Archiv

Der „grüne“ Arzt

Meine ehemals beste Freundin musste kurz vor Weihnachten ihren geliebte Hund einschläfern lassen. Leider wohnt sie relativ weit von mir weg und ich konnte sie in ihrem Schmerz nicht wirklich unterstützen – ausser mal einem Emoji zu schicken oder eines ihrer TikTok’s zu liken ; unter anderem war auch noch der Vorfall mit meinem Bruder ab mitte November, der mich viel Kraft und Zeit gekostet hat.

Ich fühlte mich ihr gegenüber etwas mies und habe sie vor 2 Tagen angerufen. Sie klang relativ nüchtern, auch wenn sie ab und zu eine etwas weinerliche Stimme hatte. Irgendwann meinte sie, dass sie vor 2 Wochen von der Brücke springen wollte und dass aber ihr kürzlich verstorbener Hund sie daran gehindert hätte. Ohne Hund kann sie nicht. Es ist das einzige, was sie am leben hält. Sie ist mutterseelenallein, hat keine Familie oder sonstige nahestehende Freunde. Ihre Lebensgeschichte ist nicht schön – sie hat sehr viel mitgemacht seit sie Kind war.

Nun, sie erzählte dann, dass sie vielleicht einen neuen Hund haben könne, allerdings sei noch nichts sicher. Aber wenn das nicht klappe, dann ginge sie von dieser Welt. Den Termin beim grünen Arzt sei auf den 11. Februar schon abgemacht. Der grüne Arzt ist so etwas in der Art wie EXIT, nur etwas weniger legal soweit ich verstanden habe.

Also ich kann sie ja einerseits verstehen, sie hat es wirklich nicht leicht. Andererseits macht es mich traurig, dass in einem Land wie der Schweiz solchen Leuten keine konkrete Hilfe angeboten wird. Ausser irgendwelchen Forderungen von der IV (sie hat 100% Invaliden-Versicherung welche sie durch ihre Vorgeschichte bekommt, da es ihr gesundheitlich sehr schlecht geht), bekommt sie nicht wirklich Unterstützung.

Nun, jedenfalls hab ich ihr abschliessend gesagt, sie soll mich auf dem Laufenden halten. Da meinte sie ziemlich schroff „auf dem Laufenden von was !?“ – „Wegen dem Hund“ – „Ah, ja mal seh’n“. Dann verabschiedeten wir uns und legten auf. Kurze Zeit später sah ich ihr Profilbild auf Whatsapp nicht mehr… sie hat mich blokiert…

Irgendwie fühl ich mich fast etwas schuldig. Andererseits : ich kann nicht alle retten. Ich hoffe einfach, dass sie den letzten Schritt nicht geht und sie wieder einen Hund zu ihrer Lebensaufgabe machen kann.

Wieder da

Ich weiss gar nicht, wo ich anfangen soll. Eigentlich sollten meine Ferien zur Erholung dienen. Doch 1. kommt es anders und 2. als man denkt.

Weihnachtsbaum wie früher

Am 24.12. haben wir zum 1. Mal seit 24 Jahren hl. Abend bei Mama und nicht bei mir verbracht. Ich habe für meine beiden Kids, meinen Bruder, meinen Neffen, Mama und mich Sweet & Sour gekocht und es war relativ gemütlich. Die Weihnachtsgeschichte wurde gelesen, mein Neffe hat die Geschenke verteilt und ca gegen Mitternacht gingen wir nach Hause.

Meine 3 Kettchen-Anhänger

Am 25. war „Ruhetag“, obwohl : ich musste etwas Haushalt machen und 2, 3 Dinge vorbereiten, denn am 26.12. kam eine gute Schulfreundin mit ihrem Mann zum Essen am Mittag. Claudius hat für uns gekocht. Er kam schon am 25. abends nach der Arbeit und er und ich hatten eine kleine Bescherung. Ich hab von ihm einen weissgoldenen Herzanhänger bekommen und ich hatte für ihn ein personifiziertes Zippo-Feuerzeug machen lassen.

