Warten…


Manchmal denke ich, dass ich mein Leben mit Warten verbringe. Bei gewissen Dingen muss man warten, dass ist mir klar und logisch, aber bei anderen Sachen gäbe es vielleicht Möglichkeiten, etwas zu beschläunigen, wenn man nicht einfach passiv wartet.

Jemand sagte mir, dass ich – was Pierre betrifft – passiv warten soll. Aber wär pro-aktives Warten nicht besser…? Diese Warterei lähmt mich zunehmend. Ich hätte eigentlich tausend Dinge zu tun (Steuererklärung, Haushalt, Mozart üben, Sohn in den Hintern treten, ausmisten, lesen, schreiben,…), aber ich hab einfach die Kraft nicht… und dann wird das Warten zur Qual.

Und wärend ich so warte, „strickt es“ in meinem Kopf. Ich stelle mir tausend Fragen und bekomme keine Antworten. Ich kann mir nur irgendwelche Ausreden vorstellen, oder Schreckens-Zenarien, oder negative, traurige Erklärungen.

Es kommt vor, dass ich mir manchmal sage, ich sollte zwischenzeitlich andersweitig schauen. Und es gäbe vielleicht auch jemand. Aber diese Person gibt mir zu verstehen, dass das – aus verschiedenen Gründen, die ich hier nicht erläutern will, die ich teils verstehe und akzeptiere, teils aber auch nicht – nicht möglich ist und er nicht will. Und das habe ich auch zu akzeptieren – man kann niemande zu etwas zwingen – auch wenn es manchmal schwer fällt.

Vielleicht ist es irgendwann zu spät, weil ich einfach zu lang gewartet habe – oder der andere zu lang wartet, mich mindestens zu informieren, was er vor hat oder möchte ? Dann sieht’s irgendwann so aus :

Wie macht Ihr das, oder was macht Ihr, wenn Ihr auf etwas wartet, das mit Sentimentalität zu tun hat ?

3 Kommentare zu “Warten…

  1. Ich würde all die Dinge in Angriff nehmen, die ohnehin getan werden müssen, wäre damit abgelenkt und hätte danach auch noch ein Erfolgserlebnis, wenn sie erledigt sind.

    Selbstmitleid bringt Dich nicht weiter und sinnloses Warten auch nicht.

    Natürlich kannst Du Dich (zwischenzeitlich?) anderweitig umschauen, Du bist schließlich frei. Vielleicht findest Du dabei den „Richtigen“. Ich würde es Dir wünschen! Es bringt jedenfalls nichts, wenn Du Dir wieder Jemanden aussuchst der selber sagt, dass er nicht will…
    Liebe Grüße

    • Ja, es ist halt nicht immer einfach, über seinen Schatten zu springen, respektive die Motivation zu finden, die Dinge zu tun, die man so oder so tun muss und welche einem auch noch Ablenkung verschaffen. Auch wenn das mit dem Erfolgserlebnis danach natürlich toll ist.

      Ich finde eigentlich nicht unbedingt, dass ich Selbstmitleid mit mir habe. Eher denke ich, dass mein Verstand momentan grad irgendwie auf „off“ geschalten hat. Aber ich werd ihn wieder einschalten…

      Ich suche mir ja diese Personen nicht bewusst aus… aber anscheinend ziehe ich das Unrealistische irgendwie an…

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