Manchmal höre ich eine Melodie â und plötzlich sehe ich mich selbst, wie in einem Film. Ich sitze irgendwo, allein, vielleicht an einem Fenster, am Meer oder auf einer Parkbank. Das Licht ist weich, manchmal mystisch, und die Musik legt sich ĂŒber die Szene wie eine Decke.
Ich denke ĂŒber mein Leben nach â ĂŒber Entscheidungen, ZufĂ€lle, Begegnungen. Ich frage mich, was ich hĂ€tte anders machen können. Wo bin ich zu frĂŒh gegangen â und wo zu lange geblieben? In meiner Wahrnehmung ist das der Abspann. Eine leise, traurige Schlussszene. Nur â es ist kein Film. Es ist mein Leben.
In letzter Zeit gibt es oft solche Momente, in denen sich RealitĂ€t und Vorstellung ĂŒberlagern. Als wĂŒrde ich das Geschehen nicht nur erleben, sondern gleichzeitig beobachten â als Zuschauerin meiner eigenen Geschichte. Vielleicht ist das eine Form von Distanz. Vielleicht aber auch der Versuch, dem Moment Bedeutung zu geben.
Manchmal wĂŒnsche ich mir, das Leben wĂŒrde sich wie im Film entwickeln: Die verzweifelte Nachricht, die ich abschicke, wĂŒrde jemanden dazu bringen, ins Auto zu steigen, loszufahren, anzukommen. Ein Wort, ein Blick â und alles wĂ€re wieder gut. Doch das Leben folgt keinem Drehbuch. Es schneidet keine Szenen neu, wiederholt keine Dialoge. Es lĂ€uft â ungeschnitten, roh, manchmal unvollkommen.
Und trotzdem gibt es diese filmischen Momente. Vielleicht, weil wir in Geschichten denken. Weil wir sie brauchen, um unser Dasein zu ordnen, zu deuten, zu fĂŒhlen. Vielleicht ist das unsere Art, Sinn zu finden â indem wir unser Leben wie eine ErzĂ€hlung betrachten, mit leisen Kapiteln, unerwarteten Wendungen und offenen Enden.
Wenn ich ehrlich bin, mag ich diesen Blick von aussen nicht so. Zu oft werde ich von der RealitĂ€t eingeholt und erkenne: Das Leben ist kein Film. Und das stimmt mich dann manchmal traurig, weil ich mir in diesen Momenten so sehr ein anderes Leben wĂŒnsche â doch es ist mein Leben, und ich muss das Beste daraus machen.
Jede Handlung, ob unscheinbar oder turbulent, ist letztlich Teil der Geschichte â meiner Lebensgeschichte. Und auch wenn manche Phasen traurig wirken, heisst das nicht, dass es wirklich ein Ende ist â vielleicht nur eine Pause, bevor die Musik wieder einsetzt.
Das 1. Treffen mit Claudius war am 2. April … und seit dem 16. April sind wir zusammen. Wir fĂŒhren eine Fernbeziehung, allerdings sehen wir uns ca. 1 x die Woche.
Claudius ist sehr lieb und aufmerksam. Zu meinem Geburtstag habe ich einen Strauss rote Rosen bekommen und einen kleinen Glas-Elefanten (ich sammle Elefanten aller Art).
Rote Rosen von Claudius – Tulpen von Mama – gemischter Strauss von Bruderherz
Letzten Samstag ist er nach NeuchĂątel an mein Konzert gekommen (das ĂŒbrigens wie die 2 anderen in Lausanne und Genf ausverkauft und ein voller Erfolg war).
Victoria Hall GenfEglise Rouge NeuchĂątel
Anschliessend bin ich mit zu ihm gegangen und habe bei ihm ĂŒbernachtet. Als ich dort angekommen bin, dachte ich, ich komme in ein Teenager-Zimmer. Ăberall hat es Fan-Artikel seiner Lieblings-Hockey-Mannschaft – sogar sein Bettzeug hat das Logo… Die grosse Vitrine mit Dragon-Ball Figuren im Wohnzimmer fand ich irgendwie auch etwas irritierend… es hat mich etwas „abgeschreckt“ irgendwie. Ich habe aber nichts gesagt – noch nicht ? Ich weiss es nicht. Wir haben ja nicht vor zusammen zu ziehen – also kann er in seiner Wohnung die Einrichtung haben, die er will. Aber ganz ehrlich : es ist mir nicht so wohl in dieser Wohnung.
