Heute Abend ist es soweit – wir singen A Child of Our Time in Lausanne. Obwohl mir dieses Werk immer noch nicht so richtig gefällt, freu ich mich doch auf das Konzert-Feeling.
Hier ein Ausschnitt eines Teils, der mir „mehr oder weniger“ gefällt :
Und falls jemande per Zufall heute abend in Lausanne ist: Es gibt noch Tickets vor Ort oder hier . Das Konzert findet im Salle Métropole um 20h statt 😉
Am letzten Samstag habe wir zusammen mit einem anderen Chor ein Konzert in Saanen gegeben. Die Botschafterin der Botschaft San Marino hat das Konzert für CHF 10’000.- gekauft ! Die Reise im Golden Pass (Panorama Zug) sowie ein Lunch für ca 60 Choristen und ein ganzes Orchester wurden ebenfalls finanziert.
Das Event fand in der Mauritius-Kirche statt. Die geladenen Gäste waren fast ausschliesslich Freunde der Botschafterin. Die High Society… Damen in Pelzmänteln und mit Federn geschmückten Hüten, Herren im Frack oder aber in Trachten-Anzügen… ich hätte fast erwartet, die Queen selbst zu treffen … . Zu alledem kam noch, dass 2 Paparazzi-Fotografen da waren – es war irgendwie ziemlich schräg.
Das Konzert kam gut an, obwohl „A Child of our Time“ von Sir Michael Tippett nicht gerade „leichte Kost“ ist…
So, die Briefe an meine Kinder sind geschrieben. Einen für Töchterchen und Sebastian, einen für Sohnemann.
Ich werde die Briefe morgen zu Hause in der Küche liegen lassen, oder vielleicht besser in den Briefkasten stecken ? Das überleg ich mir noch…
Eigentlich wollte ich die Briefe ja hier veröffentlichen. Aber da sie auf französisch sind, habe ich keinen Mut, sie zu übersetzen (1 x 2 Seiten + 1 x 1 Seite im A4-Format, Arial 11 … ).
Gestern hatten wir ein wunderbares Konzert. Wir haben die Bachkantate BWV 1 gesungen. Die Kirche war voll, Mama und ein Arbeitskollege sind gekommen. Es hat mir gut getan 🙂
Am Sonntag haben wir das Requiem von Mozart nochmal gesungen – wir wurden von einem französischen Dorf nahe der Grenze bei Genf eingeladen. Es war super, das Requiem nochmals zu singen und die Kirche war bis auf den letzten Platz besetzt.
Wenn ich könnte, würde ich mir einen Chor suchen, der Tourneen macht – ich finde das so toll.
Seit einer Woche hat mich die Arbeitswelt wieder. Allerdings bin ich noch sehr im Ferien-Modus.
Tallinn in Estland war toll – abgesehen davon, dass es gleiche Temperaturen wie hier hatte, sprich 33-35 Grad. Das ist in den dortigen Breitengraden nicht üblich. Eigentlich hatte ich mir vorgestellt, angenehme 22/23 Grad zu haben (da ich die Hitze ja nicht sonderlich ertrage)… aber da hat sich mein Körper leider damit abfinden müssen und geschwitzt was das Zeug hält.
Wärend unseren Konzerten tropfte der Schweiss nur so runter, die Haare waren klatschnass, der Chorchef hatte sein Hemd durchnässt als hätte man es mit Wasser übergossen… es war wirklich sehr heiss. Und da man das dort nicht gewohnt ist, gibt’s auch in den Läden keine Klimaanlagen. Teils hatte es regelrecht Kondenswasser in den Kühlschränken und mir war bei gewissen Produkten nicht wohl, sie zu kaufen… Immerhin war das Hotelzimmer klimatisiert und wir konnten relativ angenehme Nächte verbringen.
Auch das baltische Meer hat in Tallinn einen schönen Strand – allerdings war das Wasser nur etwa 17 Grad warm (kalt). Sohnemann störte das überhaupt nicht – ich allerdings war nicht im Wasser (trotz grosser Hitze)…
Unser Singatelier war toll und am letzten Abend haben wir das gelernte aufgeführt. Te Deum von Arvo Pärt. Und das beste daran, Arvo Pärt selbst war anwesend… Sohnemann hat sogar eine Selfie mit ihm gemacht 😀
HIER könnt ihr eines unserer Konzerte in Tallinn anschauen – allerdings ist das nicht der vollzählige Chor, denn es kamen nicht alle Mitglieder mit.
