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Modernes Mittelalter

Der Begriff „Modernes Mittelalter“ klingt zunächst wie ein Widerspruch, aber er lässt sich in verschiedenen Kontexten betrachten. Ich benutze diesen Ausdruck schon lange und hab mir wieder mal so ein paar Gedanken gemacht.

  • Gesellschaftliche Ungleichheit: Ähnlich wie im Feudalsystem gibt es heute Diskussionen über ungleiche Verteilung von Ressourcen, Macht und Einfluss.
  • Zerfall zentraler Autorität: Manchmal wird der Eindruck erweckt, dass in unserer globalisierten Welt mit fragmentierten Machtstrukturen Parallelen zur Feudalzeit gezogen werden können.
  • Feudalismus im Internet: Große Plattformen wie Google oder Facebook kontrollieren bestimmte Bereiche im Internet, ähnlich wie Lehnsherren früher Land kontrollierten
  • Kriege im Cyberspace: Cyberangriffe und asymmetrische Konflikte erinnern an die oft chaotischen Kriege und Konflikte des Mittelalters.

        Heute wird das Mittelalter differenzierter betrachtet. Früher galt es oft als „dunkel“ oder „rückständig“, doch heute wissen wir, dass es eine Zeit wichtiger kultureller, technischer und wissenschaftlicher Entwicklungen war (z. B. die Gotik, Universitäten oder Fortschritte in der Landwirtschaft). Auch viele moderne Ideen, wie unsere Rechtssysteme oder religiöse Traditionen, haben ihre Wurzeln im Mittelalter.

        Der Begriff „Modernes Mittelalter“ zeigt Parallelen zwischen der Vergangenheit und der Gegenwart. Ob als Warnung oder kulturelles Revival – das Mittelalter bleibt bis heute spannend und faszinierend.

        Die Schattenseiten unüberlegter Familienplanung: Ein Appell an Vernunft und Gleichberechtigung

        Frank und ich diskutieren immer wieder über Verantwortung, Finanzen und Wirtschaft im Allgemeinen. Da es vor allem seine Gedankengänge und Ansichten sind, fasse ich diese hier mal zusammen :

        In vielen Fällen nehmen Frauen in Beziehungen eine wirtschaftliche Bürde auf sich, die langfristige Konsequenzen mit sich bringt. Besonders problematisch ist die Entscheidung, mit einem Partner eine Familie zu gründen, der keine nachhaltige finanzielle Planung vorweisen kann. Häufig kommt es vor, dass Frauen nicht nur die Verantwortung für die Kinder übernehmen, sondern auch finanzielle Verpflichtungen – wie beispielsweise Krankenversicherungen – tragen, die sie selbst kaum stemmen können.

        Das Ergebnis: Nach durchschnittlich 15 Jahren stehen viele Familien vor der Insolvenz. In dieser Situation entscheiden sich einige Frauen dafür, gerichtlich das alleinige Sorgerecht zu erkämpfen und den Vater aus der Verantwortung zu drängen, anstatt eine gemeinsame Lösung anzustreben. Dabei könnte eine gleichberechtigte Verteilung der Erziehungs- und Finanzverantwortung, die auch den Vater einbezieht, die Belastungen auf beiden Seiten verringern.

        Die Konsequenzen einer solchen Konstellation sind oft gravierend: finanzielle Not, beengte Wohnverhältnisse und ständige Konflikte prägen das Leben aller Beteiligten – insbesondere das der Kinder.

        Daher ist ein Appell angebracht: Frauen, überdenkt eure Entscheidungen in Bezug auf Partnerwahl und Familienplanung. Die Grundlage einer stabilen Zukunft liegt in Vernunft, Zusammenarbeit und einer langfristigen ökonomischen Perspektive – sowohl für die Eltern als auch für die Kinder.

        Wie seht Ihr das ?

        Pechvogel… ?