Seit Montag abend ist er bei mir (er hat Dienstag und Mittwoch meistens frei weil er oft am Wochenende arbeitet). Dienstag morgen ist er in den Baumarkt gefahren und hat das Material gekauft, welches nötig war, um meinen Balkon besser Katzensicher zu machen. Um 10h hat er mir ein Foto geschickt – es war gemacht. Als ich abends nach Hause kam, hatter er fĂŒr uns gekocht. Sohnemann hat auch mitgegessen. Eigentlich alles schön und gut, aber irgendwie bin ich froh, wenn er heute abend wieder geht… ist das normal ?
Gesamthaft gesehen lĂ€uft es ja eigentlich gut. Es ist der Anfang… und ich mag Claudius eigentlich sehr… irgendwie bin ich aber nicht „verliebt“ wie das mit Pierre der Fall war. Aber ich will nicht ins alte Muster zurĂŒck und Claudius ist sehr aufmerksam, total in mich verliebt, macht fast alles fĂŒr mich. Und ich sage mir immer wieder, die paar Dinge, die mich an ihm irgendwie manchmal stören sind vielleicht 20% von seinem Gesamtwesen. Die anderen 80% sind positiv – und auf diese 80% will ich mich konzentrieren.
Und doch, ich schreibe weiterhin mit Just W., habe auf X (vormals Twitter) ein paar Kontakte und natĂŒrlich mit Frank. Frank ist und bleibt mein absoluter Lieblings-Chat-Partner. Und wĂ€re er nicht so weit weg, ich glaub, da könnte… nein, ich schreib das jetzt nicht. Es ist unrealistisch…
Trotz der tollen Fasnacht letzte Woche, hatte ich weiterhin Kontakt mit verschiedenen … na ja, wie soll ich sie nennen ? Chat-Partner? Potentielle Liebhaber ? AffĂ€ren ? Keine Ahnung.
Ich muss mal ne Liste mache, sonst verlier ich noch den Ăberblick đ
Frank – mein absoluter Lieblings Chat-Partner
Just W. – zur Zeit jener, der mich am meisten reizt
Otto – er kommt am 20.3.24 her…
HP – die Kommunikation hat etwas nachgelassen, aber er will mich wieder treffen
Pierre – reden wir nicht von ihm… er hat sich wieder gemeldet…, aber ich bleib so gut wie möglich nĂŒchtern und neutral
LĂ€ggerli – meine 1. grosse Liebe. Ab und zu mal ne Nachricht – ist ok
Marcello – mein 1. Freund (als ich 14 war) ist wieder aufgetaucht und will was von mir… ich aber nicht von ihm !!
Daniel – von dem hab ich noch nie geschrieben. Ich kenn ihn auch erst seit ca 2 Wochen. Haben anfangs auf X miteinander ein bisschen geredet. Inzwischen haben wir via Whatsapp Kontakt. Er ist, wie soll ich sagen, ziemlich BDSM … aber es amĂŒsiert mich irgendwie. Muss ich mich jetzt schĂ€men?
Jemand – ebenfalls noch nie von ihm berichtet, was allerdings logisch ist, denn Kontakt via X haben wir erst seit 2 Tagen. Ein – bis jetzt – netter Mensch, mit welchem wir einfach ein bisschen hin und her schreiben.
Ja, das sind immerhin 9 Personen… eigentlich sollte mir nicht langweilig werden, und doch gibt es Momente, da langweile ich mich zu tode und hab viel zu viele Gedanken im Kopf, die ich irgendwie nicht richtig ordnen und organisieren kann.
Aber alles in allem gefÀllt mir mein momentaner Lebensstil ganz gut
… wenn man morgens erwacht und gleich 4 Nachrichten auf dem Handy hat.
Frank, Just W., LÀggerli und HP (von dem hab ich noch nie erzÀhlt) hatten mir wÀrend ich schlief geschrieben.
Mit Frank hatte ich gestern am Nachmittag, am frĂŒhen Abend und vorallem dann ab Mitternacht bis 3h morgens hin und her geschrieben. Seine Nachricht heute morgen kam um kurz nach 4h. Die GesprĂ€che mit ihm sind immer sehr interessant !
Just W. hat mir gestern irgendwann gesagt, dass er sich manchmal sehr alleine fĂŒhlt. Also allgemein. Er ist zwar verheiratet, aber scheinbar ist diese Ehe nur noch Mittel zum Zweck. Werd mal bei Gelegenheit etwas nachfragen.
