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Meetic & Co

Ihr kennt ja sicher alle diese Dating-Portals. Was haltet Ihr davon?

Ich habe meinen Mann 1996 via Internet – damals war es noch CompuServe – kennen gelernt. Allerdings gab’s damals diese Art von Plattformen noch nicht. Wir kamen in einem Forum ins Gespräch – also kein Vergleich zur Aktualität.

Ich war mal bei badoo eingeschrieben – habe mich aber schnell wieder davon verabschiedet. 95% der dort eingetragenen Leute (Männer) suchen nur eins. Manchmal fielen sie direkt mit der Tür ins Haus. „Willst Du f*****“ hatte ich einige Male als 1. Satz in einer Konversation… Eigentlich schon traurig, oder? Na ja, jedenfalls blieb ich da nicht lange – niveaulos und meist unter der Gürtellinie.

The_Blind_Date_MugIch hatte zwar ein paar Blinddates, doch ausser mit einem  (wir waren im Kino und essen) ging es meist nach 20 Minuten auf das Eine hinaus. Er war eigentlich der einzige, der „normal“ war. Aber es hat nicht gefunkt. Bei ihm schon – aber mehr als Bekanntschaft oder Freundschaft konnte ich mir beim besten Willen nicht mit ihm vorstellen…

Nun, badoo war im 2011 – kurz nachdem mein Ex-Mann und ich uns getrennt haben. Nach knapp 6 Monaten war ich dort wieder weg. Seitdem hab ich mir gesagt, dass ich mich nicht mehr virtuell mit jemandem verabreden will. Aber irgendwie frage ich mich, wie ich jemanden kennen lernen soll?

Ich singe in einem Chor – potentielle Männer gäbe es da vielleicht schon, aber … na ja, ich weiss nicht. Und die, die mir gefallen würden sind sowieso schon vergeben… (irgendwie hab ich ein Flair dafür – findet Ihr nicht…?)

Ansonsten…. hmmm…. ich habe zwar Freundinnen, doch die haben alle auch Kinder und wir können eigentlich nie spontan abends mal ausgehen. Es muss immer alles organisiert sein. Und die Freundinnen, die keine Kinder haben, wohnen weit weg. Ausserdem: wenn etwas so „geplant“ ist, funktionniert es doch sowieso nicht, oder?

Irgendwelche Ideen, was ich sonst noch unternehmen könnte?

Gefühl im Magen

Ach langsam hab ich’s satt. Ich habe seit gestern wieder so ein komische kribbeln im Magen. Wenn es wenigstens ein Gefühl der Freude wär ! Aber dem ist nicht so! Eher im Gegenteil. Es ist irgendwie wie wenn ich eine Prüfung machen müsste und aufgeregt bin.

Ich mag dieses Gefühl in diesem Zusammenhang nicht.

Na ja, es wird – hoffentlich – bald wieder vorüber gehen…

Veränderungen

Mein Bruder wurde vor einigen Wochen von seiner Freundin verlassen. Inzwischen geht es meinem Bruder besser – er schaut nach vorn und hat sich irgendwie damit abgefunden. Natürlich gibt es noch Momente, in welchen er wehmütig an sie zurück denkt, doch alles in allem geht es ihm gut.

Die Ex-Freundin ist seit letztem Mai Sohnemanns Gotte (Patentante). Ja, Sohnemann hat irgendwie kein Glück mit seinen Gotten. Seine richtige Gotte ist eigentlich eine Bekannte meines Ex-Mannes. Ich kenne sie gut. Sie war viel bei uns – hatte sie doch zusammen mit meinem Ex-Mann ein MBA gemacht. Es war auch mein Vorschlag, sie zu fragen, ob Sie Gotte werden wolle. Sie nahm mit Freude an, sagte, Sohnemann sei ihr 8. Weltwunder, war an Geburtstagen, Ostern, St. Niklaus, Weihnachten, Neujahr und auch sonst zwischendurch immer wieder hier, hat sogar bei uns mehrere Male übernachtet. Eine tolle Gotte !