Saké versteckt sich

Am 27.12. waren wir einfach gemütlich zu Hause und Claudius musste am 28.12. wieder arbeiten und fuhr somit in aller Früh um 5h50 los. Ich hingegen genoss die Ruhe – wenn auch nur kurz – denn gegen 10h kam Sohnemann’s Freundin aus Frankreich an. Sie blieb bis am 11.01.25 …

Da auch Töchterchen kurzfristig seit mitte Dezember mit den beiden schwarzen Katzen Astrée & Mystic wieder daheim war, hatte ich entschieden, gemeinsam mit Mama zu meinem Vater nach Frankreich zu fahren und dort ein paar Tage zu bleiben. Ich packte also meine Sachen zusammen und gegen 15h sind wir bei Papa angekommen.

Bei Papa im Garten

Und dann bekamen wir Nachricht von meinem Bruder, ob er wohl auch kommen dürfe, gemeinsam mit seinem Sohn. Eigentlich wollte ich etwas Ruhe… aber wir konnten ihm ja schlecht sagen, dass wir nicht wollen. Also ist er am nächsten Tag mit meinem Neffen angekommen.

Wir blieben schlussendlich bis am 1. Januar dort. Ich hab oft den Kamin angefeuert, war auf dem Friedhof bei meiner Stiefmutter (Gott hab sie seelig), machte mit Mama mal ein 2-Stündigen Ausflug mit dem Auto und hab mit meinem Neffen Uno und anderes gespielt. Sehr erholt fühlte ich mich nicht… aber egal.

A propos 1. Januar : Töchterchen konnte am 1. Januar um 11h die Schlüssel ihrer neuen Wohnung entgegen nehmen und war dabei umzuziehen, als wir nach Hause zurück unterwegs waren. Da kam eine Nachricht, ob wir nicht vorbei kommen wollen. Also sind wir abends noch bei ihr vorbei, haben Salz und Brot mitgebracht, einen Kaffee getrunken uns ich war schlussendlich kurz vor Mitternacht daheim.

2. und 3. Januar waren „normale“ , relativ ruhige Tage. Am 4. Januar hatte Sohnemann seinen 20. Geburtag. Er wünschte sich 2 verschiedene Käse-Fondues und natürlich die traditionnelle Schwarzwälder Kirschtorte (ohne Kirschen, aber mit Kirsch).

6/7 Monate – 20 Jahre

Jetzt ist er also 20 … und irgendwie ist er mein Sorgenkind. Ich weiss, dass er das Zeug hat, etwas sinnvolles zu tun. Etwas, das er gut kann. Etwas, das ihm finanzielle Freiheit gibt (und mich entlastet). Er braucht Zeit – viele denken, er sei einfach faul. Aber das ist nicht so. Er hat seit Corona eine Barriere aufgebaut und es ist sehr schwer, diese zu durchbrechen. Eigentlich bräuchte er psychologische Hilfe, damit er wieder mehr Selbstvertrauen hat. Je mehr er sich „verschanzt“, je schwieriger wird’s. Aber er will nicht zu einem Psychologen … und zwingen kann ich ihn nicht. Die Hoffnung geb ich aber nicht auf – er wird es schaffen !

Am 6. Januar hab ich wieder angefangen zu arbeiten. Ich war vor 8h im Büro… leider war ich so stark erkältet, dass ich um halb eins wieder nach Hause gefahren bin und die ganze Woche krank war…

Einen guten Rutsch

Heute ist der letzte Tag im Jahr. Wenn ich so mein Jahr Revue passieren lasse, muss ich sagen, es war ein relativ nervenaufreibendes Jahr :

Januar
Ich hatte beschlossen, endgültig mit Pierre abzuschliessen. Dafür hab ich „alte“ Kontakte wieder aktiviert und mich auch wieder mehr auf X.com herum getrieben.

Februar
Ich habe mit verschiedenen Männern viel kommuniziert und auch einige getroffen. Dazwischen war auch noch Fasnacht in Basel. Der Monat war kurz aber intensiv.

März
Eine Nacht im Hotel mit Otto und eine süsse Nachricht von Frank, sowie intensive Kommunikation mit jemandem, der hier nicht genannt werden will. Wir haben immer noch Kontakt, aber eher selten.

April
Tja, abgesehen von meinem Geburtstag, habe ich im April den #yellowday eingeführt, Claudius kennen gelernt und mit Frank über Gefühle geredet.

