Epiphanias


Die Heiligen Drei Könige – Caspar, Melchior und Balthasar – werden am 6. Januar, dem Dreikönigstag (Epiphanias), gefeiert. Laut dem Matthäus-Evangelium waren sie Weise oder Sterndeuter aus dem Morgenland, die einem besonderen Stern folgten – suchend und vertrauend –, um dem neugeborenen Jesuskind zu begegnen. Ihre Geschenke – Gold, Weihrauch und Myrrhe – stehen symbolisch für Königtum, Göttlichkeit und Vergänglichkeit; sie lassen sich auch als Zeichen von Würde, Verehrung und der Zerbrechlichkeit des Lebens lesen.

Erst im Mittelalter erhielten die Weisen ihre Namen und wurden als Könige dargestellt. Sie symbolisieren die damals bekannten Kontinente Europa, Asien und Afrika und stehen sinnbildlich für die gesamte Menschheit, die sich auf den Weg macht.

Bis heute prägen Traditionen wie das Sternsingen (eher in D, in der CH nicht so verbreitet) oder der Dreikönigskuchen den Dreikönigstag.

Mit dem Segensspruch C + M + B – Christus mansionem benedicat (Christus segne dieses Haus)
wird ein stilles Zeichen des Schutzes und der Hoffnung gesetzt.

Zugleich markiert dieses Fest das Ende der Weihnachtszeit und erinnert an die Offenheit des christlichen Glaubens für alle Menschen.

2 Kommentare zu “Epiphanias

  1. Ich dachte immer, das C M B heisse Caspar Melchior und Balthasar (shame on me als Lateiner. Dass das „Christus Mansionem benedicat“ = Möge Gott dieses Haus segnen abkürzt, wusste ich nicht.).

    • Man lernt nie aus 🙂
      Ganz abwegig war Caspar – Melchior – Balthasar ja nicht.
      Die Verbindung zu den Heiligen Drei Königen ist so verbreitet, dass viele genau das annehmen.

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