LĂ€ggerli hab ich um kurz vor 23h eine „Gute-Nacht“ Nachricht geschickt. Heute morgen schrieb er mir um 6h15 : … und ich wĂŒnsche dir einen guten Start in den Mittwoch. Heute Abend finde ich hoffentlich Zeit, um zu schreiben. Mal sehen, wann und ob da was kommt. Ich hab ja Chorprobe…
Und HP… also HP hab ich noch nie persönlich gesehen. Wir „kennen“ uns via FaceBook, weil wir durch das Spiel Farmville vor ĂŒber 10 Jahren mal „Freunde“ wurden. Er ist 6 Jahre jĂŒnger als ich (gleicher Jahrgang wie mein Bruder – irgendwie komisch). Auch er ist unglĂŒcklich verheiratet, hat eine 8-jĂ€hrige Tochter und bleibt nur ihretwegen… aber er will mich unbedingt besuchen kommen. Leider wohnt auch er weit weg (ca 200km) und kann nicht mal einfach so spontan vorbei kommen. Er hat mir kurz vor 4h morgens geschrieben, als er von der Arbeit nach Hause kam.
Na ja, jedenfalls hab ich mich ausserordentlich darĂŒber gefreut, von diesen 4 heute morgen eine Nachricht bekommen zu haben.
Nun wĂŒnsch ich Euch allen einen schönen Tag und … to be continued…
Gestern Abend war geplant, mit einer Freundin etwas trinken zu gehen. Ich war schon an vereinbartem Treffpunkt angekommen und ging hinein. Meine Freundin war noch nicht da und ich ging wieder raus. Kam mir vor wie Freiwild, so wie ich angestarrt wurde đł
Ich schrieb ihr eine sms und sagte ihr, dass ich draussen auf sie warte. Worauf sie mich anrief und meinte, dass ihr nicht so gut sei und wir es verschieben mĂŒssen. Ich wĂŒnschte ihr gute Besserung und wollte nach Hause, da meldete sich eine andere Freundin und fragte, ob ich vorbei kommen wolle. Gesagt – getan.
Bei ihr tranken wir Tee und quatschten bis fast 1h morgens.
Kaum war ich zu hause angekommen, meldetet sich Yves. Yves arbeitet bei der SBB (er ist LockfĂŒhrer) und ich habe ihn vor ĂŒber 10 Jahren mal ĂŒber so eine Dating-App kennen gelernt. Wir waren damals sogar zusammen im Kino und essen. Er war/ist nett, aber mehr als eine Freundschaft wollte ich mit ihm nie. Er war einfach „zu still“ und irgendwie langweilig. Auf jede Frage damals kam nur ein „Ja“, „Nein“, Weiss nicht“ und ein GesprĂ€ch kam einfach nicht wirklich zustande. Per Nachrichten war/ist das ganz anders. Wir haben eigentlich den Kontakt immer aufrecht erhalten und jedesmal wenn er mit dem Zug in meiner Stadt vorbei fĂ€hrt, schickt er mir folgendes Whatsapp : đđ»đđđ. Meistens antworte ich dann auch mit 4 Emoticones und dieses mal schickte ich ihm ein Teekanne-Emoji und folgendes Foto :
Darauf fragte er mich „Geht es dir gut? Mach mir grad etwas Sorgen um dich“. Ich antwortete dann, dass ich soeben von einer Freundin nach Hause gekommen bin und ich mich zur Zeit etwas nach Liebe und Umarmungen sehne. Da meinte er, ob ich ein Free Hugmöchte. – „Ja, immer !“ Und dann er so „hĂ€ttest auf den Bahnsteig kommen sollen“. „Du bist witzig … das hĂ€ttest du mir frĂŒher sagen sollen. Vorallem auch weil meine Freundin 2 Minuten vom Bahnhof wohnt“ „Ach Mist“ – „Ja, Mist !“ „Dann bleibt dir noch Tinder“ meinte er dann, worauf ich danken ablehnte und erklĂ€rte, dass ich auf Leute, die als 1. Nachricht „Willst du f***“ schicken, gern verzichte.
Als ich ihm dann schrieb, dass damals nur er und ein anderer (Just W.) normal geschrieben hĂ€tten, und ich auch deswegen ziemlich schnell wieder von dieser Plattform weg war, meinte er, dass wir beide ja nie was zusammen gehabt hĂ€tten und setzte dazu das Heiligenschein-Emoji đ. „Ja, das stimmt“ schrieb ich zurĂŒck und seine nĂ€chste Nachricht war ein weinendes Emoji gefolgt von „Dabei hast du bei unserem damaligen Kinobesuch wunderschön ausgesehen“.
