Die Menschen neigen immer mehr dazu,
über ihre Gefühle nachzudenken,
anstatt zu fühlen.
Erich FrommNun, ich bin damit eigentlich ziemlich einverstanden, denn ich mach das ja selbst auch. Ich frage mich oft, warum fühle ich so für diesen Menschen? Eigentlich ist er doch ein Idiot und würde mir warscheinlich sowieso nur weh tun…
In die gleiche Richtung geht auch folgendes:
Ich habe schon darüber nachgedacht, wieso heute soviele junge Leute sexuelle Probleme haben? Also in meinem direkten Umfeld kenne ich einige. Liegt es vielleicht daran, dass man heute in der Theorie alles genau lernt? (Sexualkunde mit 5 bei uns in den Schulen ist normal. Wie soll ein Kind einen normalen Bezug dazu bekommen, wenn es mit 5 schon darüber aufgeklärt wird? Man muss sich dann nicht fragen, weshalb fünfjährige Genitalien anstatt Blumen und Schmetterlinge zeichnen…).
Ich meine: es wird einem alles erklärt (letzhin habe ich sogar ein Spam bekommen, welche auf eine Seite führt, um einen Blow-Job richtig zu machen… hallo ???) Schlussendlich hat man dann in der Praxis doch Angst, alles richtig zu machen… und genau das führt im Endeffekt dazu, dass es eben nicht klappt. Man ist verkrampft, unsicher und lässt sich nicht einfach gehen… . Man hat ja nichts mehr „zu erkunden“… es wurde einem ja schon alles gesagt und gezeigt.
Die Aufklärung und Befreiung in den 60er/70er war ja schon gut… aber zuviel des Guten ist dann – meines Erachtens – nicht mehr gut…
ich denk, er kann nicht aus seiner Haut, viele können das nicht. Er wird wohl kein Idiot sein, sondern vielleicht einer der sich nicht traut.
es gab mal einen Film
„Die Braut, die sich nicht traut“
Lieblingsfilm meiner Schwiegertochter, ich mag ja solche Schmonzetten nicht so gerne.
Einen Satz von Erich Fromm, den ich noch nie gehört oder gelesen habe, aber er stimmt, fürchte ich… wie so vieles, was er geschrieben hat.
Liebe Grüsse,
Jan
Das ist wohlweislich wahr