        Ich hab wirklich mit Autos einfach kein Glück. Könnt Ihr Euch erinnern, als mein „neues“ Auto letztes Jahr im Kreisel plötzlich stehen blieb ? Nun, genau das gleiche ist mir Anfang Januar wieder passiert – sogar mehrfach. Seit fast zwei Wochen steht mein Auto jetzt in der Werkstatt.

        Am Dienstag, dem 28.01.25, vor genau zwei Wochen, habe ich es dorthin gebracht, und später erklärte man mir, dass die Verteilerkette (oder wie auch immer das auf deutsch heisst) ausgetauscht werden müsse – etwas, das eigentlich nur sehr selten vorkommt. Natürlich bin ich die Einzige, bei der so ein seltenes Problem auftritt. Die Reparatur würde mich CHF 1’500.- kosten.

        Da mir wirklich jeder der auch nur ein bisschen Ahnung von Autos hat, versichert hat, dass ein Honda Jazz praktisch unzerstörbar ist und diese Autos super zuverlässig sind, und auch die Werkstatt mir geraten hat, die Reparatur machen zu lassen, weil dann die nächsten 150’000 km sicher wären, habe ich es schließlich machen lassen.

        Diese Arbeit stand ursprünglichen nicht in der Agenda der Werkstatt ; also sagte man mir, dass es bis Ende der Woche (also 16. oder 17. Januar) erledigt sein sollte. Am Freitag rief man mich jedoch an und teilte mir mit, dass es noch nicht fertig sei, aber Anfang der nächsten Woche sei es dann soweit.

        Am Dienstag, dem 21.01.25, am späten Nachmittag, kam der nächste Anruf: Leider haben wir festgestellt, dass noch eine Dichtung ausgewechselt werden muss. Wir haben sie bestellt und werden sie morgen erhalten. Bis Ende der Woche (23./24. Januar) können Sie das Auto dann abholen. Wir rufen Sie vorher an.

        Okay, dachte ich mir… Doch am Freitag, dem 24. Januar, um 16:30 Uhr kam der nächste Rückschlag: Leider leuchtet immer noch eine Kontrolllampe, und wir wissen noch nicht, was genau los ist. Wir können Ihnen das Auto so nicht geben und müssen den Fehler noch suchen. Behalten Sie bitte das Ersatzauto, wir melden uns wieder bei Ihnen.

        Toll! Ein kleiner positiver Punkt: Das Ersatzauto hat Sitzheizung, und das tut meinem Ischias wirklich gut. Also warte ich jetzt auf den nächsten Anruf von der Werkstatt,… und die Rechnung wird wohl höher ausfallen als die ursprünglich angekündigten CHF 1’500.-.

        Ich bin wirklich ein Pechvogel…

        Der „grüne“ Arzt

        Meine ehemals beste Freundin musste kurz vor Weihnachten ihren geliebte Hund einschläfern lassen. Leider wohnt sie relativ weit von mir weg und ich konnte sie in ihrem Schmerz nicht wirklich unterstützen – ausser mal einem Emoji zu schicken oder eines ihrer TikTok’s zu liken ; unter anderem war auch noch der Vorfall mit meinem Bruder ab mitte November, der mich viel Kraft und Zeit gekostet hat.

        Ich fühlte mich ihr gegenüber etwas mies und habe sie vor 2 Tagen angerufen. Sie klang relativ nüchtern, auch wenn sie ab und zu eine etwas weinerliche Stimme hatte. Irgendwann meinte sie, dass sie vor 2 Wochen von der Brücke springen wollte und dass aber ihr kürzlich verstorbener Hund sie daran gehindert hätte. Ohne Hund kann sie nicht. Es ist das einzige, was sie am leben hält. Sie ist mutterseelenallein, hat keine Familie oder sonstige nahestehende Freunde. Ihre Lebensgeschichte ist nicht schön – sie hat sehr viel mitgemacht seit sie Kind war.

        Nun, sie erzählte dann, dass sie vielleicht einen neuen Hund haben könne, allerdings sei noch nichts sicher. Aber wenn das nicht klappe, dann ginge sie von dieser Welt. Den Termin beim grünen Arzt sei auf den 11. Februar schon abgemacht. Der grüne Arzt ist so etwas in der Art wie EXIT, nur etwas weniger legal soweit ich verstanden habe.