Mai
Das letzte Konzert von 3 und Claudius war dabei. Anschliessend hab ich bei ihm übernachtet. Ich hatte kein Auto mehr und musste mit ÖV zur Arbeit ; allerdings habe ich erfahren, dass ich wirklich ein paar Leute um mich habe, die echte Freunde sind und mich finanziell unterstützt haben.

Juni
Unerklärliche Knieschmerzen, die mich nachts weckten – Betriebsauflug – neues altes Auto gekauft.

Juli
Kein Yogi mehr, Fahrzeugausweisentzug und Wespenstich-Allergie.

August
#yellowday à gogo, Fehlkonstruktion Mensch und Männer.

September
Ferien mit meinem 5-jährigen Neffen, Chorwochenende, Opfer verrückt gewordener Katzen. Aber auch etwas Melancholie und Ode an die Freundschaft.

Oktober
Prokrastination wurde gross geschrieben und ich fühlte mich als Versager. Etwas Eifersucht und zu guter letzt eine grosse Überraschung welche alte, teils schmerizliche Erinnerungen hervorholten, krönten den Oktober.

November
Mein Ex-Mann ist in seinem Ego verletzt, die Kommunikation mit M. war intensiv ; Gedanken im HomeOffice und Töchterchens Geburtstag. Und dann kam die grosse Krieses meines Bruders. Seine Krankheit hat ab Mitte November die Oberhand bekommen und bestimmte mehr oder weniger meinen Gemütszustand. Nervende Schwägerin, gestresste Mama, Kinder, Arbeit. Alles unter einen Hut zu bringen, war ziemlich ermüdend. Das Konzert mit meinem Chor, sowie die lustige Anfrage für Weihnachtsgebäck meines Halbbruders haben den Monat etwas besser ausklingen lassen.

Dezember
Ich glaube, der diesjährige Adventskalender war gar nicht mal so schlecht. Töchterchen hat mich gefragt, ob sie und ihre 2 Katzen bis heute, 31.12.24 wieder nach hause kommen können (sie hat sich vom Freund getrennt und eine Wohnung für den 1.1.25 gefunden) und mir war 2 Tage übel. Auch im Dezember hatte ich HomeOffice-Gedanken. Verschiedene Weihnachtsgutzeli habe ich – wie jedes Jahr – gemacht, verschickt, mitgebracht und mein selbstgemachter Glühwein und das kurze Solo wärend der Weihnachstmesse waren wohl mehr oder weniger das Highligt des Monats.


Und jetzt? Jetzt ist der 31. Dezember. Ich bin bei Papa in Frankreich. Meine Mama ist auch da, sowie 2 meiner 3 Brüder und mein Neffe. Wir werden das Jahr gemütlich ausklingen lassen und morgen geht’s zurück nach Hause.

Ich wünsche Euch allen einen guten Rutsch und freu mich darauf, auch nächstes Jahr wieder hier von dies und das, jenem und anderem zu berichten.

Frohe Festtage !

In diesem Sinne wünsche ich Euch allen frohe Weihnachten und
einen guten Rutsch in ein zuversichtliches neues Jahr !

Übelkeit und Schüttelfrost

Da ich gestern im HomeOffice ja praktisch nichts zu tun hatte, wollte ich etwas Haushalt machen und nochmal Mailänderli und einen Rüeblicake (Karotten). Abends hatte ich vor, mit Sohnemann etwas essen zu gehen und mal Tacheles zu reden. Denn ich werde nicht noch ein Jahr akzeptieren, so wie die letzte vier… Aber 1. kommt es anders und 2. als man denkt !

Mama ist morgens gegen halb elf mit Croissants gekommen und wir haben einen Kaffee getrunken. Als sie kurz vor Mittag wieder gegangen war, wollte ich eigentlich den Mailänderliteig machen. Aber mir war irgendwie etwas unwohl. Mehr und mehr kam Übelkeit auf und ich hatte abwechselnd heiss und kalt. Erst dachte ich, es hängt wohl mit den Wechseljahren zusammen. Schliesslich bin ich mittendrin. Aber dann wurde die Übelkeit immer stärker und ich machte mir einen Kamillentee.

Nachdem ich ihn getrunken hatte, war es nicht besser und plötzlich merkte ich, dass ich mich demnächst übergeben muss. Kurz darauf war ich im Bad über der Klohschüssel und musste erbrechen. Viel mehr als Flüssigkeit kam nicht raus – und es war mir wirklich nicht gut.

