Am letzten Samstag bekam ich einen WhatsApp-Anruf einer unbekannten Nummer. Ich nehem keine Anrufe entgegen, wenn ich die Nummer nicht kenne… 3 Minuten später hat die selbe Nummer wieder angerufen, diesmal allerdings auf der normalen Telefonlinie, also nicht über WhatsApp. Auch da nahm ich nicht ab – wenn’s wirklich was wichtiges ist, wird die Person eine Nachricht hinterlassen.
Und tatsächlich, es wurde eine Nachricht hinterlassen… es war eine ehemalige Nachbarin aus meiner Kinderheit (als ich zwischen 2 und 7 Jahre alt war). Sie sei gerade mit ihrem Mann in der Gegend und sie würden uns (also Mama und mich) gerne morgen abend (also Sonntag) zum essen einladen. Da sie noch Kontakt mit meinem Vater haben, konne er ihnen unsere Nummern geben…
Ich hatte nicht mal Zeit, meiner Mama Bescheid zu geben – Mama war schneller, denn sie hatte genau die selbe Sprachnachricht erhalten 😀
Wir haben uns dann am Sonntag zum Abendessen getroffen und schwelgten in alten Zeiten. Diese ehemaligen Nachbarn sind ein paar Jahre jünger als Mama und ich war als Kind oft bei ihnen. Ich habe sehr schöne Erinnerungen an diese Zeit und war ein wirklich toller abend !
Letztes Wochenende, also vom Freitag 18. bis Sonntag 20. August war ich in Österreich. Genau genommen im Tirol in der Nähe von Ötz (Ötzi…).
Wir hatten am Freitag eine schöne 7,5-stündige Fahrt. Eigentlich hätten wir – ohne Pausen – knapp 6 Stunden gebraucht. Aber mit meinem 4-jähriger Neffen konnten wir natürlich nicht durchfahren. 2 grössere Pausen wurden also eingelegt. Die Fahrt über den Arlberg war wunderschön (der Tunnel ist von April bis Oktober wegen Bauarbeiten gesperrt) :
Zuoberts ist St Christoph – mein Vater heisst Christoph 🙂 – und das musste natürlich auch fotographiert werden 😀
Zugegeben, das Foto ist jetzt nicht nominierbar für einen Wettbewerb – aber es ging nicht anders 😀
Wir hatten in Umhausen, knapp 20 Minuten von der Hochzeitslocation, eine Ferienwohnung gemietet. Sie war gross und die Besitzer sehr nett. Für meinen Neffen war es auch super, denn das Mädchen der Vermieter ist knapp ein Jahr älter und die beiden haben sich sofort miteinander im Garten mit Rutschbahn, Ball und anderern kindgerechten Spielsachen amüsiert.
Um 20h kamen meine Kinder ebenfalls an. Wir haben das Appartement alle zusammen gemietet : Meine Kinder, meine Mama und mein Bruder mit Kind. Kurz nach ihrer Ankunft, bekam ich dann so gegen halb neun abends noch eine Watsapp Nachricht vom Zwillingsbruder meines Bruder der heiratete, ob wir auch noch was trinken kommen (ohne meinen Neffen, der mit seinem Papa daheim blieb – er schlief sogar schon 🙂 ).
So machten wir uns also auf und fuhren ins nächste Dorf, wo ca 25 Personen schon länger installiert waren. Es war gemütlich, ich habe mit dem zukünftigen Ehemann (also meinem Bruder) viel geredet, haben gelacht und sind in Erinnerungen geschwelgt. Gegen Mitternacht waren wir wieder zu hause und irgendwann gegen 1h morgens war ich dann im Bett.
Nur so am Rande erwähnt (es gibt dazu einen extra Post später), habe ich Pierre eines der beiden Fotos oben geschickt mit einem kurzen Grusswort. Er hat mir dann gegen 23h darauf geantwortet und ich habe erst gegen 1h morgens darauf reagiert.
Am Samstag war ich um 6h morgens schon wach. Ich kann einfach nicht mehr lange schlafen… Ich habe mir einen Kaffee gemacht und setzte mich auf den Balkon und genoss die Bergwelt. Um 8h stand meine Mutter und mein Neffe auf und wir frühstückten gemeinsam. Der Blick aus dem Fenster der Küche war spektakulär :
Stalblauer Himmel
Gegen 10h ging ich dann mit meinem Neffen runter in den Garten und er spielte mit dem kleinen Mädchen. Wir hatten genügend Zeit, denn die Hochzeit begann erst um halb vier.
