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Hausmittelchen

Jeder hat irgendwelche Hausmittelchen von Mama oder Grossmamma in petto. Da gibt’s z.B. die Honig-Milch bei Halsschmerzen, die Essig-Socken bei Fieber, die Kamillendämpfe bei verstopfter Nase und – mein absolutes Highlight – das Öllümpchen (Ölwickel) bei Husten (vorallem nachts).

Man nehme eine Bratpfanne und gebe ein beliebiges Pflanzenöl rein (ausser vielleicht Olivenöl. Ich nehme meistens Raps- oder Sonnenblumenöl) und erhitze es.

Wenn das Öl heiss ist, nimmt man ein Baumwollstoff – am besten eine Gazen-Windel – und tränkt sie im heissen Öl. Achtung heiss !

Dann legt man das getränkte Öllümpchen auf ein z.B. Frotté-Tuch (Schutz für Kleidung) und überprüft mit dem Handgelenk, ob die Wärme auf der Haut ertragbar ist. Ein bisschen so, wie wenn man beim Milchfläschchen fürs Baby prüft, dass es nicht zu heiss ist.

Wenn es also ertragbar ist, legt man das getränkte Öllümpchen auf die Brust, zusammen mit dem Frotté-Tuch (oder anderen Stoff) und zieht ein etwas enganliegendes T-Shirt oder ähnliches an. So, dass das ganze einigermassen hält und nicht verrutscht. Man kann natürlich auch einen richtigen Wickel machen – alleine ist das allerdings etwas schwierig.

Und dann legt man sich damit schlafen und der Husten ist bedeutend weniger bis gar nicht da, wenn man schläft – was doch beträchtlich der Erholung dient.

Da ich zur Zeit keine Öllümchen brauche, kann ich leider auch keine selbst gemachten Anleitungsbilder uploaden. Und im Netz finde ich nichts. Aber ich denke (hoffe) es ist verständlich genug.

Und HIER hab ich noch eine Seite gefunden, die interessant diesbezüglich ist. Da wird gegen Husten Lavendelöl verwendet. Muss ich mal ausprobieren – zumal Lavendel einer meiner Lieblingsgerüche ist 🙂

Prioritäten setzen

Zuallererst kommen Sie, und dann erstmal lange nichts. D.h. dazwischen ist eine imaginäre Grenze. Alles andere als Sie ist bei weitem nicht so relevant.

Diesen Satz hat man zu mir gesagt – und einerseits ist das ja alles schön und gut, aber wenn ich nur für mich schaue, fühle ich mich sehr egoistisch, was dazu führt, dass ich mich im Endeffekt nicht gut fühle.

Ja, ich akzeptiere viele Dinge, ich mach viel für andere und manchmal sollte ich vielleicht „nein“ sagen. Aber das ist sehr schwierig für mich… und meistens fühl ich mich auch gut bei allem was ich tue.
Natürlich gibt es gewisse Dinge die ich mache, weil ich mich verpflichtet und verantwortlich fühle. Ich würde z.B. nie meinen Sohn vor die Tür setzen, auch wenn ich – rein rechtlich, rational und finanziell gesehen – das tun könnte. Aber das würd ich nicht übers Herz bringen.

Ich glaube, ich muss lernen, manchmal „nein“ zu sagen. Vielleicht ist dieser Artikel ein 1. Schritt.

Wie seht Ihr das ?

Autos mögen mich einfach nicht

Gestern hatte ich wieder mal den Beweis, dass Autos mich einfach nicht mögen.

Seit mitte Juni hab ich ja ein „neues“ Auto. Ok, ist ein Gebrauchtwagen von 2006, aber laut allen Leuten, die sich ein bisschen mit Autos auskennen, sollte ich mit diesem Wagen (Honda Jazz) NIE Probleme haben.

Tja, da haben sich alle getäuscht… gestern Abend, ich kam grad von der Tankstelle und fuhr in einen Kreisel, fing das Auto plötzlich an zu rucken, „hüpfte“ quasi in den Kreisel und blieb dann stehen. Mittendrinn, einfach so. Na super ! Hab dann die Warnblinke angeschalten, den Schlüssel rausgezogen, wieder rein gesteckt und versucht, wieder zu starten. Das gelang mir auch, allerdings leuchtete das Motorlämpchen orange auf.

