Archiv

Deprimiert

Heute war Muttertag – ja, ich habe von Töchterchen eine Schachtel Pralinen bekommen und von Sohnemann ein selbstgemachter Schmuckständer in Form eines Baums und 2 Gedichte. Gegen Druck9h30 stand plötzlich Herzbube mit frischen Croissants vor der Tür. Das war wirklich süss von ihm!

Und trotzdem bin ich irgendwie schlecht drauf. Habe mir natürlich gegenüber der Kids nichts anmerken lassen, aber innerlich bin ich ziemlich am Limit. Momentan ist mir einfach alles zu viel und ich könnte nur noch heulen.

  • Sohnemann krieselt momentan ziemlich, weil er seinen Vater zu wenig sieht. Er möchte auch – wie die anderen – jedes 2. Wochenende zu Papa, aber das geht nicht. Ich versuche ihm zu erklären, warum und dass ich soweit es in meiner Macht steht, alles tue, damit er seinen Vater sieht. Doch es zerreist mir das Herz wenn ich Sohnemann so leiden sehe…
  • Ich habe Berge von Rechnungen und weiss nicht, wie ich das alles bezahlen soll…
  • Die ganzen Ämter (Arbeitslosen-, Sozial-, Steuer-). Ich muss jeden Monat dem Sozialamt meine Kontoauszüge schicken, beim Arbeitslosenamt muss ich jeden Monat vorbei und meine Bewerbugen mitbringen. Nebenbei arbeite ich aber als Tagesmutter und im Kirchensekretariat und für meine Kids bin ich auch stehts „allzeit-bereit“ sie zum Saxophonunterricht, ins Tanzen und Turnen zu fahren. Ich komme mir kontrolliert vor, muss Termine gegenüber den Ämtern einhalten und sollte gleichzeitig auch noch den Haushalt schmeissen, einkaufen, etc…
  • Trotz bewusster Ernährung nehem ich einfach nicht ab – das ist so frustrierend
  • Das mit der Wohnung hat nicht geklappt…
  • Pierre hat sich seit dem 21.3. nicht gemeldet hat. Es frisst mich auf das Ganze. Und ich versuche wirklich mich abzulenken. Habe mich sogar bei Friendscout24 eingeschrieben (aber da werd ich schnell wieder weg sein!). ..

Am liebsten würde ich ins Auto sitzen und einfach losfahren. Irgendwohin, weit weg, weg von meinen Sorgen und Ängsten. Fühle mich ausgelaugt und bin traurig. Es ist so deprimierend. Ich habe das Gefühl, dass ich nichts in meinem Leben wirklich hinkriege.

Ja, das Rad dreht weiter und es werden bestimmt bessere Zeiten kommen; aber momentan fühl ich mich sehr allein und erschöpft…

Ostermontag

Ostern ist schon fast wieder vorbei – bin froh, denn ich hatte dieses Jahr überhaupt keine Lust, Ostern zu feiern.

Ich habe den Kids Osternestchen gemacht und Eier verteckt… Und einen Zopf gemacht – mehr nicht.

10985177_10205936817920250_7751424166549580379_n

 

Heute ist wunderbares Wetter. Möchte gern irgendwo hinfahren. Die Frage ist nur: wohin? Alles ist zu und da wo offen ist… hat es Menschenmengen bis zum geht nicht mehr. Und einfach an den See sitzen… dazu ist es eifach noch zu kalt.

Natürlich, ich hätte noch einiges zu erledigen. Administrative Sachen. Aber Lust habe ich überhaupt keine dazu. Also… was tun? Sohnemann hat zwar Ideen, allerdings sind die alle mit relatif hohen Kosten verbunden. Mein Portemonnaie ist eh schon fast leer… also muss es etwas sein, das nicht alle Welt kostet, oder besser noch: nichts kostet. Manchmal bin ich es echt leid, jeden Franke 2 Mal umdrehen zu müssen…

Dazu kommt noch meine momentant *habzunichtslust*-Stimmung. Aber es ist zwiespältig: einerseits möchte ich raus, andererseits würd ich am liebsten einfach nur auf dem Sofa hocken und rein gar nichts tun…

Pierre hat sich  nicht gemeldet – habe ihm am Samstag Abend eine Ostersms geschickt. Banaler geht’s kaum. Jetzt schreib ich nicht mehr. Hab grad die Phase *dukannstmichmal* ! Ist wahrscheinlich auch gut so – rein für meinen Seelenzustand meine ich.