Als vorbildliche und pünktliche Schweizer waren wir natürlich überpünktlich und schon knapp vor 15h vor Ort 😀 . Langsam trafen auch alle anderen Gäste ein. Die Feierlichkeiten fanden an einem schönen Ort im Wald von Sautens – wie auch jedes Jahr das Oetztaler Country Festival – statt.
Der Bräutigam war natürlich schon da… die Braut allerdings liess auf sich warten… Aber als sie dann da war, begann die freie Trauung. Persönlich mag ich das nicht so – aber es war ja schliesslich nicht meine Hochzeit 😀
Danach wurde der Apéro serviert und irgendwann so gegen 19h wurde das Buffet eröffnet. Es gab viele gute Sachen und es war für jeden etwas dabei.
Ein paar bekannte Hochzeitsspiele wurden gemacht, die Cocktailbar eröffnet und der DJ machte sich ans Werk.
Ich habe viel mit meiner Lieblingstante geredet. Sie ist 15 Jahre älter als ich und als ich damals als Teenager auf meine Mama etwas wütend war, weil sie entschieden hatte, das wir in die Westschweiz ziehen (mit 15 ist so ein grösserer Umzug nicht so einfach), war ich damals JEDES Wochenende bei meiner Tante in Basel und wir gingen zusammen aus. Es war eine super Zeit !
Dann gegen 1h morgens – mein Neffe schlief seit ca 2 Stunden im Kinderbuggy – gab’s noch eine kurze Aufregung: ich fand meinen Autoschlüssel nicht mehr :-O . Da meine Tochter irgendwann wärend des Abends etwas in meinem Auto holte, legte sie mir danach den Schlüssel auf den Tisch.. und dann war er plötzlich weg. Kurze innere Panik (die ich nach Aussen nicht zeigte, sonst hätte meine Mama hyperventiliert 😀 ) … dann haben wir mit Töchterchen nochmal alles abgesucht und schliesslich hat sie ihn in einer Plastiktüte wieder gefunden. Gott war ich froh – denn mein Zweitschlüssel war in der Schweiz… Gut, nach dieser kurzen Aufregung sind Mama, Bruder, Neffe und ich nach Hause und meine Kids blieben noch bis halb drei und kamen später.
Am Sonntag morgen war ich wieder um 6h wach… trank meinen Kaffee auf dem Balkon und frühstückte gegen acht mit Mama und Neuveu.
Da wir bis spätestens 10h das Appartement abgeben mussten, machten wir uns dann relativ schnell daran, alles zusammen zu packen, das Geschirr zu waschen und das Auto zu laden. Wir bezahlten dann noch die Kurtaxen und um 10h fuhren wir los.
Die Fahrt war sehr angenehm, praktisch kein Verkehr und unser 1. Halt war erst nach der Grenze – schon wieder in der Schweiz. Wir haben einen schönen Rastplatz mit einem wunderbaren Ausblick auf den Bodensee gefunden :
Nach dem Pick-Nick (bei 35 Grad im Schatten) fuhren wir weiter und machten nur noch einen kurzen Pipi-Stop für den Kleinen. Und knapp vor 17h waren wir zu hause.
17h13 bekomme ich eine Watsapp-Nachricht von Pierre… weiter Details folgen in einem nächsten Beitrag… 😉
Wieso sind wir Menschen eigentlich so kompliziert ? Es könnte alles so einfach sein, wenn wir nicht immer denken würden, was der andere wohl denkt, wenn wir dies oder das tun oder sagen …
Würde ich immer nach Gefühl handeln, dann hätte ich wohl vieles anders gemacht und vieles wäre anders gekommen. Hätte ich damals gefühlsmässig beim 1. Treffen Pierre geküsst, hätte ich mich wohl von meinem damaligen Mann getrennt und mein Sohn wäre niemals geboren… . Im Endeffekt, wäre ich also so oder so geschieden.
