Der Verstand mag sich
mit einem Missgeschick abfinden,
das Gefühl nie.
… immer an die selbe Person zu denken – obwohl seit über einem Jahr Funkstille herrscht.
Ich gebe mir ja wirklich Mühe, bin oft sehr beschäftigt mit meinen Kindern, meiner Arbeit, meiner Familie, meinen Freunden, dem Chor und doch schleicht sich tagtäglich Pierre in meine Gedanken.
Ich fühle mich irgendwie so machtlos. Obwohl ich mit dem Verstand genau weiss, das es nicht möglich ist, wehrt sich mein Herz dagegen. Langsam bin ich es echt leid!
Seit ein paar Tagen habe ich wieder so ein komisches kribbeln – wie vor einem Jahr – und doch passiert nichts…
Am Samstag bin ich vom Lager zurück gekommen. Wie ich schon im letzten Post geschrieben habe: ich bin froh, wieder zu hause zu sein – auch wenn es andererseits lustig war. Doch ich bin ziemlich geschafft, denn dieses zwei Wochen waren alles andere als Ferien. Kochen für 40 Leute als nicht professionneller Koch… das ist ziemlich happig und hat bei weitem nichts mit Ferien zu tun. Aber immerhin hat es allen geschmeckt und Gott sei Dank war meine Mama als mein Commis de cuisine (Hilfskoch) dabei!
In der 1. Woche hat es kontinuierlich geregnet… es war für die Kids nicht sehr lustig, aber in der 2. Woche kam dann die Sonne hervor und sie konnten doch noch einiges draussen machen.
Auch hat mein Handgelenk nach 9 Tagen etwas versagt. Ich holte dann in der Apotheke eine Schiene und Schmerzmittel. Die Apothekerin meinte, es sei wohl eine Sehnenscheidenentzündung. Inzwischen geht’s etwas besser, aber ab und zu schmerzt es noch.
Hier nun ein paar Eidrücke aus dem Lager (Qualität nicht gerade top…) :
Das Einzige, was mich an diesem Lager wirklich gestört hat, war die Erinnerung… ihr wisst von wem ich spreche…
Traurig aber wahr
Schon fast ein Jahr
Seit dem wunderbaren Moment
Der noch auf den Lippen brennt
Ich kann’s nicht vergessen
Will’s niemals missen
Deine Nähe zu spühren
Dich berühren
Mein Herz weint
Sind nicht vereint
Es tut so weh
Dass ich Dich nie seh
Doch in meinem tiefsten Innern
Werd ich mich immer erinnern
Und dankbar sein
Dass ich für kurz war Dein…
(c) boelleli
Ich weiss, ich weiss, es ist schon eine Weile her seit meinerm letzten Post. Aber in letzter Zeit habe ich irgendwie so gar keine Lust, an den PC zu sitzen. Es ist soviel los seit ein paar Wochen, ziemlich viel Stress, und ich bin abends nur noch froh, wenn alle im Bett sind und ich mich aufs Sofa fallen lassen kann…
Meine Mutter hat immer noch den Gips an der Hand und kann nicht autofahren –> Organisation zwischen meinem Bruder und mir, damit Mama zu ihren verschiedenen Terminen kommt.
Meiner Freundin die Selbstmord begehen wollte, geht es den Umständen entsprechend besser. Obwohl ich mich manchmal frage, wieso eine Schweizerin im eigenen Land wie Dreck behandelt wird (von Behörden und so) und ein „Gangster“ wie Carlos alles bekommt… Siehe hier, da und dort.
Mit J.D. läuft alles wunderbar. Er ist wirklich ein Schatz. Zum Valentinstag habe ich eine A4-Blatt bekommen, auf welchem „für unsere gemeinsame Zukunft“ stand und 3 Türchen hatte. In Türchen 1 war der Schlüssel zu seiner Garage, in Türchen 2 der Schlüssel zu seiner Wohnung und in Türchen 3 ein Anhänger in Form eines Schlüssels – der Schlüssel zu seinem Herzen. Ich muss sagen, Pierre ist sogut wie aus meinem Kopf verschwunden – und das ist gut so! Ich bin glücklich!
Gestern hatte ich noch Probleme mit meinem Auto. Die hintere Tür lässt sich nicht mehr schliessen. Jetzt muss ich den TCS rufen (wie ADAC) und dann werden die mir provisorisch die Tür „versiegeln“ und ich darf dann in die Werkstatt… Juhuu… das gibt sicher eine Rechnung von Frs 400.- bis Frs 500.- …
So, das wär’s – update gemacht 😀
Ich wünsche Euch allen ein schönes Wochenende. Ich habe am Sonntag noch eine Konzert mit dem Chor (Juhuu!!) und muss noch ein wenig üben 😉
Alles Liebe und bis bald!
So, ich bin zurück (schon seit Sonntag abend – aber kam nicht eher zum Schreiben)
Neben Restaurant, Thermalbad, Besuch bei seiner Mutter und Stadtrundgang in St. Gallen, hatten wir viel Zeit für uns. Ja, es war ein wunderbares Wochenende mit viel Liebe und Harmonie.