Doch dann kam alles anders. Seit mein Ex-Mann mich damals verliess, hat sie sich nicht mehr gemeldet. Weder bei ihrem Patenkind noch bei mir. Auf FB hat sie mich „ausgeladen“, auf ein, zwei fragende sms nie Antwort gegeben. Ich verstehe eigentlich bis heute nicht, wieso sie nichts mehr von sich hören lässt. Schliesslich habe nicht ich meinen Mann verlassen, sondern er mich… Es geht mir auch gar nicht um mich, sondern um meinen Sohn. Er hat seine Gotte so oft gesehen und dann, von einem Tag auf den andern nie wieder etwas von ihr gehört. Er kann ja nichts für unserer Trennung und in erster Linie geht es ja ums Kind. Es tut mir weh wenn mein Kind mir sagt: ich vermisse meine Gotte…1534_1

Nun gut, ich habe dann – nach zwei Jahren – beschlossen, die ehemalige Freundin meines Bruders zu fragen. Schliesslich waren wir sehr oft zusammen und sie kann es sehr gut mit Kindern. Sie hat sogar meinem Bruder bei der Trennung gesagt, dass sie gerne Gotte von Sohnemann bleiben möchte – womit wir alle einverstanden waren. Doch jetzt, seit der Trennung, haben wir auch von ihr keine News. Wie bei der ersten Gotte herrscht nun Funkstille.

Ich verstehe nicht, wieso Menschen sich so ändern, respektive sich so gegenüber einem unschuldigen Kind verhalten können? An und für sich habe ich ja nichts gegen Veränderungen, doch wenn man so auf Gefühlen von Kindern rumtrampelt – dann schon !

Vor ein paar Tagen meinte Sohnemann zu mir: Mir reichts langsam, dass sich alle trennen ! Ich möchte nicht immer Veränderungen. Wieso kann nicht alles so bleiben wie es ist? Es zeriss mir fast das Herz. Mein kleiner Junge von 8 1/2 muss sich jetzt schon damit abfinden, dass nichts für die Ewigkeit ist, dass es Veränderungen gibt, Trennungen, Schmerz…

Ich werde natürlich die jetzige Gotte anschreiben und mal nachfragen, wann und ob sie wieder mal vorbei komme – ich hoffe es, für meinen Bub !!!

Schlecht geschlafen

Habe schlecht geschlafen, Blödsinn geträumt und fühl mich total gerädert.

Na ja, die Kids sind inzwischen aus dem Haus und ich werd jetzt erst mal einen Rundgang mit meinem Hund machen – das wird mir guttun.

Am Mittag isst Töchterchen in der Schule und ich habe das Nachbarsmädchen zum Essen da. Was koch ich bloss? Irgendwelche Ideen?

 

Allein

lonely

 

Fühl mich grad ziemlich einsam und allein.

Irgendwie haben alle um mich herum jemanden, amüsieren sich, gehen aus, kuscheln, sind verliebt, etc… und manchmal – nicht immer – da tut das verdammt weh. Jetzt ist grad so ein Moment… und kopfweh hab ich auch…

Ich glaub, ich versuch mal zu schlafen…

Zeit

Haben wir genug Zeit?

In unserer heute hektischen Welt hört man oft: ich hab keine Zeit dazu – mir fehlt die Zeit – das braucht zu viel Zeit

Alles muss immer schnell und noch schneller gehen. Wieso eigentlich? Was haben wir davon, wenn wir alles schnell machen ? Ausser Stress eigentlich nicht viel.

Natürlich ist es toll, wenn man schnell per email etwas fragen kann, wenn man schnell im www eine Information findet, wenn man mit dem Auto noch schnell zur Tankstelle fahren kann, wenn man vergessen hat, Milch zu kaufen (allerdings dann das doppelte oder dreifache dafür zahlt)… Aber ist es wirklich nötig?