        Also ich kann sie ja einerseits verstehen, sie hat es wirklich nicht leicht. Andererseits macht es mich traurig, dass in einem Land wie der Schweiz solchen Leuten keine konkrete Hilfe angeboten wird. Ausser irgendwelchen Forderungen von der IV (sie hat 100% Invaliden-Versicherung welche sie durch ihre Vorgeschichte bekommt, da es ihr gesundheitlich sehr schlecht geht), bekommt sie nicht wirklich Unterstützung.

        Nun, jedenfalls hab ich ihr abschliessend gesagt, sie soll mich auf dem Laufenden halten. Da meinte sie ziemlich schroff „auf dem Laufenden von was !?“ – „Wegen dem Hund“ – „Ah, ja mal seh’n“. Dann verabschiedeten wir uns und legten auf. Kurze Zeit später sah ich ihr Profilbild auf Whatsapp nicht mehr… sie hat mich blokiert…

        Irgendwie fühl ich mich fast etwas schuldig. Andererseits : ich kann nicht alle retten. Ich hoffe einfach, dass sie den letzten Schritt nicht geht und sie wieder einen Hund zu ihrer Lebensaufgabe machen kann.

        Wieder da

        Ich weiss gar nicht, wo ich anfangen soll. Eigentlich sollten meine Ferien zur Erholung dienen. Doch 1. kommt es anders und 2. als man denkt.

        Weihnachtsbaum wie früher

        Am 24.12. haben wir zum 1. Mal seit 24 Jahren hl. Abend bei Mama und nicht bei mir verbracht. Ich habe für meine beiden Kids, meinen Bruder, meinen Neffen, Mama und mich Sweet & Sour gekocht und es war relativ gemütlich. Die Weihnachtsgeschichte wurde gelesen, mein Neffe hat die Geschenke verteilt und ca gegen Mitternacht gingen wir nach Hause.

        Meine 3 Kettchen-Anhänger

        Am 25. war „Ruhetag“, obwohl : ich musste etwas Haushalt machen und 2, 3 Dinge vorbereiten, denn am 26.12. kam eine gute Schulfreundin mit ihrem Mann zum Essen am Mittag. Claudius hat für uns gekocht. Er kam schon am 25. abends nach der Arbeit und er und ich hatten eine kleine Bescherung. Ich hab von ihm einen weissgoldenen Herzanhänger bekommen und ich hatte für ihn ein personifiziertes Zippo-Feuerzeug machen lassen.

        Saké versteckt sich

        Am 27.12. waren wir einfach gemütlich zu Hause und Claudius musste am 28.12. wieder arbeiten und fuhr somit in aller Früh um 5h50 los. Ich hingegen genoss die Ruhe – wenn auch nur kurz – denn gegen 10h kam Sohnemann’s Freundin aus Frankreich an. Sie blieb bis am 11.01.25 …

        Da auch Töchterchen kurzfristig seit mitte Dezember mit den beiden schwarzen Katzen Astrée & Mystic wieder daheim war, hatte ich entschieden, gemeinsam mit Mama zu meinem Vater nach Frankreich zu fahren und dort ein paar Tage zu bleiben. Ich packte also meine Sachen zusammen und gegen 15h sind wir bei Papa angekommen.

        Bei Papa im Garten

        Und dann bekamen wir Nachricht von meinem Bruder, ob er wohl auch kommen dürfe, gemeinsam mit seinem Sohn. Eigentlich wollte ich etwas Ruhe… aber wir konnten ihm ja schlecht sagen, dass wir nicht wollen. Also ist er am nächsten Tag mit meinem Neffen angekommen.

        Wir blieben schlussendlich bis am 1. Januar dort. Ich hab oft den Kamin angefeuert, war auf dem Friedhof bei meiner Stiefmutter (Gott hab sie seelig), machte mit Mama mal ein 2-Stündigen Ausflug mit dem Auto und hab mit meinem Neffen Uno und anderes gespielt. Sehr erholt fühlte ich mich nicht… aber egal.

