Es war ein bewegender Augenblick, der am 30. März 2019 in Rabat viele Herzen berührte: In Anwesenheit von König Mohammed VI. und Papst Franziskus kamen Vertreter der drei großen monotheistischen Religionen auf eine ganz besondere Weise zusammen – durch Musik.
Im Rahmen eines Konzerts des Philharmonischen Orchesters von Marokko erklangen nacheinander der muslimische Gebetsruf „Allahu Akbar“, das jüdische Gebet „Adonaï“ und das christliche „Ave Maria“. Der Muezzin Smahi El Hadni eröffnete mit dem islamischen Ruf zum Gebet, gefolgt von der Sängerin Françoise Atlan, die das jüdische Gebet vortrug. Schließlich vereinte sich Caroline Casadesus, Tochter des berühmten Dirigenten Jean-Claude Casadesus, mit ihrer Interpretation des „Ave Maria“ von Caccini zu diesem einzigartigen musikalischen Moment.
Der Höhepunkt: Die drei Künstlerinnen und Künstler schlossen das Konzert Hand in Hand ab – ein symbolisches Bild für Versöhnung, Respekt und gemeinsames Menschsein.
Dieses Konzert war Teil der Veranstaltungsreihe „Les religions à l’unisson“ („Die Religionen im Einklang“), einer Initiative des Philharmonischen Orchesters von Marokko, die den interreligiösen Dialog durch die universelle Sprache der Musik fördern möchte.
Ein Gänsehautmoment – und ein Beispiel dafür, wie Kunst Brücken bauen kann, wo Worte oft nicht ausreichen.