Na denn, mal schauen. Jetzt muss ich erst mal meine Haarfarbe auswaschen. Danach geh ich mit dem Hund raus und dann? Wenn ich das wüsste…

Ostern

Ich weiss, wo Pierre an Ostern ist (er hat es mir vor knapp 2 Wochen gesagt). Am liebsten würd ich hin fahren – aber das mach ich natürlich nicht. Wär zu auffällig. Ausserdem könnte ja seine Frau auch dort sein. Also lass ich es.

Das ganze Gefühlschaos ist langsam wieder etwas am abflauen – wie jedesmal. Antwort habe ich ja auf mein Geschenk und/oder sms nicht bekommen… jedenfalls bis jetzt nicht. Vielleicht kommt ja noch was. Immerhin hat er das letzte Mal knapp 20 Tage gewartet und mir dann per sms danke für das Weihnachtsgebäck gesagt… aber ich erwarte nichts.

Wir werden an Ostern nichts spezielles unternehmen. Zuhause, Mama kommt sicher am Sonntag vorbei. Bruderherz ist mit seiner Freundin bei ihrer Familie in Italien. Mein Vater bleibt in Frankreich und ich habe auch gar keine Lust, hinzufahren.

Heute muss ich noch ein paar Ostersachen für die Kids besorgen… hab gar keine Lust dazu. Bin seit ein paar Wochen sowieso sehr lustlos. Mach nur gerade das Nötigste. Fast ein wenig depressif. Na ja, vielleicht auch nur Frühjahrsmüdigkeit? Wir werden seh’n. Das Rad dreht weiter und es wird sicher wieder besser!

 

Ich wünsche Euch allen frohe_ostern2

Edens Garten

- 002Immer muss ich an dich denken
Kann meine Gedanken nicht lenken
Vermisse dich so sehr
Will noch mehr

Schon eine Woche ist es her
Ich fühle mich so leer
Möcht dich gerne nochmal spüren
Dich einfach wieder berühren

Es ist so verdammt schwer
Gäb alles dafür her
Dich in meine Arme zu schliessen
Keine Tränen mehr vergiessen

Auch wenn ich leiden muss
Und warte auf deinen Kuss
Ich liebe Dich und werde warten
Wenn’s sein muss bis in Edens Garten

Ich glaube…

… er hat sein Handy ausgeschalten.

Ich habe Pierre am Samstag eine Happy-Birthday-sms geschickt. Allerdings hat er es – soweit ich das feststellen kann – nicht (noch nicht) gelesen. Normalerweise bekomme ich immer eine Bestätigung, dass die sms beim Empfänger angekommen ist, abr dem ist bis jetzt nicht so. Deshalb denke ich, hat er sein Handy nicht an.

Vielleicht dachte er, er schalte es übers Wochenende aus? Oder vielleicht hat es Streit mit seiner Frau gegeben? Ich habe ihm ein Geburtstagsgeschenk geschickt, welches er am Freitag bekommen hat. Ich habe keine Karte dazu getan. Es war das:

20150325_104307

 

Zwei Basler-Fasnachts-Figuren auf einem Schlitten. Er hat sicherlich verstanden, was ich damit ausdrücken wollte… doch jetzt frage ich mich, ob es wohl zuhause deswegen Probleme gegeben hat? Als Absender habe ich die Kirchgemeinde vermerkt (ich mach ja das Sekretariat).

Ich habe mich seit letztem Samstag nicht bei ihm gemeldet – auch wenn’s enorm Kraft und Wille brauchte, ihm nicht zu schreiben. Doch ich hatte schon vor diesem unerwarteten Treffen vor, ihm das zum Geburtstag zu schicken und dann am Samstag morgen um 00h01 eine sms zu senden.