        A propos 1. Januar : Töchterchen konnte am 1. Januar um 11h die Schlüssel ihrer neuen Wohnung entgegen nehmen und war dabei umzuziehen, als wir nach Hause zurück unterwegs waren. Da kam eine Nachricht, ob wir nicht vorbei kommen wollen. Also sind wir abends noch bei ihr vorbei, haben Salz und Brot mitgebracht, einen Kaffee getrunken uns ich war schlussendlich kurz vor Mitternacht daheim.

        2. und 3. Januar waren „normale“ , relativ ruhige Tage. Am 4. Januar hatte Sohnemann seinen 20. Geburtag. Er wünschte sich 2 verschiedene Käse-Fondues und natürlich die traditionnelle Schwarzwälder Kirschtorte (ohne Kirschen, aber mit Kirsch).

        6/7 Monate – 20 Jahre

        Jetzt ist er also 20 … und irgendwie ist er mein Sorgenkind. Ich weiss, dass er das Zeug hat, etwas sinnvolles zu tun. Etwas, das er gut kann. Etwas, das ihm finanzielle Freiheit gibt (und mich entlastet). Er braucht Zeit – viele denken, er sei einfach faul. Aber das ist nicht so. Er hat seit Corona eine Barriere aufgebaut und es ist sehr schwer, diese zu durchbrechen. Eigentlich bräuchte er psychologische Hilfe, damit er wieder mehr Selbstvertrauen hat. Je mehr er sich „verschanzt“, je schwieriger wird’s. Aber er will nicht zu einem Psychologen … und zwingen kann ich ihn nicht. Die Hoffnung geb ich aber nicht auf – er wird es schaffen !

        Am 6. Januar hab ich wieder angefangen zu arbeiten. Ich war vor 8h im Büro… leider war ich so stark erkältet, dass ich um halb eins wieder nach Hause gefahren bin und die ganze Woche krank war…

        Einen guten Rutsch

        Heute ist der letzte Tag im Jahr. Wenn ich so mein Jahr Revue passieren lasse, muss ich sagen, es war ein relativ nervenaufreibendes Jahr :

        Januar
        Ich hatte beschlossen, endgültig mit Pierre abzuschliessen. Dafür hab ich „alte“ Kontakte wieder aktiviert und mich auch wieder mehr auf X.com herum getrieben.

        Februar
        Ich habe mit verschiedenen Männern viel kommuniziert und auch einige getroffen. Dazwischen war auch noch Fasnacht in Basel. Der Monat war kurz aber intensiv.

        März
        Eine Nacht im Hotel mit Otto und eine süsse Nachricht von Frank, sowie intensive Kommunikation mit jemandem, der hier nicht genannt werden will. Wir haben immer noch Kontakt, aber eher selten.

        April
        Tja, abgesehen von meinem Geburtstag, habe ich im April den #yellowday eingeführt, Claudius kennen gelernt und mit Frank über Gefühle geredet.

        Mai
        Das letzte Konzert von 3 und Claudius war dabei. Anschliessend hab ich bei ihm übernachtet. Ich hatte kein Auto mehr und musste mit ÖV zur Arbeit ; allerdings habe ich erfahren, dass ich wirklich ein paar Leute um mich habe, die echte Freunde sind und mich finanziell unterstützt haben.

        Juni
        Unerklärliche Knieschmerzen, die mich nachts weckten – Betriebsauflug – neues altes Auto gekauft.

        Juli
        Kein Yogi mehr, Fahrzeugausweisentzug und Wespenstich-Allergie.

        August
        #yellowday à gogo, Fehlkonstruktion Mensch und Männer.

        September
        Ferien mit meinem 5-jährigen Neffen, Chorwochenende, Opfer verrückt gewordener Katzen. Aber auch etwas Melancholie und Ode an die Freundschaft.