Ich konnte immerhin noch bis nach hause fahren… kurz vor Ankunft erlosch das Lämpchen…

Heute morgen hab ich dann in der Werkstatt angerufen und die meinten, ich soll mit dem Auto vorbei kommen. Also bin ich heute mit den ÖV zur Arbeit gefahren und werde den Wagen morgen Nachmittag zur Werkstatt bringen.

Betet bitte für mich, dass es nur „eine Kleinigkeit“ ist. Der Garagist meinte, es könne eine Sonde, eine Kerze oder der Benzinschlauch (wie heisst das genau ?) sein. Also hoffe ich sehr, dass es nichts grösseres ist, weil sonst werd ich definitif auf einen Elektro-Roller oder so umsteigen. Langsam aber sicher reichts !

Eifersucht

Wieso ist man eifersüchtig ?

Grundsätzlich bin ich kein eifersüchtiger oder neidischer Mensch. Ich mag es den anderen gönnen, wenn sie glücklich sind, oder wenn sie sich Dinge leisten können. Mich stört auch nicht, wenn ich sehe, dass einige 3 oder 4 Mal pro Jahr weg fahren – ist doch schön für diese Leute, wenn sie es sich leisten können.

Es gibt allerdings manchmal Situationen, da bin ich eifersüchtig, obwohl ich eigentlich nicht mal wirklich einen Grund dazu habe. Aber das ist so ein Gefühl, das einfach plötzlich hoch kommt. Gerade gestern war so eine Situation. Und heute wurde ich nochmal darauf angesprochen und habe erklärt, dass ich das nicht bewusst extra mache – das kommt einfach.

Witzigerweise hab ich das nur bei gewissen Leuten und nicht mal bei denjenigen, wo solch eine Reaktion noch als „normal“ angesehen werden könnte…

Psychologie

Alles was wir tun oder nicht tun, hat psychologische Hintergründe.

Meine Prokrastination z.B. die letzten Wochen hatten damit zu tun, dass ich psychologisch gesehen Angst vor den Resultaten hatte. Lieber nichts tun – weil ich unbewusst und bewusst weiss, dass die Situation Scheisse ist – als dann konkret zu sehen, was alles falsch läuft.

Sohnemann ist jetzt seit Anfang 2020 (seit Corona) zu hause und tut nichts. Corona hat ihm sehr viel Angst gemacht. Ich musste ihn regelrecht zwingen, ab und zu mal 10 Minuten an die frische Luft zu gehen.
Sein Rythmus ist seitdem umgekehrt, sprich : er schläft tagsüber und ist nachts wach. Sein Zimmer sieht aus wie eine Müllhalde, er ist blokiert, irgendwas zu tun.
Er hat aus meiner Sicht Angst, dass er nichts schafft. Ich versuche ihn seit 2 Wochen zu pushen, endlich seinen Führerschein zu machen. Es fehlt noch ein Dokument, und dann kann er sich für die Theorieprüfung anmelden. Und ich werde da nicht locker lassen – denn ich bin überzeugt davon, dass er es bewältigt und dass ihm dieses Erfolgserlebnis dann – vielleicht – Mut macht, weitere Dinge in Angriff zu nehmen.

Psychologisch gesehen hat er – meines Erachtens – eine Depression. Ihn dazu zu bewegen, professionnelle Hilfe anzunehmen, scheitert seit Jahren. Und jemanden zwingen (solange er sich nicht selbst lebensbedrohlich gefärdet) bringt gar nichts. Die Person muss es selbst auch wollen. Und mein Sohn wird nächsten Januar 20 … !

Es gibt Tage wie heute, da weiss ich nicht mehr, wie ich mich verhalten soll. Ich hab schon so viele Dinge versucht :

  • Gut zureden
  • Erklären
  • Gemeinsam to-do Listen erstellen
  • nichts sagen
  • genervt sein und ihm die Leviten lesen
  • etc

Es bringt alles nichts. Nichts funktionniert. Ich weiss langsam echt nicht mehr, was ich noch tun soll…

Versagt ?