Früher brauchte man zwar länger, um etwas zu bekommen, zu erfahren oder zu machen. Aber ich glaube, die Menschen waren glücklicher. Natürlich war das Leben hart. Um essen zu können, musste das Feld bestellt, gepflegt und geerntet werden. Socken wurden gestopft (und nicht weggeschmissen und schnell neue gekauft). Kinder freuten sich über einen lang ersehnten Ausflug oder das Geburtstagsfest, über einen Restaurant-Besuch (als Kind war es für mich ein Ereignis, wenn wir an meinem Geburtstag nach Zürich ins Mc Donalds fuhren !). Die Adventszeit wurde gelebt und genossen – es ging nicht immer nur um Konsum. Heute fangen die Geschäfte schon im Oktober mit Weihnachtsdekoration an…. Zeit ist Geld …

Heute ist auch alles selbstverständlich. Ein Kindergeburtsagsfest muss immer übertrieben organisiert sein, Hochzeiten mit 300 geladenen Gästen sind normal (an meiner Hochzeit waren wir 20 Leute – Pfarrer inbegriffen), einen Ausflug an den XY-See ist langweilig – no action !

Ich bin noch keine 40 und fühle mich heute manchmal schon als wär ich 80. Der Satz „Früher war alles besser“ kommt mir fast täglich in den Sinn… Ich glaube, ich lebe wirklich in der falschen Zeit…

Modernes Mittelalter

Seit geraumer Zeit fasziniert mich das Mittelalter.

Seit Jahren lese ich regelmässig Romane, welche im Mittelalter spielen und auch geschichtliche Hintergründe beinhalten. Meist so zwischen 1150 und 1500.

Viele historische Gestalten wie z.B. der Erzbischoff von Canterburry, Thomas Becket (1118 – 1170) oder der englische Earl Henry Plantagenet (1281-1345) werden immer wieder erwähnt. Auch die damaliegen Ratsherren – manche haben wirklich existiert – sind wie Vertraute.

Im Nachhinein und verglichen mit unserer heutigen Lebenslage, komme ich je längs je mehr zum Schluss, dass wir heute in einem modernen Mittelater leben

Natürlich haben Frauen heute Rechte, werden Menschen nicht mehr gefoltert um ein (unwahres) Geständnis zu erpressen, haben Kinder ein Recht auf „Kind sein“, regiert nicht mehr die Kirche, wissen wir viel über Krankheiten und deren Heilung, haben wir Ferien und können auch als „das gemeine Volk“ lesen und schreiben. Outlaws (Gesetzlose) gibt es so wie damals nicht mehr und es muss auch niemand mehr auf der Strasse leben – soziale Einrichtungen verhindern dies.

ABER: lassen wir mal das ganze „Drumherum“ weg und konzentrieren uns auf das Wesentliche: Haben wir es heute wirklich soviel besser?

Der Normalbürger muss Steuern zahlen – heute an den Staat, damals an den Marktgrafen oder den Bischoff, respektive den König.

Zahlt man nicht – weil es einem unmöglich ist – gibt’s schlussendlich eine Pfändung; damals wurde einem die einzige Kuh genommen oder die Tochter musste auf dem Gut des Grafen unetgeltlich als Magd (und was eine Frau sonst noch alles zu bieten hatte…) arbeiten und jede Laune des Grafen still ertragen.

Unser heutiger Staat verhält sich nicht sonderlich besser… wir werden von ein paar „Oberen“ und einigen Privaten Leuten (z.B. Banken, Krankenkassen) regiert und haben nicht viel zuKraeuterfrau sagen. Obwohl wir hier in der Schweiz die direkte Demokratie haben, finde ich oft, dass wir nicht viel zu melden haben. Ich habe jedenfalls noch über eine Erhöhung der Krankenkassenprämen abgestimmt … Und wie damals im Mittelalter wird die „unterste“ Schicht oft am meisten (finanziell) schikaniert. Diejenigen, die sowieso schon wenig bis nichts haben, müssen noch drauf zahlen.

Manchmal möchte ich am liebsten in einer Blockhütte im Wald leben. Alleinversorger sein und mich nicht mehr die ganze Zeit zu fragen, ob ich mir morgen noch einen Liter Milch leisten kann. Ein bisschen so, wie eine Kräuterfrau im Mittelalter 🙂

3-4 Stunden

2512_snowriseDas ist mein durchschnittlicher Schlaf pro Nacht seit ein paar Wochen…

Erst kann ich bis 2h morgens nicht einschlafen  und dann erwach ich wie auf ein Fingerschnippen um 5h und bin hellwach.