        Oktober
        Prokrastination wurde gross geschrieben und ich fühlte mich als Versager. Etwas Eifersucht und zu guter letzt eine grosse Überraschung welche alte, teils schmerizliche Erinnerungen hervorholten, krönten den Oktober.

        November
        Mein Ex-Mann ist in seinem Ego verletzt, die Kommunikation mit M. war intensiv ; Gedanken im HomeOffice und Töchterchens Geburtstag. Und dann kam die grosse Krieses meines Bruders. Seine Krankheit hat ab Mitte November die Oberhand bekommen und bestimmte mehr oder weniger meinen Gemütszustand. Nervende Schwägerin, gestresste Mama, Kinder, Arbeit. Alles unter einen Hut zu bringen, war ziemlich ermüdend. Das Konzert mit meinem Chor, sowie die lustige Anfrage für Weihnachtsgebäck meines Halbbruders haben den Monat etwas besser ausklingen lassen.

        Dezember
        Ich glaube, der diesjährige Adventskalender war gar nicht mal so schlecht. Töchterchen hat mich gefragt, ob sie und ihre 2 Katzen bis heute, 31.12.24 wieder nach hause kommen können (sie hat sich vom Freund getrennt und eine Wohnung für den 1.1.25 gefunden) und mir war 2 Tage übel. Auch im Dezember hatte ich HomeOffice-Gedanken. Verschiedene Weihnachtsgutzeli habe ich – wie jedes Jahr – gemacht, verschickt, mitgebracht und mein selbstgemachter Glühwein und das kurze Solo wärend der Weihnachstmesse waren wohl mehr oder weniger das Highligt des Monats.


        Und jetzt? Jetzt ist der 31. Dezember. Ich bin bei Papa in Frankreich. Meine Mama ist auch da, sowie 2 meiner 3 Brüder und mein Neffe. Wir werden das Jahr gemütlich ausklingen lassen und morgen geht’s zurück nach Hause.

        Ich wünsche Euch allen einen guten Rutsch und freu mich darauf, auch nächstes Jahr wieder hier von dies und das, jenem und anderem zu berichten.

        Frohe Festtage !

        In diesem Sinne wünsche ich Euch allen frohe Weihnachten und
        einen guten Rutsch in ein zuversichtliches neues Jahr !

        Übelkeit und Schüttelfrost

        Da ich gestern im HomeOffice ja praktisch nichts zu tun hatte, wollte ich etwas Haushalt machen und nochmal Mailänderli und einen Rüeblicake (Karotten). Abends hatte ich vor, mit Sohnemann etwas essen zu gehen und mal Tacheles zu reden. Denn ich werde nicht noch ein Jahr akzeptieren, so wie die letzte vier… Aber 1. kommt es anders und 2. als man denkt !

        Mama ist morgens gegen halb elf mit Croissants gekommen und wir haben einen Kaffee getrunken. Als sie kurz vor Mittag wieder gegangen war, wollte ich eigentlich den Mailänderliteig machen. Aber mir war irgendwie etwas unwohl. Mehr und mehr kam Übelkeit auf und ich hatte abwechselnd heiss und kalt. Erst dachte ich, es hängt wohl mit den Wechseljahren zusammen. Schliesslich bin ich mittendrin. Aber dann wurde die Übelkeit immer stärker und ich machte mir einen Kamillentee.

        Nachdem ich ihn getrunken hatte, war es nicht besser und plötzlich merkte ich, dass ich mich demnächst übergeben muss. Kurz darauf war ich im Bad über der Klohschüssel und musste erbrechen. Viel mehr als Flüssigkeit kam nicht raus – und es war mir wirklich nicht gut.

        Ich kroch dann unter die Decke im Bett und hatte kalt. Wirklich kalt. Inwzischen war fast fünf Uhr nachittags und ich fühlte mich richtig schlecht. Ich rief Sohnemann und bat ihn, mir eine 2. Decke zu bringen. Dass wir nicht essen gehen war somit klar. Ich schickte ihn auch noch Cola holen, was ja bekanntlich gut sein soll, wenn man es Schlückchenweise zu sich nimmt.

