanden hast

 

Ich hörte meine Mam, wie sie nach mir suchte, und ich sagte ihm, dass ich langsam gehen müsse, damit es nicht auffalle – und ging.

 

Kurz darauf kam auch er nach und wir tranken einen Kaffee.

Es war einerseits ein wahnsinniges Gefühl des Verlangens und gleichzeitig schmerzte es so. So sehr, dass ich am liebsten geheult hätte.

Irgendwann meinte ich zu ihm: Weisst Du, vielleicht werden wir doch irgendwann mal eine Alterwohnung in Basel haben, worauf er entgegnete: Na ich hoffe doch etwas früher…

Da wir in verschiedenen Hotels übernachteten, sahen wir uns dann erst am nächsten Tag (also heute) wieder. Die Synode ging weiter und ausser intensivem Blickkontakt fiel nichts weiteres mehr vor.

Kurz vor Ende der Synode meinte er zu mir, er hätte gedacht, es ergebe sich noch eine Gelegenheit…. doch es ging nicht.

Wir verabschiedeten uns und ich stieg wehmütig ins Auto.

Natürlich versuchte ich es so gut wie möglich zu verbergen, aber es ist so schwierig…. so extrem schwierig.

Ich weiss nicht, was ich davon halten soll. Was will das Universum mir damit sagen? Er ist so gegensätzlich. Einerseits will er und andererseits sagt er „warte nicht auf mich“… ja was denn jetzt??

Traurig…

536167_300368163419285_135863332_nKennt Ihr dieses Gefühl, wenn sich der Magen zusammenzieht, weil etwas eintrifft, was ihr eigentlicht geahnt habt, nicht wahr haben wolltet und dann doch so kommt? Also etwas, das sehr wichtig für einen ist, nicht etwa, weil es regnet oder weil ich jetzt Lust auf Eis habe und die Läden schon zu sind…

Dieses Gefühl habe ich gerade.

Es ist nicht angenehm, ich möchte weinen. Es ist ein innerlicher Schmerz, der immer stärker wird.

Fernsehen, Musik, lesen… alles bringt keine Ablenkung und somit Änderung dieses Gefühls.

In solchen Momenten denke ich manchmal: es ist so ungerecht. Wieso immer ich? Es gibt Leute, bei denen klappt immer alles.

Ich verlange nicht viel, bin von Natur aus eher geduldig, aber das wenige Glück das ich erhaschen möchte entfernt sich von einem Schlag von 2 auf 6 Wochen… ich habe das Gefühl, dass ich das nicht überlebe. (natürlich tu ich das, aber momentan habe ich das Gefühl, dass ich das nicht solange aushalten kann), Die Sehnsucht ist enorm, tut weh, erdrückt mich zeitweise.

Gewisse Umstände zwingen uns dazu und es ist einfach traurig. Ich habe das Gefühl, es sei eine Art Prüfung – schwierige Prüfung, die viel Kraft, viel Geduld, viel Verständnis und viel Vertrauen braucht.

Ich habe all das und doch fällt es mir manchmal – wie jetzt – enorm schwer, nicht in eine Melancholie zu fallen…