Auch wenn ich ein relativ stressiges Week-end hatte, war es doch voller positiver Energie.
Am Samstag hatten wir abends ein Konzert. Die Kirche war zwar nicht voll, aber die Akustik war grandios und das Publikum hatte uns einen grossen Applaus beschert. Obwohl wir – also die Männer, vorallem die Tenor-Stimmen – bei einem Stück am Anfang total versagten, konnten wir es noch retten und brachten es schlussendlich gut zu Ende. Was mich sehr gefreut hat, war dass 4 meiner Arbeitskollegen/-innen gekommen sind. Eine hatte noch ihre Mama dabei und nach dem Konzert meinte jene, sie sei jetzt unser Fan-Club 🙂 Das war echt süss.
Mein absolutes Lieblingslied dieses Abends war dieses:
Gegen 23h war ich zu hause und Sohnemann hat schon geschlafen als ich nach Hause kam – was mich arrangierte. Also ging ich zu Bett und schlief auch ziemlich schnell ein. Um 1h20 weckte mich eine Whatsapp-Nachricht (mein Handy ist mein Wecker…) : mein Sohn schrieb mir von seinem Zimmer aus, das ich ihn hätte wecken sollen als ich nach Hause kam und dass er gerne Kuscheln wollte. Nun ja, gegen Kuscheln hab ich ja nichts, aber er hat mich geweckt und ich war etwas sauer. Schliesslich musste ich am nächsten Tag um 7h aufstehen. Nach einem kurzen Hin und Her habe ich dann schlussendlich gegen 2h morgens wieder einschlafen können.
Als um 7h der Wecker los ging, erwachte ich mit Kopfschmerzen und mir war schlecht. Oh nein ! – dachte ich – bitte keine Migräne. Nicht heute! Ich holte mir ein Schmerzmittel und legte mich nochmals für eine Stunde hin. Danach ging’s mir Gott sei Dank besser. Auch wenn die Kopfschmerzen noch nicht ganz weg waren, machte ich mich parat und fuhr zum Traiteur. Der Chor, respektive das Comité (bei welchem ich dabei bin) hatte einen Brunch organisiert und wir erwarteten ca 30 Gäste.
Ich war also um halb neun mit allem im Auto vor dem Eingang des Gewölbekellers, welchen wir gemietet haben und wartete auf die anderen, um den Saal vorzubereiten.
Der erste, welcher sich zu mir gesellte war Pierre. Ja, der heisst auch Pierre. Und ja, der würde mir auch gefallen… 🙂 Nach und nach kamen auch die anderen und wir bereiteten alles vor. Viele Choristen haben selbstgemachte Speisen mitgebracht und unser Buffet war sehr reich.
Um 11h erwarteten wir die ersten Gäste und es war wirklich ein gelungenes Beisammmensein. Unser Chorleiter hat zusammen mit den Gästen und uns gesungen. Die Leute hatten Spass und als wir um 16h den Boden fertig gewischt und nass aufgezogen hatten, waren wir alle sehr mit dem Resultat zufrieden.
Nachdem alle gegangen waren, kam ich gegen 18h30 nach Hause. Ich war zwar erschöpft, aber sehr zufrieden. Ich liess mir nochmal folgende Szene vom Nachmittag durch den Kopf gehen:
Pierre – also der vom Chor – und ich hatten viel gelacht. Als er ein Dessert nahm, sagte er: die Frau, die das gemacht hat, heirate ich ! Ich schmunzelte und meinte: dann musst du den Traiteur heiraten 😀 .Also kochen und backen kann ich schon ziemlich gut, aber so professionnel nun auch wieder nicht…
Wir kommen wirklich gut aus und eigentlich halte ich mich bewusst zurück. Denn irgendwie will ich keine Signale aussenden mit dem Risiko, dass es vielleicht nicht erwidert wird oder aber, dass etwas daraus entsteht und es dann in die Brüche geht. Wir singen im selben Chor. Wir lieben beide den Chor. Was würde das für eine komische und vielleicht unangenehme Situation geben, wenn es dann plötzlich doch nicht hält? Und doch habe ich ihm abends eine sms geschickt:
Ich hoffe, Du bist gut nach hause gekommen!? Ich bin soeben damit fertig geworden, alles bei mir wegzuräumen. Danke nochmals dass Du um 9h gekommen bist! Schönen Abend und bis Mittwoch :-*
Gern geschehen! Sonst habe ich fast nichts gemacht ;-). Gute Woche. Pierre
Wow – hätte nicht gedacht, dass er antwortet. Ja, er ist auch keine Handy-Fanatiker… muss wohl am Vornamen liegen 🙂
Ja doch – deine Präsenz ist schon viel wert 😉
Präsenz und Appetit 😉
🙂 Genau und viel lachen (und natürlich eine gute Bass-Stimme!) Gute Nacht 😉
Danke, gleichfalls
Nun hirne ich irgendwie an ihm rum. Gut? Nicht gut? Weiss nicht. Am Mittwoch sehen wir uns. Mal sehen. Aber eigentlich will ich nicht – oder doch? Pfff….