Manchmal denke ich: spinnst Du! Jetzt wird noch etwas weiter geschlafen – mindestens bis 6h30. Aber nein, es geht nicht. Kein Wunder, dass ich dann tagsüber Kriesen habe und am liebsten gleich stehend einschlafen möchte. Vorallem, wenn es seit Wochen so ist. Die Übermüdung ist da und macht sich je längs je mehr bemerkbar.

Ich habe seit etwa einer Woche links an der Hüfte und rechts in der Kniekehle so ein bizarres Ziehen. Es schmerzt nicht wirklich aber ist doch sehr unangenehm. Ich frage mich, ob das psychisch ist? Oder eben, weil ich zu wenig schlafe? Oder ob wirklich etwas ist und ich zum Arzt muss?

Seit ich aus Österreich zurück bin, hat sich mein Ischias-Schmerz wieder gelegt und zum Arzt bin ich nicht gegangen. Ich hatte vor 2 Wochen für einen kurzen Moment ein Ziehen. Das dauerte aber eine knappe Stunde und war dann wieder vorbei.

Ich werde wohl noch das Wochenende abwarten bevor ich zum Arzt renne…

Egoismus ist geil ! … ?

Ich habe da so einen Newsletter abonniert, welcher heute als Betreff „ Egoismus ist geil! “ hat.1924544637_1

Da heisst es unter anderem:

Egoismus ist verpönt. Es wird gleichgesetzt mit Eigensinn, ausgefahrenen Ellenbogen und einer „alles meins“-Mentalität.
Dabei hat Egoismus NULL etwas damit zu tun.
Egoismus heißt in seiner ursprünglichen Form einfach nur: Eigenliebe, Eigennutz, Ichbezogenheit.

Des weiteren heisst es:

Tu ja nix für dich selber, sei erst mal für die anderen da. Wer bist du denn schon, dass du dir hier was für dich selber rausnimmst? Und wehe dem, der es sich selber gut gehen lässt, dem werden wir’s schon zeigen, dem Egoisten dem… So ein katastrophaler SCHWACHSINN!

Was diese Leute mal wieder überhaupt nicht kapieren ist, dass es erst mal dir selber gut gehen muss, damit du anderen helfen kannst. Wie willst du für andere da sein, wenn es dir selber nicht gut geht?

und dann noch :

Egoismus in seiner positiven Form ist lebenswichtig, und sei dir eins sicher, die Leute, die stark sind und ein glückliches Leben leben, praktizieren diese Selbstliebe auf einem ganz hohen Niveau – jeden Tag!

Tu es ihnen gleich. Achte erst mal auf dich selber, bevor du gleich wieder anderen hinterherrennst oder wieder irgendwo hilfst, obwohl du dich selber dabei gar nicht gut fühlst.

Also ich bezeichne mich selbst überhaupt nicht als egoistisch. Doch es kommt natürlich darauf an, wie Egoismus definiert wird.

Natürlich schaue ich darauf, dass ich mich wohl fühle, dass es mir soweit gut geht und doch bin ich immer für andere da… soweit es in meiner Macht steht. Manchmal geht es mir sogar danach besser, weil ich jemandem etwas Gutes tun konnte. Natürlich sage ich auch mal nein – das kommt allerdings selten vor. Denn das Problem ist: ich fühle mich total schlecht, wenn ich nicht für andere da sein kann. Ist das das Helfersyndrom? Sollte ich effektiv wengier für andere und mehr für mich tun?

Ein Freund sagte mir mal: Im Leben musst Du  egoistisch sein, sonst gehst Du unter…

Meine Kinder

Manchmal denke ich, wie schön es doch einige haben: Können tun und lassen was sie wollen, wann sie wollen, solang sie wollen, mit wem sie wollen, wo sie wollen. Sie haben keine Verpflichtungen 24h/24h…

Doch dann muss ich sagen:

Wenn meine Kinder nicht wären, würde ich wohl morgens nicht mal aufstehen…

Ich bin dankbar für die Liebe die sie mir tagtäglich entgegen bringen, dankbar für ihr Lächeln, dankbar für ihre Lebensfreude, dankbar für die Kraft, die sie mir geben, dankbar für die Glücksmomente.

Meine Kinder sind das Beste, was mir je passiert ist !!!

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