Oeukumene


Ich bin christkatholisch, obwohl: ich wurde reformiert getauft und ging auch bis 13 in den reformierten Religionsunterricht und die Sonntagsschule. Als meine Eltern damals geheiratet hatte, wurde meine Mama reformiert. Sie wollte nicht, dass wir Kinder eine christkatholische Mutter und einen reformierten Vater haben.

Als dann meine Eltern aber geschieden haben, wurde meine Mama wieder christkatholisch und somit wir Kinder auch. Ein Vorfahre meiner Mama war bei den Gründern logo-christkatholisch-64pxder Christkatholiken dabei. Ich hatte dann – etwas spät – meine 1. Kommunion und meine Konfirmation bei den Christkatholiken und bin es heute immer noch. Wir haben auch christkatholisch geheiratet und meine Kinder sind christkatholisch getauft. Ich fühle mich bei den Christkatholiken wohl.

Seit wir in der Westschweiz wohnen (seit 1990) spiele ich in unserer Kirchgemeinde einmal pro Monat das Harmonium wärend des Gottesdienstes. Ich war auch eine Zeitlang Kassier und betreue unsere Website. Unter anderem gestalte ich auch unser Kirchenblatt, das 4 x jährlich erscheint. Und nächstes Jahr werde ich mich zur Wahl als Synodaldelegierte stellen.

logo-busanAber eigentlich ist es nicht so wichtig, das ich christkatholisch bin. Wichtig ist für mich, das ich Christ bin. Heute hatten wir eine oeukumenische Feier in der Kathedrale von Lausanne. Es waren um die 20 verschiedene christliche Kirchen vertreten und ich habe im Chor mitgesungen. Es war 10 Jahre CECCV (Communauté des Eglises Chrétiennes dans le Canton de Vaud = Gemeinschaft christlicher Kirchen im Kanton Waadt). Mir gefallen solche oeukumenische Veranstaltungen. Denn eigentlich spielt es ja keine Rolle, ob man katholisch, reformiert, methodistisch oder orthodox ist – wir sind alles Christen…

Nebst Bless the Lord haben wir z.B. das gesungen:

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2 Kommentare zu “Oeukumene

  1. Ja, das ist was anderes. In Deutschland und Österreich heissen wir Alt-Katholiken.

    Wir anerkennen den Pabst nicht. Wir haben uns damals – vor ca 150 Jahren von den römisch-katholischen getrennt, weil der damalige Pabst sagte, er sei unfehlbar…
    Ausserdem können Pfarrer bei uns heiraten, es gibt die Frauenordination (Frauen, die Pfarrer sind) und wir akzeptieren auch Homosexuelle. Wir haben eine enge Verbindung mit der anglikanischen Kirche. Das heisst, ein anglikanischer Reverend kann bei uns einen Gottesdienst mit Eucharistiefeier halten und umgekehrt.

    Zudem kommt, dass wir keine Hirearchie haben. Unsere Kirche ist demokratisch aufgebaut. Wir haben zwar einen Bischoff, der kann aber nicht allein Entscheidungen treffen.

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