Manchmal frag ich mich, ob ich als Mutter versagt habe ?

Niemand macht alles richtig – das ist mir klar. Aber teilweise frag ich mich, was ich bei meinen Kindern besser hätte machen sollen oder können.

Natürlich hat niemand die Lösung und Menschen, die keine Kinder haben, können oft Theorie nicht von Realität unterscheiden. In vielen Dingen haben diese Leute recht, aber es ist 1. anders und 2. als man denkt…

Bedingungslose Liebe trägt dazu bei, dass man manche Dinge vielleicht falsch sieht, oder halt eben gefühlsmässig und nicht rational handelt.

Wär es besser, man würde das Gefühl aussen vor lassen ? Kann man das überhaupt ?

Sklave des Systems ?

Dieses Foto ist ein Netzfund… aber wenn das echt ist, finde ich das richtig gut. Sollte überall stehen. Ist auch für die Schweiz gültig.

Warum brechen wir nicht aus dem System aus ? Wenn alle mitmachen würden, hätten Die keine Chance. Aber das ist Utopie… Träumerei… Wunschdenken…

Mainstream-Medien, Indoktrinierung, Manipulation… das wird mit uns (nicht allen, aber vielen) gemacht. Und diejenigen, die das ganze durchschauen können nicht viel machen, weil sie auch in diesem System sind und irgendwie mitmachen müssen, weil sie sonst untergehen.
Es ist einfach zu sagen „ich zieh mich zurück, geh in ein Berghüttli und werd Selbstversorger“. Das ganze umsetzen ist – auch hier – ohne Kapital nicht möglich.

Wir sind einfach alle Gefangene und Sklaven… echt traurig !

Eine Träne

Manchmal kommt sie einfach,
die Träne die solange ungweint war.

Ich musste mich gestern im Büro echt beherrschen… Meine Cheffin – eine kompetente und sehr humane Frau – bekam gestern die Bemerkung vom HR, das in ihrem Team einige zu viele Pausen machen. Das war natürlich indirekt eine Anspielung auf meinen Kollegen und mich, weil wir beide rauchen.

Ich kann es einerseits nachvollziehen – denn nebst der regulären Pause von 20 Minuten am Morgen, gehen wir beide 2 oder 3 Mal (auch nachmittags) kurz raus eine rauchen. Aber – und jetzt kommt der springende Punkt – im Gegensatz zu den anderen Teams, ist unseres das einzige, das funktionniert und das einzige, wo die Arbeit zeitgerecht getan ist. Wir sind à jour, halten Termine ein und sind immer sehr flexibel – was man von den anderen nicht wirklich behaupten kann.

Und darum hat mich das auch sehr getroffen. Auch meine Cheffin fand die Bemerkung daneben, aber sie will nicht, das man schlecht von ihrem Team denkt oder uns irgendwas anhängen oder nachsagen kann. Also besteht sie darauf, dass wir nur noch die offizielle Pause machen.

Wenn ich 20 wär, ich glaub, ich würd mir was anderes suchen … aber ab einem gewissen Alter muss man heute ja froh sein, überhaupt noch einen Job zu haben…

Gut gemeint

Ich weiss, dass die Menschen, die mir Tipps oder Anregungen geben es gut meinen. Aber sie verstehen einfach nicht, dass in der Theorie alles anders als in der Praxis ist.

Das ist, wie wenn jemand der keine Kinder hat einem Tipps gibt, wie man seine Kinder zu erziehen hat, So jemand hat zwar gute Ideen oder Ansätze und meistens auch recht mit dem was er sagt, aber in der Praxis ist das alles nicht so einfach – ausser man hat kein Herz, dann kann man natürlich problemlos sein eigenes Kind vor die Tür setzen oder einfach sagen „ist mir egal“.

Na ja, es werden Lösungen kommen… zumindest hab ich die Hoffnung noch nicht aufgegeben.