Allerdings könnte ich mich selbst ohrfeigen…. :-S … es kam 2,3 Mal vor, dass ich an Pierre denken musste. Wieso??? Es nervt mich, ich will das nämlich gar nicht – und doch passierte es. Na ja, ich hoffe, es geht wirklich ganz vorüber, denn jemanden wie J.D. werd ich niemals wieder finden. Er ist einfach nur wunderbar. Zuvorkommend, aufmerksam, grosszügig, herzlich, zärtlich, romantisch… was will man mehr. Und das Beste: Mit den Kids funktionnierts auch wunderbar! Das nächste Mal nehm ich die beiden mit zu ihm…
Vor knapp einem Monat habe ich Pierre zum letzten Mal geschrieben. Es kommt mir ein wenig vor wie ein Entzug. Je länger ich warte, um so mehr Abstand gewinne ich. Natürlich kommt es ab und zu vor, dass ich die Lust verspühre, ihm zu schreiben – obwohl ja nie etwas zurück kommt. Aber ich hatte bis jetzt keinen Rückfall 🙂
Einerseits ist es ja vorteilhaft, dass er nicht in meiner Nähe wohnt, dass er weder Whatsapp noch FB hat – es wäre wohl um einiges schwieriger, Abstand zu ihm zu bekommen. Andererseits bin ich davon überzeugt, dass wenn wir uns das nächste Mal über den Weg laufen, alles wieder von vorne beginnt. Aber es ist egal.
Momentan geht es mir ganz gut. Die Kids haben Ferien und wir nehmen’s sehr gemütlich. Heute gehen wir zum blau-gelben Möbelriesen mittag essen. Um 11h kommt die kleine Zoé die ich hüte und um 14h muss ich mit Töchterchen zum Arzt.
Ich habe mir mal überlegt, welches die schönsten Erinnerungen mit meinen Freunden (also männliche) war:
Mit Läggerli war es eindeutig der Spaziergang über die Stadtmauer von St Malo. Er zeigte mir damals den „grossen Wagen“ und wir küssten uns zum 1. Mal
Mit meinem Ex-Mann war der schönste Moment, als wir einmal morgens um 4h von Paris (da wohnten wir damals) spontan nach Ault im Norden von Frankreich fuhren und dann barfuss morgens um 6h den Strand entlang schlenderten. Wir hatten dort sogar eine Wohnung besichtigt – aber schlussendlich sind wir dann doch nicht dorthin gezogen.
Die schönste Erinnerung mit Dudelsack war, als wir uns einmal nach einem Weiterbildungskurs von mir trafen. Ich wartete auf ihn an der Bushaltestelle und er „schlich“ sich von hinten an und umarmte mich. Das war ein sehr schöner Augenblick.
Mit T. war es am tollsten, als wir uns beim durch die Grossstadt spazieren plötzlich die Hand gaben.
Mit M. war der schönste Augenblick als wir uns zum 1. Mal getroffen haben. Die schönste Erinnerung dieses Treffens war der Ausflug auf die Meersburg.
Und zu guter letzte Pierre. Ja, Pierre… der traumhafteste Augenblick war natürlich, als wir uns im Gartenhäuschen näher kamen. Nach 15 Jahren endlich! (Anmerkung: ich habe nichts mehr von ihm gehört und mich auch nicht mehr bei ihm gemeldet…)
Tja, so ist das mit meinen Erinnerungen – alles schöne Momente die ich nie vergessen werde !
habe ich gestern abend verschickt. Eigentlich wollte ich ihm ja nicht mehr schreiben, aber dies wollte einfach noch gesagt sein:
Lieber Pierre, ich habe erfahren, dass Du es abglehnt hast als Leiter ins nächste zweisprachige Lager zu kommen. Es ist ja schon schade – wir wären ein super Team gewesen, Du als Leiter, ich in der Küche. Tja, es sind alle ziemlich enttäuscht (von mir wollen wir jetzt nicht reden!!), aber man kann es wohl nicht ändern… ??!!
Ich verstehe nicht, warum Du mir NIE Antwort gibst – ich habe mir wirklich Sorgen um Dich gemacht !!! Ich weiss ja, dass du verheiratet bist und ich weiss, dass du das mit deinen Prinzipien nicht vereinbaren kannst. Du willst mich nicht verletzen, aber es tut umso mehr weh, wenn Du mich einfach ignorierst… !! Glaub mir, ich kann Dich schon versteh’n, aber wilst Du mir jetzt ganz aus dem Weg gehen und mich nie mehr seh’n ? Bedeute ich Dir gar nichts??
Wenn Dir auch nur ein bisschen etwas an mir liegt, dann komm doch mal vorbei oder wir treffen uns an der Herbstmesse!!??
Bitte Pierre, lass mich nicht einfach so links liegen – Ich kann mir beim besten Willen nicht vorstellen, dass Du ein kaltherziger Mensch bist. Und wenn du das machst, damit ich denke „so ein Vollidiot“… dann täuscht du dich! Das werd ich NIE vo Dir denken!
Schlaf gut und denk ein wenig an mich :-*
Voilà – und das war meine letzte sms an ihn. Es kam natürlich (bis jetzt) nichts zurück.
Ich werd ihm nun nicht mehr schreiben. Wenn wir dafür bestimmt sind, uns wieder zu treffen (was ziemlich sicher der Fall sein wird. Früher oder später werde ich an einem Event der Kirche teilnehmen und ihn wieder sehen) – dann war und ist jetzt einfach nicht die richtige Zeit dazu…