Ich kroch dann unter die Decke im Bett und hatte kalt. Wirklich kalt. Inwzischen war fast fünf Uhr nachittags und ich fühlte mich richtig schlecht. Ich rief Sohnemann und bat ihn, mir eine 2. Decke zu bringen. Dass wir nicht essen gehen war somit klar. Ich schickte ihn auch noch Cola holen, was ja bekanntlich gut sein soll, wenn man es Schlückchenweise zu sich nimmt.

Nachdem ich ein paar Schlückchen Cola genommen hatte, schlief ich ein und erwachte irgendwie mal so gegen 22h. Es war mir immer noch schlecht und ich dachte, vielleicht wär es gut, wenn ich eine RIndsbrühe zu mir nehmen würde. Immerhin hatte ich ausser dem Croissant vom Morgen nichts gegessen und den Tee erbrochen. Also machte ich mir einen Bouillon und löffelte ihn aus. Kalt hatte ich immer noch – Fieber aber Gott sei Dank keins.

Ich schlief wieder ein und erwachte morgens um 4h. Es ging etwas besser und ich wagte es, einen Kamillentee mit Honig zu trinken. Eigentlich hätte ich Lust auf Kaffee gehabt, aber ich dachte, für den Magen ist das wohl nicht so gut. Nach eineinhalb Tassen Kamillentee mit Honig fühlte ich mich deutlich besser. Allerdings hatte ich etwas Schmerzen hinten links, so auf Höhe der Nieren. Warum auch immer… Jedenfalls hab ich mich dann gegen 5h nochmal hinsgelegt und bin tatsächlich nochmal bis halb acht eingeschlafen. Beim erwachen hatte ich allerdings etwas Kopfschmerzen. Da ich immer noch keinen Kaffee trinken wollte, habe ich mir nochmal einen Kamillentee gemacht und eine Schmerztablette genommen.

Vor gut 10 Minuten habe ich jetzt endlich 2 von 4 Wäschen in die Maschinen gesteckt und werde jetzt „den 1. Kaffee“ trinken, bevor ich nachher mit dem Mailänderliteig beginne…

Glühwein

Mögt Ihr Glühwein ?

Ich habe damals an Weihnachten 2020 zum 1. Mal Glühwein für den Weihnachts-Apéro nach der Messe gemacht. Da Corona allgegenwärtig war und man nicht eine Schüssel mit Erdnüsschen aufstellen durfte, wollte ich mir was Spezielles überlegen. Etwas, dass trotzdem weihnachtlich ist und in Erinnerung bleibt.

Ich habe etwa 20 kleine Säckchen (mehr sind wir nie) vorbereitet, in welchen es selbstgemachte Weihnachtsgutzeli, ein paar Erdnüsse, eine Mandarine und ein kleines Tässchen ohne Henkel hatte. Befüllt habe ich diese natürlich mit desinfizierten Händen – alles nach Vorschrift.

Und dann habe ich 2 grosse Thermoskrüge (ca 4 Liter) Glühwein mitgeracht und jeder konnte sich in seinem kleinen Tässchen davon nehmen, respektive sich welchen einschenken lassen. Somit gab es kein direkter Kontakt und die „Sicherheit“ war gewährleistet.

Es waren alle so begeistert von dieser Idee, dass man mir im Jahr darauf schon im Oktober begreiflich machte, dass die kleinen Tassen für den Weihnachts-Apéro mitgebracht werden…

Und so enstand eine Art Tradition : ich mach seit 2020 jedes Jahr 4 Liter Glühwein, jeder bringt sein Tässchen mit und natürlich habe ich immer etwa 4 neue Tässchen dabei, falls mal jemand Neues dazu kommt. Natürlich gibt’s auch meine selbst gemachten Weihnachts-Gutzeli und sonst noch ein paar Leckerein.

Ich finde es toll, dass wir in unserer Kirchgemeinde so eine kleine Tradition haben 🙂

Falls jemand gern das Rezept möchte, lasst einfach einen Kommentar hier und ich schick es gerne zu.