Ich bedankte mich fĂŒr das Kompliment und schrieb „Ja, aber inzwischen hast Du ja Dein GlĂŒck gefunden“ (er ist inzwischen verheiratet und hat 2 Kinder) – „Ja“ – „Das finde ich cool und es freut mich fĂŒr dich„. Und dann schrieb er :
„WĂŒrdest du nicht versuchen, einen verheirateten Mann zu verfĂŒhren? đ “ worauf ich entgegnete : „Ich wĂŒrde es nicht wagen ⊠⊠wenn der verheiratete Mann allerdings danach sucht, dann sage ich nicht unbedingt nein. Aber ich werde es nie versuchen, wenn er keine „Zeichen“ in diese Richtung gibt.„
Dann erzĂ€hlte ich ihm von Just W. und er meinte, dass demzufolge mein Manco bald gestillt werden wĂŒrde. Ja, dafĂŒr mĂŒsste aber Just W. erst mal die Zeit und Wege finden, um mich zu treffen.
Plötzlich schreibt er mir : „ich wĂ€r ja nicht abgeneigt gewesen, damals – denn du bist eine tolle und charmante Frau – aber ich hatte nicht das GefĂŒhl, dass du Interesse hast.“ Um ihn nicht zu verletzten, flunkerte ich ein wenig und erklĂ€rte, dass ich mich nicht wirklich erinnern könne und ich (wir) halt beide ziemlich scheu gewesen wĂ€ren.
„Du warst verdammt sexy, als wir ausgingen“ … das machte mich ein wenig verlegen und ich war froh, dass ich allein zuhause in meinem Bett lag :-D. Dann schrieb ich zurĂŒck „Danke fĂŒr das Kompliment, aber jetzt bin ich es wahrscheinlich weniger⊠mit 10 Jahren mehr đ€Ł„
Yves : „Ich bin sicher, dass es dir gelingt, genauso zu sein“ boelleli : „Na ja, ich weiss nicht,… wĂŒsste nicht wen ich fragen kann um das zu beurteilen. Ich kann dir ja schlecht Fotos schicken, um deine Meinung zu hören đ “
Yves : Nun, ich wĂŒrde sicherlich eine ehrliche Meinung haben đ đ. boelleli : Was bedeutet das konkretâŠ? Yves : Dein Profilbild z.B. ist sehr attraktiv. Du bist eine Freundin und ich wĂŒrde dich nicht anlĂŒgen und meine ehrliche Meinung sagen.
boelleli : Ich habe welche, weiĂt du⊠aber deine Frau schaut nie auf dein Handy? Yves: Nein. boelleli : Also möchtest du, dass ich dir 1 oder 2 Fotos schickeâŠ? Yves : Wenn du es wissen willst, ja, aber ich rede nicht von einer Dessous-Show đ . Als wir ausgingen, hattest du eine enge Hose an, diese wunderschönen Stiefel – dir schmerzten die FĂŒsse, weil du sie schon lange nicht mehr angezogen hattest – ein leichtes Make-up. Und ja, du warst sexy und attraktiv. (Ich kann mich gar nicht daran erinnern, was ich anhatte … er anscheinend schon đ ).