Gefühlsmässig würde ich jetzt am liebsten zu Pierre fahren und ihn mal ordentlich durchschütteln… aber sowas macht man nicht…
Gefühlsmässig würde ich auch viele andere Dinge tun, die man aber nicht tut, weil man Angst vor Reaktionen oder daraus folgenden Auswirkungen hat … z.B.
würde ich zu meinem Chat-Partner fahren, einfach so, um ihn mal zu umarmen und danke zu sagen
würde ich meinem Ex-Mann mal sagen, was ich wirklich von ihm halte als Vater
würde ich meine 1. grosse Liebe anrufen und fragen, wie’s ihm geht
würde ich meiner Schwägerin mal die Leviten lesen
würde ich meinen Job hinschmeissen und ein Tierheim eröffnen
würde ich mit Sissi-Kleidern rumspazieren
würde ich mich einem Chor anschliessen, der auf Tournée geht
würde ich offen meine politische Meinung äussern – kann man ja heute fast nicht mehr, wenn man kein Gutmensch ist…
…
Aber eben, man macht das halt nicht…
Wieso hat man Angst vor den Reaktionen der Mitmenschen ?
Küsse und Zärtlichkeit lassen mich über alle sonstigen Fährnisse schweben. Wo man ist, ist egal.
Das hat mir jemand geschrieben, der eigentlich sehr rational und vernünftig scheint. Irgendwie hätte ich solch einen Satz von dieser Person nicht erwartet (auch wenn ich mich geschmeichelt fühle) – und eigentlich würde mich interessieren, was genau dahinter steckt und was genau diese Person damit gemeint hat.
Einerseits ist es sehr deutlich, andererseit verwirrt es mich ein wenig, denn diese Person hat Pläne, welche mit obgennantem Satz eigentlich nicht vereinbart werden können. Vielleicht weiss diese Person selbst nicht richtig, was sie wirklich möchte ? Ich verurteile niemanden – jeder ist seine Glückes eigener Schmied – und doch möchte ich dieser Person nahe legen, dass sie sich darüber klar wird und vielleicht mal mit gewissen Leuten Tacheles redet. Man kann doch nicht jahrelang einfach warten ? Obwohl, ich bin ja Meister darin (im Warten), aber andere müssen ja nicht gleich blöd wie ich sein, oder ?
Vielleicht bekomm ich ja irgendwann noch ausführlichere Erklärungen…
In den letzten paar Tagen ist mir aufgefallen, dass Männer – welche mich in irgendeiner Form anziehen oder angezogen haben – alle im März Geburtstag haben. Ist das jetzt einfach Zufall ?
Diese ganze Geschicht mit Pierre (28. März), dann z.B. auch meine 1. Grosse Liebe (1. März) – der mich übrigens gestern abend überraschenderweise auf LinkedIn zu seinem Freundeskreis hinzugefügt hat – und dann gibt’s da noch andere, von denen ich aber hier im Blog nicht berichtet habe.
Was haben die März-Männer besonderes an sich, dass ich mich von ihnen angezogen fühle ? Die selben Sternzeichen haben sie nicht, denn vom 20.02. bis 20.03. sind es Fische und ab 21.03. Widder. Woran könnte es liegen ? Fragen über Fragen… ja, keine existentiellen, aber trotzdem …
Da ich heute ja schlussendlich nicht unterwegs war und den ganzen Tag nur auf dem Sofa sass und irgendwelche blöde Videos auf TikTok ansah, nebenbei X_Faktor am TV lief und ich mit meinem Chat-Partner etwas hin und her schrieb, beschloss ich gegen 17h ein Bad zu nehmen 😀 . Das ist etwas, was ich sehr selten tue – eigentlich dusche ich viel lieber. Aber heute hatte ich mal Lust dazu.
Und dann, später, so gegen 20h fand ich, dass ich jetzt einen Abendspaziergang mache. Ich nahm also mein Handy, Kopfhörer und Schlüssel mit und schlenderte zum See.