Ich gestehe ehrlich, dass es mir nicht sehr gut geht. Ich wusste natürlich, dass es noch schwerer werden würde, wenn wir miteinander geschlafen haben, und doch gebe ich die Hoffnung nicht auf.

Wie Georges Bernanos mal sagte : „L’espérance est un risque à courir“ – Die Hoffnung ist ein Risiko…

Es ist passiert…

Es war Schicksal, anders ist das nicht zu erklären!

Als ich gestern um halb fünf in der Kirche wartete, dass das Konzert anfängt, sehe ich plötzlich Pierre eintreten. Mir stand der Atem für einen kurzen Moment still. Er hat mich nicht gesehen und ging an mir vorbei. Da sagte ich: Ja guten Abend Herr Dupont! Pierre drehte sich um und war ziemlich überrascht – freute sich aber ersichtlich und fragte, ob der Platz neben  mir noch frei sei. Natürlich war er das (es sass niemand sonst in dieser Reihe) und Pierre setzte sich.

Das Konzert fing pünktlich um 17h an und wir haben beide- teils mit geschlossenen Augen – die Musik genossen. Bei einem Gesang haben wir sogar beide mitgesummt. Er Bass und ich Alto Stimme. Ich fühlte mich sehr wohl, hatte nicht mal weiche Knie oder nasse Hände. Es war einfach total entspannt und cool. Wir berührten uns ab und zu „zufällig“ am Bein oder Arm – aber alles sehr diskret.

Nach einer Stunde war das Konzert fertig und ich erfuhr, dass seine Mutter in diesem Ensemble mitgesungen hatte (ich habe sie vor Jahren ein einziges Mal gesehen und hatte sie nicht wieder erkannt). Pierre stellte sich dann mit einem Körbchen für die Kollekte zur Tür und als ich rausging meinte er hastig Es gibt noch einen Apéro nebenan! Ich lächelte, nickte und ging raus.

Nach gut 10 Minuten kam seine Mutter zu mir und fragte „Sie kennen meinen Sohn??“ Es kam fast etwas agressiv rüber und ich antwortete „ja, wir kennen uns schon seit gut 15 Jahren. Wir haben mehrere Lager gemeinsam gemacht“. Ihr Gesicht erhellte sich und sie schien „beruhigt“. Ich folgte ihr in den Saal und ergatterte ein Glas Wasser. Ich setzte mich an den Tisch und wartete. Plötzlich kam sie zu mir und meinte „Pierre kommt sicher gleich“. Ich fragte mich, wieso sie mir das so sagt, aber gut.

Pierre kam dann weitere 10 Minuten später und steuerte direkt auf mich zu. Willst du ein Glas Wein?Nein danke, ich muss noch fahrenich auch, komm schon, ein Glas!na gut, aber nur ein halbes.

Wir plauderten dann gemeinsam mit dem Pfarrer. Ab und zu kam mal eine Bemerkung welche nur er oder ich verstand und nach knapp einer Stunde gingen dann die ersten Leute nach Hause und verabschiedeten sich.

Auch ich machte mich bereit aufzubrechen und so verliessen wir gemeinsam den Saal. Als wir draussen standen fragt er wo hast du dein Auto?da vornah ok, ich gleich hier. Fahr mir doch kurz nachok…

Als ich im Auto sass, fragte ich  mich, wo er mich jetzt hinführt. Irgendwo in den Wald, in einen dunklen Winkel? Wir fuhren keine 10 Minuten und kamen bei einem Stadt-Reienhaus an. Als wir beide ausgestiegen waren, schritten wir vielleicht 50m zu einer Tür und er meinte, das sei das Haus seiner Urgrossmutter. Er kramte den Schlüssel hervor und wir traten ein. Er erklärte mir dann, dass die untere Wohnung dieses alten Stadthauses eigentlich seiner Mutter gehöre, sie aber nicht hier wohne und dies nur dazu diene, wenn er oder sein Bruder kämen und hier übernachten. Aha. Also ich wusste schon, dass seine Mutter in dieser Stadt wohnte, das allerdings hätte ich nicht erwartet.