        Nachdem ich ein paar Schlückchen Cola genommen hatte, schlief ich ein und erwachte irgendwie mal so gegen 22h. Es war mir immer noch schlecht und ich dachte, vielleicht wär es gut, wenn ich eine RIndsbrühe zu mir nehmen würde. Immerhin hatte ich ausser dem Croissant vom Morgen nichts gegessen und den Tee erbrochen. Also machte ich mir einen Bouillon und löffelte ihn aus. Kalt hatte ich immer noch – Fieber aber Gott sei Dank keins.

        Ich schlief wieder ein und erwachte morgens um 4h. Es ging etwas besser und ich wagte es, einen Kamillentee mit Honig zu trinken. Eigentlich hätte ich Lust auf Kaffee gehabt, aber ich dachte, für den Magen ist das wohl nicht so gut. Nach eineinhalb Tassen Kamillentee mit Honig fühlte ich mich deutlich besser. Allerdings hatte ich etwas Schmerzen hinten links, so auf Höhe der Nieren. Warum auch immer… Jedenfalls hab ich mich dann gegen 5h nochmal hinsgelegt und bin tatsächlich nochmal bis halb acht eingeschlafen. Beim erwachen hatte ich allerdings etwas Kopfschmerzen. Da ich immer noch keinen Kaffee trinken wollte, habe ich mir nochmal einen Kamillentee gemacht und eine Schmerztablette genommen.

        Vor gut 10 Minuten habe ich jetzt endlich 2 von 4 Wäschen in die Maschinen gesteckt und werde jetzt „den 1. Kaffee“ trinken, bevor ich nachher mit dem Mailänderliteig beginne…

        Glühwein

        Mögt Ihr Glühwein ?

        Ich habe damals an Weihnachten 2020 zum 1. Mal Glühwein für den Weihnachts-Apéro nach der Messe gemacht. Da Corona allgegenwärtig war und man nicht eine Schüssel mit Erdnüsschen aufstellen durfte, wollte ich mir was Spezielles überlegen. Etwas, dass trotzdem weihnachtlich ist und in Erinnerung bleibt.

        Ich habe etwa 20 kleine Säckchen (mehr sind wir nie) vorbereitet, in welchen es selbstgemachte Weihnachtsgutzeli, ein paar Erdnüsse, eine Mandarine und ein kleines Tässchen ohne Henkel hatte. Befüllt habe ich diese natürlich mit desinfizierten Händen – alles nach Vorschrift.

        Und dann habe ich 2 grosse Thermoskrüge (ca 4 Liter) Glühwein mitgeracht und jeder konnte sich in seinem kleinen Tässchen davon nehmen, respektive sich welchen einschenken lassen. Somit gab es kein direkter Kontakt und die „Sicherheit“ war gewährleistet.

        Es waren alle so begeistert von dieser Idee, dass man mir im Jahr darauf schon im Oktober begreiflich machte, dass die kleinen Tassen für den Weihnachts-Apéro mitgebracht werden…

        Und so enstand eine Art Tradition : ich mach seit 2020 jedes Jahr 4 Liter Glühwein, jeder bringt sein Tässchen mit und natürlich habe ich immer etwa 4 neue Tässchen dabei, falls mal jemand Neues dazu kommt. Natürlich gibt’s auch meine selbst gemachten Weihnachts-Gutzeli und sonst noch ein paar Leckerein.

        Ich finde es toll, dass wir in unserer Kirchgemeinde so eine kleine Tradition haben 🙂

        Falls jemand gern das Rezept möchte, lasst einfach einen Kommentar hier und ich schick es gerne zu.