Gestern war Valentistag – das wissen wir alle. Man kann es ja kaum übersehen… die Läden sind voll mit Schokoladenherzen, Teddybären und sonstigen Angeboten. Die TV-Werbung in den Tagen davor geht fast nur um diesen (komerziellen) Tag. Jedoch weiss kaum jemand, wieso man den Valentinstag feiert oder so nennt…
In den Anfängen war es (laut Wikipedia) ein christlicher Feiertag:
[Zitat …] Der „Valentinstag“ wird am 14. Februar begangen. Das Brauchtum dieses Tages geht auf das Fest des heiligen Valentinus zurück, eines Märtyrers, in dessen Hagiographie möglicherweise die Vitae mehrerer Märtyrer dieses Namens zusammenflossen.
Der Gedenktag des hl. Valentinus am 14. Februar wurde von Papst Gelasius I. 469 für die ganze Kirche eingeführt, 1969 jedoch aus dem römischen Generalkalender gestrichen. Verbreitet gibt es jedoch um den Valentinstag herum Gottesdienste, in denen Ehepaare gesegnet werden. [… Zitatende]
Nun, ich habe meinen Valentinstag mit meinem Chor „gefeiert“ – sprich, wir hatten Chorprobe und es war ein gelungener, wenn auch konzentrationsreicher Abend. Wir werden Ende März ja eine Konzert am Palmsonntag geben. Unter anderem singen wir das:
Von den Noten her scheint es nicht sehr schwierig… aber es ist also nicht ganz ohne… Jedenfalls freue ich mich auf das Konzert 🙂
Die Tatsache, dass ich keinen „normalen“ Valentinstag hatte und auch keine Nachricht oder sonst etwas bekam, ist überhaupt nicht tragisch. Meine Liebe zur Musik ist mindestens so gut wenn nicht besser… Manchmal denke ich, es wäre schön, wenn es den Kantorianer-Orden wirklich geben würde. Ich glaub, ich würde beitreten. Aber leider ist dies nur eine Erfindung für den Film Vaya Con Dios.
Was gäb ich drum, eine Zeitreise zu machen, und Mozart zu treffen. Ich habe soeben eine hochinteressante Doku (französisch) gesehen. Dieser Mann fasziniert mich so. Ich bin ganz kribbelig 🙂 . Wenn das stimmt, was in verschiedenen Dokus über ihn erzählt wird, dann bin ich überzeugt, dass er ein hochsensibler und extrem tiefdenkender Mensch war. Seine Musik ist einfach unglaublich. Seine Musik berührt die Seele. Man spürt förmlich, was er zum Zeitpunkt der Komposition fühlte…
Töchterchen hat einen Slam gemacht (auf französisch) welcher ihre Beziehung, Wahrnehmung, Erinnerung und Empfindung in Bezug auf Mozart – also seine Musik – beschreibt. Ein Slam ist eine Art langsamer Rap untermalt mit Musik. Ihr Slam hat also verschiedene mozartische Werke als Hintergrundmusik. Es hat mich zu Tränen gerührt. Ihr Text und Mozart’s Musik – unglaublich, welche Emotion es in mir ausgelöst hat.
Das Singen des Requiem gab mir enorm viel. Ich fühlte mich mit ihm verbunden. Ich kann’s nicht erklären und ihr denkt jetzt vielleicht, ich fantasiere oder übertreibe … aber so empfinde ich es.
Beethoven erricht in manchen seiner Werke den Himmel,