????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????Nachdem er mir die kleine 3-Zimmer-Wohnung gezeigt hatte und wir im Korridor standen, packte er mich plötzlich und drückte mich gegen die Wand. Wir küssten uns leidenschaftlich und es war einfach nur magisch – fast wie im Film. er flüsterte mir ins Ohr ich hätte dich damals in Adelboden oder damals auf der Bettmeralp fragen sollen, ob du mit mir schläfst (da war er solo und ich verheiratet) aber ich traute mich nicht, da du verheiratet warst. – Ja, hättest du…

Wir küssten uns weiter und plötzlich drückt er mich weg und meint ich darf dir das nicht antun! Ich kann dir niemals geben was du verdienst! Ich schaute ihn nur an und küsste ihn. Nach einigen weiteren Küssen trat er einen Schritt zurück, schaute mir fest in die Augen und meinte wenn wir miteinander schlafen, dann missbrauche ich dich. ich will dich nicht verletzen.Wenn ich es auch will, ist das kein Missbrauch. Ich weiss ja wie die Lage ist.Ich will aber nicht, dass du leidestdas tu ich sowieso seit 15 Jahren schon, kommt nicht mehr darauf an. Weisst Du, ich liebe dich. Er küsste mich und zog mir meinen Mantel aus. Dann stiess er mich sanft den Gang entlang ins hintere Zimmer. Ich zog ihm sein Hemd aus und als wir beide nur noch in der Unterwäsche auf dem Bett lagen, stand er plötzlich auf und meinte wir dürfen das nicht. Ich bin zu egoistisch zu chaotisch, ich werde dich nur verletzen! Es ist Missbrauch. Ich zog ihn zu mir heran, küsste ihn und flüsterte Es ist Schicksal… ich will es, also ist es kein Missbrauch. – Bist du sicher? Ich nickte.

Als er in mich eindrang, schaute er mir in die Augen und wollte wissen, ob ich Kinder bekommen könne. Ich verneinte und der Akt war zwar sehr kurz aber um so intensiver. Kurz darauf stand er auf, schüttelte den Kopf und hielt ihn mit beiden Händen. Ich umarmte ihn, gab ihm einen Kuss auf die Wange und sagte mach dir keinen Kopf. Es musste sein.

Wir zogen uns an und setzten uns aufs Bett. Sein Blick war auf den Boden gerichtet und er meinte weisst du, wir könnten uns schon ab und zu treffen, aber ich will nicht nur Sex mit dir. Ich wär sonst schon längst zu Dir gefahren. Aber ich kann dir nicht mehr geben. Wir (seine Frau und er) sind eben erst umgezogen und ich fühle mich innerlich nicht bereit, zu gehen. Ja, wenn sie geht oder stirbt, aber so…!?ich weiss, mach dich nicht verrückt du darfst nicht auf mich warten! was soll ich denn tun? Ich hatte einen Freund und dachte doch nur die ganze Zeit an dich! Ich habe schon so viele Jahre gewartet, da kommt es nicht mehr drauf an. Er küsst mich.

Ich verlangte ihm dann noch ein Glas Wasser und er begleitete mich hinaus. Er müsse noch ein paar Dinge ins Auto packen und seine Gedanken ordnen. Ich nickte, küsste ihn und ging.

Als ich im Auto sass und heimwärts fuhr, fühlte ich mich gut. Nicht traurig, nicht hoffend, einfach nur gut.

Zu hause angekommen, schrieb ich ihm :

… so mein Lieber. Ich habe meine Kids eingesammelt und bin gut zuhause angekommen.

Es war wohl Schicksal heute… wunderschön wenn auch kurz…

Mach Dir keine Vorwürfe – es musste sein, davon bin ich überzeugt!

