Wenn Arbeit, Kultur und Chor aufeinandertreffen


Gestern war kein gewöhnlicher Tag – sondern einer, der mir in Erinnerung bleiben wird :

Ein Tag im Gros-de-Vaud – Unser Betriebsausflug zwischen Kultur, Natur und Gastfreundschaft

Gestern war es wieder einmal so weit: Betriebsausflug! Ein willkommener Anlass, den Arbeitsalltag hinter sich zu lassen, gemeinsam unterwegs zu sein und neue Eindrücke zu sammeln. Und genau das haben wir getan – mit einem abwechslungsreichen Tag im Gros-de-Vaud.

Pünktlich um 8:15 Uhr trafen wir uns am Bahnhof in Echallens. Von dort aus ging es mit einem kleinen Car in das charmante Dorf Chêne-Pâquier, wo ein liebevoll vorbereitetes Zmorge auf uns wartete. Frischer Kaffee und selbstgebackener Zopf – besser kann ein Tag kaum beginnen.

Im Anschluss besuchten wir den eindrucksvollen Temple elliptique, eine kleine Kirche die mit ihrer elliptischen Bauweise nicht nur architektonisch besonders ist, sondern auch geschichtlich einiges zu erzählen hat. Der Pfarrer vor Ort vermittelte uns auf lebendige Art die Hintergründe und Besonderheiten dieses bemerkenswerten Gotteshauses.

Danach machte sich die Gruppe zu Fuss auf den Weg zum Tour Saint-Martin – ein Aussichtsturm mit weiter Sicht über das Land. Aufgrund meiner Ischias-Probleme konnte ich diesen Weg nicht mitgehen. Umso dankbarer war ich für das spontane Angebot einer Kollegin, die mit dem Auto unterwegs war und mich kurzerhand mitnahm. Eine kleine Geste mit grosser Wirkung – denn der Aufstieg auf den Turm und die Aussicht von oben waren ein echtes Highlight des Tages.

Zurück im Car führte uns die Route weiter nach Denezy, wo wir eine kleine Kirche mit Fresken des schweizer Künstlers Louis Rivier besichtigten. Auch hier erhielten wir eine spannende und detaillierte Einführung – eine schöne Gelegenheit, Kunst und Geschichte in einer ruhigen Atmosphäre auf sich wirken zu lassen.

Gegen Mittag erreichten wir den letzten Programmpunkt unseres Ausflugs: das Restaurant La Ferme in Cremin. Ein Ort mit ländlichem Charme und familiärer Atmosphäre. Das Mittagessen wurde in grossen Schüsseln serviert – Schweinsbraten, Gratin Dauphinois und Rüebli-Salat – ganz wie zu Hause. Die ungezwungene Stimmung und das feine Essen rundeten diesen gelungenen Tag wunderbar ab.

Um 14:30 Uhr wurden wir beim Restaurant abgeholt und zurück nach Echallens gebracht – unserem morgendlichen Ausgangspunkt. Dort wartete bereits meine Mama auf mich, die mich morgens hingefahren hatte. Gemeinsam fuhren wir zu ihr nach Hause, wo ich ihr von all den schönen Erlebnissen des Tages erzählte.

Chorleben am Abend – Musik, Gemeinschaft und gute Gespräche

Nach einem erlebnisreichen Ausflugstag war für mich noch lange nicht Schluss. Gegen halb sechs machte ich mich erneut auf den Weg – diesmal nach Lausanne, um unsere Chorchefin und eine Kollegin aus dem Chor-Comité abzuholen. Wir waren bei Guillaume, unserem Präsidenten, zum gemeinsamen Znacht eingeladen.

Als wir ankamen, erwartete uns bereits ein liebevoll vorbereiteter Apéro. Die Stimmung war herzlich, fast familiär, und bald wurde der Grill angefeuert. Es wurde viel gelacht, erzählt und gemeinsam gegessen – doch neben dem Geselligen hatte der Abend auch einen sehr produktiven Kern.

Wir tauschten uns über das vergangene Konzert aus, gaben einander Feedback, reflektierten, lobten – und übten auch konstruktive Kritik. Die Atmosphäre blieb dabei stets offen und unterstützend. Es war spürbar, wie sehr uns der Chor verbindet – nicht nur musikalisch, sondern auch menschlich.

Auch die Planung für kommende Projekte nahm an Fahrt auf, Ideen wurden gesammelt, mögliche Termine besprochen und erste Visionen geteilt. Gegen 1 Uhr morgens kam ich schliesslich nach Hause – todmüde, aber erfüllt. Dieser Abend war wie das i-Tüpfelchen auf einen ohnehin schon wunderbaren Tag.

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