(Psychische Krankheiten VII) – Herzschmerzen

Bruderherz ist jetzt also seit einer Woche aus dem Krankenhaus. Am letzte Dienstag ist er mit meinem Neffen und Hund zu Mama gekommen – obwohl er ja am Sonntag noch nicht Auto fahren durfte. Aber er meinte, er hätte keine Wahl…

Und jetzt ist er am Wochenende, also jetzt am 7. und 8 Dezember wieder mit Neffe und Hund zu Mama gekommen. Am Samstag ging’s einigermassen, aber Sonntag hatte er starke Schmerzen in der Brust, respektive in der Herzgegend. Er krümmte sich gradezu vor Schmerzen. Er hat sich dann hingelegt und es ging etwas besser. Doch kaum stand er auf, fing es von vorne an. Irgendwann sagte ich ihm, er sollte zum Arzt. Darauf meinte er nein, schon ok – das geht vorbei. Ich hab keine Wahl. Muss noch nach Hause fahren.

Da hat’s mir kurz dr Nuggi useghaue (ich hab mich echauffiert) und ihm gesagt, dass seine Frau absolut unverantwortlich sei, ihn mit dem Kind fahren zu lassen. Keine normale Mutter würde so etwas zulassen ! Und dann noch mit dem Hund – ein zusätzlicher Stressfaktor. Was überlegt diese Frau ? Hat sie in irgend einer Weise so etwas wie Mitgefühl oder ist ihr das ganz abhanden gekommen. Unfassbar !

Und dann ist er gegen 17h gegangen und mit Schmerzen nach Hause gefahren. Er wohnt ja in Frankreich, ca 15 Minuten nach der Grenze. Man braucht eine gute Stunde von mir zu ihm. Er musste 3 oder 4 mal anhalten, weil er so extreme Schmerzen hatte und nicht weiter fahren konnte … Wir waren erleichtert, als er uns geschrieben hat, dass er nun angekommen sei.

Gestern morgen hat er mir Sprachnachrichten geschickt. Er hätte die Nacht und auch am morgen immer wieder Schmerzen und sei jetzt in der Notaufnahme. Ich muss gestehen, ich war erleichtert, dass er in die Notaufnahme gefahren ist. Seine gesprochene Nachricht klang nicht gut, man hätte meinen können, er würde demnächst sterben. Ok, er ist ein Mann und neigt vielleicht zu Übertreibungen, aber trotzdem, es hat mir schon etwas Angst gemacht.

Um 17h war er ist immer noch dort. Es wurde ein EKG gemacht, eine Blutanalyse, Röntgenaufnamen und ein Ganzkörper – MRT. Er wartete nun auf die Resultate.

Ich hoffte sehr, dass er im Krankenhaus bleibt… er ist viel zu früh raus nach dieser grossen Kriese und ich bin überzeugt davon, dass diese Schmerzen teils zumindest psychisch und stressbedingt sind. Oder findet Ihr es normal, dass man am Montag aus dem KH kommt, am davorigen Sonntag aus ärztlicher Sicht nicht Auto fahren durfte und dann am Dienstag gleich mit Kind und Hund und noch nicht richtig eingestellten Medikamenten über 1 Stunde von Frankreich in die Schweiz fährt ??

Kurz vor 18h kam dann eine Sprachnachricht von ihm. Ich erkannte, dass er im Auto war und er meinte, er sei jetzt auf dem Nachhauseweg. Er hätte eine Virusinfektion auf den Lungen und für 7 Tage Antibiotika bekommen.

Dass es „nur“ ein Virus ist, ist ja schon mal beruhigend, aber als dann 2 Stunden später Mama eine Whatsapp mit der Frage „Können klein M. und ich morgen abend bis Mittwoch zu dir kommen?“ bekam, dachte ich, ich seh/hör/les nicht richtig. Hallo ? Ein Virus ist ansteckend… Mama hat ihm dann auch so geantwortet, dass sie es keine gute Idee fände und so. Darauf kam, der Arzt hätte gesagt, es sein nicht ansteckend… ob das stimmt ? Keine Ahnung. Jedenfalls kommt er heute abend mit klein M. (und wohl auch dem Hund) wieder zu Mama…

Ich habe Mama gesagt, dass ich heute Abend keine Zeit habe. Ich brauch mal einen Abend für mich allein. Ausserdem will ich noch Glühwein mache…

Psychische Krankheiten VI

Letztes Wochenende war also mein Neffe „bei uns“. Sprich : geschlafen hat er bei Mama, ansonsten waren wir die ganze Zeit zusammen.