Schlaf gut und denk ein bisschen an mich 😉

Je t’aime – kann nichts dafür… küsschen :-* ❤

Ich erwartete keine Antwort und legte das Handy beiseite. Ich schlief dann auch relativ rasch ein. Als ich heute morgen erwachte, hatte ich eine Nachricht : … eine ganz gute Nacht!

Ich habe darauf nicht geantwortet und werde auch nicht darauf reagieren. Nächsten Samstag hat er Geburtstag, da wird er eine sms bekommen…

Starr…

… war mein Blick vorher beim nach hause fahre auf die Strasse gerichtet. Ich fahre ganz automatisch – die Streck kenne ich praktisch im Schlaf.

Gedanken…Mein Laptop ist hin. Es ist wohl die Grafikkarte. Nicht  austauschbar… Mei Budget erlaubt es mir nicht, einen Neuen zu kaufen. Aber ohne Computer bin ich ziemlich aufgeschmissen (momentan schreibe ich auf Sohnemanns Ipad – das ist ziemlich mühsam)… Meine Daten können wohl gerettet werden, hoffe ich zumindest. Aber ich habe gewisse Dinge die dringend gemacht werden müssten… Frage mich, wie ich das machen soll !?!

Gedanken… habe Pierre vor 2 Wochen eine sms geschick (HIER bei den Kommentaren nachzulesen)… Reaktion kam – natürlich – keine… Gut, habe ich momentan andere Sorgen…

Gedanken… Wann finde ich endlich eine neue Wohnung? Freitag morgen hab ich eine Besichtigung. Wenn das klappt : Halleluja! Wär super gelegen, inkl. Garten! Allerdings noch keinen genauen Termin, wann sie frei wird…

Gedanken… Auf der Autobahn. So darin versunken, dass ich fast die Ausfahrt verpasst hätte… Wär eigentlich noch gern weiter gefahren…

Fasnacht

10981942_10205612935063381_1860488430814121683_oAm Montag fäng in Basel wieder die Fasnacht an. Und ich freu mich total darauf, denn wir gehen an den Morgenstraich und bleiben alle 3 Tage. „die drei scheenschte Däg“ wie der Basler zu sagen pflegt. Meine Kids haben meistens keine Schulferien wenn Fasnacht ist. In 15 Jahren ist es erst das 3. Mal. Aber wir sind trotzdem jedes Jahr gegangen, wenn auch nicht alle drei Tage. Es ist ein MUST! In meinem ganzen Leben konnte ich 2 mal nicht hingehen. Da sass ich dann vor meinem Fernseher, bewaffnet mit Taschentüchern und heulte… ja, so bin ich halt. Emotional und eine absolute Heimwehbaslerin!

Nun denn, ich habe Pierre (der ja auch Basler ist) geschrieben, ob wir uns vielleicht treffen wollen. Gestern um Mitternacht kommt eine sms:

Ich werde wohl am Morgenstraich sein, jedoch mit meinen Schülern und einigen Eltern. Darum ist ein Treffen mit Dir schwierig… wir nehmen dann auch bald wieder den Zug nach B. Trotzdem wünsche ich Dir eine schöne Fasnach und …

Ich habe dann zurück geschrieben, dass es schade sei, ich es aber natürlich schon verstehen könne. Aber – das ist typisch ich ! – ich denke die ganze Zeit: … ein Treffen ist schwierig… ok, das heisst aber nicht, dass es unmöglich ist … Ich  meine, ich könnte ja zufälligerweise am selben Ort wie er sein am Morgestraich. Soll ich dann so tun, als hätte ich ihn nicht gesehen? Ich mein, ich würd ihm ja nicht um den Hals fallen und abküssen – soviel Beherrschung und Respekt gegenüber seinen Schülern hätte ich ja schon. Und was sollen die drei Punkte am Ende seiner SMS?

Aber wieder

Aber wiedero9

Aber
du bist wiedergekommen
Du
bist wieder
gekommen

Du
du bist
du bist wieder
Ich bin wieder
weil du bist

Du bist gekommen
du
wieder
und immer wieder
wieder du

Du
du
du und ich
immer wieder
und wieder

(c) Erich Fried