        (Psychische Krankheiten VII) – Herzschmerzen

        Bruderherz ist jetzt also seit einer Woche aus dem Krankenhaus. Am letzte Dienstag ist er mit meinem Neffen und Hund zu Mama gekommen – obwohl er ja am Sonntag noch nicht Auto fahren durfte. Aber er meinte, er hätte keine Wahl…

        Und jetzt ist er am Wochenende, also jetzt am 7. und 8 Dezember wieder mit Neffe und Hund zu Mama gekommen. Am Samstag ging’s einigermassen, aber Sonntag hatte er starke Schmerzen in der Brust, respektive in der Herzgegend. Er krümmte sich gradezu vor Schmerzen. Er hat sich dann hingelegt und es ging etwas besser. Doch kaum stand er auf, fing es von vorne an. Irgendwann sagte ich ihm, er sollte zum Arzt. Darauf meinte er nein, schon ok – das geht vorbei. Ich hab keine Wahl. Muss noch nach Hause fahren.

        Da hat’s mir kurz dr Nuggi useghaue (ich hab mich echauffiert) und ihm gesagt, dass seine Frau absolut unverantwortlich sei, ihn mit dem Kind fahren zu lassen. Keine normale Mutter würde so etwas zulassen ! Und dann noch mit dem Hund – ein zusätzlicher Stressfaktor. Was überlegt diese Frau ? Hat sie in irgend einer Weise so etwas wie Mitgefühl oder ist ihr das ganz abhanden gekommen. Unfassbar !

        Und dann ist er gegen 17h gegangen und mit Schmerzen nach Hause gefahren. Er wohnt ja in Frankreich, ca 15 Minuten nach der Grenze. Man braucht eine gute Stunde von mir zu ihm. Er musste 3 oder 4 mal anhalten, weil er so extreme Schmerzen hatte und nicht weiter fahren konnte … Wir waren erleichtert, als er uns geschrieben hat, dass er nun angekommen sei.

        Gestern morgen hat er mir Sprachnachrichten geschickt. Er hätte die Nacht und auch am morgen immer wieder Schmerzen und sei jetzt in der Notaufnahme. Ich muss gestehen, ich war erleichtert, dass er in die Notaufnahme gefahren ist. Seine gesprochene Nachricht klang nicht gut, man hätte meinen können, er würde demnächst sterben. Ok, er ist ein Mann und neigt vielleicht zu Übertreibungen, aber trotzdem, es hat mir schon etwas Angst gemacht.

        Um 17h war er ist immer noch dort. Es wurde ein EKG gemacht, eine Blutanalyse, Röntgenaufnamen und ein Ganzkörper – MRT. Er wartete nun auf die Resultate.

        Ich hoffte sehr, dass er im Krankenhaus bleibt… er ist viel zu früh raus nach dieser grossen Kriese und ich bin überzeugt davon, dass diese Schmerzen teils zumindest psychisch und stressbedingt sind. Oder findet Ihr es normal, dass man am Montag aus dem KH kommt, am davorigen Sonntag aus ärztlicher Sicht nicht Auto fahren durfte und dann am Dienstag gleich mit Kind und Hund und noch nicht richtig eingestellten Medikamenten über 1 Stunde von Frankreich in die Schweiz fährt ??

        Kurz vor 18h kam dann eine Sprachnachricht von ihm. Ich erkannte, dass er im Auto war und er meinte, er sei jetzt auf dem Nachhauseweg. Er hätte eine Virusinfektion auf den Lungen und für 7 Tage Antibiotika bekommen.

        Dass es „nur“ ein Virus ist, ist ja schon mal beruhigend, aber als dann 2 Stunden später Mama eine Whatsapp mit der Frage „Können klein M. und ich morgen abend bis Mittwoch zu dir kommen?“ bekam, dachte ich, ich seh/hör/les nicht richtig. Hallo ? Ein Virus ist ansteckend… Mama hat ihm dann auch so geantwortet, dass sie es keine gute Idee fände und so. Darauf kam, der Arzt hätte gesagt, es sein nicht ansteckend… ob das stimmt ? Keine Ahnung. Jedenfalls kommt er heute abend mit klein M. (und wohl auch dem Hund) wieder zu Mama…

        Ich habe Mama gesagt, dass ich heute Abend keine Zeit habe. Ich brauch mal einen Abend für mich allein. Ausserdem will ich noch Glühwein mache…