Meine Schwägerin und wir haben je den halben Weg gemacht und uns auf dem Parkplatz vom McDo in N. getroffen. Sie hatte Verspätung durch Stau am Zoll. Sie wohnen ja ca 20 Autominuten von der Genfergrenze in Frankreich.

Als sie mit meinem Neffen ankam, haben wir uns „herzlich“ (wir können gut schauspielern) begrüsst, die Tasche vom einen in das andere Auto gepackt, den Kleinen im Kindersitz festgeschnallt und uns wieder verabschiedet.

Wir wussten, dass meine Schwägerin am Samstag meinen Bruder aus dem Krankenhaus fürs Wochenende nach Hause holt, um zu sehen „wie’s so geht“… und am Sonntag, wenn wir uns wieder treffen, käme dann mein Bruder mit, zusammen mit ihr und ihrem Vater. Denn das Auto meines Bruder stand seit dem 14.11.24 auf dem Besucherparkplatz bei Mama… und es wurde ausgemacht, dass wir das Auto am Sonntag mitbringen. Da aber Bruderherz noch nicht fahren darf, kam der Schwiegervater mit…

Nun gut. Klein M. war ziemlich still auf der Nachhause-Fahrt und als wir bei Mama daheim waren, haben wir etwas gegessen und dann noch ein wenig miteinander Eisenbahn gespielt.

Als es Zeit war, zu Bett zu gehen, wurde klein M. ganz still und fing leise an zu weinen. Papa fehlt mir, schluchtze er. Es war herzzerreissend und ich habe ihm erklärt, dass Papa bald wieder gesund sei und nach hause komme. Er weinte sich in den Schlaf…

Am Samstag Nachmittag habe ich klein M. und Mama zu mir geholt und wir haben gemeinsam Mailänderli gemacht. Klein M. hatte viel Spass daran und wir haben dann auch gemeinsam zu Abend gegessen… Crêpes-Party geht immer 😀 .

Gegen 20h sind wir dann zu Mama zurück und ich habe klein M. zu Bett gebracht. Er meinte, dass er jetzt wieder traurig werden würde, weil Papa nicht da sei… aber er hat nicht geweint. Wir haben zusammen abgemacht, dass ich am Sonntag morgen zum Frühstück komme und blieb dann noch 5 Minuten bei ihm. Kurz darauf ist er eingeschlafen… ganz ohne weinen.

Sonntagmorgen gegen 9h war ich dort, wir frühstückten gemeinsam und haben dann noch gemütlich den Morgen mit spielen und zeichnen verbracht. Gegen halb eins gab’s Mittagessen und dann war es auch schon Zeit klein M. wieder zurück zu bringen.

Wir waren vor den anderen am vereinbarten Ort und gingen rein. Als Bruderherz, Schwägerin und deren Vater kamen, setzten sie sich und Mama fragte, ob sie auch einen Kaffee wollen. Bruderherz meinte, vielleicht ein Cappucchino wär gut. Da sagte meine Schwägerin wie aus der Pistole geschossen „Kommt gar nicht in Frage! Das ist verboten ! Man trinkt keinen Cappucchino nachmittags in Italien !“ … 😮 Ich glaubte, ich spinn und wollte eigentlich sagen „wir sind hier aber nicht in Italien!“ aber ich sagte nichts… das hätte nur ein Hin- und Her gegeben und wär noch mehr Stress für Bruderherz gewesen. Dieser hat dann kleinlaut beigegeben und ok, ist gut gesagt. Und dann wollte er nicht mal einen normalen Kaffee und niemand von den 3 hat etwas bestellt.

Mein Bruder sah aus wie ein Zombie. Total müde und irgendwie zugedröhnt. Die neune Medikamente sind noch nicht ganz richtig eingestellt und es braucht eine gewisse Zeit, bis sich das einpendelt und er dann wieder stabil und normal ist. Aber ich war froh zu wissen, dass er abends zurück ins Krankenhaus geht.

Wir haben uns dann verabschiedet und Mama ist noch einen Moment zu mir nach Hause gekommen.

Montag morgen, knapp vor 10h bekomme ich von meinem Bruder eine Whatsapp : Ich werde heute entlassen. Ich war einen Moment sprachlos und schrieb dann zurück „Ah ja ? das geht jetzt aber schnell finde ich.“ darauf meinte er, das sei halt so, die (Ärzte) wollen keine Patienten behalten, denen es besser geht.