Es war eine wahsinnige Stimmung – und dazu das Klavierkonzert 20, KV 466 von Mozart und dann noch Fantasia in d-moll, KV 397 … es war einfach nur traumhaft. Und ich hatte grosse Lust, Klavier zu spielen – was ich ja leider seit ein paar Jahren nicht mehr kann, da ich ja weder (m)einen Flügel noch (m)ein Klavier habe 😦
Manchmal möchte ich ausbrechen und einfach alles über Bord werfen. Ins Auto sitzen und einfach weg ? Schluss mit Alltag und dem täglichen Kampf ums Überleben :
Rechnungen zahlen
mit dem Geld jonglieren
Abzahlungs-Arrangements verhandeln
Post aus dem Briefkasten nehmen und hoffen, dass nicht noch mehr Rechnungen kommen
jeden Tag zur Arbeit fahren (weil der Arbeitgeber denkt, dass man so den Angestellten besser kontrollieren kann. Dabei funktionniert HomeOffice wunderbar – zumindest was meine Arbeit betrifft. Ausserdem wäre es noch einen Beitrag für die Umwelt : weniger Abgase da das Auto nicht benutzt wird
eine Wohnung zu bezahlen, welche grösstenteils nur zum schlafen benutzt wird weil man ja 100% arbeiten muss
Psychologe und Unterstützer für alle anderen sein, selbst aber (mit Ausnahmen) keine Unterstützung zu bekommen
sich allein und verlassen fühlen – wieso also nicht gleich einfach alles über Bord werfen – man ist ja sowieso allein.
Ich wünsche mir manchmal, irgendwo in der Natur zu sein, niemanden zu sehen, keine Verpflichtungen zu haben. Tiere und Natur und sonst nichts.
Aber man kann ja in unserer Geselleschaft nicht einfach machen was man will – schon gar nicht, wenn man nicht die nötigen Mittel dazu hat. Also wird das wohl nur ein Traum bleiben…
.. mein Schicksal, dass ich immer und immer wieder ins Straucheln komme, wenn sich Pierre meldet ? Ich nerv Euch sicher langsam damit, aber ich muss es einfach nochmal und nochmal schreiben, damit’s besser wird.
Eine Freundin sagt mir :
Ich würde diese Situation nicht mehr akzeptieren. Aber natürlich ist es für mich einfacher, das zu sagen, da ich nicht in dieser Situation bin. Wie schon mal gesagt : es ist inakzeptable für deine Stabilität und deine mentale Gesundheit. Er ist dir gegenüber nicht fair genug und lässt dich trotz seiner Abwesenheit und seiner Respektlosigkeit immer noch träumen.
Sie hat ja so recht – und ich bin einfach zu tolerant und zu verständnisvoll. Ich entschuldige und dulde vieles, auch wenn es für mich eigentlich schmerzlich ist. Aber ich kann nicht aus meiner Haut.
Und ich bin davon überzeugt (ja, ich weiss, einige werden sagen, ich mach mir was vor, red mir was ein, etc), dass Pierre ebenso leidet, nur kann er das irgendwie anders handhaben. Oder er funktionniert einfach nur. Sein grosses Problem (welches eigentlich relativ einfach beseitigt werden könnte) ist seine Ehe, respektive die fixe Idee, dass er sich (aus welchen absurden Gründen auch immer) nicht trennen kann. Ich weiss einfach nicht, wie er so 20 Jahre und länger leben kann… ?
Ich habe seit 3 Tagen wieder dieses betäubende, fast unerträglich Kribbeln in mir. Am liebsten würd ich irgendwo hinsitzen und heulen. Mach ich natürlich nicht, aber es ist zermürbend…
Gestern habe ich schon wieder Federn auf meinem Weg gefunden :
Irgendwie sind diese Federn sehr speziell, denn es sieht so aus, als wären sie wie zusammen ausgerissen worden. Sie halten aneinander fest und ich frage mich, ob der Vogel, welcher diese Federn verloren hat, in einen Kampf verwickelt war ? Ob er überhaupt noch lebt ? Und was für ein Vogel war es ? Könnte vielleicht ein WeissStorch sein ?
… wie erfahre ich, wenn jemand – der weit weg wohnt und den ich z.B. nur virtuell kenne – einen Unfall hat oder sogar stirbt ?
Ich werde mich wohl fragen, ob etwas passiert ist wenn ich über längere Zeit nichts von diesem Menschen höre, aber wirklich wissen kann ich es irgendwie ja nie.
Das beschäftigt mich jetzt grad enorm… Ich finde diese Vorstellung total schrecklich. Eine Ungewissheit die eigentlich nie eine konkrete Anwort bekommt wird …