Ich war irgendwie etwas baff und schickte ihm dann ein paar Fotos. Keineswegs Dessous-Fotos, einfach normale. (Ausser vielleicht dies 2 hier nebenan) Seine Antwort darauf : „Also ja, du bist immer noch attraktiv, hinreiĂend und sexy. Wenn ich Single wĂ€re, und du mir so ĂŒber den Weg liefest, wĂŒrde ich dich direkt ansprechen đ.“
Ehm ja… ok, wow, irgendwie hĂ€tt‘ ich das nicht in dieser Art erwartet. Aber es ist/war sehr schmeichelhaft. Ich fragte ihn dann, wie ich es denn anstellen sollte, damit man(n) mich anspricht. Er meinte – wie auch Frank immer sagt – dass ich ausgehen soll. Aber allein geh ich nicht aus, da wird man als Frau nur blöd angemacht (und sorry, meistens, nein eigentlich immer, nur von AuslĂ€ndern…) und ausserdem denkt dann jeder gerade „die sucht“ . Das will ich nicht. Aber ich fragte ihn dann noch, ob er denn nicht einen Arbeitskollegen oder sonstige Bekannte hĂ€tte, der vielleicht potentiell in Frage kommen könnten đ . Und da kam sofort zurĂŒck „Mein Bruder. Dann wĂŒrden wir uns öfters bei den Familientreffen sehen“ … ehm, ja, ok đ
Nachdem er mir Beruf und Alter, sowie ein Foto geschickt hat (ja, sieht nicht schlecht aus, Alter, Wohnort und Beruf ok – wĂ€r so +/- nach meinem Geschmack đ ), meinte er dann, er gehe jetzt zu Bett, da er zu hause angekommen sei (diese ganze Konversation dauerte von kurz vor 1h bis halb drei Uhr morgens), aber wir könnten morgen (also heute) noch weiter reden… was auch immer das heissen soll…
Na denn, mal sehen, ob er sich meldet… ich werde ihm nicht schreiben…
Ich sitz grad im BĂŒro, hĂ€tte eigentlich zu tun, aber ĂŒberhaupt keine Lust, irgendwas zu tun.
Ich habe das GlĂŒck, dass mein Platz so liegt, dass niemand sieht, was ich am PC tue … also schreib ich jetzt hier ein wenig.
„Meine MĂ€nner“ (wie das klingt :-D) sind Nachrichtentechnisch relativ aktiv – das ist und tut gut. Verglichen mit gewissen Personen, die sich einfach nicht mehr melden, ist das ein sehr angenehme Abwechslung in meinem Alltag.
Mit Just W. schreiben wir tĂ€glich. Was ich an ihm mag : wir schreiben auch ĂŒber allgemeinde Dinge wie unsere Kinder, die Arbeit, etc. Ich fĂ€nde es toll, wenn wir diesen Kontakt – abgesehen von dem anderen đ ) – weiterhin aufrecht behalten.
Mit Otto schreiben wir nicht so viel – aber da geht es auch nur um das Eine. Ausserdem ist er weit von hier weg. Aber unser Treffen am Montag steht und ich freu mich darauf.
Mit Frank schreiben wir tĂ€glich. Manchmal hör ich allerdings sehr lange nichts von ihm und dann mach ich mir teilweise Sorgen. Er hat nicht immer guten Empfang und das weiss ich auch, aber mich beschĂ€ftigt es dann trotzdem, wenn ich sehr lange nichts von ihm höre. Ich mein, wie wĂŒrde ich erfahren, dass er z.B. einen Unfall hatte ? Ich kann ja nicht mal schnell hinfahren – er ist ĂŒber 600km von hier entfernt. Ich habe ihm das auch geschrieben und er meinte, ich solle mich zusammenreissen und er hĂ€tte das nicht gern, wenn man sich um ihn sorgt. Das versteh ich ja einerseits, doch andererseits hat es mich ein wenig getroffen – auch wenn er etwas spĂ€ter schrieb, dass ich das nicht persönlich nehmen soll, hat es mich doch ein wenig traurig gemacht. Ich habe es ihm dann auch geschrieben : Wenn man jemanden gut (freundschafltich) mag, dann sorgt man sich halt auch um ihn… oder lieg ich da falsch ?
Na ja, jedenfalls ist seit etwa 10 Tagen mein Leben ein bisschen aufregender – zumindest was die Kommunikation betrifft đ
So, jetzt muss ich aber wieder ein bisschen was tun.
Wir schreiben seit einer Woche regelmĂ€ssig und irgendwie ist es sehr angenehm. NatĂŒrlich oft auch zweideutige Nachrichten – aber ich find’s ok.
Gestern Abend habe ich dann aber doch gedacht, dass es ihn vielleicht nervt und habe geradeaus nachgefragt. Darauf meinter er postwendend „Nein, ĂŒberhaupt nicht. Ich find’s cool“ đ
Gut so – bin erleichtert und beruhigt đ
Vielleicht werden wir uns mal zum Mittagessen treffen (fĂŒr den Anfang …) , aber ich merke schon, dass er nicht abgeneigt wĂ€re fĂŒr anderes.
Aber wie schon erwĂ€hnt… ich hĂ€tte auch da nichts dagegen.
Ihr denkt jetzt sicher, ich sei in einer Krise oder so… vielleicht bin ich das, vielleicht auch nicht. Jedenfalls habe ich letzte Woche entschieden, dass jetzt Schluss ist mit trĂŒbem Alltag und ewigem Warten und Hoffen. Man lebt schliesslich nur einmal !