Ich habe keinen Moment geglaubt, dass die Ärzte das gesagt haben und war davon überzeugt, dass meine Schwägerin ihn unter Druck gesetzt hat, indem sie ihm sagte „ich brauch dich, reiss dich zusammen und komm endlich raus“ oder so ähnlich. Dann hab ich den ganzen Tag nichts von ihm gehört und schrieb ihm gegen 21h ob er nun zuhause sei. Worauf ein „ja, seit 14h“ kam.

Und gestern, also Dienstag, fragte Bruderherz Mama, ob er und klein M. zu ihr kommen könnten von Di bis Mi (so wie das oft der Fall war vor der grossen Kriese). Sie kamen also gestern Abend und ich ging auch hin. Und als ich ihn sah, dachte ich wie kann man nur so unverantwortlich sein. Er sieht immer noch aus wie ein Zombie. Und dann hab ich bestätigt bekommen, dass er (also Bruderherz) sich selbst entlassen hat (mit Sicherheit auf Forderung meiner Schwägerin). Die Medikamente machen ihn immer noch sehr müde… wie kann eine Mutter ihr eigenes Kind solch einer Gefahr aussetzen ??? Sie (also meine Schwägerin) lässt den Sohn mit dem Vater im Auto fahren, obwohl er eigenlich gar nicht Auto fahren sollte. Wie egoistisch und narzisstisch muss man sein, um so etwas zu machen ?

Ich versteh’s nicht, wirklich nicht… ich könnte meine Schwägerin echt grad erwürgen…

Adventszeit

Am Sonntag ist 1. Advent… und langsam muss ich anfangen zu planen, wann ich welchen Gutzeli-Teig mache. Im Büro fragen sie schon seit 2 Wochen, wann ich denn mein Weihnachtsgebäck mitbringe, damit sie dann ja auch alle da sind, um davon zu essen 🙂

Und vor 2 Tagen habe ich von meinem Bruder D. ein Paket bekommen … auch er wartet darauf. Und dann gibt’s noch ein paar weitere Personen, die es kaum erwarten können, meine Weihnachtsplätzchen zu probieren.

Zusätzlich will ich dieses Jahr auch noch Glühwein verschenken. Hatte letztes Jahr Erfolg. Eigentlich war es nicht vorgesehen, aber da ich noch Glühwein übrig hatte, habe ich 4 kleine Fläschchen für ein paar Freunde abgefüllt, und die waren alle begeistert. Also ? Warum nicht daraus ein paar Geschenke machen 🙂

Dann wollen wir mal den Brunsliteig in Angriff nehmen… und 4 Kerzen muss ich auch noch kaufen… für meinen Adventsbalken (ja, ich habe keinen Kranz, aber einen Balken. Foto folgt später 🙂 )

Und ich muss mir noch überlegen, was ich Euch dieses Jahr für einen Adventskalender hier präsentiere… bis jetzt ist mir noch nichts eingefallen…

Vêpres pour la Paix

Letzten Samstag abend hatten wir ja Konzert mit dem Chor. Es war super ! Trotz Bedenken bei der Hauptprobe am Mittwoch davor, hat alles bestens geklappt :

  • Das Publikum war begeistert
  • Wir haben wirklich gut gesungen
  • Ich hatte praktisch keine Ischias-Beschwerden und konnte das ganze Konzert problemlos stehen (ich hatte davor meinen Kindern gesagt, sie sollen doch bitte ein wenig an mich denken. Und als ich ihnen nach dem Konzert geschrieben hatte, wie gut alles geganen sei, meinte Sohnemann „ich habe für dich gebetet. Scheinbar hat es funktionniert 🙂 “ . Das fand ich so süss.

Hätte Euch gern eine „Kostprobe“ gepostet – geht aber irgendwie nicht. Und leider wurde bis jetzt noch nichts auf unserem Youtube-Kanal hochgeladen. Falls es dann doch noch kommt, kann ich ja Bescheid geben 😀 .

Unser nächste kleines Konzert findet am 5. Januar 2025 zusammen mit einem Carillonneur (Glockenspieler ?) in einer für ihr Glockenspiel bekannten Kirche statt finden. Da freu ich mich auch schon sehr drauf 🙂