Könnt Ihr Euch an Otto erinnern ? Wir haben uns ja dann noch 2 Mal gesehen. Hier und hier und hier habe ich darĂŒber berichtet (falls das jemanden interessiert :-D).
Nun, gestern Abend kam – nach unseren letzten Nachrichtem im April 2020 (!) – ein „Guets Neus“ Whatsapp. Ich staunte nicht schlecht und schrieb natĂŒrlich zurĂŒck. Witzigerweise hatte ich vor ein paar Tagen an ihn gedacht.
In seiner 2. Nachricht schrieb er unter anderem, er hĂ€tte wĂ€rend den Festtagen an unsere „Hochzeitsnacht“ (unsere Begegnung an der Hochzeit meiner Freundin) gedacht und wie „heiss“ die doch gewesen sei… und dann fragte er geradeaus, ob ich wieder mal in der Gegend sei…
Ich verneinte dies und fragte, ob denn nicht er wieder mal beruflich hier zulande was zu tun hĂ€tte? Darauf meinte er, dass er das im FrĂŒhling vor habe und er eventuel dann auch schon am Vorabend kommen könnte… was bedeuten wĂŒrde, dass wir die ganze Nacht Zeit hĂ€tten… Nun, ganz ehrlich ? Ich bin nicht abgeneigt – er war bis jetzt mein „bester coup“ – die vergangenen Begegnungen waren immer absolut bemerkenswert und unvergesslich … đ
Wir werden sehen, wann er sich meldet…
Und dann ist da Just Wooloomooloo… wir schreiben relativ regelmĂ€ssig und tĂ€glich seit knapp einer Woche… ich mein, bevor ich ihm letzten Sonntag Abend geschrieben habe, war unsere letzte Nachricht von 2018 … ich glaub, er will etwas von mir đ … Aber auch das ist/wĂ€r nur eine AffĂ€re. Aber eine gute Partie wĂ€r er… arbeitet als Key account manager bei einer Bank. Vielleicht treffen wir uns bald einmal – wir arbeiten in der gleichen Stadt, knapp 20 Gehminuten voneinander.
Also entweder interessiert sich keiner fĂŒr mich, oder dann so… Aber egal – momentan bin ich grad in diesem Mood. Vielleicht habe ich eine etwas verspĂ€tete Midlife-Kriese… ich lass es auf mich zukommen. Jedenfalls fĂŒhlt es sich momentan richtig an und hĂ€lt mich ausserdem davon ab, ĂŒber Pierre nachzudenken…
Unter diesem Namen habe ich ihn in meinem Telefon gespeichert. Ich weiss nicht mal, wie er richtig heisst đ und wie er genau aussieht, weiss ich auch nicht mehr. Wir haben uns mal getroffen, als ich in meiner „wilden“ Phase war. Irgendwann zwischen 2012 und 2013. Geschrieben hab ich glaub hier nie ĂŒber ihn – jedenfalls hab ich nichts gefunden.
Nun, fragt mich nicht weshalb, aber vor 2 Tagen hab ich ihm ein frohes neues Jahr gewĂŒnscht und er hat knapp 2 Stunden spĂ€ter darauf sehr erfreut reagiert.
Etwas spĂ€ter kam ebenfalls eine Reaktion auf einen meiner Whatsapp-Status (Story, reel, oder wie das auch immer auf deutsch heisst đ ) und er kann sich auch an meinen Vornamen erinnern. Gut, er hat ihn wohl so bei sich abgespeichert, aber sein GedĂ€chnis ist scheinbar in Form, denn er erinnerte sich auch an mein Geburtsjahr…
Jetzt ist Dienstag und wir haben am Sonntag abend, gestern und heute etwas hin- und hergeschrieben. Er schreibt schmeichelnde Dinge, was ja schön ist, aber – und jetzt kommt das grosse ABER (wie sollte es auch anders sein)… – der Herr ist natĂŒrlich verheiratet. Immer noch unglĂŒcklich verheiratet, aber halt eben vergeben.
Ich glaub, ich mach das extra. Immer solche die verheiratet, vergeben oder zig km weit von mir weg sind. Es ist wirklich unfassbar ! Wieso tu ich das ? Ich frag mich wirklich, ob das eine Art Schutzmechanismus ist ? Ich weiss es nicht. Ich weiss nur, dass mich das irgendwie nervt…